Karl May: Neuanschaffungen in der Sammlung (Teil 10 - aktuell)

Die früheren Eingänge zur Karl May Sammlung

Teil 1            Teil 2             Teil 3           Teil 4          Teil 5           Teil 6          Teil 7    

Teil 8            Teil 9

12. Dezember 2018

 

Lex Barker:

 

Vinyl-Single
Decca 19725

 

"Ich bin morgen auf dem Weg zu dir"
"Mädchen in Samt und Seide"

 

"1965 nahm Lex Barker unter Leitung von Werner Scharfenberger zwei Musiktitel auf: Ich bin morgen auf dem Weg zu dir (Musik: Martin Böttcher) und Mädchen in Samt und Seide (Musik: Werner Scharfenberger). 

Martin Böttcher äußerte später, dass „für Lex Barker im Studio keine technischen Spielereien angestellt werden mussten und seine Stimme so stark war, dass sie gedämpft werden musste“. Zwei weitere bereits aufgenommene Titel blieben letztlich unveröffentlicht, da Barkers Plattenvertrag auf eigenen Wunsch hin aufgelöst wurde; nach eigenen Aussagen konnte er sich „mit Musik und Text“ dieser Stücke „nicht identifizieren“.(Quelle:Nekropole)

Dem Sammler stellt sich immer wieder mal die Frage: Wo werden die Grenzen für eine Sammlung gezogen? Diese Schallplatte hat mit den Karl-May-Filmen der 60er Jahre nichts zu tun, es sei denn Lex Barker, der den Old Shatterhand spielte (und verkörperte) und der Komponist des einen Schlagers, Martin Böttcher, der auch die Melodien zu den Karl-May-Filmen geschaffen hat. Für mich sind dies "Randgebiete" in meiner Sammlung, die vor allem den Kontext zeigen, in dem Karl May in den 60er Jahren stand. 

Dazu (links) die Original-Aufnahme der alten Platte . Dazu eine der vielen Kommentare: "Danke für dieses einmalige Schmankerl.. Ist aber nicht als abwertend zu betrachten. Ich freue mich darüber. Ihn hatte ich damals als Strarschnitt aus der Bravo hinter meiner Zimmertür drapiert weil


sonst kein Platz mehr war in meinem Zimmer wegen all der anderen Bilder von Pierre und Lex. Und meine Mutter hatte sich beinahe zu Tode erschrocken. Das war eine schöne Zeit!!!!!! " Dokumente zum Zeitgeist einer bestimmten Epoche gehört - so meine Meinung als Sammler - eben auch in eine weitgefasste Karl-May-Sammlung.

07. Dezember 2018

 

Alexander Röder:

 

Auf der Spur der Sklavenjäger

 

 

6. Band der Reihe
"Karl Mays Magischer Orient"

 

Sechs Bände sind es, und eine Anthologie, die in dieser Reihe im Karl-May-Verlag erschienen sind. Alle sechs Bände erdacht und geschrieben von Alexander Röder. 

Erschienen 2018 im Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul - 477 Seiten, Taschenbuch, Format 13,5 x 21,5 cm

ISBN 978-3-7802-2506-1 - Mit Prolog und Epilog von Thomas Le Blanc

Die Reihe ist in Karl-May-Freundeskreisen nicht ganz unbestritten. Darf man, kann man, soll man Geschichten, die vor mehr als 100 Jahren erdacht und geschrieben wurden, weiterdenken, weiterschreiben?

Auch wenn der Stil, die Atmosphäre, der Plot ganz anders sind, als bei Karl May. Spätestens seit E.T.A. Hoffmann (er lebt rund hundert Jahre vor Karl May) wurde die "phantastische Literatur" zum literarischen Genre, das Eigenschaften wie traumhaft, unwirklich, kühn erfunden, märchenhaft oder ungeheuerlich umschliesst.Die "Phantastische Literatur" beschäftigt sich mit Geschichten

und Erzählungen, die man mit diesen Begriffen charakterisieren könnte. Dabei steht das Über-natürliches Mittelpunkt, wobei der Übergang zur Science Fiction fliessend ist.Im 20. Jahrhundert entwickelten sich unter dem Einfluss der Psycho-analyse viele neue Formen des Phantastischen.


