Erinnerungen (2. Teil - ab Mai 2017)

22. Mai 2017 

 

Hier geht es zum ersten Teil der Erinnerungen

 

(von Januar 2014 - Mai 2017)

10. Oktober 2018

 

 Weinnase zu Grabe getragen

 

Zum Tod von Christian Segers
alias Weinnase

 

Vor 17 Jahren hat Weinnase zur Hochzeit geladen. Es war ein typisches Weinnasenfest - rauschend aber chaotisch, wenn nicht seine Freunde das Szepter energisch in die Hand genommen hätten, wären die rund 80 Leute, die nach Düsseldorf gekommen waren, zwar nicht verdurstet, wohl aber verhungert. Die Weinnasenfantasie liess ich eben nicht immer eins-zu-eins in die Realität überführen. Jedenfalls spricht man noch heute von jener sagenhaften Hochzeit, in der sich die Freunde - vor allem Weinfreunde aus dem noch jungen Internet - getroffen haben. 

Auf dem Friedhof - rund 17 Jahre später -, da waren es die Verwandten und langjährigen Bekannten, von den einstigen Weinfreunden nur noch zwei, drei... Das Internet mit seinen vielen "Freunden" hat ein verdammt kurzes Gedächtnis. Weinnase war in den letzten Jahren kränklich, immer wieder krank und "im Netz" so gut wie verschwunden. Für viele - auch neue Wein-Internet-Nutzer - ein Begriff, eine Erinnerung, schon fast eine Anekdote. Die Beileidsbezeugungen auf Facebook sind die letzten wenigen Zeugen: "Gute Reise, alter Freund !" oder "Es war schön, den lieben Weinfreund Christian zu 

kennen.." Durch seine Krankheit und sein Verstummen ist er halt "weggerutscht" vom Internet, von der Liste der Mail-Empfänger... Seine Frau Brigitte und zwei Dutzend Freunde, Verwandte und Bekannte haben ihn dahin begleitet, wo er - nach eigener Aussage - am liebsten war, "auf seiner Wiese". Seine eigene Website Weinnase.de, betreut von seiner "Chronistin", Barbara Becker, ist schon lange verstummt. Einer der letzten Geschichten auf seiner eigenen Website schrieb er vor neun Jahren, als er (mit Brigitte) eine Woche bei mir war, anlässlich meines 70. Geburtstag. Wir haben damals vereinbart, dass er in zehn Jahren wieder in die Schweiz reist, zu meinem 80sten. 

Soweit ist es nicht mehr gekommen. Also bin ich zu ihm gefahren, nach Düsseldorf, um ihm Ade zu sagen, am Grab.Hier seine Schilderung der Schweizerreise vor neun Jahren und rechts ein paar Bilder seiner letzten Reise, zu den Rasengrabstätten auf dem Stoffeler Friedhof in Dübendorf.

Die Bilder könnwn hier einzeln betrachtet und herunterzuladen werden. - Kommentare


(Bild: Beobachter)
(Bild: Beobachter)

12. Mai 2018

 

Gestorben:

 

Balz Hosang
Journalist, Redaktor, Verlagsleiter

 

Irgendwie stehen wir fassungslos da, wenn uns eine Todesnachricht erreicht, die wir nicht erwartet haben. Obwohl wir alle wissen, dass das Leben endlich ist. Wenn einer von uns geht, der viele Jahre für die Werte des Journalismus eingestanden ist und unermüdlich dafür gekämpft hat, wo immer er als Journalist an der Arbeit war, bricht auch ein gutes Stück dieser Werte weg, die immer mehr in Gefahr sind, vergessen oder verraten zu werden.

(Bild: Beobachter)
(Bild: Beobachter)

12. Mai 2018

 

Gestorben:

 

Balz Hosang
Journalist, Redaktor, Verlagsleiter

 

Irgendwie stehen wir fassungslos da, wenn uns eine Todesnachricht erreicht, die wir nicht erwartet haben. Obwohl wir alle wissen, dass das Leben endlich ist. Wenn einer von uns geht, der viele Jahre für die Werte des Journalismus eingestanden ist und unermüdlich dafür gekämpft hat, wo immer er als Journalist an der Arbeit war, bricht auch ein gutes Stück dieser Werte weg, die immer mehr in Gefahr sind, vergessen oder verraten zu werden.

