Aufgeschnappt (Thema Wein)

21. August 2016

 

Trinkt mehr Champagner:
Charles Dufour „Bulles de Comatoir #4“
 

                                Aufgeschnappt im Blog Der Drunkenmonday

Weinrallye am nächsten Freitag. Thema: Herzensweine

Wenn wir schon bei den "Herzensweinen" sind: Darf es auch ein Champagner sein?

"Champagner! „Gibt es was zu feiern?“ Nö. „Warum denn dann Champagner?“ … Seid ihr es auch leid euch immer rechtfertigen zu müssen, wenn euer Verlangen nach einem Schäumer aus der Champagne schreit? Mir geht es zumindest so. Und was tue ich dagegen? Einfach mehr Champagner aufmachen und mit Freunden teilen. Grundlos.Mittwochsabends. Freunde einladen, Flasche öffnen und anstoßen. Anderen Menschen seine Wertschätzung ihnen gegenüber mitzuteilen.

(Foto: Blog Drunkenmonday)
(Foto: Blog Drunkenmonday)

Denn dafür eignet sich dieses Getränk ganz hervorragend. Das geht natürlich auch verbal, aber Champagner schafft dies wortlos. Also: trinkt mehr Champagner – einfach nur so."

Aufgeschnappt im Blog Drunkenmonday wo - letzter Blogbeitrag - ein Winzersekt vorgestellt wird. Champagner und Winzersekt: eines von vielen möglichen Themen der nächsten Rallye. Mitmachen! 

Mehr Informationen hier.

11. August 2016

 

Aufgeschnappt auf Facebook am 
09. August 2016 in Hauptsache Wein:

 

 Zwei Gläser, ein Wein 
                                   
von
Markus Budai

 

Es gibt eine Vielzahl von Glasformen und Marken. Als Hauptkriterium wird meist die "Echtheit" der Weinaromen (vor allem Nase" angeführt. Riedel hat schon seit vielen Jahren für fast jeden Wein ein eigene eigene Glasform. Der Weinkritiker René Gabriel hat ein "Universalglas" entwickelt, das vor allem durch seine Leichtigkeit auffällt und im Augenblick bei vielen Degustationen verwendet wird.

Markus Budai
Markus Budai

Markus Budai

 

 Zum Zalto Burgunderglas: "Der Wein wirkt intensiver, die würzigen Aromen sind etwas präsenter. Am Gaumen dann der krasse Unterschied. Der Marsannay von Sylvain ist noch jugendlich, das Tannin präsent und zupackend. Der Wein hat so viel mehr Wucht und Potenzialcharakter. Dafür nehme ich die Salzigkeit mehr wahr und vielleicht das, was man als mineralisch im Wein bezeichnen würde und sogar mehr Sous-Bois. Der Pinot ist prägnanter in der Säure, zeigt im Abgang eine leichte Verkürzung, vielleicht die einzige Schwäche des wunderbaren Pinots?"

 Riedel Sommeliers, Grand Cru

 Das Fishbowlglas könnte eine ganze Flasche vom Volumen fassen. Ich finde es visuell ein wenig albern und auch ob der Proportionen halt ichs nicht für den größten ästhetischen Wurf. Aber sensorisch eine Granate, hier für diesen Wein. 

Ich bin mir noch nicht sicher, welches Glas aktuell für den Wein schöner ist. Das Riedel für den Trinkgenuss und das Zalto zur Analyse?

Zum Riedel Sommeliers, Grand Cru: "Der Marsannay duftet wunderbar fein, ätherisch, auch ein bisschen verwaschen. Es ist ein kompletter Duft, den man da wahrnimmt und doch entwickelt sich das. Man kann kaum aufhören daran zu riechen. 

Weiterlesen hier

Das Glas benötigt allerdings einen guten Füllstand von 0,2. Mit einem Probeschluck kann mans vergessen. Am Gaumen wirkt auch alles harmonisch, der Wein ist so schwebend und "burgundisch". Das Tannin fein, viel Sauerkirsche, gut integrierte Säure. Wirkt jetzt trinkreif und zugänglich. Ich entdecke immer wieder Facetten, auch wenn der Wein etwas verwaschen daherkommt. Aber er wirkt so einzigartig schwebend am Gaumen."

Zalto, Burgunderglas:

Ein beliebtes Glas bei mir, permanent im Einsatz. Die gebündeltere Nase bringt etwas mehr den Alkohol bei höherer Temperatur zur Geltung, ohne ihn zu übersteuern. Aber das Bouquet ist sehr kompakt, engmaschiger und der Wein aber trotzdem feiner aufgedröselt. Ich nehme mehr die einzelnen Komponente wahr als das Gesamtbild wie beim Riedel. 

 

"Ich bin mir noch nicht sicher, welches Glas aktuell für den Wein schöner ist. Das Riedel für den Trinkgenuss und das Zalto zur Analyse? Es ist auch ein wenig so, als ob man mit dem Zalto den Pinot mit der Lupe betrachten würde und mit dem Riedel-Pokal mehr aus der Entfernung und im Gesamtkontext sieht. Beide arbeiten sehr gut die Reife des Jahrgangs und die Konzentration heraus. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass der "Riedel-Pokal" schnell mal einen einfacheren Wein versenken kann, der kommt dann gar nicht aus dem Glas heraus. Das Zalto ist manchmal zu gnadenlos. Ich nutze noch das Riedel Veritas Burgunderglas gelegentlich. Das ist dann meist ein guter Kompromiss, auch wenn das Glas nicht so detailgetreu ist. Aber es ist eben immer wieder faszinierend einen Wein aus neuen Facetten kennenzulernen und zu betrachten. Nur 3 Gläser an einem Abend zu spülen muss ja auch nicht sein..."

Zur Diskussion auf Facebook (Hauptsache Wein)

07. August 2016

 

Aufgeschnappt auf "Der Würtz" (Blog)

vom 05. August 2016

 

 "Orange und kein Ende"

                                         von Dirk Würtz

 

Während Dirk Würtz - der umtriebige Winzer und Blogger - eine erste "glaubwürdige" Blindverkostung organisiert hat (hier sein Bericht) geht die Diskussion weiter. Was ist ein "Orange Wine", wie wird er gemacht, wie schmeckt er? Der Ursprung des Begriffs: "Der traditionellste orange Weintyp gleicht georgischen Weinen, die in Quevris nach dem kachetischen Stil, d. h. durch Maischegärung, produziert werden. Historisch betrachtet ist die Weinherstellung in großen, in die Erde vergrabenen Tongefäßen wahrscheinlich die älteste Form der Weinherstellung." (Quelle: wikipedia)

Es gibt auch bereits Anbieter (mit Website) von Orange Wines:

Orange Wine

The Movie

Pedro Hofmann begleitete Egon Berger zu einigen Orange Wine – Winzern. Folgen Sie uns auf dieser wunderbaren Reise in die biodynamischen Weingärten und sehen Sie den Winzern bei der Produktion der naturbelassenen Weine zu. "Wollten Sie schon immer wissen wie Natural Wines & Orange Wines gemacht werden? Warum sind diese Weine so anders, sogar gesund und wie vor tausenden Jahren produziert? 7 Österreichische, biodynamische und Demeter Winzer zeigen den Anbau, biodynamische Präparate, Ernte, Verkostung und lüften Details."

(Foto: Bordeaux-Magazin)
(Foto: Bordeaux-Magazin)

23. Juli 2016

 

100 Bordeaux zum Entdecken

 

aufgeschnappt auf der offizziellen Website von Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux ("CIVB").

Broschüre.jpg
JPG Bild 55.8 KB

Der Internet-Auftritt ist vollständig neu gestaltet, mit vielen Features, zum Teil interaktiv und gut geeignet, wenn man bestimmte Informationen sucht. Zum Beispiel Angaben über das Terroir oder die verschiedenen Appellationen. Vor allem wird nicht nur über den Bordeaux-Klassiker, den Rotwein, gesprochen, sondern auch über Sauternes und - eher eine Seltenheit - über den Rosé.

 

Besonders interessant ist die neue Broschüre "Farbenfrohes Bordeaux" mit vielen Tipps für eher unbekannte oder auch "günstige" Weine aus dem Bordelais. 

Die Broschüre ist als PDF-Dokument hier herunterzuladen.

100 Weine zum Entdecken und französische Küche


18. Juli 2016

 

Aufgeschnappt im TagesAnzeiger (online)
vom 15. Juli 2016:

 

 

«Die Traube mit dem eigenen Sound»

 von Thomas Widmer

 

 

(© SRF/Reuters)
(© SRF/Reuters)

18. Juli 2016

 

Aufgeschnappt im Tagesanzeiger (online)
vom 15. Juli 2016:

 

 

Es geht in im Beitrag des TagesAnzeigers um die seltene Rebsorte «Räuschling». Dies ist eine Rarität. Erstens wird nur selten so ausführlich im Online-Aktualitätsbereich über Wein und Rebsorten berichtet und zweitens schon gar nicht über eine fast Unbekannte namens Räuschling.

 

«Die Traube mit dem eigenen Sound»
  von Thomas Widmer

«Räuschling, was ist Räuschling, kenne ich nicht.» Den Satz hört der Küsnachter Winzer Diederik Michel immer wieder mal – Kundinnen und Kunden, die auf seinem Weingut auftauchen, reagieren verblüfft auf den Namen. Vor allem Expats, Leute, die auf Zeit im Land leben.

Erklärt ihnen Michel, dass es den Räuschling fast nur im Züribiet gibt und da vor allem am rechten Zürichseeufer, sind die Leute begeistert. «Nur hier? Cool.» Oft kaufen sie ein paar Flaschen....."

 

Teil unserer Identität
 «Der Räuschling ist Teil unserer Identität», sagt der Winzer Nando Oberli vom Stadtzürcher Gutsbetrieb Juchhof. «Er hat eine typische Aromatik, grüne Äpfel. Er ist ein Sommerwein, der wunderbar zu einem lauen Abend passt.»

Hier den ganzen Beitrag lesen

(Fotot: SRF/Reuters)
(Fotot: SRF/Reuters)

Für mich verbinden sich mit dieser Traubensorte, die fast nur am Zürichsee angebaut wird, zwei Erlebnisse. Vor bald zwanzig Jahren habe ich in Bielefeld (DE) bei meinen Weinfreunden einen Abend mit Schweizer Weinen organisiert und auch einen «Räuschling» vom Zürichsee präsentiert. Dazu habe ich «Felchenfilets» mitgenommen, in der Absicht, den Wein zusammen mit ein paar «Häppchen» Seefisch zu präsentieren. Meine Mühe war umsonst. Die Gastgeberin weigerte sich den Fisch zuzubereiten und der Wein erhielt die schlechtesten Noten. «Braucht die Welt nicht!» Ein paar Jahre später bekam ich an eine Weinprobe von «Mémoire des Vins» einen alten Räuschling (etwa 20jährig) von Hermann Schwarzenbach (Meilen) ins Glas und der war so beeindruckend, so einmalig, so gut, dass Räuschling fortan zu meinen Sommer-Favoriten gehört.