28. November 2018

 

Roger Boyes:

 

My Dear Krauts

Wie ich die Deutschen entdeckte 

 

"Bissig, humorvoll und fast ohne Vorurteile erzählt Times-Korrespondent Roger Boyes von Eigenarten des Deutschen ..."

 

Der folgende Text ist leider noch nicht im Buch abgedruckt, sondern vorerst in "The Times". erschienen.
Übersetzung wurde der Text von Christiane Wagler 
Copyright: Goethe-Institut e. V. Internet-Redaktion
Juni 2009

Winnetou | Foto (Ausschnitt): David Schäfer © dpa
Winnetou | Foto (Ausschnitt): David Schäfer © dpa

Winnetou ist wieder da

Warum die Bücher von Karl May die Deutschen so begeistern

"Ein blasser Cowboy mit leichtem Schmerbauch reitet auf eine Lichtung. Einmal abgesehen von den Lederhosen, dem Hut, der silbernen Büchse an der Seite und natürlich dem Pferd könnte er auch ein Bankfilialleiter aus der Provinz sein. Nicht von der Sorte, die mit Wertpapieren jongliert, sondern der halb strenge, halb freundliche Typ, der mit einem über die Hypotheken-Rückzahlung spricht."

Der Text ist der Buchausgabe (Roger Boyes: "My Dear Krauts", Ullstein Verlag, 2007, ISBN 978-3-548-28505-4) auf drei S4-Blättern zugefügt 
Der Text zu Karl May ist vom Goethe-Institut hier online gestellt

17. November 2018

 

JMB

 

Karl-May-Materialsammlung
Erwähnungen in Büchern und Zeitschriften

Ausgabe 1

 

Hinter der Bezeichnung JMB verbergen sich die Initialen von Jörg-Michael Bönisch,(*1948), dem Gründer und langjährigen Vorstandsmitglied des Freundeskreises Karl May Leipzig e.V.. Im Jahr 2000 verließ er den Verein. Seit 2015 ist er Herausgeber der "Leipziger Karl-May-Nachrichten".

Die Sammlung der regelmässig herausgegebenen Informationsblätter von Jörg-Michael-Bönisch sind Zeugen, wie das verfügbare Material (und das Wissen) noch zu Zeiten der  DDR langsam immer grösser wurde, wie die Anfänge einer Bewegung rund um Karl May (Verein, Freundeskreis) schon kurz vor der Wende angekündigt und dann entwickelt haben, Es sind Zeitdokumente mehr als Informationen, die nicht auch in anderen Publikationen zugänglich sind. Als Zeitdokumente sind es wichtige Teile meiner Sammlung.

In der Form sind die Mitteilungsblätter sehr einfach gestaltet: In der Regel 12 A-4-Blätter (beidseitig bedruckt) mit ganz unterschied-lichen Fotokopien (Qulität von damals) von Publikationen, Briefen und vor allem im Osten wenig bekannten Publikationen. Zum Beispiel (rechts) eine Seite aus einem Comic (Das Vermächtnis des Inka), den ich zum Beispiel überhaupt nicht kenne. Dies schon in Ausgabe 20 (1989?). 
Schade das die Blätter kein Impressum anführen und die Quellen der publizierten Dokumente (Name, Ort, Datum) nur selten vermerkt sind. Zum interessantesten Inhalt gehören die publizierten Briefe und DDR-spezifische Notizen. Ergänzend dazu ist die Chronik auf der Website des Freundeskreises Leipzig und die Zeitschrift "Karl May in Leipzig ", die seit 1990 regelmässig herausgegeben wird.

Im Augenblick habe ich nur wenige (einzelne) Ausgaben der frühen Publikation von "Karl May in Leipzig" (aus den Jahren um 2001). Auch die Materialsammlung JMB ist längst nicht vollständig. Hier die Ausgaben, welche in der Sammlung integriert sind. Es liegt noch eine weitere Reihe von Ausgaben in den Stapeln des unbearbeiteten Materials.

