Italien

Vintage-Krippe aus den 50er Jahren

Masse: Höhe Maria und Josef ca. 13cm, Krippe 4cm, Figuren zum Aufstellen, Material Ton glasiert, ohne Szenerie, leichte Kratzer (bespielt), Bezeichnung "Italy 600", wohl hauptsächlich für den Export bestimmt (Motto: "typisch italienisch"). 

Italien hat eine lange Krippentradition. Neapel gilt als Mekka der Krippen. Hier steht auch die eine der grössten Krippenszenerien. Die Krippe (ital. „il presepe“) ist hier wichtiger als der Weihnachtsbaum und wird bereits am 8. Dezember aufgestellt. Das Jesuskind legen die Neapolitaner traditionell erst am Abend des 24.Dezembers dazu.

Die einzelnen Figuren - welche das Leben und die Traditionen des südlichen Italiens darstellen - sind genau so wichtig, wie die ganze Szenerie. Ähnlich wie in der Provence (mit den Santons) wird nicht einfach die "Geschichte von Bethlehem" erzählt, sondern ein Stück neapolitanische Tradition abgebildet.
Es gibt in Italien aber eine zweite grosse Krippentradition, die sich stark an der Malerei (vor allem Altarbilder) orientiert und die Formensprache der Renaissance (z.Beispiel Giotto, Botticelli,  Perugino) aufgreifen und 

bis in die meist stark vereinfachten der Krippenfiguren weiteertragen.  Formen der der Krippentradition weitertragen. Die Massenproduktion (vor beim Einsatz von Steinmasse, Kunstharz und Plastik) haben immer stärker zur "Verniedlichung der Darstellung" in der Farbe und Haltung beigetragen. Die zentralen Figuren wuirden auch zunehmend süsser und kitschiger. Die drei Figurinen hier (Maria, Josef und Kind) könnten aber durchaus aus einer der vielen Darstellungen der "Geburt Christi"  in der religiösen Kunst Italiens entstiegen sein. Dies wird besonders deutlich an den Farben und Formen der hier vorgestellten Krippenfiguren.