17. Juni 2016

 

Aufgeschnappt in

Yoopress (Online Magazin)
vom 17. Juni 2016:

 

 

Bordeaux setzt auf geschmortes Schweinefleisch

© Bordeaux Wein
© Bordeaux Wein

"....In 2015 erreichten die Exporte nach China in der Menge 61 Millionen Flaschen (im Wert von 280 Millionen Euro), was rund 15 Prozent des weltweiten Weinexports aus der Region Bordeaux entsprach. "Wir haben im Wert und auch in der Menge die Zahlen aus 2011 überschritten", sagt Farges.(Präsident des Le Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux (CIVB) 'In den nächsten zehn Jahren erwarten wir sowohl steigenden als auch einen diversifizierten Konsum unter Chinas Verbrauchern'....In einer Broschüre der CIVB ist zu lesen, dass gut strukturierte, trockene Rotweine aus Saint-Emilion, Pomerol oder Fronsac bestens mit Mooncakes, gefüllt mit Fleisch, harmonieren sollen. Diese Kombination soll Grundgeschmäcker miteinander teilen, wie Salzigkeit, Komplexität und Struktur. Außerdem soll das Tannin und die Säure der Weine das ölige Gefühl der Cakes balancieren. Weiterhin ist in der Broschüre zu lesen, dass fruchtige Bordeaux Superior Rosé bestens zu Ochsenfrosch, gewürzt mit Chili passen oder etwa trockene rote Bordeaux aus Medoc oder Graves zu geschmortem Schweinefleisch..."

Hier den ganzen Artikel in der Yoopress lesen .

17. Februar 2016

 

Zum Thema Auktionen

 

Die Vorstellung, es genügt einen alten Wein im Keller zu haben - meist als Kellerfund bezeichnet -, um ein kleines (oder grösseres) Geschäft machen zu können. Weinhäuser, welche sogenannt "alte Weine" zum Höchstpreis ankaufen, beschränken sich auf bestimmte Appellationen, auf spezielle Jahrgänge, auf Kultweine und Weine im höheren Preissegment. Das gleiche gilt für Auktionshäuser, die sehr genau unterscheiden zwischen Weinen mit gutem "Auktionspotential" und eben schlecht verkäuflichen Weinen, bei denen der Aufwand beim Verkauf unverhältnismässig hoch ist (Kommission, Steuer, Lotgebühren etc.) und die höchstens bei "Kellerleerungen" (bei denen auch hochkarätige "Auktionswerte" anfallen) auf die Auktionslisten kommen. Hier ein grundsätzlicher Artikel zum Thema 

Wein als Kapitalanlage

aufgeschnappt auf weinkenner.de

 

"Genuss hat sei­nen Wert. Und der Wert steigt, je mehr Men­schen nach Genuss stre­ben. Des­halb wer­den Weine der Welt nicht nur genos­sen, son­dern auch gesam­melt, um von ihrem stei­gen­den Wert zu pro­fi­tie­ren. Die bes­ten von ihnen sind eine Art Blue Chips, die ihrem Besit­zer statt­li­che Ren­di­ten brin­gen kön­nen – vor­aus­ge­setzt sie ver­ste­hen etwas von die­sem Geschäft.Die Preise für Wein sind in den letz­ten 20 Jah­ren stark gestie­gen. Vor allem lang­le­bige Spit­zen­weine haben im Preis kräf­tig zuge­legt. Ihre Wert­zu­wächse über­stei­gen die Ren­di­ten fest­ver­zins­li­cher Wert­pa­piere deut­lich. Ein­zelne Spit­zen­weine haben sogar eine stär­kere Wert­ent­wick­lung erlebt als Aktien man­cher erfolg­rei­cher Unter neh­men. Ange­sichts die­ser Ten­den­zen ist es kein Wun­der, dass man­che Weine zu begehr­ten Spe­ku­la­ti­ons­ob­jek­ten gewor­den sind"

Ein zweiter, noch aufschlussreicherer Beitrag zum gleichen Thema

18. März 2016

 

Eine Sicht von aussen:

 

ProWein 2016 in Düsseldorf

13. – 15. März 2016

 

Sie ist also vorbei, die wichtigste Weinmesse für Weinprofis. Wichtigste Weinmesse? Dies jedenfalls sagt die Messe von sich selber. Wenn es auch nur ein geschickter Werbeslogan, eine Behauptung, die von anderen grossen Messen (Vineexpo, Vinitaly, Wine Fair) wohl in Frage gestellt wird, so ganz falsch ist die Behauptung nicht.

Wer im Augenblick im Internet die Wein- und Genussblocks anklickt, wer sich durch die «Social-Media» hangelt, begegnet den «Nachwehen» der dreitägigen Messe auf Schritt und Tritt. Spannend, die Messe einmal «von aussen» zu sehen. Vom Mittelmeer aus, 1500 Kilometer südlicher! In der Tageszeitung Südfrankreich, im «Midi Libre» erzählt der Präsident der «Route des vignerons et des pêcheurs» («Strasse der Winzer und Fischer») in einem Interview von seinen Erwartungen und Eindrücken.


Die grösste Weingegend Frankreichs, Languedoc/Rousillon tut viel, um auf dem internationalen Markt Fuss zu fassen. Noch vor wenigen Jahren war vor allem der chinesische Markt so etwas wie ein Hoffnungsträger. Heute sagt Pierre Quineomero, Winzer in Caux: "Ach ja, die Chinesen. daran zu glauben ist wohl eine Täuschung, die sich wohl in Schall und Rauch auflöst. Es ist besser, auf den regelmässigen klassischen Käufer zu setzten, der immer wieder kommt um unsere Weine zu verkosten. Wir brauchen auch Beständigkeit, gerade wegen der Unterschiede in den Jahrgängen."

Fast gleichzeitig mit der ProWein waren 30 Winzerinnen und Winzer in Amerika auf "Schmusetour", unter anderem bei einer Degustation von "Sechs Stunden in New York". "Ich komme an diese Veranstaltung, weil die Weinregion Languedoc/Roussillonin meinen Augen die modernste Frankreichs ist," sagt die Jeni Bonorino, die Verantwortliche für den Einkauf von Wein für 253 Zentren in Amerika. Solche Töne tun der Region gut, denn es ist tatsächlich noch so, dass der Süden Frankeichs in vielen Köpfen die Hochburg des französischen "Billig-Weins" ist. Hier ein paar Bilder und ein Dossier (allerdings französisch), das durch Klick auf das Bild vergrössert werden kann.

Zum Beispiel auf die Frage: «Welche Ihrer Trümpfe stechen heute noch gegen eine weltweite Konkurrenz?» Antwort: «Tatsächlich sind es vor allem die Geselligkeit, die Entspannung und unsere Art zu Leben, sicher auch die Qualität des Weines, natürlich, aber dann … man kauft mit dem Wein ein gutes Stück Sonne.“ (Frei übersetzt)

02. Februar 2016

 

Aufgeschnappt auf Yoopress (tägliche Nachrichten aus der Weinwelt)

 

Mystik Mineralität - Was erzeugt diese Eigenschaft im Wein?

 

"Es ist eine spannende Frage: was erinnert uns beim Weingenuss beispielsweise an Schiefer oder Feuerstein, Kalk oder nasse Felsen, feuchte Erde oder Kreide? Eine Studie aus Spanien ging genau dieser Frage nach..." Elf Weissweine und  und sechs Rotweine wurden von zwei unterschiedlichen Gruppen bewertet. "Schließlich wurden die bewerteten Weine im Labor untersucht.


Das Hauptergebnis der Studie: die als mineralisch von den Verkostern bestimmten Weine wiesen gemeinsame chemische Komponenten auf, die in den bewerteten Weinen ohne Mineralität nicht zu finden waren. Die herausragendste Komponente bei den Weiß- und den Rotweinen war Bernsteinsäure, beschrieben als salziger Geschmack, der die Säure der Weine überragte. Nun ist Salz ein sensorisch merkbares Mineral im Wein - ein Salzgeschmack wird von Verkostern in der Regel mit Mineralität assoziiert.". Hier ganzen Bericht lesen.

26. Januar 2016

 

Aufgeschnappt im

"Vinum", Januar-Feruar 2016

 

 

Carte Blanche für Wolfgang Abel:

Antiquierte

Altherrenprosa

 

Irgendwann wirt es nur noch abgestanden, das wissende Geraune unserer Assoziantionskünstler. Ein emanzipierter Weinfreund kann auf komplexes Wortgedrechsel gerne verzichten. Ein guter Wein spricht für sich. 

".....-eine klassische Kopfgeburt ist die "dunkle Waldbeere". Eine hochkomplexe, freilich imaginierte, sicher sehr kleinbeerige Frucht, die noch niemand gesehen, geschweige denn gegessen hat. Aber das macht nichts, es geht ja um Wein und ums Gerede darüber. Die Formel zu Seligsprechung in dem kirchlichen Hochamt entlehnt, Sie lautet: Komplexität x Unverständlichkeit = Aura + Spendenbereitschaft......" Weiterlesen hier

22. Januar 2016

 

Aufgeschnappt auf facebook
von 

Monika Gruber

 

Sketch in Grünwald Freitagscomedy (05.04.2013)

Monika Gruber ist eine deutsche Kabarettistin und Schauspielerin.

Filme und Fernsehsendungen: Leute, Leute!, Eine ganz heiße Nummer, Die Mamba...

Hier in eine Sketch der Sendung "Grünewald Freitagscomedy" zum Thema Wein, Werbung ExquisitePartner, Partenervermittlung.

Grünwald trifft Dame in Restaurant. 

10. Januar 2016

 

Weinorgasmus
oder

So kann Wein-Schwärmen sein

 

Man kann nicht sagen, Weinliebhaber seien nüchterne Menschen. Oft - vielleicht auch allzu oft - geraten sie ins Schwärmen. Ein wunderschönes Beispiel ist dieser Eintrag auf Facebook in der grössten deutschsprachigen Community "Hauptsache Wein". Es geht um um einen Chardonnay aus Kalifornien. Geschrieben hat es Leo Quarda aus Wien.

"Was da abgeht ist der reine Wahnsinn. Fleischige Marille, saftige Ananas und frisch geschnittene Mango zu Beginn. Der pure Saft im Mund. Am Gaumen zitrusfrisch, braune Gewürze, cremig in der Textur. Vanille zieht fein wie Sprühnebel vorüber und die grösste Überraschung ist die Rasse mit welcher dieser Wein agiert. So zeigte sich der Tropfen vormittags nach einer halben Stunde in der Karaffe. Nach drei Stunden dann ein völlig anderer Wein. Mineralisch, griffig, feinst texturiert......." 

 

Zum Wein: 2011 Chardonnay Nuits Blanches au Bouge, 
Weingut: Santa Barbara, Kalifornien. Preis ca. 38 Euro. 