Ausgabe 1:
Patty Frank

Ausgabe 28

Mapini

Ausgabe 35

Durch de. Wüste

Ausgabe 3:

Museum

Ausgabe 29

Mapini

Ausgabe 38

Juarez

Ausgabe 4:

"Die Woche"

Ausgabe 31

Mapini

Ausgabe 1:

Rote Männer

Ausgabe 32

Juarez

Ausgabe 20

Freundeskreis

Ausgabe 33

Hans Reimann

Ausgabe 23

Roman

Ausgabe 34

Juarez


13. November 2018

 

Winnetou

ein Karl May Quartett

ca. 1969 Vertrieb: Staedler  8638  S&S (Schwager & Steinlein / Nürnberg)

 

Eines der 14 Quartette in der Sammlung. Eigendlich ein Doublette, doch hier in gutem Zustand mit

Plastikschachtel, nur 24 Spielkarten.
Obwohl erst nach den Karl-May-Filmen in einem Verlag (Schwager und Steinlein) auf den Markt gebracht, sind es hier noch gezeichnete Bilder (und keine Szenenfotos aus den Filmen. Format 11 x 7-6 x 1.4 cm. Die Quartette sind in der Regel keine Raritäten, weil sie in den 50ern unf 60ern Jahren in grosser Zahl auf den Markt gebracht wurden. Noch heute sind sie im Antiquitäten- und Sammlerhandel um 15 CHF zu kaufen.

Hier die 24 einfachen Karten. Künstler leider unbekannt.

01. November 2018

 

Buntstift-Schachtel Nr. 1176
Vertrieb: Staedler Schreibwaren

Nürnberg (1941)

 

Der Schatz im Silbersee

(Eine schwierige Verhandlung)

 

Beworbenes Produkt: Schreibwaren

Format: 9x9x0.8 cm 
                                                          Künstler: Norbert Ehrenfreund

"Die Schreibwarenfabrik Staedler versah ihre Bundschriftschachteln mit Motiven der Karl May-Sammelbilder. Es wurden zwei Serien in unterschiedlichem Format herausgegeben. Als Vorlage für die verwendeten Motive wurden die bekannten Sammelbilder von Lindeberg herangezogen. Ein Hinweis aus Sammlerkreisen besagt, dass Emanuel Kanz in seiner Disssertation "Zum Problem der Massenwirkung Karl Mays", 1949, Wien, 7 Buntstiftschachteln  von Staedler erwähnt. Wie viele und vor allem welchem Format wirklich produziert wurden ist bisher nicht bekannt.  

Der Künstler hat für dieses Format die Bildmotive extra umgestaltet. ... Abschliessend kann man davon ausgehen, dass Staedler 7 Motive herausgegeben hat, die in  zwei unterschiedlichen Formaten als Buntstiftschachteln produziert wurden."

Folgende Motive sind derzeit bekannt: 

  • "Eine schwierige Verhandlung" aus "Der Schatz am Silbersee
  • "In der Falle" aus "Der Sohn des Bärenjägers.
  • "Der Untergang der Komantschen" aus "Winnetou I"
  • "Nächtlicher Endkampf" aus "Winnetou II."
  • "Ein Schurkenstreich wird beraten" aus "Winnetou III"
  • "Winnetous's Kundschafter in Fesseln" aus "Old Surehand I"
  • Unbekannt. Folgt man der Logik von Winnetou, so sollte dieses Motiv eine Szene aus "Old Surehand II" darstellen. Dieses Motiv ist noch nachzuweisen.

Die Angaben stammen aus dem neuen Buch von Alexander Brandt "Karl-May-Bilder - Band 2", das beim Autor gekauft werden kann. Der erste der beiden Bände erschien im Juli 2017. 
Die beiden umfangreichen Werke befinden sich bereits in meiner Sammlung und werden hier nächstens vorgestellt. Es ist die umfassendste Dokumentation der Karl-May-Bilder von Lindeberg und anderen Künstlern, sowie von verschiedenen Firmen aufgelegte Sammelalben. Allerdings wird auf die Erfassung der Filmbildalben (Eikon, Americana etc.) bewusst verzichtet. Die Dokumentation beschränkt sich auf die gezeichneten Bilder, ist dafür unglaublich präzise und umfangreich. Die begleitenden Kommentare und Einordnungen sind unvorstellbar wertvoll für jeden Karl-May-Sammler.

