Karl-Ma-Sammlung - Fundstücke

27. April 2022

 

Wiedergefunden:

Vergessenes, Verlorenes, Verstreutes...

 

Exponate der Karl-May-Sammlung

 

Seit den späten 80er Jahren arbeite ich - inzwischen fast täglich - an meiner Karl-May-Sammlung: Ordnen, beschreiben, fotografieren, katalogisieren. Die Neuerwerbungen habe ich seit ca. 2007 auf meiner Website in der Rubrik «Neueingänge» vorgestellt. Es sind dies bisher in 16 Blöcken (Neueingänge 1 bis 16) etwa 800 Exponate. Die ganze Sammlung umfasst mittlerweile rund 9´000 Objekte (Exponate) - inklusive des Zeitungsarchivs zum Thema. Im Augenblick ist eine gründliche Revision im Gange. Da taucht einiges (wieder) auf: schlecht oder gar nicht eingeordnet oder nach einer Aus-stellung nicht zurückgebracht an ihren vorgesehenen Platz. All das - zum Teil vor mehr als 20 Jahren gesammelt und gekauft - stelle ich jetzt hier in der Rubrik «Fundstücke» vor. Es sind also keine «Neuerwerbungen», vielmehr "alte Bekannte", in den Blocks meist als «Dachbodenfunde» bezeichnet.

29. März 2023

 

Neueingang Karl-May-Sammlung

 

Stundenpläne mit Werbung für
Karl-May-Bücher

 

Verlage haben immer wieder alle nur denkbaren Schulutensilien genutzt, um Jugendliche besser zu erreichen und auf ihre Jugendbücher aufmerksam zu machen. In meiner Sammlung gibt es inzwischen Farbstifte, Notizhefte, Saugblätter... und jetzt auch Stundenpläne zum Ausfüllen, und zwar aus ganz unterschiedlichen Epochen. Es ist interessant zu vergleichen: wo und wie wird geworben. Ein Blatt war schon länger in der Sammlung, zwei ältere Blätter habe ich jetzt dazu erworben.

Auch die Rückseite des Stundenplans wurde hier gestaltet, und zwar in Farben. Noch sind es aber Spielbilder und nicht Motive aus den damals ausserordentlich erfolgreichen Karl May Filmen. Früheste Datierung dürfte 1967 sein, da wurde gerade Band 73 (letzter Band der Reihe) abgelegt, (herausgelöst aus den Kolportageromane "Der Weg zum Glück").

Die erwähnte Jubiläumsausgabe kam 1962 (und Folgejahre heraus).

Stundenplan um 1955 - kleineres Format (A5) - Verlag Ueberreuter, Wien, nur ein Karl-May-Buch

Stundenplan um 1970

(A4), mit farbiger Rückseite

Karl-May-Verlag, Bamberg

Stundenplan farbig, mit Film-Winnetou, 2001

(Format A4)


27. Oktober 2022

 

Schon lange in der Sammlung:

 

Sammlung Metzler
Realien zur Literatur: Band 231
Martin Lowsky; Karl May

Bei der Revision der Karl-May-Sammlung tauchen immer wieder Exponate auf, die schon lange (in diesem Fall seit 2008) in der Sammlung präsent ist. Oder eben "nicht präsent", weil sie sich irgendwo "versteckt" haben, sei es, weil sie nicht richtig eingeordnet, nicht oder falsch registriert wurden oder zum Lesen oder Ausstellen benutzt wurden (und nicht mehr zurückgefunden haben). Im Bestreben die vielfältige Sammlung hier vorzustellen, werde ich ab und zu solche "Findlinge" (ausserhalb der Rubrik "Neu-eingänge" hier vorstellen.

Der Band "Karl May" von Martin Lowsky ist bereits 1987 erschienen, in der Sammlung
Metzler, in der Einführungen und Monografien zu Germanistik, Literatur- und Sprachwissenschaft, Kulturgeschichte und Philosophie von 1961 bis 2007 erschienen sind, insgesamt rund 240 Bände. Der Karl-May-Band galt lange Zeit als ein Standardwerk der Karl May Forschung. Inzwischen ist die Sekundär-literatur zu Karl May so umfangreich geworden, dass sie die Kapazität einer Privat-Sammlung längst überschritten hat. Allein in meiner Sammlung sind es inzwischen 95 Werke, Dabei sind immer wiederkehrende Spezialthemen in eigenen Abteilungen und damit nicht unter dem Oberbegriff "Sekundärliteratur" registriert.