26. Januar 2016

 

Aufgeschnappt im

"Vinum", Januar-Feruar 2016

 

 

Carte Blanche für Wolfgang Abel

15. Januar 2016

 

Aufgeschnappt auf facebook.com

von 

Rainer Schönfeld
 

Freuden und Leiden eines 
zukünftigen Springreiters (mit Humor)

Sehr spät sind wir heute vom zweiten Tag des Springreit-Lehrgangs nach Hause gekommen. Ich fühle mich wie der Person gewordene Muskelkater, der mir Körperpartien ins schmerzhafte Bewusstsein rückt, deren Existenz mir bislang entging. Und morgen früh soll es weiter gehen - es braucht eine Überlebensstrategie! .Da hilft nur, bevor ich müde ins Bett falle, ein dickes Steak und ein verlässlicher Rotwein. Côte de Bœuf vom regionalen Black Angus Weideochsten und ein 2009 Asinone. Der hat Schmelz, reife rote Frucht, eine hintergründige Würze und eine angenehm kräftige Säure, die ein Abgleiten ins Kitschige schon im Ansatz verhindert. Mancher wirft dem Asinone seine Konstanz und seine polierte Perfektion vor - für mich ist es einfach der beste Vino Nobile und eine sichere Bank, wo ich für überschaubares Geld einen verlässlichen Italiener auf sehr hohem Niveau ins Glas bekomme, der mir keine Grübelfalten auf die Stirn wirft. Für Abende wie heute. 91/100.

Und so poliert ist der gar nicht!

Rainer Schönfeld 

Natürlich hat eine Reaktion nicht lange auf sich warten lassen. Den Freunden von Rainer Schönfeld hat vor allem das Steak ins Auge, respektive in die Nase gestochen.
Doch auch da findet Rainer eine passende Antwort, indem er beschreibt, wie ein gutes Steak zu behandeln sei. Zwei Stunden dauert die Prozedur. Kein Wunder, diesmal hat er das Steak einfach in die Pfanne geworfen. 

29. Dezember 2015

 

 

Aufgeschnappt
Zum neuen Jahr von René Gabriel auf

 

"Genuss ist die Erfüllung einer Vision"

 

Mein Erfolgsgeheimnis XMV

 

"Vor mehr als 20 Jahren habe ich einmal einen sehr guten Freund gefragt, was sein Erfolgsgeheimnis sei… 

Er war damals wie heute immer gut drauf, hatte beruflich enormen Erfolg, war gesellig, allseits beliebt und sein Privatleben war mehr als nur intakt. Auch finanziell schien es ihm blendend zu gehen. Aber das sei nicht das Wichtigste, antwortete er auf meine Frage. Erfolg zu haben und glücklich zu sein basiere darauf, dass man XMV in richtigem Masse einsetze." 

Weiterlesen hier

10. Januar 2016

 

Weinorgasmus
oder

So kann Wein-Schwärmen sein

 

"...Jetzt am Abend selbes Spiel. Wieder aufgemacht und wieder genau so wie am Vormittag. Nur noch zitroniger, noch rassiger. Freche Säure in sahnig-cremigem Körper. Auf der Zunge fast wie Honig. An den Wangen zieht eine Vanillewolke ab die weich und cremig, dabei frisch und klar ist. Ganz weit hinten etwas Nelke, während vorne die Mango und die Ananas darüber diskutieren wer der Stärkere ist. Unbeeindruckt davon erledigt die mineralische Komponente ihre Arbeit sowohl auf der Zunge wie am Gaumen. Die geniale Zitrusnote führt wie ein Metronom mit stiller Hand das Regiment und lässt dabei den anderen Fruchtprotagonisten genügend Raum sich zu entfalten. Das ist ganz grosses Burgunderkino, wirklich ganz ganz grosses. Das ist Chardonnay zum Niederknien. Weltklasse."

Zum Weingut

»Nuits Blanches« wird aus Trauben der besten Parzellen des Santa Maria Valley gekeltert. Da sind frühreifende Parzellen in Jim Clendenens eigenem »Le Bon Climat«-Vineyard ebenso beteiligt, wie spätreifende Parzellen aus dem berühmten Bien Nacido-Weinberg.

Jim Clendenen, der charismatische Eigner des weltbekannten Weingutes Au Bon Climat im staubigen Santa Maria Valley im Hinterland von Santa Barbara im kühlen Süden Kaliforniens, hat erreicht, was nur wenigen Winzern gelingt: Seine Weine besitzen unverwechselbare Stilistik, sind unverkennbar, wagen Charakter, haben Ausstrahlung und faszinierende Identität. Sie gehören zu den großen Persönlichkeiten der Weinwelt.

Der Wein ist - meines Wissens - in der Schweiz nicht direkt erhältlich. Hingegen per Internet zu kaufen bei www.weinhalle.de

17. Dezember 2015

 

Aufgeschnappt auf 
weinkaiser.de
von Ralf Kaiser

 

FBI zerschlägt Rudy Kurniawans Weinsammlung

 

Im immer lesenswerten Weinblog "Weinkaiser" wird die Geschichte einer grossangelegten Betrugsaffaire im Bereich der Edelweine (Bordeaux, Burgund) erzählt - mit wunderschönen Bildern, spannenden und erhellenden Informationen. Hier der Einstieg zur Story:

"Rudy Kurniawan hatte es geschafft. Als Sohn chinesischer Eltern in Indonesien geboren, Ende der 90er mit Studentenvisum in die USA gekommen und illegal dort geblieben, wurde er innerhalb einer Dekade zum weltweit gefragtesten Raritätenhändler für alte Luxusweine aus Bordeaux und Burgund. Nach erfolgreichen Auktionen (mit $24.7 Mio Dollar Umsatz erzielte die Auktion THE Cellar II im Jahr 2006 einen neuen Rekord, der den bisherigen um gut 10 Millionen übertumpfte) wurde Kurniawan auch über die Altweinszene hinaus bekannt und in Zeitungen wie der LA Times gefeiert. Wie man heute weiß, war gerade bei diesen Rekordauktionen ein Großteil der Weine gefälscht (zB acht Magnums1947er Château Lafleur, wovon Kurniawan nach dem Erfolg bei einer Auktion gleich bei der nächsten noch einmal acht weitere unters Volk brachte). Großformate aus 1947 und von der Domaine de la Romanée-Conti waren seine Spezialität, warum er in der Szene auch als Mr. 47 oder Dr. Conti bekannt war....".

Weiterlesen hier auf Weinkaiser de

12. Dezember 2015

 

Aufgeschnappt im Blick (Online)

vom 11. Dezember 2015

  

So schmeckt der Wein  von Bundesrat Guy Parmelin 

 

 

Natürlich möchte man wissen, wie den der Wein des neuen Bundesrats auch wirklich "schmeckt". Und ebenso natürlich: Der Boulevard hat sich der Frage sofort angenommen. Gleich im eigenen Personalrestaurant getestet. 

Das Weingut ist verhältnismässig klein, zwar ein Gelände 36 ha), aber nur fünf Hektaren stehen unter Reben.

"Unser frisch gebackene Bundesrat Guy Parmelin ist nicht nur Politiker, sondern auch Winzer. BLICK hat zwei Tropfen des Waadtländers degustiert: Einen weissen Chasselas und einen roten Gamaret. Wie die beiden Weine abgeschnitten haben, erfahren Sie im Video."

Hier der Link zum Video

Tatsächlich gibt es wenig zu erfahren über das Weingut und den Wein. Wurde er doch bisher nicht schweizweit (oder gar international) vermarktet. Es ist ein "Lokalwein", wie es viele im Weingebiet der Lavaux gibt. Der Name taucht kaum in einem der schweizerischen Weinführer auf. Weit bekannter in Weinkreisen ist die Domain de la Croix von Yvan Parmelin in Bursin, welche am Grand Prix du Vin Suisse 2015 den Siegerwein in der Kategorie "Bio Suisse" gestellt hat.

 

Das Standardwerk "Schweizer Rebbau - Schweizer Wein" hat schon vor 35 Jahren festgehalten: "Politische Karieren von Weinbauern sind im Waadland keineswegs selten, und der Winzer Paul Chaudet hat gezeigt, dass solche Karrieren durchaus bis in den eidgenössischen Olymp, den Bundesrat führen können."

06. Dezember 2015

 

Aufgeschnappt im Blog

hundertachtziggrad°:

 

Wein und der Nabel der Welt

von Susanne Werth-Rosarius

Vom beliebten Papst Johannes XXIII erzählt man sich, er habe in seinem Brevier einen zusammengefalteten Zettel gehabt, den er mehrmals am Tag geöffnet und gelesen habe. Nach seinem Tod habe man den Zettel gefunden und gelesen. Darauf stand: Giovanni, nimm Dich nicht so wichtig!
Dieser Zettel kommt mir sehr oft in den Sinn, wenn ich die Diskussionen in der so genannten Weinszene beobachte. Und ich möchte ihnen zurufen:
Nu nehmt Euch doch nicht so wichtig! Auch – ich gebe es zu – ich beteilige mich allenthalben an diesem Geplänkel. Schließlich müssen sich die hunderte, wenn nicht tausende von Flaschen, die man im Laufe seines Lebens geleert hat, irgendwie gelohnt haben. Vom kurzzeitigen Genuss und der langlebigen Erinnerung mal abgesehen. Sind sie nicht mindestens die Eintrittskarte in den inner circle der wichtigen (Wein)Erleuchteten? Heben sie mich nicht aus der Masse der Ignoranten heraus, die Chablis und Chardonnay nicht auseinander halten können?
Foto: enjoymedia.ch
Foto: enjoymedia.ch

06. Dezember 2015

 

Aufgeschnappt im Blog

hundertachtziggrad°

 

Wein und der Nabel der Welt

von Susanne Werth-Rosarius

Kommentar vom Sammlerfreak

Der Blog „hundertachtziggrad°“ ist nicht einfach ein Wein-Blog unter vielen. Es ist ein echter „Genussblog“ und erst noch ein hervorragender, in dem ich mich – schon seit Jahren – ausgezeichnet daheim fühle. Susa, die hauptsächlich über Wein schreibt, habe ich schon ab und zu hier im „aufgeschnappt“ zitiert. Eigentlich müsste ich dies öfters tun. Aber eben. Sammlerfreak sammelt nicht nur Weine und trifft sich nicht nur mit „Weinfreaks“. Da sind auch noch die ewig gestrigen Karl May Sachverständigen, die Krippenbewunderer, die Kugelschreiberexperten, die Fotografierenden und, und, und….

Doch die Weinfreaks sind ein ganz spezielles Völklein. Sie nehmen sich – wie alle Freaks – furchtbar ernst und vergessen dabei so oft und leicht den Genuss. Genau dies hat Susa in ihrem Beitrag so wunderschön aufgedeckt.