01. November 2018

 

Abenteuer zwischen
Wirtschaftswunder und Rebellion

 

Karl May in den 60er Jahren

 

Herausgegeben von J. Zeilinger & F.Schleburg

1917 Karl May Gesellschaft e.V.

Hansa Verla, Husum. 251 Seiten, Soft-Cover


Zum Symposium der Karl-May-Gesellschaft
vom 16.–18. September 2016, 
im Haus der Geschichte in Bonn

 

 

Das Symposium in Bonn war gehört zu den "Marksteinen" in der Arbeit der Karl-May-Gesellschaft. Das Buch umfasst die die ergänzten Manuskripte der 11 Vorträge zu verschiedenen Themen, die bis heute noch wenig "aufgearbeitet" worden sind in der KMG. Wie zum Beispiel Karl May in der DDR-Zeiten, die Comics oder die Karl-May-Festspiele. Da ich selber am Symposium teilnahm, kann ich hier die Themen und die einzelnen Refernten kurz

vorstellen und in meiner Sammlung mit dem Buch verknüpfen. "In den 60er-Jahren des 20. Jahrunderts erreichte die Popularität Mays ihren Höhepunkt."

Prif, Dr. Gert Ueding

Tübingen
Glücksweg durch Nacht und Licht.
Ernst Bloch un Karl May

 

Malte Ristau

Ministerialdirektor, Berlin

Der kurze Weg nach Westen

Das neue Deutschland und die Generation Karl May

Prof. Dr. Helmut Schmied

Koblenz-Landau

Jenseits deer Müllabfuhr

Karl May und die Literaturwissenschaft der 60er Jahre

PD Dr.Thomas Kramer

Humboldt Universität Berlin

Die 60er Jahre in der DDR und ihre Karl-May-Alternativen. DEFA-Indianerfilm, "sozialistische Bildergeschichten"...

Ruedi Schweikert

Autor Mannheim

Auf dem Weg nach Sitara. Arno Schmidt, Hans Wollschläger und im Hintergrund der Dritte.

Prof. Heinz-Peter Preusser

Bielefeld

Das neue Deutschland im jugoslawischen Amerika

Romantische Sehnsucchtsorte

Dr. Ulrich.Scheinhammer-Schmid, Neu-Ulm

Helden ohne Fehl und Tadel. Winnetou und Old Shatterhand im Film der 60er Jahre

Dr. Johannes Zeilinger

Berlin

Die lange Geburt der Karl-May-Gesellschaft

Irrungen und Wirrungen auf dem Weg zu einer fröhlichen Wissenschaft

Prof. Bernd Schünemann

München

Karl May: Ein bweispiel-hafter Fall

Claus Rosin und die sozialliberale Refom-Ära 

Prof.Bernd Dolle-Weinkauff

Frankfurt am Main

Karl May im Comic der 1960er Jahre. Arbeit am Mythos im Operationssaal der Bildgeschichte.

Prof. A..Dana Weber 
Florida USA. Indianerspiel und Performativität bei Karl-May-Festspielen. Zwischen Theatralität und Reenactment


"Karl May im Taschenbuch, Karl May im Comic, Karl May im Kino, Karl May auf der Bühne, Karl May endlich auch in der Literaturwissenschaft - und Karl May gar im Strafrecht? In den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts erreichte die Popularität des sächsischen Fabulierers in Deutschland ihren Höhepunkt. 

Die Karl-May-Gesellschaft veranstaltete vom 16. bis 18. September 2016 ein Symposium im Bonner Haus der Geschichte, das die multimediale Rezeption und die beginnende wissenschaftliche Erschließung der Werke Karl Mays in diesem turbulenten Jahrzehnt untersucht. Beiträge in diesem Band stammen unter anderem von Bernd Dolle-Weinkauff, Thomas Kramer, Heinz-Peter Preußer, Malte Ristau, Ulrich Scheinhammer-Schmid, Helmut Schmiedt, Bernd Schünemann, Rudi Schweikert, Gert Ueding, A. Dana Weber und Johannes Zeilinger."

31. Oktober 2018

 

Zeitschrift Hörzu-Wissen
vom August/September 2010:

 

Mythos Karl May

 

So entstanden die Abenteuer von Winnetou & Co.