Am 5. Mai ist Balz Hosang, der ehemalige Chefredaktor und publizistische Leiter des Beobachters, verstorben. Balz war von 2002 bis 2007 Chefredaktor dieser Zeitschrift. Anschliessend übernahm er bis zu seiner Pensionierung die publizistische Verantwortung für sämtliche Aktivitäten des «Beobachters». Vor seiner Zeit beim «Beobachter» war Hosang beim Schweizer Fernsehen, unter anderem als Redaktionsleiter beim «Kassensturz», "CH-Magazin" und "Quer". Vor allem aber war er ein grossartiger, verlässlicher Kollege und ein ausgezeichneter Journalist. Die erste Reaktion auf seinen Tod: "fassungslos".
Hier die persönliche und engagierte Würdigung von einem seiner ehemaligen Mitarbeiter beim Beobachter. 

14. April 2018

 

Verena Grendelmeier
(Grendi)

(1939-2018)

 

Verena Grendelmeier war viele Jahre Journalistin, Redaktorin, Ausbildnerin beim Schweizer Fernsehen.
Jetzt ist sie 79jährig gestorben. Das Fernshen, mehr als dreissig Jahre ihr wichtigster Arbeitgeber, nimmt kaum davon Notiz. Tempi passati. - vergangene Zeiten - schon vor ihrem Tod. Dabei gehörte sie zu den Ikonen der Fernsehgeschichte. Auf dem Bild (rechts) mit Heidi Abel in der Sendung "Magazin Privat", 

(Bild: SRF)
(Bild: SRF)

"1967 kam sie zum Schweizer Fernsehen, arbeitete für die «Rundschau», später beim «CH-Magazin». In Erinnerung bleiben ihre fünfteilige Serie «Im selben Boot – der psychisch Kranke und wir», die Sendung «Mai 68 – zehn Jahre danach» oder die Sendung «Seveso fünf Jahre nach dem Giftunfall». Die Dokumentationen widerspiegeln ihr Engagement. Sie liess nicht locker, auch wenn es Schwierigkeiten mit den Protagonisten der Filme oder ihren Vorgesetzten gab. Sie blieb stets unnachgiebig, manchmal auch nervig, strebte immer zum Besten." (Würdigung von Toni Schaller in der NZZ)   Hier den ganzen Text lesen

Grendi - wie sie sich selber nannte - war aber auch Nationalrätin (1984-1999) des LDU (Landesring der Unabhängigen) und politisierte kämpferisch, engagiert. Bild links: Aus einer Sendung von Poldivision (Hasli-Fernsehen 1988, dem ersten Privatfernsehen in der Schweiz). (Hier auf YouTube)
Am Fernsehen DRS - schon damals politisch unter Beschuss - durfte sie als Politikerin natürlich nicht mehr Auftreten und auch nict mehr journalistisch tätig sein. Als ausgebildete Schauspielerin war sie aber willkommen bei der Ausbildung, wo sie etwa bis ins Jahr 2003 - als Medientrainerin - tätig war. Damals habe ich selber eine ganze Reihe von Ausbildungskurse mit ihr bestritten. Verena Grendelmeier war - dies geht aus allen Würdigungen hervor - keine ganz einfache Person. Sie war eine ausgezeichnete Debattiererin, brachte viele Probleme auf den Punkt, konnte auch einstecken und austeilen, blieb dabei aber immer korrekt und sachlich. Eigenschaften, die so manchen litiker gut anstehen würden.  

(Foto: Keystone)
(Foto: Keystone)

Ihre grösste "Tat" war gleichzeitig auch ihr politisches Ende. Um den serbelnden Landesring zu retten, schied sie 1999 zu Gunsten von Tony Schaller aus dem Nationalrat aus. Den Landesring "rettete" sie nicht, die Partei löste sich noch im gleichen Jahr auf. 

Hier ein paar weitere Nachrufe zu ihrem Tod. 

Letzte LdU-Nationalrätin Verena Grendelmeier mit 79 gestorben

Verena Grendelmaier

12. März 2018

 

TV-Shatterhand verstorben:

 

Der Schauspieler

Siegfried Rauch starb mit 85

"Als Old Shatterhand war Siegfried Rauch im Fernsehen in der 1979 produzierten und 1980 ausgestrahlten Serie "Mein Freund Winnetou" an der Seite von Pierre Brice zu sehen." (Quelle: Karl May&Co. online)

(Bild: APA(dpa)
(Bild: APA(dpa)

Dem breiten Publikum war er bekannt als Kapitän in der ZDF-Serie "Das Traumschiff". und als "Bergdokter" (ZDF)

Zu seinen erfolgreichsten Kinorollen gehörte 1970 die des Hauptmann Oskar Steiger in "Patton – Rebell in Uniform", der mit sieben Oscars ausgezeichnet wurde.