Hier eine weitere Kostprobe:


"..... Schwierig wird es, wenn Weinfreak auf Mensch trifft. Auf den Menschen, der gerne "ein gutes Glas Wein" zum Rehbraten trinkt und sich Weihnachten mal ein "besseres Fläschchen" gönnen will. Der aber genauso gerne sein Bierchen zischt, einen Gin tonic an der Bar genießt und Milch in seinen Kaffee gibt. Und der seinen Wein – Weinfreaks können das Folgende nicht lesen, ohne mindestens Ganzkörperherpes zu bekommen – hauptsächlich im Supermarkt und beim Discounter kauft, ohne ihm großartige Gedanken zu widmen. So ein Mensch ist für 95% der Weinszene ein kulturloser Banause und wenn er Pech hat, wird er bekehrt. Meistens erfolglos

Und das geht so:


Banause (nennen wir in der Folge einfachheitshalber so und denken uns dabei immer Mensch, Banaus*in, Nichtweinkenner*in oder was immer an ideologisch korrekter Ausdrucksweise im eigenen Hood gerade angesagt ist). Also, Banause betritt den virtuellen Raum der Weindiskussion z.B. eine facebook-Gruppe oder Weinforum mit der einfachen Bitte, man möge ihm doch verraten, ob der bei Discounter A angebotene Châteauneuf-du-Pâpe für 9.99€ "was taugt".


Jetzt dauert es nicht lange und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kommt der erste aus dem Spundloch seines virtuellen Weinfasses und schreit "Ja, ja – Geiz ist geil!", gefolgt vom nächsten, der beim Leben seiner Kinder und deren Goldhamster schwört, seinen Wein stets und ausschließlich dort zu kaufen, wo es sich gehört, nämlich beim Winzer......"

Übrigens: Susanne Werth-Rosarius ist fast bei jeder Weinrallye beteiligt.

04. November 2015


Aufgeschnappt

im

Portuguese vin shop: Matrizdovinho

16. Oktober 2015

 

 

Aufgeschnappt im Tagesanzeiger (online)

am 16. Oktober 2015
  Autorin: Martina Meister, Paris

 

Chinesischer Kaufrausch im Bordelais

 

Reiche Chinesen haben französische Weingüter als neues Investitionsfeld entdeckt. Mit den neuen Besitzern geht auch ein Kulturwandel bei der Produktion des Rebensafts einher.....

China-Weineise 2007 (Foto: P.Züllig)
China-Weineise 2007 (Foto: P.Züllig)
Château Loudenne (Foto: Château Loudenne)
Château Loudenne (Foto: Château Loudenne)
Chinesischer Wein (Foto: Marcel Weiss)
Chinesischer Wein (Foto: Marcel Weiss)

"....Château Loudenne gehört zu den gut 100 Schlössern im Bordelais, die seit 2008 von Chinesen gekauft wurden; 25 waren es allein im vergangenen Jahr. «Ein Weingut in Bordeaux zu besitzen, ist die schönste Geldtrophäe, die man sich vorstellen kann», sagt Rupert Hoogewerf, Gründer des «Hurun Reports». «It’s fun», erklärt Lilly. Doch Spass allein ist es nicht, es fallen Begriffe wie Prestige, Visiten­karte, Aushängeschild. Selbst in China möchte man schliesslich nicht mehr als Nouveau riche gelten, sondern Klasse beweisen, indem man ein bisschen Tradition einkauft...."

Ganzer Artikel lesen hier

 09. Juli 2015

 

Aufgeschnappt in "Vinum"

Carte Blanche:

 

Markenwein oder Meisterstück ?

 

Von Joel B. Payne, Chefredaktor "Guld&Millau. Wein Guide Deutschland

"Was darf eine Flasche Wein kosten? Heute, wo die Preise für Grands Crus durch die Decke gehen und die Wirtschaftskrise viele Geldbeutel belasten, scheint die Frage mehr denn je berechtigt zu sein."

 

Im Vinum Juli/August 2015 ("Europas führendes Magazin für Weinkultur") wird diese Frage in einem ausgezeichneten Gastbeitrag (Carte Blanche) von einem ausgewiesenen Kenner aufgegriffen und - recht differenziert beantwortet.

Hier ein ...kleiner Ausschnitt:  "Wein ist für mich selbst in erster Linie ein Lebensmittel. Gewiss sind manche Flaschen besser als andere und sollten, ja müssen mehr kosten. Sie sind eben ein Stück Luxus...".

Im Augenblick werden die Weinpreise wieder einmal heftig diskutiert. Discounter bieten Weine zu Tiefstpreisen an. Der hohe Frankenkurs lässt die Hoffnung aufkommen, dass die Preise der ausländischen Weine fallen. In Bordeaux stapeln sich Tonnen um Tonnen unverkaufter Weine der letzten Jahre. Man erwartet Jahr für Jahr, dass die Phantasie- (und Spekulations-) Preise endlich wieder vernünftige Dimensionen annehmen. Doch was ist Vernunft. Hier also eine Betrachtung von Joel B.Payne, Chefredakteur der Weinbibel "Gault&Millau Weinguide Deutschland", der seit mehr als 25 Jahren die Weinszene beobachtet und beschreibt.

09. Juni 2015

 

Kassensturz:

Prosit Profit: Hohe Wein-Preise trotz tiefem Euro

 

Hier zwei Beiträge und ein Studiogespräch im Kassenturz vom 09. Juni 2015

 

Im Studio gab Thomas Vaterlaus, Chefredaktor "Vinum" über Markenweine und Weinpreise Auskunft. Es war zwar sehr vorsichtig in seinen Aussagen. Doch die Erklärungen zu Problemen wie Abfüllung, Deklarationspflicht, Markennamen waren (zusammen mit den beiden Beiträgen) sehr aufschlussreich. Vor allem ist wieder einmal der Hinweis am Platz, dass "man für wenige Franken nun mal keinen Spitzenwein aus Einzellagen erwarten kann."

Der Link zum Kassensturzbeitrag hier

Ein weiterer interessanter (etwas älterer) Artikel zum Thema von

Eckhard Supp im "World Wine Blog Enos"

Nebst den wirtschaftlichen und produktionstechnischen Berechnungen gibt es auch die Bereitschaft der Käufer, für Wein Geld auszugeben. Ich erinnere mich selber noch an eine Zeit, als ich (mir) sagte, eine Flasche Bordeaux darf (für mich) nicht mehr als 25 Franken kosten. Mehr gebe ich für Wein nicht aus!

Längst vergangene Zeiten?

Eine Statistik auf einem vielbesuchten Weinblog gibt einen kleinen Einblick über die Bereitschaft der Konsumenten für Wein zu bezahlen.Sicher nicht (ganz) repräsentativ, aber gesamthaft wohl richtig.

Und schliesslich noch die Frage: Was muss eine Flasche Wein kosten? (betrachtet vom Peroduzenten)

Hier eine Antwort im "Vicampo-Magazin" von  Thommy Witteck

"Faugères, seit Jahren eine meiner Lieblingsregionen im Languedoc zeigt sich zwischenzeitlich zwiegespalten: Manche der im Übrigen sehr guten Winzer versuchen, mit alkoholreichen Weinen aus neuen Barriquefässern neue Märkte zu erschließen, so zumindest die Lesart mancher Journalisten. Zeigen sich die kleineren Faugères Crus noch schlank und mit moderatem Alkohol und mit der typischen frischen Minze, so verliert sich das besondere Schiefer-Terroir leider allzu oft im neuen Holz bei den Top- Gewächsen."

Ganzer Bericht lesen hier

16. Dezember 2014

 

Aufgeschnappt in Reportage,


Unabhängige Magazin für erzählte Gegenwart

von Michel Bessauguet

 

Grand Cru Pesticide


Pflanzenschutzmittel schaden Arbeitern. Eine mutige Frau rebelliert gegen die Weinbarone des Médoc

"Im Garten mit Eichen und kurzem Gras döst ein zusammengerollter Malteserkater auf einem Liegestuhl, eine Amsel stibitzt ihm seine Kroketten. Marie-Hélène Machado sitzt auf der Terrasse ihres Hauses, das gross genug wäre, um einen ganzen Trupp zu beherbergen. «Wenn ich von Marie-Lys rede, bekomme ich Gänsehaut.» Marie-Hélène ist eine kokette und lebhafte jung gebliebene Sechzigerin mit Augen, die wie Champagner perlen. Sie zittert fast, wenn sie Marie-Lys Bibeyran erwähnt, die als Teenager in ihrer Bäckerei in Listrac, zu deren Kunden ihre Eltern und ihr Bruder Denis zählten, eine Schnupperlehre machte. Listrac? Ein Dorf mit zweitausendfünfhundert Einwohnern, eingerahmt von sechshundert Hektar Weinbergen, mitten im Médoc, wo es von grossen und weniger grossen Weinen wimmelt: Saint Estèphe, Pauillac, Margaux, Moulis … Und stolze Schlösser alter Dynastien, die unter die Kontrolle der Rothschilds, Pinaults und Bouygues gerieten."


Die Zeitschrift Ausgabe 19 für 20 CHF

Abonnemente von Reportage

Ganzer Artikel veröffentlicht bei Der Standart

17. Dezember 2014

 

Aufgeschnappt in amerikanischer Zeitung:

 

Wine ist good for you...

Bei einem sind sich Gesetzgeber, Gesundheitsexperten und Verbraucher einig: Alkoholika enthalten Kalorien, deren Angabe auf Etiketten seitens des Verbrauchers gewünscht wird. (© drinkaware)
Bei einem sind sich Gesetzgeber, Gesundheitsexperten und Verbraucher einig: Alkoholika enthalten Kalorien, deren Angabe auf Etiketten seitens des Verbrauchers gewünscht wird. (© drinkaware)

13. November 2014

 

Aufgeschnappt bei
http://www.yoopress.com

Quelle: decanter

 

 

Werden Weinetiketten zukünftig Angaben von Kalorien enthalten?


UK (London) – Mehr als zwei Drittel der von der „Royal Society for Public Health“ (Königliche Gesellschaft für Gesundheit – kurz: RSPH) in einer Studie befragten Personen wollen Angaben der Kalorien auf den Etiketten von Bier, Wein und Spirituosen. Insgesamt 2.117 Erwachsene nahmen an der Befragung teil – 67 Prozent von ihnen würden eine Kennzeichnung der Kalorien auf alkoholischen Getränken aktiv unterstützen. In der Studie antworteten 80 Prozent der befragten Personen, dass Sie die Kalorien von Alkoholika nicht einschätzen könnten.


Weiterlesen hier, direkt auf yoopress

02. September 2014

 

Der Spiegel:
Ausgebe 44/2014

 

Früchte des Zorns


Winzer: alles noch gut in Bordeaux, alles schon schwierig an der Rhone, alles bald vorbei im heissen Süden: Der Klimawandel erreicht die Weinberge Frankreichs. Und erschüttert eine zweitausendjährige Hochkultur. Ein Bericht von Ullrich Fichtner und Maurice Weiss (Fotos).