 

Im populären Wissenschaftsmagazin, das zur Verlagsgruppe der Programmzeitschrift "Hörzu" gehört, erschien in 2010 im Heft Nr. 4 ein achtseitiger Bericht zum Leben von Karl May.. Anlass war der Doku-Film "Karl May - das letzte Rätsel2 in der Reihe "Terra X" des ZDF.

"Winnetous Erfinder beschrieb gerne Länder so lebendig, als habe er dort lange gelebt - dabei hatte er sie nie gesehen. Wie gelang dem Autor das? Ein Blick in die Abgründe seiner Seele."

Die Aufarbeitung eines Themas, das seit einigen Jahren immer mehr in den Mittelpunkt rückt - nämlich das Leben Karl Mays - ist hier mit vielen Bildern und - wie dies in der "Populär-Wissenschaft" üblich ist - mit Schlagworten und Kästchen recht gut gelungen. Seiten 104-111.
Solche Artikel in der Kiosk- und Massen-presse sind für die Pflege des "öffentlichen Gedächtnisses" ausserordentlich wichtig.
Neue Fakten oder gar neue wissenschaft-liche Erkenntnisse will und kann der Beitrag nicht bringen.

NB. In eigener Sache:

Zeitschriften und vor allem Artikel in Zeitungen bleiben bei mir lange - viel zu lange liegen, bis sie endlich registriert und in die Sammlung eingegliedert werden. Im Gegensatz zu Büchern und Gegenständen kann man sie gut stapeln und sie nehmen wenig Platz ein. Vor mir liegt noch ein  Berg von solchen Sammelstücken, die ich nun kontinuierlich auch hier vorstellen werde.

30. Oktober 2018

 

Hohenstein-Ernstthaler Kalender:

 

2010
500 Jahre Hohenstein

 

Herausgegeben vom Geschichtsverein
Hohenstein-Ernstthal

 

Der Kalender hat 12 Blätter, für jeden Monat eines. Auf der Vorderseite ist ein historisches Bild (nebst den Tageszahlen) und auf der Rückseite von jedem Kalenderblatt zwei weitere Bilder (früher/heute) und ein erklärender Text.

Auf dem Januar-Blatt ist das neue Ortshinweisschild an der Autobahn zu sehen mit dem Text: "Seit 2008 weist nach 13jährigem Rinken mit den zuständigen Behörden das Orshinweisschild nunmehr auch auf den Fakt hin, dass Hohenstein-Ernstthal die Geburtsstadt Karl Mays ist."

Sonst sind keine Gedenkstätten und Bilder mit Bezug auf Karl May zu vorhanden, auch nicht in den begleitenden Texten erwähnt.

29. Oktober 2018

 

Katharina Maier:

 

Nscho-Tschi und ihre Schwestern

 

1912, Karl-May-Verlag, Bambeerg/Radebeul
Umschlagbild: Marie Versini als Nscho-Tschi
464 Seiten, ISBN 978-3-7802-0193-5

 

Das Buch erschien bereits vor sechs Jahren. Geschrieben hat es die gleiche Autorin, die soeben ihr neues Buch "Moderne Helden" im Karl-May-Verlag herausgebracht hat (kürzlich hier in meine Sammlung eingefügt). Das Buch ist eine der interessanten neueren Editionen im Karl-May-Verlag, die sich mit speziellen Themen rund um das Werk von Karl-May befassen. Sekundärliteratur. Mehr als "nur" Sekundärliteratur. Eine durchaus spannende Lektüre zum Thema Frauen in einer Bücherwelt, die scheinbar ganz von Männern dominiert ist. Es ist bezeichnend, dass das Buch erst sechs Jahre nach Erscheinen in die Sammlung aufgenommen wurde.

"Katharina Maier ist Literaturwissen-schaftlerin  und als freie Schriftstellerin tätig. Sie lebt heute in Aufgsburg. Von Literatur über Künstlerbiografie bis hin zu Regionalgeschichte decken ihre zahlreichen Sachbücher eine große Bandbreite ab. Die Themen Frauen und Literatur ziehen sich als roter Faden durch ihre Werke".(Quelle: Website Skriptorium)

Hier ihre Bücher. die sie bisher veröffentlicht hat

Katharina Maier schreibt zu ihrem Buch "Ncho-Tschi und ihre Schwestern": "