Siegfried Rauch als Old Shatterhand (links)(Foto: Zill/Archiv KARL MAY & Co)
Siegfried Rauch als Old Shatterhand (links)(Foto: Zill/Archiv KARL MAY & Co)

24-Stunden News auf YouTube

Mein Freund Winnetou ist eineteilige Fernsehserie des Westdeutschen Werbefernsehens (WWF, Köln) in Co-Produktion mit Antenne 2 (Paris) und der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG (Bern), die 1979 sehr frei nach Karl May entstand und 1980 im Vorabendprogramm der ARD ausgestrahlt wurde. Die Serie wurde in Frankreich und der Schweiz auch in sieben Teilen zu 60 Minuten gesendet.

Die Serie ist als BOX noch erhältlich:

Regie: Marcel Camus

Darsteller: Pierre Brice, Siegfried Rauch, Eric Do, Ralf Wolter, Arthur Brauss

Filmmusik: Peter Thomas

Originaltitel: Winnetou Le Mescalero (1979)

Sprache: Deutsch

Die 14. Folgen (Episoden) heißen:
1. Blutspuren
2. Ein junger Komantsche
3. Der Mann für indianische Angelegenheiten
4. Der Zweikampf
5. Im Fort der Weißen
6. Sam Hawkins City
7. Das Feuerross
8. Die Flöte
9. Der große Kriegsrat
10. Gequältes Volk
11. Die Rache der Cheyennes
12. Aufbruch
13. Der Prozess
14. Alter Bär


09. November 2017

 

Gestorben:

 

Ueli Götsch (1925-1917)
Ehemaliger Abteilungsleiter Fernsehen (DRS)

Ab 1971 beim Schweizer Fernsehen DRS, zuerst Leiter der Abt. Information, 1980 Chefredaktor aller Informations-sendungen, 1981-88 versch. Funktionen.

Ueli Götsch hat die Fernsehkultur und den Stellenwert der Informationssendungen entscheidend geprägt. Er setzte immer wieder ausgezeichnete Journalistinnen und Journalisten an wichtigen Stellen bei der Fernsehinformation ein und kämpfte beherzt die Umabhängigkeit des Mediums. Er ht auch entscheidend die Quote des "Frauenanteils" in der Information erhöht (teilweise bis 50%) und war ein ausgezeichneter Chef. Eine Würdigun hier.

09. November 2017

 

Erinnerungen:

 

Karin Dor, alias Ribanna,
die grosse Liebe von Winnetou ist tot

 

»Sie war schön, wie die Morgenröte, und lieblich wie die Rose des Gebirges. Keine ... vermochte die Häute so zart zu gerben und das Jagdkleid so sauber zu nähen, wie sie, und wenn sie ging, ... so schritt ihre schlanke Gestalt wie die einer Königin über die Ebene und von ihrem Haupte floß das Haar in langen Strähnen fast bis zur Erde herab. Sie war ... der Stolz des Stammes«. (Karl May, Winnetou II)

Karin Dor als Ribanna in Winnetou II (Bild: Rialto-Film)
Karin Dor als Ribanna in Winnetou II (Bild: Rialto-Film)

Karin Dor (1939-2017), mit bürgerlichem Namen Kätherose Derr, hat in hat in drei Karl-May-Filmen mitgespielt. Erstmals 1962 in "Der Schatz im Silbersee" als Ellen Patterson. In "Winnetou II"  (1964) ist sie Ribanna, die Tochter von Tah-scha-tung dem Häuptlng der Assineboins und die Frau Old Firehands:
"Winnetou und Old Firehand hatten sich in sie verliebt. Sie aber schenkte ihre Liebe dem Weißen und Winnetou verzichtete zugunsten seines Freundes auf sie."

Soweit die Filmgeschichte der Figur Ribanna. In Karl May Werk ist sie eine Neben-Figur in der Erzählung "Old Firehand". Sie tritt in der Erzählung nie in Erscheinung, es wird nur einige Male von ihr erzählt. Im Film aber - und in allen Inszenierungen von Winnetou II - nimmt sie eine wichtige Rolle ein. Sie ist so etwas wie die Kernfigur von Winnetou II.
Weiterlesen hier zum Tod von Karin Dor

29. Oktober 2017

 

Begegnung: Dani Fehr

 

Vor fünfzig Jahren, 1967, zogen drei "haarige Typen" als Wandermusikanten in Minnesängerkostümen durch Zürichs Gaststätten, mit einem Repertoire aus Folk, Blues und Schweizer Volksmusik.Es waren die Minstrels.

