Echo

25. Juli 2020

 

Echo:

Joe Burkers, das Einaug

Wildwest-Erzählung

Auch "verbissene" Karl-May-Kenner dürten sich mit diesem Titel unter den May-Werken schwer tun.  (Das Bild rechts gehört zum eBook, das noch erhältlich ist.)

"Die Erzählung "Joe Burkers, das Einaug" wurde 1919 von Dr. Euchar Schmid im Band 38 "Halbblut" der Reihe "Karl May's Gesammelte Werke" erstmals veröffent-licht." (Quelle: Karl May&Co. 135/2014)

Dafür hat der Verleger E. Schmid zwei Geschichten von Karl May - Both Shatters (Erstdruck 1882 in der Zeitschrift "Für alle Welt") und Ein Ölbrand (Erstdruck 1883 in der Zeitschrift Das Neue Universum) bearbeitet und miteinander verknüpft. Die Erzählung blieb bis 1992 (Auflage 1582. Tausend) im Band 38 (Halbblut).

Heute ist die Geschichte so nicht mehr in den Gesammelten Werken enthalten. den Gesammelten Werke enthalten.

Doch in den rund 70 Jahren bis die Geschichte in der bearbeiten Form entfernt wurde, gab es viele Lizenz- und auch Raubausgaben. "Am bekanntesten das grossformatige, in sehr hoher Auflage gedruckte Heft "Wild-West-Echo" sein, das die Felsenbühne Rathen 1940 herausgab."

Dabei gibt es auch eine kleine, schweizerische Ausgabe - in der Reihe "Gefahren und Abenteuer"  von Prairie Editors, Zürich, der  Band 5 - der heute kaum mehr zu finden - also eine gesuchte, kostbare Rarität ist.

Ueber andere lange unbekannte Abdrucke berichtete das Magazin "Karl May&Co. in der Ausgabe 135 (1/1914) auf den Seiten 12-15 mit mehreren Bildern.
Das Heft "Wild-West-Echo" (zweite Auflage) ist im Karl-May-Verlag noch immer erhältlich (65.00 Euro).

Zur schweizerischen Ausgabe gibt es eine interessante Geschichte, die Hans Weiss, einer der ganz wenigen Besitzer diesews Hefts, dokumentiert und erzählt hat.

Der Schweizerischen Beobachter Nr. 24 vom 31. Dezember 1947.(Bild rechts) beschäftigte sich auf den Seiten 757/758 mit dem Text, der als Schund gebrandmarkt wird, natür-lich in Unkenntnis des berühmten Autors (Karl May).

Schund, "Jugendverführung", Sprachentgleisung  oder Kitsch?

So lautt etwa die Frage des Beobachters.


Da wird aber einem Autor aber tüchtig die Leviten gelesen. Der Beobachter hatte keine Ahnung, dass der angeprangerte Text aus einem Karl-May-Werk stammt. Ein Textvergleich mit dem Band 38 - Halbblut - in der Ausgabe bis 1992 zeigt, dass der "Schundtext" fast wörtlich übernommen wurde. Allerdings war der Text da schon eine "Bearbeitung" von Verleger E. Schmid. Dazu nochmals "Karl May & Co.: "Obwohl das Produkt, das Schmid geschaffen hat kaum mehr als originaler Karl-May-Text bezeichnet werden kann, werden auch erklärte Gegner von Textbearbeitungen zugeben müssen, dass am Ende eine in sich schlüssige und spannende Geschichte stand."

 

15. Juni 2020

 

Replik auf ein Bild von Hans Weiss,
das auch ich hier eingestellt habe.

 

Er schreibt: "Heute erreichte mich sogar ein Gastbild aus SPANIEN. Den übermittelten Text möchte ich nicht vorenthalten:

"Wir essen Berliner, Hamburger, Wiener(li), Russenzopf und machen Sex mit Pariser.....und der Mohrenkopf ist rassistisch!."

 

Meine Anmerkung:

Zum Thema gibt es eine ganze Reihe von Kommentaren. Die beste wohl im "Tagesanzeiger" (Leider Abo-Pflicht) ).

26. November 2015

 

Zum Artikel

 

Wenn Winnetou Frau Carezza liebt

 

Wer schreibt, dem wird geschrieben...

 

Lieber Peter,

Deinen Beitrag „Wenn Winnetou Frau Carezza liebt“ habe ich mit großem Interesse gelesen;er hat mich sehr berührt, zumal Dein darin geschilderter literarischer Werdegang viele Parallelen zu dem meinigen aufweist, obwohl ich zeitweise ganz andere Wege beschritten habe.

Als Zehnjähriger (Geburtsjahrgang 1950) begann ich, Karl May zu lesen. Neben wenigen „grünen Bänden“  habe ich damals hauptsächlich Ueberreuter Taschenbücher bekommen. Während meiner Zeit im Gymnasium hat sich mein literarisches Interesse kolossal verändert. Die Sozialisten (Marx, Engels usw.) traten in den Vordergrund. Bei Suhrkamp habe ich mir die gesamte Werkausgabe von Bertolt Brecht zugelegt.

Dann kam am 19.12.1973 (ein Mittwoch) mein persönlicher „schwarzer Freitag“.

Meine Wohnung in Freiburg wurde ein Opfer der Flammen. Ich konnte nur mich selbst in Sicherheit bringen. Das gesamte Inventar einschliesslich meiner Bücher (darunter 63 Karl-May-Bücher) ist verbrannt. Lediglich eine Ausgabe der „Gartenlaube“ Jahrgang 1890 blieb erhalten, weil ich sie meiner Mutter geliehen habe. Ich habe diesen Band noch heute.

Nun begann eine mühsame Wiederbeschaffung meiner geliebten Bücher.

Die Werkausgabe von Bertolt Brecht habe ich mir sofort wieder gekauft. Karl May kam nach und nach, diesmal jedoch nur als „grüne Bände“ (Bamberger Ausgabe). Zwischenzeitlich habe ich auch fast die komplette Radebeuler Ausgabe.

Ich hoffe, Dich mit meinen Ausführungen nicht allzu sehr gelangweilt zu haben und grüsse Dich recht herzlich aus Freiburg.

Hartmut Braun