Nscho-tschi und ihre Schwestern

"Karl May? Der hat doch nicht über Frauen geschrieben!" - Von wegen! Dieses etwas andere Buch über Karl May und das Universum, das er geschaffen hat, entführt den Leser in die grenzenlosen Weiten des Wilden Westen, wo die resulten Mayden so manchen Bösewicht und/oder Helden aufs Kreuz legen und einem Greenhorn namens Old Shatterhand von einem achtzehnjährigen Apatschenmädchen die Leviten gelesen werden, und in die märchenhafte Welt des Orients, wo der tapfere, kleine Hadschi Halef Omar unter dem Pantoffel seiner "Blume der Blumen" steht und der wackere Orientritter Kara Ben Nemsi seine Unbeflecktheit gegen etwas Mehr an Frau verteidigen muss, als ihm lieb ist."

Auf dem Internetportal "Onetz" (Oberpfalz-Medien) erschien am 21. Dezember 2014 ein Interview mit der Autorin zum Karl-May-Buch, das hier abzurufen ist. Fazit einer Besprechung von Wolfgang Brunnwe  in "Buchwelten" (12. November 2012): ."Katharina Maier hat mich mit ihren Interpretationen und Darstellungen der Frauengestalten in Karl Mays Werk gefesselt, fasziniert und überzeugt. Für Karl May-Interessierte, die nicht nur die Romane lesen, sondern auch die Bedeutung der „Weiblichkeit“ in Mays Gesamtwerk begreifen wollen, aus meiner Sicht ein Muss, denn Maier schafft Bezüge zwischen den verschiedenen Romanen (auch Orient- und Wildwestgeschichten), die man als „Laie“ wahrscheinlich niemals erkennen würde."

Zur Ergänzung: In der von Lorenz Hunziker herausgegebenen Reihe "Lagerfeuer" befasst sich auch der Autor Lorenz Hunziker mit den "Frauenrollen in Karl Mays klassischen Reiseerzählungen". (Heft 5 2017/1)

11. Oktober 2018

 

Karl May
Märchen und Visionen

 

Fotografien von Timm Stütz
Herausgegeben von Hartmut Wörner

 

2018, Karl-May-Verlag, Bamberg
189 Seiten, ISBN 978-3-7802-3088-1

 

Karl May, der von Arno Schmidt als "letzter deutscher Großmystiker" charakterisiert wurde, definierte sich in seiner späten, symbolischen Schaffensperiode als 'Märchenerzähler'. So finden sich in seinen weniger bekannten Spätwerken eine Fülle von teils gleichnishaften, teils visionären Geschichten. Eine Auswahl dieser bildhaften, wuchtigen Texte, deren Botschaft immer noch aktuell ist, tritt in "Märchen und Visionen" in einen künstlerischen Dialog mit modernen Fotografien von Timm Stütz. (Verlagstext)

10. Oktober 2018

 

"Rote Teufel" und "edle Wild"

Faszination Indianer - Vorstellung und Darstellung im Nomam, Zürich

 

Besprechung am 24. Juli 2012
in der NZZ (Neue Zürcher Zeitung) Nr. 170 
von Philipp Meier

 

Dabei geht es um die Ausstellung im Indianermuseum in Zürich vom 22.3.-30.10.2012

 

"Seit je modellieren wir uns ein Bild des Indianders, das wenig bis gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Den 100- Todestag Karl Mays dieses Jahr nimmt das Nordamerika-Native-Museum in Zürich zum Anlass, einem Fantasiegebilde Nachzuspüren...."

"Die Botschaft ist zeitlos"

Interview mit Erol Sander, dem Winnetou der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg

Im "Südkurier vom 14. Juli 2012 (Nr. 161) von Claudia Bless.

1912 war sein letzter Auftritt in Bad Segeberg.


Dies sind zwei von vielen Zeitungsausschnitten und Dokumenten, die sich noch immer ungeordnet auftürmen und in meine Sammlung einzureihen sind. Es sind ganz unterschiedliche Sammelstücke zu ganz unterschiedlichen Themen, rund um Karl May. Rechts eine Ausstellung-Besprechung, links (aus etwa der gleichen Zeit) ein Interview zum Thema Karl-May-Festspiele. Ich werde in der nächsten Zeit die Einordnung (und Vorstellung) der Dokumente intensivieren.