Ein Konzert in unserer Siedlung "Dörfli" ruft Erinnerungen wach. Der Mann in der Mitte auf dem Bild, Dani Fehr, war einst einer der drei Musikanten der Minstrels. Jetzt spielt er, zusammen mit seiner Gruppe "Grad'ase"  am Zimbal – dem ungarischen Hackbrett –  noch immer ungewohnte und doch vertraute Töne: Volksmusik – von Ost bis West, von Balkansound bis Folk aus Irland, dazwischen auch heimatliche, appenzellische Töne. 

 

Ein Fernsehauftritt im Rahmen der OLMA in St. Gallen im Oktober 1969 machte die Minstrels mit einem Schlag bekannt. 

Grüezi wohl, Frau Stirnimaa! zog wenige Tage später in die Schweizer Hitparade auf Platz 2 ein. Das Lied hielt sich siebzehn Wochen ununterbrochen in den Top 10.und platzierte sich auch in Deutschland (Platz 3) und Österreich (Platz 5) in den Hitparaden. Ihre Platte verkaufte sich in 27 Ländern 1,5 Millionen Mal.

 

 

Die "Minstrels" sind Geschichte, Musikgeschichte und - bei der jüngeren Generation - so gut wie unbekannt. Dies stellte ich - mit Schmunzeln oder/und Erstaunen - anlässlich des Konzerts von "Gras'äse" fest. Zur Aufklärung (und Erinnerung) hier der Minstrel-Auftritt (Titelsong) im Spielfilm "Was ist denn bloß mit Willi los?" mit Heinz Erhardt.

03. Oktober 2017

 

Gestorben:

 

Tom Petty (amerikanischer Musiker)
(1950-2017)

Von Takahiro Kyono from Tokyo, Japan - Tom Petty, CC BY 2.0
Von Takahiro Kyono from Tokyo, Japan - Tom Petty, CC BY 2.0

Nein, dem amerikanischen Musiker, der soeben im Alter von 67 Jahren gestorben ist, bin ich nie persönlich begegnet. Er ist und war für mich auch nie ein Idol. Einige seine Songs habe ich zwar wahrgenommen, ab und zu auch gehört, doch nie wirklich erinnert. Bis jetzt - bis heute, als mir ein Video-Clip aus dem Jahr 1991 in mir wieder hochgewühlt wurde. Ein Clip, den ich x-mal - genauer einige hundert Mal - gehört und analysiert habe. Es waren die 90er Jahre. Ich war als Ausbildner am Schweizer Fernsehen und an der Universität Freiburg. Es waren die Jahre, als die Clip-Sprache von der Unterhaltung zur Information übersprang. Als man entdeckte, dass in der audio-visuellen Kommunikation - auch wenn es um Informationsvermittlung  geht - der Videoclip - mit seinen eigenen Gesetzmässigkeiten - grossen Einfluss hat. Ich entwickelte damals eine Clip-Theorie, die heute noch ihre Gültigkeit hat und aktueller ist, den je.Eines der wichtigsten Beweisstücke war damals ein Song von Tom Petty. "Learning tu Fly". eine musikalische Geschichte, ein Erzählvideo, das zu den besten jener Zeit gehört. 

Inzwischen gehört der clippige Schnitt, das clippige Erzählen (auch ausserhalb der Musik) zum Alltag. Eine Entwicklung, vergleichbar mit dem Übergang von der analogen Technik zur Digitalisierung. Auch in der Wahrnehmung, im Ablauf des Geschehens, im Erzählen gibt es die "Digitalisierung. Sie funktioniert aber nur, 


wenn ihre Gesetzmässigkeiten auch eingehalten werden. Der Tod von Tom Petty hat mich daran erinnert und den Ansporn gegeben, die Theorie von damals (es war Neuland) zu überarbeiten und wideer zu publizieren. Ich werde eine überarbeitete Theorie hier einstellen.Es scheint mir, dass viele meiner ehemaligen "Schüler" vieles davon vergessen haben, vielleicht auch nur weil eine andere Theorie - ist bis heute - noch nicht erarbeit worden ist. Eine kleine Quizfrage: Es gibt ein Schlüsselbild in dem Video (kürzer als eine Sekunde). Wo ist es und was zeigt es? Die Lösung hier! Die Erklärung dann später am gleichen Ort, in der Clip-Theorie.

30. September 2017

 

Totemügerli

 

Vor fünfzig Jahren erblickte ein irrlichterndes Geisterwesen das Licht der Bühnenwelt. In seinem Kabarettprogramm «Die Sparharfe» erzählte der junge Franz Hohler erstmals das «bärndütsche Gschichtli». Darin begegnen die beiden Schwauderis «Schöppelimunggi» und «Houderebäseler» auf ihrem Abendspaziergang dem «Totemügerli» – und damit auch ein bisschen dem Gruseln.