Es wird ein Besuch auf den berühmten Weingut Ausone (St-Emilion, Bordeaux) und beim Weinhaus Guigal (Rhone) beschrieben. Die Stimmung ist ausgezeichnet getroffen, der Artikel informativ.

Früchte des Zorns

10  November 2014

 

Aufgeschnappt zum Thema Genuss

auf hundertachziggrad

 

Aus die Maus!

 

Halloween ist rum und die Schonzeit für Kürbisse als putzig gruselige XXLTeelichthalter vorbei! Weiterlesen auf Hundertachziggrad - inklusive Rezepte. En Guete

Außer man ist ein Zierkürbis, dann darf man noch so lange Deko spielen, bis das Weihnachtsglitzerzeug aus dem Keller geholt wird bevor man auf dem Kompost landet.

Aber mal ehrlich, da endet Kürbis doch lieber im Topf und auf dem Teller!

Weiterlesen auf hundertachtziggrad

04. Juni 2014

 

Aufgeschnappt: in "Grüninger Post":

Bonmot von Dani Müller, Winzer

 

 

Rheinfall - Weinfall

 

 

"Wenn der Rheinfall wäre ein Weinfall, dann wäre es mein Fall"

 

05. Mai 2014

 

Bordeaux 2013

 

"Trotzige Preisgestaltung"

 

bailly
Die Châteaux sprechen von Markenschutz, aber die Marke hat keinen Wert, wenn niemand sie kauft. (© Château Haut-Bailly)

FRANKREICH (Bordeaux) - Unterschiedliche Meinungen über die Preise zwischen Negociants und den Châteaux begleiteten auch in der letzen Woche die EN-Primeur-Kampagne, die nun mit einer Flut von Veröffentlichungen so richtig ins Rollen kommt. Eine bemerkenswerte Preisgestaltung kam von Châteaux Haut-Bailly - mit sechs Prozent unter dem Preis von 2012 und 56 Prozent weniger als noch in 2010 wieder mit 39,60 Euro Ex-Bordeaux - exakt der Preis von 2008.

Im Grunde entspricht das Procedere von Château Haut-Bailly den Forderungen vieler Negociants und Marktbeobachter, die ein allgemeines Niveau von 2008 vorgeschlagen haben. Mit 81,50 Euro - ganze 6,50 Euro günstiger als noch in 2012 - wurde der Preis von Château Cos d’Estournel vom Handel als unrealistisch eingestuft. "In den letzten Jahren erlebten wir einen Jojo-Effekt bei den Preisen von Cos d’Estournel - es ging so extrem auf und ab, dass der Markt den Anreiz verloren hat und verstört reagiert", sagt Nicola Arcedeckne-Butler, MW und verantwortlich für den Einkauf bei Private Cellar Ltd. London....

(Der ganze Artikel ist hier zu lesen)

 

"Lafite und Mouton geben nach"

LafiteRothschild
Neben den Preisen für ihre ersten Weine gaben Lafite und Mouton auch ihre Preise für die Zweitweine bekannt. (© DBR)

 

"FRANKREICH (Bordeaux) - Zwei der Premier Crus, Lafite Rothschild und Mouton Rothschild, haben im Preiskampf der En-Primeur nachgegeben und knapp vor Ostern ihre Preise gesenkt. Lafite reduzierte um 14 Prozent, Mouton um zehn Prozent. Am 16. April meldete Lafite Rothschild einen Preis von 288 Euro und am 17. April meldete Mouton Rothschild seinen Preis mit 216 Euro - jeweils Ex-Bordeaux.

"Wir denken, dass diese Preise marktgerecht sind und unsere Kunden akzeptieren werden", kommentiert Oliver Sharp, stellvertretender Direktor von Bordeaux Index, mit Sitz in London und Hong Kong. Die Analyse der Handelsplattform LIV-EX aus London belegt auch die Meinung vieler Experten, die eine Preisreduzierung in Anbetracht des Jahrgangs 2013 und in Anbetracht, dass die Weine relativ früh trinkreif sein werden, erwartet haben.

Christophe Salin, CEO der Domaines Barons de Rothschild (DBR), äußerte sich gegenüber der Presse, dass es schwierig gewesen wäre den Preis für 2013 zu entscheiden. "Außerdem will DBR einen Anreiz für die Käufer schaffen", sagte Salin. Und angesprochen auf den Zeitpunkt der Preisverkündung meinte Salin: "Wir geben immer etwa zum 20. April unsere Preise bekannt. Dieses Jahr ist der Markt ein wenig ruhig und wir dachten, dass wir ihn beleben müssen"...

(Der ganze Artikel ist hier zu lesen)

 

29. Januar 2014

 

Aufgeschnappt in "Die Welt" vom 28. Januar 2014

 

Im Reich der Mitte fliesst der Rotwein in Strömen

 

 "Die Welt online" berichtet: "Die Chinesen haben die Franzosen vom Rotweinthron gestoßen: Einer am Dienstag veröffentlichten Studie zufolge konsumierten die Chinesen im vergangenen Jahr in absoluten Zahlen mehr Rotwein als die Franzosen."

Eine Studie zeigt, dass die Chinesen die Franzosen beim Rotweinkonsum vom Thron stossen. Soweit aus dieser etwas fragwürdigen "Studie" hervor geht, betrifft dies den Weinkonsum im ganzen Land, also nicht umgerechnet pro Kopf der Bevölkerung. Da dürften die Zahlen ganz anders sein. Noch bis vor kurzem konsumierten die Chinesen 0,3 Liter Wein Pro Jahr. (Zum Vergleich: die Franzosen 53.3 Liter). Dies dürfte sich noch kaum wesentlich geändert haben. Vielleicht erreicht der Weinkonsum in China bald einmal 1 Liter pro Jahr, und dies würde schon die Weinwirtschaft so ziemlich auf den Kopf stellen. (Der Schweizer konsumiert übrigens 35.3 Liter pro Jahr)

Hier der Link zum Artikel in der Welt

29. Oktober 2013

 

Mindestlohn

aufgeschnappt auf Facebook:
eine kurze Notiz von Dirk Würz

 

Im Wortlaut: "Und bevor ich es vergesse: Flächendeckender Mindestlohn von 8,50 im Weinbau und in der Landwirtschaft für alle, also auch die Saisonarbeiter, klingt klasse. Das bedeutet aber SOFORT eine ganz massive Preiserhöhung aller landwirtschaftlichen Produkte - also auch des Weins im Einstiegssegment. Einfach nur mal als ganz nüchterne und sachliche Info."

 

Natürlich provokativ wie Dirk oft ist. Dafür wird er auch geschätzt. Mit Erfolg! 282 Kommentare folgen. Neoliberale gegen Kuschelsozialisten. 83 finden die Notiz gut, wieviel nicht einverstanden sind, weiss ich nicht. Wiedereinmal scheint die Weinwelt unterzugehen, nur weil sich die Politik (endlich) daran macht, festzuschreiben, was zu mehr Gerechtigkeit führen könnte. Ob der Weg richtig ist und wenigstens ein kleiner Erfolg erreicht wird, darf bezweifelt werden. Doch Zweifel sind immer noch besser als "Wegschauen"

.

Die Winzerin Iris Rutz-Rudel bringt es aus den Punkt: "Ich hab jetzt nicht alle 253 Kommentare gelesen, antworte also einfach auf den Ausgangssatz von Dirk: die 8,50€ bekommen hier in Frankreich alle schon lange als Mindestlohn, also auch unsere Saisonarbeiter - das scheint doch die französischen Winzer nicht daran zu hinern, ihre Weine zu Schleuderpreisen auch nach Deutschland zu exportieren - aber vielleicht haben das weiter oben schon viele gesagt."

19. September 2013

 

Barrique und Co.
Der Ausbau von Wein

Aufgeschnappt im Vicampo Magazin

Autor: Thommy Witteck

 

"Das Fass wird beim Ausbau des Weins zur Lagerung eingesetzt, um das Aromaspektrum und die Tannine mit Komponenten aus dem Holz wie noch mehr Tannin oder Vanillin abzurunden. Je neuer das Fass, desto größer sein Einfluss auf den Geschmack. Außerdem wird der Wein durch den minimalen Luftaustausch beeinflusst. Der Wein erhält dadurch eine leichte oxidative Reife. Der Barriqueausbau wird vor allem bei Rotwein praktiziert, ist inzwischen aber durchgängig bei roten und weißen – trockenen und edelsüßen – Weinen aus aller Welt zu finden." (weiterlesen hier)

 09. August 2013

 

Kann ein Wein sinnlich sein ?

 

Aufgeschnappt bei Melanie Erler auf Das Käsewerk

Interview mit Claudio Link Bordeaux-Spezialist in Hamburg

 

"Meine Lieblingsweine sind natürlich Bordeaux-Weine. Ich bevorzuge zwei Herkünfte: Einmal die Appellation Saint-Julien links von der Gironde und Saint-Emilion rechts von der Gironde. Insbesondere der “La Rose-Trimoulet, Saint-Emilion Grand Cru” begeistert mich, weil er richtig sinnlich ist.

Ich finde einen Wein sinnlich, wenn ich zunächst nur zehn Minuten daran riechen mag ohne zu probieren. Nehme ich dann den ersten Schluck, muss der Wein Fragen aufwerfen, mich etwas irritieren. Da muss etwas sein, das sich mir nicht so schnell erschließt."

12. August 2013

 

Schlüsselwort Herkunft

 

Aufgeschnappt bei Dirk Würtz auf Wütz-Wein

in einem vierteiligen Erfahrungsbericht über Südafrika

 

“Herkunft” ist eines meiner Schlüsselworte, wenn ich eine bestimmte Art von Wein beschreibe. Ich benutze nie – oder so gut wie nie – das Wort Terroir. Dieses Wort ist durch allerhand Marketing- und PR-Getöse systematisch zerstört worden. Noch geht es dem Begriff “Herkunft” anders. Garantiert muss ich mir bald einen neuen Begriff suchen, denn ich sehe die ersten Anzeichen dafür, dass auch dieser Begriff in absehbarer Zeit ad absurdum geführt werden wird.

Bis dahin ist aber noch ein wenig Zeit – insbesondere um mir einen neuen Begriff zu überlegen. Dieses Mal aber einen, den die gigantische Weinmarketingmaschinerie nicht so schnell zerstören kann. Ein Hirngespinst, ich weiß. Findige Marketer bekommen alles klein. Vielleicht nenne ich alles künftig nur noch “Heimatwein”. Dieser Begriff, den ich im Übrigen nachweislich seit weit über zehn Jahren benutze, ist relativ resistent gegen jegliche Marketingströmung. Wir werden sehen."

