Kronenhalle Zürich

18. April 2019

 

Dokument

 

Treffpunkt Kronenhalle

von Werner Wollenberger  

 

 "Zürcher Woche" vom 7. September 1962

 

Bereits vor drei Jahren habe ich einen Bericht der NZZ 
(Neue Zürcher Zeitung) zum 100jährigen Bestehen der  Kronenhalle" hier eingestellt. Im Prestel-Verlag (München) erscheint der Band "
Pays de rêve: Die Kunst der Kronenhalle Zürich", herausgegeben von Sibylle Ryse rund  Isabel Zürcher.

Wollenberger: "Was weiss der Fremde von der Schweiz?
Er weiss herzlich wenig. Und das Minime beschränkt sich zumeist erst noch auf eine Klein-Moritz-Vorstellung. Nach ihr ist jeder Schweizer ein Experte im Jodeln, blässt in freien Stunden das Alphorn, und stellt haupt-oder nebenberuflich grossgelochte Käse oder wohlschmeckende Schokolade her. Was das Land sehenswert macht, ist das Matterhorn, der Vierwaldstättersee, St. Moritz und - eventuell - der Rheinfall....*

Erwähnt man den Namen "Kronenhalle", weiss Jean Cocteau zärtlich von Molly, der roten Hauskatze, dem vierbeinigen Wahrzeichen des Lokals, zu berichten... 

(Dokumentation: Claire Kaspar, Photos: Rolf Bichsel. Zeichnungen, Autogramme und Widmungen aus den Gästebüchern von "Kronenhalle" und ihres Servier-personals)


14. Februar 2016

 

Zeitdokumente:

«Isch es rächt gsii?»

 

Hulda Zumsteg, die legendäre Wirtin der Zürcher Kronenhalle, verabschiedete ihre Gäste immer mit der Frage: "Isch es rächt gsii?". Vor 32 Jahren starb Huld Zumsteg, im Alter von fast vierundneunzig Jahren. 

Hulda Zumsteg war eine Wirtin,die ihren Beruf als Berufung ausgeübt hat. Ihr Sohn Gustav, der Seidenhändller und Kunstliebhaber, übernahm das weltberühmte Restaurant und führte es bis zu seinem Tod (2005). Seither werden die Kronenhalle (und die damit verbundene Kunstsammlung) von einer Stiftung verwaltet.

Ich war, nach gut zwanzig Jahren, wiedereinmal in der Kronenhalle, dort, wo ich einst ehrfürchtig, als Student der Kunstgeschichte (zu)viel von meinem spärlichen Taschengeld investiert hatte, um wenigstens einen Blick von den damaligen "Göttern" der Kunst - und ihreren Werken - zu erhaschen. Anlass genug, ein Zeitdokument aus dem Jahr 1962 (NZZ) auszugraben.  

Mein damaliger "Doktorvater", Gotthard Jedlicka, sass oft da, hat aber mit uns "kleinen Studenten" kaum gesprochen. seine Aufmerksamkeit galt den Grossen.


Die Kronenhalle hat heute - der Kulturrestistenz und -ferne der Gastrokritikern zu verdanken - "nur" noch 14 Gault Millaut-Punkte. Gestern war ich in einem 16-Punkte Restaurant. Es war raffinierter, aber auch besser? Im Vergleich: Von mir 17 Punkte für die Kronenhalle (zwei davon für die Kultur des Restaurants und den Umgang mit den Gästen. 

(Bewertung eines Gourmands, aber nicht Gastrokritikers).

"1862 - 1922 - 1862, das sind die Eckpfeler und der Markstein dieses einen Jahrhunderts "Kronenhalle" Und zwischen den beiden letzten liegt die Zeit in der Frau Hulda Zumsteg der gute Feist der "Kronenhalle" wurde." Und in dieser Zeit "L'ensemble du monde de la création culturelle" in Zürich begrüssen konnte. (Bilder: Kronenhalle)

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