Maria mit Jesuskind in der
russisch-orthodoxen Kirche

Russland

Die Darstellung von Christigeburt ist in der orthodoxen Kirche nur ganz eine selten eine eigentliche Krippendarstellung (Stall zu Bethlehem) wie im westlichen (vor allem im katholischen) Christentum. Es sind hingegen oft aus Holz gefertigte und bunt bemalte, ineinander schachtelbare, eiförmige  Figuren mit Talisman-Charakter. 

Diese 8-teilige "Marioschka" enthält ineinander gestaffelt 4 Figuren (von aussen nach innen):: eine orthodoxe Kirche (oder ein Kirchenportal) mit sichtbarer Maria mit Kind (Hodigitria), darin eine Art geöffneter Tabernakel mit lehrendem Jesus (Heilig Schrift in der Hand) und zuinnerst ein Engel (mit Flügeln).

Man beschränkt sich in der Ikonographie von "Mutter und Kind" weitgehend auf die Darstellung Marias mit dem lehrenden und segnenden Kind auf dem Arm. Diese in den orthodoxen Kirchen weit verbreitet Darstellung wird als „Hodigitria“ bezeichnet. Maria trägt auf dem linken Arm das segnende Jesuskind und weist mit der rechten Hand auf Jesus, der kein Säugling mehr ist, vielmehr ein Jüngling in Thronhaltung, der häufig eine Schriftrolle in der linken Hand hält, Damit wird das Jesuskind als das fleischgewordene Wort gekennzeichnet. Diese im Osten populäre Darstellung ist auf Ikonen immer wieder zu finden, auch auf  den vor - allem in Russland - beliebten Marioschkas (auch als Babuschka bezeichnet), die oft religiöse Figuren und Motive darstellen. vorwiegend Mara und Heilige),