17. Juli 2013

 

Japaner kaufen Pariser "Weinikone"

 

Wer verliebt ist in Paris (wie ich zum Beispiel), der kennt die wunderschöne, historische Galerie Vivienne aus dem 19. Jahrhundert in der Nähe der alten Nationalbank in Paris. Schuhmacher, Weinhändler, Schneider etc. boten hier einst ihre Dienste und Waren an, ein Treffpunkt der guten Pariser Kundschaft.

Nach einer wechselvollen Geschichte sind dort längst wieder attraktive Geschäfte eingezogen.

(Foto: Historisches Dokument)
(Foto: Historisches Dokument)
(Foto: Legrand)
(Foto: Legrand)

 den historischen Läden gehört die "Weinikone" Lucien Legrand (Filles et Fils), wohl das bedeutendste Weinhaus von Paris. Nachdem das Handelshaus (mit Millionenumsätzen) schon 2000 verkauft    wurde, sind nun die Japaner ins Geschäft eingestiegen.     Der neue Mehrheitseigner Amane Nakashima, Präsident der japanischen Lebensmittelgruppe Nakashimato, hat 78 Prozent der Aktien von Legrand Filles et Fils übernommen. Nach Aussage des alten und    neuen Geschäftsführers wird sich aber an der Weinauswahl nichts ändern.

Die ganze Geschichte ist auf Yoopress hier zu    lesen.

 
 
     
 

19. April 2013

 

Terrassenkaminspargelwein

 

Aufgeschnappt bei Würtz-Wein in einer Betrachtung  über die Weinsprache und (saisonbedingt) den "Wein zu Spargeln" von Dirk Würtz 

 

"Der Begriff “Spargelwein” ist genauso inhaltsleer wie der Begriff “Terrassenwein” oder der Begriff “Kaminwein”. Schlagwörter, die etwas bestimmtes aussagen sollen und am Ende doch nur irreführend sind. Ich bin, wie allseits bekannt, für eine größtmögliche Vereinfachung der Weinsprache. Weg vom elitären Geheimsprachengetue, hin zu klaren und einfach verständlichen Begriffen. Sinnvoll müssen sie halt nur sein, und das sind diese Begriffe eben gar nicht. Sie sind zu vereinfacht und einfach eben auch falsch."

 

Den ganzen Beitrag lesen

22. Januar 2013

 

Auflagen-Gau!

 

„Auflagen-Gau!“ Es ist dramatisch, schreibt Dirk Würtz auf seinem Blog: Gemeint sind die Auflagen der Weinzeitschriften. Die Zahlen stammen von IVW – der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern. Viele rote Zahlen. Nicht nur bei den Wein- und Genuss-Zeitschriften. Vor allem die „harten Auflagen“ (Verkaufte Hefte) ergeben eher ein düsteres Bild: Vinum -4.9%, Selection -6.6 %, Meiningers Weinwelt -7.3 %, La Cucina Italiana -4.9%. „Ich kann es drehen und wenden wie ich will, die Zahlen sind einfach nicht schön. Erst recht nicht, wenn ich die “Harte Auflage” noch einmal um die vielen Abos der Weingüter und Weinhändler bereinige“, schreibt Dirk. Und er hat recht!

18. Januar 2013

 

Altweine - Irreführung


Uwe Bende – der umtriebige Altweinverkoster und –Anbieter – einst auch hier im Forum bestens bekannt und aktiv – berichtet von einer (im Altweinbereich) leider häufigen Machenschaft, die er aufgespürt hat. „Es geht um einem 1928er Pommard Le Roy (einfachstes Handelshaus)“, aus dem plötzlich ein „1928er Pommard Leroy SA“ geworden ist. Und dies geht Uwe Bende (und auch mir!) „endgültig zu weit. Okay, einige Lots der anderen Weine stammen aus dem Hause Leroy“, schreibt Uwe Bende, „wenngleich dort die Meinung herrscht, man habe NIE fassweise an privat verkauft…. Die 1928er Pommard aber sind ganz eindeutig nicht LEROY, sondern Le Roy, denn die lesbaren Etiketten sind nicht zu übersehen.“

Moral der Geschichte: Altweine sind immer rar und die Gefahr von Fälschungen (oder auch nur von Irreführung) ist gross. Selbst Weinkenner können da schon mal leicht ins Schleudern geraten. Wo fängt die Manipulation an und wo ist Fälschung im Spiel. Auch ich habe schon einige bittere Erfahrungen gemacht. Fazit: Altweintrinker haben es eben schwer. Auch viel Geld sichert da einen Genuss nicht.

9. Dezember 2012

 

Aufgeschnappt auf Der Schnutentunker in einer Betrachtung  von ...

 

Punkteschleudern im Messlabor

 

Manchmal ist die Online-Weinszene ein schrulliger Haufen. Als dieses Jahr die Diskussion über die neuesten Ausgaben der gängigen Weinführer trotz mehrfacher Versuche nicht in Gang kommen wollte, versammelte man sich schließlich auf verschiedenen Webseiten, um episch darüber zu diskutieren, warum dieses Jahr denn nicht über den ,Gault Millau‘ diskutiert wurde. Wer da auf die Idee kommt, dem einen oder anderen fehlte es an sinnvollem Zeitvertreib, der liegt so falsch vermutlich nicht.
Ich hatte zu viel zu tun und muss mich deswegen wieder mit Verspätung äußern, dafür stellt mein Beitrag gleichzeitig eine Art Jahresrückblick dar – und da bin ich mal einer der ersten.
Die fehlende Reaktion auf die gedruckten Weinführer ist für mich die logische Konsequenz aus einem Trend, den ich seit einigen Jahren eher spüre als messe und dessen Manifestationen 2012 so vielfältig waren, dass ich vom Beginn eines Paradigmenwechsels sprechen will.
Punkte verlieren an Bedeutung. Und mit ihnen büßen diejenigen an Bedeutung ein, die sich vor allem über die Vergabe von Punkten definieren...

 

Hier der Link zur ganzen Beitrag

04. Dezember 2012
 
Aufgeschnappt auf Würtz-Wein
 
Dirk Würtz - einer der Urblogger schreibt über seinen Kontakt mit "normalen" Weintrinker. Seine Beobachtungen schaffen es spielend ins "aufgeschnappt". Sein Fazit: Zwischen Bloggern, Kritikern und Konsumenten liegen Galaxien. Danke Dirk!

Und noch etwas: Es lohnt sich ab und zu Dirk auf seinem Blog Würz-Wein zu besuchen: frech, köstlich, aktiv - erfrischend!

 

Es lebe die Realität!

 

Es ist schon immer wieder erstaunlich, wie weit die reale und die virtuelle Weinwelt auseinanderliegen. Es hat immer wieder den Anschein, als wären das verschiedene Galaxien!

 

“Ich würde ja einen “Obreien” trinken, aber ich glaube ich kann das gar nicht würdigen”. Ich habe eine gefühlte Ewigkeit gestern gebraucht, bis ich wusste, was die Dame auf der Weinmesse der Weinhandlung K&M in Frankfurt  (gute Jungs, gutes Sortiment, gute Kundschaft!) mir sagen wollte. “Obreien”… in  Gedanken ging ich alle mir bekannten Premium Weingüter Amerikas und Australiens durch… Fehlanzeige. Ich war verstört, glaubte ich doch ich würde alle kennen. Erst als sie anfing von Lafitte zu erzählen und den Weltraritätenproben von Rodenstock und Paulson fiel bei mir der Groschen: “Haut Brion” meinte sie. “Hergottsackzement”, dachte ich, “ich werde echt alt und bin nicht mehr zur intuitiven Transferleistung fähig!” Ich konnte mich glücklicherweise relativ schnell selbst beruhigen. “Es liegt nicht an Dir, es liegt an den Leuten”. So oder so ähnlich wiederhole ich das immer – wie ein Mantra. Ich bin solche Sachen gewohnt: “Junger Mann, geben Sie mir jetzt doch bitte einmal einen Kabinett und nicht dauernd diesen Riesling!”. Es gibt eigentlich nichts, was ich in den vergangenen 20 Jahren nicht gehört habe. Vom Restzucker im Wein wird auf das Prädikat geschlossen, Rheinhessen liegt in Hessen, deutscher Wein ist süß, französischer Wein grundsätzlich zu teuer, deutscher Rotwein schmeckt nicht undsoweiterundsofort und ganz grundsätzlich ist jeder, der ein Weinglas korrekt halten kann, ein einschlägiges Buch im Regal stehen hat, jedes Jahr zum Geburtstag Wein geschenkt bekommt, einer der vielen Robert Parkers dieser Welt. Selbstverständlich der bessere Parker, denn der echte hat ja keine Ahnung – nie gehabt! Schlimmer geht das alles eigentlich nur noch, wenn es um Fußball geht und ein ganzes Volk zum obersten Übungsleiter mutiert. Im Kollektiv versteht sich und immer einer Meinung: “Als ich die Aufstellung sah, wußte ich, es geht verloren”. Eigentlich ist es schade, dass dieses kollektive gefühlte Wissen nicht auf den Alltag zu übertragen ist, wir wären das glücklichste und zufriedenste Volk auf diesem Planeten. Doch zurück zu meinem gestrigen Tag.

Der reale Weintrinker, nicht der virtuelle Weinbesserwisser, hat einen Antrieb, der weit über den der virtuellen Spezies hinausreicht und sehr effektiv ist. Er trinkt Wein aus Freude und weil er Lust dazu hat. Das macht ihn sehr tolerant und wenig besserwisserisch! Er kennt keinen Gault Millau und hält einen “Eichelmann” für etwas aus dem Tierreich oder unter Umständen für eine neuen Beruf in der Forstwirtschaft. Parker hingegen hat er schon einmal gehört. Nicht jeder versteht sich, aber hin und wieder kennt das ein einzelner. Soviel zur Relevanz von Weinführern in der relevanten Zielgruppe der Weintrinker. Der reale Weintrinker mag hübsche Etiketten, insbesondere dann, wenn sie einfach zu verstehen sind. Das wird gerade dann zum Vorteil, wenn er etwas kaufen soll. Ganz wichtig aber – der reale Weintrinker ist interessiert und hört zu. Und zwar nicht, weil er diskutieren und besserwissen will, sondern weil er tatsächlich interessiert ist. Insbesondere dann, wenn ihm etwas schmeckt. “Der Wein schmeckt irgendwie rund. Ich mag das”, sagte gestern eine andere junge Dame zu mir. Sie war vor einigen Tagen mit ihrer Firma im Restaurant und da gab es auch diesen Wein. Und weil er rund schmeckte und weil sie elf Flaschen davon tranken und weil es keinem der Teilnehmer am nächsten Tag schlecht ging, will sie den jetzt wieder haben. Ihr Chef sei ein echter Kenner und bestelle Wein auf den Punkt: “Der muss von xyz kommen und so viel Zucker und so viel Säure haben!”, sagte sie mir gestern.  Sie selbst habe keine Ahnung, trinke aber gerne Wein und wenn es rund schmeckt, ist alles gut!