Dr. Martin Lowsky (* 1945)
Dr. Martin Lowsky (* 1945)

Oberstudienrat und Karl-May-Forscher, frühes Mitglied der Karl-May-Gesellschaft, hat bis 2015 im Redaktionsteam des Jahrbuches der Karl-May-Gesellschaft gearbeitet.

Er hat zahlreiche Arbeiten, auch Bücher, zur deutschen und französischen Literatur veröffentlicht (über Theodor Fontane, Arno Schmidt, Franz Kafka, Joseph Roth, Paul Valéry, Voltaire u. a.) sowie über Fragen der Pädagogik (Erich Fromm) und zum Verhältnis von Mathematik und Literatur. Bis 2013 war er im Schuldienst tätig in Tübingen, Eutin und am Hans-Geiger-Gymnasium in Kiel. Ab 2004 arbeitete er auch am Romanischen Seminar der Universität Kiel in der Redaktion der Zeitschrift Forschungen zu Paul Valéry/Recherches Valéryennes.

27. April 2022

 

Zeichenblock - Titelbilder:

 

"Herlitz"-Serie aus den
Filmen der 60er Jahre

 

Die Firma "Herlitz" (Hannover) hat in den 70er Jahren (aufgrund des Erfolgs der Karl-May-Filme) Zeichenblöcke mit zehn Blättern und je einem Deckelblatt mit einer Standaufnahme aus den Karl-May-Filmen herausgegeben (nur die Deckblätter in der Sammlung), Format A4, Papier farbig bedruckt, auf der Rückseite Werbung, im Bild (rechts unten) Strichcode, Bezeichnung Karl May, Bestellnummer (links unten) in schwarzer Schrift Bezeichnung des Films. Wie viel

Zeichenblockserien mit Karl-May-Motiven ist mir nicht bekannt (ebenso wenig die Zeit-spanne, in welcher die Blöcke im Herflitz-Programm waren.)  Die Bilder werden aber heute noch in Auktionen und im Antiquitäten- Handel angeboten (Preis von 3 bis 10 CHF) pro Bild. Es sind - beachtet man die Einträge auf Facebook - meist typische Erinnerungen: Zum Beispiel A.B.: "Das kommen Erinnerungen zurück. Ich habe alle Bilder später sogar eingerahmt, die Rahmen selber gemacht." Oder M.B.: "Krass, den hatte ich auch. Schade, dass es so etwas nicht mehr gibt."
Laut Verzeichnis der Sammlung besitze ich rund 13 Bilder, einige davon doppelt. Im Augenblick sind nur 5 verschiedene Bilder in der Sammlung, der Rest wird bei der Revision wohl wieder auftauchen.

Es gibt noch andere Zeichenblock oder Notitzblocks.mit Deckelbilder aus den Karl-May-Filmen. Zwei davon unten.

Notizblocks Kartengrösse (14,8x10,5 cm) Spiralbindung, vollständig (nicht nur Deckbild) - Vorderseite als Postkarte bedruckt, Rückseite Karton, unbedruckt. Enthält fünfzig weisse Notizblätter.

Bild links: "Old Firehand"                                   Bild rechts: "Das Geisterpferd"
von Roy Paul Drake                                           von Karl-Heinz Dömken                               


Carl-Heinz Dömken (1929-2011) war Zeichner, Journalist, Pferdezüchter und Karl-May-Forscher.Er besass und betrieb in der Nähe der Lüneburger Heide einen Pferdehof.. Privat erfüllte er sich seinen Kindertraum, einen Rappen wie Kara Ben Nemsis "Rih" zu besitzen.

Seit 1995 entwarf er Illustrationen und (mehr als zwanzig) Deckelbilder für den Karl-May-Verlag.

Roy Paul Drake (eigentlich Petr Milos Sadecký oder Zadecký (1943-1991); weiteres Pseudonym [Paul] S. Fleming, ist ein Illustrator, der u.a. Deckelbilder für den Karl-May-Verlag zeichnete. Sadecký hat, als er die Tschechoslowakei 1967 verliess, hunderte Zeichnungen und Gemälde von seinen Freunden Zdeněk Burian und Bohumil Konečný mitgenommen, die er später als seine eigenen ausgab und verkaufte. Einige dieser – nicht signierten – Bilder wurden u.a. als Deckelbilder im Karl-May-Verlag benutzt. Ob und welche der Bilder tatsächlich von Sadecký stammten oder wenigstens von ihm bearbeitet wurden, lässt sich nicht mehr sicher feststellen.(Quelle:karl-may-wiki)