Kerze

Weihnachtskrippa aus Wachs

Mitte 20. Jahrhundert - vermutlich Schweiz

(aus namhafter Kunstsammlung)

 


Mit Docht - als Kerze verwendbar. Die Höhe ist: 19.5 cm.  Mitte des 20. Jh, das heisst bestimmt über 50 Jahre alt. Der Zustand ist sehr gut.

Die Herstellung von Wachskrippen wurde vor allem in Frauenklöstern gepflegt.

Es ist kaum möglich, eine Krippe einem bestimmten Kloster zuzuordnen. Berühmt sind zum Beispiel die Wachskrippen der Frauenklöster von Fribourg. Oft sind es Arbeiten von künstlerischer Qualität. weisen. Die ältesten bekannten, noch erhaltenen Wachskrippen in der Schweiz stammen aus dem 18. Jahrhundert. "In den meisten Frauenklöster scheint die Technik der Wachsfiguren-Herstellung verloren gegangen zu sein. Nach einem kurzen Aufleben zwischen 1974 und 1984 im Kapuzinerinnenkloster Notkerseck bei St. Gallen wird diese Kunstfertigkeit heute in keinem Schweizer Kloster mehr gepflegt."

 

Die Gestaltung der Kerzenkrippe (oben) ist auch ikonografisch interessant: Josef (gross) als Beschützer hinter Maria und ganz dicht bei der Krippe ein kniender Hirte mit Schaf. Das Vorbild dürfte eine Andachtsstation bei oder in einer Kirche sein.

Wachsfigurenkrippen haben vor allem auch in Süddeutsch-land und Österreich eine lange Tradition. Doch da sind es meist kunstvolle Szenerien, geschützt hinter Glas (Kastenkrippen) und keine Kerzen. Die Kastenkrippe mit einer Wachsdarstellung (links) ist schon länger in meiner Sammlung, genauso. wie verschiedene Kerzenkrippen, die aber alle viel schlechter erhalten sind.