Ich gebe es ehrlich zu, mir gefällt das. Mir gefällt das sogar richtig gut. Mit solchen Leuten kann ich arbeiten. Sie stellen Fragen, ich antworte. Alles in einer einfachen und verständlichen Sprache und am Ende haben alle Spaß. Und siehe da, wieder sind 50, 60 Leute viel näher an dem Thema dran. Am Wein und damit am Genuß. Das böse “lecker” fiel gestern sicherlich einhundertmal. Ich musste andauernd leicht Lächeln, weil ich versuchte mir den einen oder anderen vorzustellen, der dieses Wort so ablehnt und verachtet und mit Coca.Cola und Fastfood gleichsetzt. Gestern war “lecker” ein Prädikat. Eine Auszeichnung.

Der reale Weintrinker wird gerne belächelt, insbesondere ob seines Unwissens. “Der kann ja nicht einmal Haut Brion richtig aussprechen. Der Depp!” Dann muss man es ihm eben erklären. Ihn an die Hand nehmen und ihm in Ruhe und gänzlich ohne Attitüde “reinen Wein” einschenken. Insbesondere dann, wenn zufällig ein echter Kenner daneben steht: “Der Wein ist spontan vergoren, dass schmecke ich sofort”, konstatiertew der “Experte”. “Spontan…”, meint daraufhin der reale Weintrinker, “heisst das Sie mache das so, wie Sie gerade Lust haben?” Nach meiner Erklärung war klar um was es geht. Der Wein war übrigens mit Reinzuchthefe vergoren…

 

René Gabriel, ein guter Erzähler
René Gabriel, ein guter Erzähler

10. Oktober 2012

 

Folgende Geschichte hat Weinkritiker, Autor und Auktionator René Gabriel an der Weinbörse in Zürich erzählt. Ich habe sie wiedergefunden auf seiner Website Weingabriel, wo sie im Originaltext nachzulesen ist.

 

Hier - im Aufgeschnappt - eine stark verkürzte Fassung:

 

AMARONE ZUM SENSATIONSPREIS! ZUGREIFEN?

 

Ich wunderte mich schon immer, als ich noch Chefeinkäufer bei Mövenpick war, wie günstig Grossverteiler manchmal gleichnamige Konkurrenzprodukte anbieten können. Während es bei einem Château Lynch-Bages klar ist, dass das immer genau der berühmte Pauillac ist, so muss man bei nicht genau definierten Weintypen schon etwas genauer hinsehen… 

Da las ich ein unglaubliches Angebot: Amarone zu CHF 13.79 pro Flasche! Schnell ging ich ins Internet und schaute mir an, wer sonst noch von den wichtigsten Anbietern diesen beliebten Rotwein aus dem Soavegebiet anbietet. Natürlich führte jeder Weinhändler gleich mehrere Amarone’s im Sortiment. Jeder war aber mindestens doppelt so teuer.

Weil für mich der abgedroschene Begriff «Preis-Leistungs-Verhältnis» immer noch spannend klingt, fuhr ich zum besagten Supermarkt. Und ich hatte Glück, ein paar 6er-Kartons waren noch da auf der gut positionierten Aktions-Plattform. Doch ich wollte ja nur eine Flasche. Wer kauft den schon eine Rotweinkatze im Sack? Ich frage notlügend nach, ob es denn möglich sei eine Flasche zum Probieren zu kaufen, denn ich hätte im Sinn dann noch sehr viele davon zu kaufen. Nachdem die ganze Angestelltenhierarchiekette durchgefragt wurde, bewilligte der Filialleiter höchst persönlich gütigerweise mein Anliegen. Ich hoffte insgeheim, dass er mich nicht erkannt hatte! Zu Hause angekommen, öffnete ich fast fiebrig die sensationell günstige Trophäe… 
2009 Amarone della Valpolicella Classico: abgefüllt von VR 1246 (der Produzent wollte wohl unerkannt bleiben). Mittleres Weinrot, stark aufhellend. Irgendwie riecht’s im ersten Nasenansatz nach verbranntem Gummi, etwas rotes Kompott, das Ganze ist ziemlich alkoholisch, die Süsse wirkt banal und man sucht vergebens nach einer möglichen Typizität in der Nase. Im Gaumen mit kerniger, pfeffrige, ja schon fast aggressiver Säure welche sich mit dem mehlig-aufrauenden Extrakt vermischt, die Frucht zeigt sich dabei irgendwie säuerlich unreif und es kommen einem rote Johannisbeeren in den Sinn, trotz den 15.5 Umdrehungen (Volumenprozenten) ist der Wein flach und er endet ebenso ambitionslos wie er sich bereits in der Nase mitteilte.

Fazit: Viel Alkohol, wenig Typizität. Immerhin – der Preis ist sensationell. Die Wertung in Worten: «ungenügend». Das liegt zwischen befriedigend und schlecht, also bei 13 von 20 Punkten. Die Punktezahl war noch relativ einfach zu berechnen. Aber wie sollte man die Genussreife definieren, wenn das Produkt gar keinen Genuss vermittelt?
Geiz ist nicht geil! Schon gar nicht, wenn man solchen Wein kauft. Und solche Weine können in der Folge zur Vereinsamung führen. Besonders, wenn man diesen Amarone seinen Gästen auftischt. Es spielt auch keine Rolle, wo ich diesen überbilligen Amarone kaufte, aber ich kann Ihnen ein Lidl davon singen…

 

 

06. Oktober 2012

 

Hassliebe: Gastronomie und Wein

 

Aufgeschnappt auf facebook auf der Site weinrallye, in Zusammenhang mit der Diskussion über das Verhältnis Gastronomie und Wein in der Weinrallye #

von Rutz-Rudel

 

"Ich weiß nicht, ob ich es noch schaffe, einen Artikel zu diesem von allen Beiträgern so aufschlussreich und fast einstimmig abgehandelten Thema zu schreiben ... neben meiner Arbeit als Winzerin betreue ich heute auch noch die französische Ausgabe der Weinrallye.... bin also zwischen Keller und Laptop reichlich beschäftigt, aber wenn ich Zeit hätte, käme im schon von mehreren praktizierten Drei- oder Viersprung als abschließendes positives Beispiel nach den auch hier zu findenden tristen Karten und Angeboten sicher diese Weinkarte zum Zuge: à lire sans modération:


  
Anmerkung:
Eine bessere und kompetentere Weinkarte aus "meinem" Weingebiet - Languedoc-Roussillon habe ich bisher noch nie angetroffen. Diese Weinkarte enthält so ziemlich alles, was - nicht nur Rang und Namen hat - sondern gut ist. Ich empfehle allen Weinfreunden, welche den Süden Frankreichs entdecken möchten, einen tiefen Blick darauf zu werfen und einen guten Schluck zu trinken. Prost!
Peter
 

 01. Oktober 2012

 

Die Weinsprache

 

Aufgeschnappt auf Vinoblog in einem Essay über die Weinsprache von Carsten M. Stammen

 

Die „Lecker“-Diskussion

 

Noch ein Wort zur „Lecker“-Diskussion, nachdem davon im Würtz‘schen Blog-Beitrag über die „Kryptische Weinsprache“ schon die Rede war: Ein Großteil der Weinexperten hält den Begriff „lecker“ als Weinbeschreibung für unangemessen, wenn nicht gar unzulässig. Eckhard Supp nennt ihn banal, und auch Marcus Hofschuster ist entschiedener Gegner dieses Attributs im Zusammenhang mit Wein. Die Kommentare zu Würtz‘ Beitrag auf seiner Blog-Website und bei Facebook zeugen von der Leidenschaft, die dieser Frage entgegengebracht wird. Weinjournalist Jens Priewe vergleicht in einem Interview die Bezeichnung „lecker“ für einen Wein mit der Bezeichnung „nett“ für einen Menschen; sie sei zu oberflächlich, und nach dem Urteil „lecker“ sei keine weitere Weinbesprechung mehr möglich. Ich stimme dem zu, doch weshalb ist das so?

09. September 2012

 

Aufgeschnappt auf faceboock.com  eine Pinwand-Foto von Joachim A. J. Kaiser.. 

Die Pfalz im Licht
© Joachim A. J. Kaiser

26. August 2012

 

Wein braucht eine neue Sprache

 

Replik auf das Gespräch über die Weinsprache 
im Magazin von Wein-Plus.eu von Peter Züllig. 

26. August 2012

 

Aufgeschnappt bei Würz-Wein ein Lesetipp von

                                                              Dirk Würtz auf seinem Blog zur aktuellen

                                                              Diskussion über de Weinsprache.(sie unten).

 

Lesetipp - Weinsprache

vom Dirk Würtz

 

Welche Weinsprache ist die richtige? Gibt es überhaupt eine Weinsprache? Wer versteht sie? Vor über einem Jahr hatte ich hierzu einen Blogbeitrag geschrieben, gerade wird das Thema wieder aktuell. “Wein-Plus” hat ein, wie ich finde, sehr interessantes Zwiegespräch veröffentlicht. es diskutierten ein Journalist, ein Weinhändler und ein Gastronom/Weinkritiker. Viele Ihrer aussagen kann ich voll und ganz unterschreiben. “Wein muss begreifbar werden”, “Wein ist Emotion”, “Ein guter Wein braucht keine Betriebsanleitung”, “Wein muss entmystifiziert werden” undsoweiterundsofort. Ganz wichtig auch der Exkurs der Diskutanten in das Thema Weinbereitung und noch allgemeiner in das Thema Grundprodukte, Lebensmittel und Aromen.

Leider fehlten in dieser Diskussion noch zwei Gesprächspartner. Zum Einen der Produzent und zum Anderen, der wichtigste überhaupt, der Konsument. Besser noch die verschiedenen Arten des Konsumenten. Für den größten Teil der bundesrepublikanischen Weintrinker sind das hier nämlich alles böhmische Dörfer, ach was, böhmische Großstädte. Und genau hier muss Weinsprache meiner Meinung nach einsetzen. Es genügt nicht, von einer Entmystifizierung zu sprechen und damit eigentlich nur eine Art Renovierung zu meinen. Die alte kryptische Weinsprache wird durch eine neue Spezialsprache ersetzt. Ich registriere mittlerweile sogar im demokratischen und “revolutionären” Weinweb den Trend zu einer neuen “Weingeheimsprache”. Damit erreicht man aber weiterhin nur den kleinsten Teil der Weintrinker. Ich bin allerdings fest davon überzeugt, dass es unter den deutschen Weintrinkern eine ganz große Gruppe gibt, die man noch mehr für das Thema begeistern kann. Ich erlebe diese Menschen beinahe tagtäglich. Die sollten wir abholen. Das läuft, und da hat Martin Koessler völlig recht, über die Emotion. Die muss allerdings verständlich sein, sonst wird das nichts. Und sie läuft in 99 Prozent der Fälle über die Begriffe “schmeckt” und “lecker”. Auch wenn das die Spezialisten nicht hören wollen, dass ist die Realität. Lasst doch die Leute weiterhin diese Begriffe benutzen und baut Eure Weinsprache einfach darauf aus. Da fällt doch keinem ein Zacken aus der Krone. Wenn ich dem Konsumenten eine halbe Stunde lang erklären muss, warum “schmeckt” oder “schmeckt nicht” und “lecker” Begriffe sind, die er sich abgewöhnen soll, ist er genervt und weg.