Oben das "Totemügerli" - Orginalversion von Franz Hohler - Hier eine Aufnahme von 2011 zum 75 Geburtstag von Mani Matter. 


Rechts ein Text des Schweizer Mundart-Popduos Lo & Leduc aus Bern: "Totemügerli goes online". Es ist keine neue Version des legendären "Totenmügerli" von Franz Hohler, vielmehr eine Homage an das Original und seinen Schöpfer" aus Anlass von 50 Jahre Totemügerli. "Wir konkurrieren nicht mit dem Original. Unser Text steht für sich und ist eine Hommage zum Geburtstag," betont das Duo Lo & Leduc.

04. Juli 2017

 

Als das Fernsehen laufen lernte

 

Die unschöne Diskussion um den "Service Public", die rotzenden Kommentare über das, was eine Institution, die SRG, geleistet hat, und immer wieder leistet, wenn sich eine rasant entwickelnde Technik in das Leben, den Alltag, die Gewohnheiten, die Bedürfnisse der Menschen einnistet. Fernsehen, anfangs der 60er-Jahre noch ein Exot, belächelt, verdammt, verwunschen, ist längst zum Marktfaktor (und damit auch zum Politikum) geworden. Anfangs ging es um politische Meinungen, um sogenannte "Manipulation der Öffentlichkeit", um die Angst der vermeintlichen Macht eines Mediums.

In den 80er Jahren wurde dann das Fernsehen - dank der technischen Entwicklung - auch zum Goldesel, der eingespannt werden kann, in den freien Markt, in den grossen Kommerz. "Die Privaten" können es besser! Da Milliardenringen um lukrative Sportrechte (wo nur das Vermarktbare zählt) ist nur das aktuellste Beispiel für das, worum es letztlich geht, um Macht und Gewinn.

Tagesschau vom 12.02.1985 - eine Live-Reportage. Moderator Alfred Fetscherin

Hier, in der Rubrik "Erinnerungen", werden in der in der Regel interessante Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens vorgestellt, denen ich immer wieder begegnet bin und die Kultur, Politik, das soziale Leben, die Gesellschaft in der Schweiz mitgeprägt haben. Es ist ein Versuch des Nichtvergessens.
Zur Enwicklung der Tagesschau inm "Medienheft"

20. Mai 2017

 

Journalist, Moderator

 

Kurt Zurfluh (1949-2017)

An Stelle eines Nachrufs der Bericht des Schweizer Fernsehens. 

05. Mai 2017

 

Gestorben:


Daliah Lavi

Daliah Lavi ist im Alter von 74 Jahren  an ihrem Wohnort Ashville in den USA gestorben. Als Schauspielerin spielte sie auch in Hollywood. In Deutschland wurde sie vor allem als Paloma in „Old Shatterhand“ bekannt. Sie hatte aber schon fast zehn Jahre früher ihre erste Hauptrolle im schwedischen Film „Hemsöborna“.

Die Sängerin und Schauspielerin spielte im Film  "Old Shatterhand" (1964) Paloma Nakama, die schöne Tochter eines weissen Mannes und einer Indianerin. Sie hat nach einem Überfall auf eine Farm den verwaisten kleinen Tom aufgenommen. Old Shatterhand will beide nach Sacramento bringen, wo Palomas Onkel Wilkinson lebt...


13. April 2017

 

Gestorben:

 

Michael Ballhaus 

Kameramann

 

Persönlich bin ich ihm nie begegnet, auch beruflich nicht. Doch viele - unzählig viele - Filme habe ich gesehen - auch besprochen - in denen Michael Ballhaus die Kamera führte. Wenn ich mich richtig erinnere, dann war es 1979, dass ich beim Fassbinder-Film "Die Ehe der Maria Braun", als ich - noch mehr als Hanna Schygulla - die Bildsprache, die Kameraführung bewunderte. Es war wohl meine erste bewusste Begegnung mit dem "Bildkünstler" Michael Ballhaus. Für ihn war es der letzte von 15 Filmen, die er mit Fassbinder gedreht hat..  


Berühmt ist der "Ballhaus Kreisel", eine 360-Grad-Kameafahrt, die später in der Filmästhetik eine beliebte und wichtige Funktion in vielen Filmen hatte. Unzählige mal hatten wir - in der Ausbildung am Fernsehen, aber auch in den Videokursen an der Universität Freiburg - besprochen, analysiert und - soweit dies mit den bescheidenen technischen Mitteln möglich war - nachgespielt.