Engelberg aktuell: 2018 - Winnetou II

Auch die kommende Spielsaison der Karl-May-Freilichtaufführungen werde ich aktuell - während der Spielzeit täglich - auf dieser Website begleiten, mit Texten, Links, Kommentaren etc.

Hier der Link zur Website der Festspiele

18. Dezember 2018

 

Freilichtspiele:

Winnetou II in Engelberg

N
eue Regie: Jean Grädel

Als erste hat die Karl-May-Zeitschrift "Karl May&Co" von der neuen Regie auf ihrer Website berichtet, noch bevor die Schweizer Presse (mit Ausnahme der Innerschweiz) davon Kennnis genommen hat. Ich muss also mein hartes Urteil über die letzte Print-Ausgabe von "Karl-May&Co." zumindest differenzieren, vielleicht sogar revidieren. Mache ich gerne bei der nächsten Besprechung der Zeitschrift. 

Foto: Uebergabe des Thurgauer Kulturpreises an Regisseur Jean Gräde- 2007
Foto: Uebergabe des Thurgauer Kulturpreises an Regisseur Jean Gräde- 2007

Mein spontaner Kommentar: "Ja, der kann es!". Eine gute Wahl also. Ich habe keinen Hehl daraus gemacht, dass einer der grössten Mängel der ersten Karl-May-Festspiele in Engelberg der Regie anzulasten war. 

Hier nachzulesen.

 Der renommierte Vorgänger von Jean Grädel ist sicher ein guter, bekannter und routinierter Regisseur. Doch - wie so viele Regisseure - hat er (zumindest in der Engelberger Inszenierung - den Hang sich selber, respektive seine Arbeit zu inszenieren und dabei zu wenig auf Situation der Zuschauer, die Mentalität und die Verhältnisse auf einer Grossbühne (Naturbühne) zu achten, vor allem, wenn die spektakulären Szenen nicht so üppig anzurichten sind, wie zum Beispiel in Elspe oder Bad Segeberg. Grädel ist ein Regisseur der Nähe zum Publikum, Er weiss auch, wie man feine, differenzierte leise Szenen  arrangiert, so dass sie dem Werk und dem Publikum gerecht werden.

Warum ich so sicher bin?
Jean Grädel hat - vor vielen, vielen Jahren - als blutjunger Regisseur - ein erstes Cabaret (Kellertheater) in Szene gesetzt, das ich als Produzent realisierte. Seither habe ich viele seiner Arbeiten beobachtet, hautnah verfolgt, und ich bin ihm auch beruflich ab und zu wieder begegnet. Deshalb bin ich überzeugt, es ist der richtige Mann für eine Inszenierung, die halt doch mehr werk- und zuschauerbezogen ist.

Hier der Link zu Grädels Website