Otto Geisel hat im Übrigen völlig recht wenn er in dem Gespräch für “Wein-Plus” sagt: “Guter Wein braucht keine Betriebsanleitung”. Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen!

25. August 2012

 

Aufgeschnappt im Taschenbuch dtv erschienen in deutscher Sprache im Jahr 1989. Erstausgabe in Englisch 1983.

 

Ronald Searle`s Illustrierte Weinprobe

 

Bei dem Versuch, musikalische oder künstlerische Erlebnisse in Worte zu kleiden, entstehen Sprachblüten besonderer Art. Sie verblassen jedoch neben der Wortakrobatik derer, die sich von Berufs wegen oder aus Berufung damit beschäftigen, dem verwirrten Verbraucher die Eindrücke beim Weingenuß zu erklären. Mit blumigen Worten beschwören sie ungeahnte Geschmacksnuancen herauf, ziehen Vergleiche mit allen Früchten dieser Welt und haben in den letzten Jahren ein wahrlich kosmisches Aromapotential entwickelt. Eine oft groteske, snobistisch angehauchte Weinsprache gehört heutzutage zum Umgang mit dem Wein wie das Amen zum Gebet. ....... Sehr zum Wohl !

25. August 2012

 

Aufgeschnappt auf Weinfreaks.de eine Diskussion angeregt von Wein-Plus.de zum Thema:„Wein braucht eine neue Sprache“

 

 

 Hier der Magazinbeitrag auf Wein-Plus.de:

 

Wein ist Kommunikation. Doch wie kommunizieren wir, wenn wir Wein beschreiben? Spricht etwas dagegen, sinnlichen Genuss in sinnliche Worte zu kleiden? Muss das kryptisch oder gar lyrisch sein? Oder nur sachlich und nachvollziehbar? Wo liegt die Zukunft des Weins? Wie führt man junge Menschen an das Thema Wein heran? Und wie vermittelt man zeitgemäß Wein in einer Konsumwelt, die immer billiger wird?

 

 

Dazu in eigener Sache:

 

Da veranstaltet die Internet-Plattform Wein-Plus eine hochinteressante Diskussion zum Thema Weinsprache in Form einer Zusammenfassung eines vierstündigen Gesprächs unter Fachleuten. Weinfreak (und –freund) Werner Elflein nimmt den Faden auf und verlinkt das Thema „Wein braucht eine neue Sprache“ auf seiner Facebook-Gruppenseite „Weinfreaks“ begleitet von einem eigenen kurzen Kommentar: „Eine wertvolle Diskussion. Und doch habe ich den Eindruck, dass die Teilnehmer mehr oder weniger aneinander vorbeigeredet haben. Am Ende ist und bleibt unklar, wie sie denn nun konkret aussehen soll, die »neue Sprache« des Weins. Und welche Rolle dabei Zahlenschemata spielen.“

Was passiert darauf?

Bis jetzt sind es 101 Wortmeldungen zum Thema. Eine lebhafte und interessante Diskussion ist entstanden. Eine Diskussion, wie ich sie schon lange nicht mehr im Internet angetroffen habe. Auch die Gesprächspartner melden sich zu Wort und viele Weinfreunde, von denen ich seit langem nichts oder kaum mehr etwas gelesen habe.

Neugierig geworden, lese ich den ganzen Beitrag im Magazin von Wein-Plus. Natürlich habe auch ich eine Meinung. Fassungslos schaue ich auf die Forumsseite, die direkt mit dem so lebhaft diskutierten Gespräch verknüpften ist. Meldung: 0 (in Worten „null“ Beiträge). Die Diskussion hat sich also verlagert auf facebook und in einzelne Blogs, auf soziale Netzwerke und …

Es ist eigentlich egal, wo die Diskussion stattfindet. Bei den „weinfreaks“ oder bei „wein-plus“ oder gar auf irgend einer der über 100 Blogs zum Thema Wein. Wichtig ist, dass sie überhaupt stattfindet. Und wenn ich so die vertrauten Namen überfliege, dann sind die meisten „gute alte Bekannte“, die sich zu Wort gemeldet haben.

Da wird Andreas Bürgel zitiert, der jetzt bei den Weinfreaks seine ausgezeichneten Essays veröffentlicht, früher bei wein-plus geschrieben hat (dafür den „Weinnasenpreis erhielt“) und jetzt auch auf meiner eigenen Homepage „sammlerfreak.ch“ eine regelmässige Kolumne hat (mit den gleichen Texten). Man trifft sich also wieder.

Nur ist alles kurzlebiger – vielleicht auch schriller – oder gar unverbindlicher geworden. Die Diskussion hat sich irgendwohin – für ein paar Tage – auf facebook-Seiten eingenistet um dann – schwupp – im Informationsüberfluss unterzugehen, zu versinken.

Eigentlich schade. Der Inhalt der Diskussion würde sich auf jeder Website zum Thema Wein gut machen und mir – und wohl vielen – die Mühe der Suche, des Aufstöberns, der Archivierung, der Diskussionspflege ersparen. Deshalb übernehme ich die bisherige, interessante Diskussion auf facebook in mein „Aufgeschnappt“ auf meiner Website sammlerfreak.ch.



Hier geht es zur ungekürzte Diskussion  

13. August 2012

 

Aufgeschnappt bei Weinfreaks.de ein treffender Gedanke von Werner Elflein am . 13. August 2012.

 

 

Facebookeintrag:

 

Werner Elflein:

Warum fällt mir im Zusammenhang mit Wein immer wieder ein bekanntes Märchen von Hans Christian Andersen ein?

 

Des Kaisers neue Kleider (Wikipedia)

Des Kaisers neue Kleider (dänisch „Keiserens nye Klæder“) ist ein bekanntes Märchen des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen. Es erschien am 7. April 1837 in einer Ausgabe der Reihe „Märchen, für Kinder erzählt“.

Das Märchen handelt von einem Kaiser, der sich von zwei Betrügern für viel Geld neue Gewänder weben lässt. Diese machen ihm weis, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien. Tatsächlich geben die Betrüger nur vor zu weben und dem Kaiser die Kleider zu überreichen. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erwähnt er nicht, dass er die Kleider selbst auch nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, geben Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Der Schwindel fliegt erst auf, als ein Kind ausruft, der Kaiser habe gar keine Kleider an.

08. August 2012

 

Aufgeschnappt bei Das Weinforum.de - angekündigt und kommentiert auf facebook und eingestellt von Susanne Werth-Rosarius am 07. August 2012.

 

Auf ein Glas ..... 2000 La Fleur-Pétrus, Pomerol

 

von susa

 

Ich weiß ja nicht, wie das bei Euch so ist, wenn Ihr Gäste erwartet und es soll etwas Gutes zu Essen und zu Trinken geben. Bei manchen Leuten gibt es immer dasselbe, ein pfiffiges Gericht, das dem/der Koch/Köchin gut von der Hand geht und "was hermacht" und dazu den Hauswein. Manche sourcen gleich aus und beauftragen den Caterer ihres Vertrauens, die diesem Umstand Rechnung tragen und auch gleich die Wein- resp. Getränkeauswahl mit erledigen. Und das schmutzige Geschirr und die fleckige Tischwäsche holen sie am nächsten Tag auch wieder ab. Wer es sich leisten kann, beauftragt einen Privatkoch, der mit schwerem Gerät (Julabo, PacoJet, IsiWhip und drei Dutzend Santokumesser) anreist und die eigene Küche kurzerhand zur verbotenen Zone erklärt.
Bei uns geht das so:

Herr susa: Duhu, susa, wir müssen Xsens mal wieder einladen, wir sind "wieder dran" und lass Dir was Gutes einfallen, bei denen ist es auch immer so lecker.
susa: Gut, ich kümmer mich!

Die detaillierte Ausarbeitung liegt dann bei mir, Terminabsprache und Menükomposition. Pfiffig, ausgefallen, aber nicht zu abgedreht, und ausgerechnet im August gibt es viel Monat bei gleichbleibendem Budgetangebot. Saisonal sowieso und die allgemeinen Menüregeln beachtend, also Abwechslung in Textur und Aromen, keine Wiederholungen, Aufbau eines aromatischen Spannungsbogens.
Wenn das Menü steht, schlägt die Stunde des Hausherren, dessen Aufgabe es ist, dem Menü die passenden begleitenden Weine an die Seite zu stellen.

Herr susa: Eigentlich wollte ich aber noch mal den 99er Kirwan trinken, der ist jetzt wirklich perfekt, der wird sicher nicht mehr besser. Passt der nicht zum Hauptgang?
Susa: Hmmm, Hmmm. Es sollte Involtini vom Huhn mit Kräuterfüllung, Sesamkruste und Aprikosensalsa geben – das passt eigentlich kein Bordeaux!
Herr susa: Dann mach was anderes, was mit Rind oder Lamm, dann passt Bordeaux.
Susa: Immer Rind? Und dann passt das irgendwie nicht zum restlichen Menü .........
 
Mein Kommentar:
In diesem Stil geht dann die köstliche Diskussion weiter bis zum Zähneputzen - auf das ausnahmsweise einmal verzichtet wird, um den Nachklang eines guten Bordeaux nicht zu gefährden.  Die Geschichte endet mit den Nachsatz:
"Red wine with fish. Well, that should have told me something."
James Bond in From Russia with Love
 
Die ganze köstliche Geschichte ist nachzulesen auf DasWeinforum.de.
Die Diskussion dazu auf facebook, natürlich nicht ohne auf Riesling zu sprechen zu kommen.

01. August 2012

 

Aufgeschnappt auf der Website vom Weingut Herrenhof Lamprecht.

Veröffentlicht am 27. Juli 2012.

 

Uniformität wird immer mehr und mehr>

Dieses Bild zeigt ihnen die momentane Uniformität unserer Weinbau-Landschaft. Die Ziegel scheinen doch unterschiedlich zu sein, aber trotzdem haben sie die gleiche Form bzw. stammen alle aus der gleichen Produktion ... Und beim Wein ist es sehr ähnlich.

Uniformität nimmt Überhand im Weinbau!

Die Weine schmecken immer Gleicher. Nein, besser gesagt, die Weine werden immer fader. Schon fast so, als wären wir beim Bier (spezielle Biere ausgenommen).

 

Weiter zu lesen auf herrenhof.net

30. Juli 2012

 

Aufgeschnappt auf facebook. Eingestellt von Stefan Schwytz am 29. Juli 2012.

 

Lüge! Weit und breit keinen einzigen Weinberg gesehen
Lüge! Weit und breit keinen einzigen Weinberg gesehen