Geburt Christi auf der Mondsichel

Steinmasse bemalt mit dezenten Farben und Beleuchtung (Sterne) im Mondschweif, Höhe 11 cm, Breite 13 cm,, Tiefe 4.5 cm. Batterie zum Anschalten der LED Lämpchen. die in verschiedenen Farben leuchten und blinken. Ein Massenprodukt, in Souvenir-Shops zu finden, in diesem Fall in Österreich.

Interessant ist vor allem die Ikonographie. Das klassische Krippenmotiv auf einer Mondsichel. Ursprünglich stammt die Idee wohl von der "Mondsichelmadonna", auch als "apokalyptische Madonna". bezeichnet,  hergeleitet von der apokalyptischen Frau in der Offenbarung des Johannes. Die Mutter Gottes steht in der klassischen Darstellung auf der Mondsichel und hält  das Jesuskind in ihren Armen.

Foto: CC BY-SA 3.0
Foto: CC BY-SA 3.0

In fast allen Religionen haben der Mond und die Sonne immer eine besondere Rolle gespielt. Auch das Christentum hat sie in die Ikonographie aufgenommen.

"Jesus Christus als die „Sonne der Gerechtigkeit“. Nicht ohne Sinn feiern wir das Geburtsfest Jesu auf dem Festtag der Unbesiegten Sonne (Sol Invictus), eines römischen Götterfestes. Der Mond War in der Alten Kirche ein Zeichen  der vergänglichen Welt. Die Darstellungen des Mondes sind fast immer verbunden mit Maria, der Mutter Gottes. Dabei geht die sog. Mondsichelmadonna zeitlich nach dem Sieg in der Seeschlacht bei Lepanto (1571) auf eine Stelle in der Offenbarung des Johannes zurück: „Dann erschien ein großes Zeichen am Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet; der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt.“ (Offb 12,1)"

In der neuen Kleinkrippe wurden zwei Ikonographien miteinander verbunden. Die Darstellung der Mondsichelmadonna und die bei uns übliche Darstellung Christi Gewburt im Stall. Eigentlich fehlen nur noch Ochs und Esel, die Hirten und die Dreikönige.

Die "Stall-Darstellung", die von der Höhle bis zum Palast reicht, hat je nach Kultur-kreis viele Darstellungen, die auf die beiden Evangelien von Lukas und Matthäus zurückgehen.