Freuden und Leiden eines Sammlers

24. November 2022

 

An Stelle des traditionellen Adventskalenders mit Bildern aus den Sammlungen von "Sammlerfreak" findet im Pfarreizentrum der katholischen Kirchgemeinde
Rüti-Tann
eine Krippenausstellung statt.

Aus diesem Anlass habe ich hier auf meiner Website sammlerfreak.ch eine spezielle Seite eröffnet, in der einzelne Krippen der Ausstellung vorgestellt werden. Die Sammlung umfasst etwa 500 Kleinkrippen (einzelne Figuren, aber auch kleinere kompakte Gruppen) und Darstel-lungen der Geburt Christi. Allerdings keine Krippen-Landschaften und Dia-rahmen, wie sie sonst in Musen und Ausstellungen präsentiert werden. Es geht in dieser besonderen Ausstellung um Traditionen in den verschiedenen Ländern, um die Interpretation der in der Heiligen Schrift nur kurz beschriebenen Umstände der Geburt Cristi (Lk 2:4-7 und Mt 1,18b–25), aber auch um die Integration des Weihnachtsgedankens in den hektisch gewordene Kommerzbetrieb. Hier treffen sich - wie kaum in einer anderen bildlichen Darstellung - Kunst und Kitsch, Altes und Neues, Tradition und Gegenwart.  Weitere Informationen hier

05. Dezember 2022

 

Krippenausstellung eröffnet

 

Gestern, am 2. Adventsonntag, wurde die Krippenausstellung im Pfarreizentrum der Katholischen Kirche in Rüti-Tann eröffnet. Ohne spezielle Vernissage fanden nach - dem Gottesdienst  - und während des Nachmittags mehr als fünfzig Personen den Weg zu den Krippen auf der oberen Etage des Zentrums. Weitere Informationen hier

Es wird nun jeden Tag eine der 500 Kleinkrippen aus aller Welt hie vorgestellt. Sie sind im Pfarreizentrum der Katholischen Kirche in Rüti-Tann während drei Sonntagen zu sehen. Hier täglich die wichtigsten Informationen zu einigen ausgestellten Krippen.
Hier geht es zur Beschreibung

16. November 2022

 

Ein Dorf verschwindet

von Peter Züllig

 

Es muss nicht alles so bleiben, wie es einmal war. Nicht weiter schlimm: Dann wird das Dorf halt eine Stadt. Denn ein Dorf «rentiert» - laut Politiker - schon lange nicht mehr. Die «Noch-nicht-Stadt» auch nicht. Das Dorf: nur ein unrentables Einwohner-Konglomerat, seine Einwohner eine Manövriermasse, vom «freien Markt» getrieben. Die gewählte Behörde denkt (zwar ungern) an Rettungs- und Abfederungsmassnahmen. Mehr nicht. Wo der Markt das Zepter schwingt, hat eine Behörde nichts zu suchen. Einzig, kurz vor den Wahlen, sieht es (zumindest auf dem Papier) anders aus. Da werden Einwohner (für ein paar Wahlkampfwochen) zu «Bürgern», mit einer Stimme. Doch der Untergang des Dorfs ist längst im Gang, markiert mit Rückzug, Schliessungen, mit «Outsourcing» (Ausgliederungen von Funktionen). Zuerst waren es die Dorfläden, der Metzger, die Bäcker, das Fachgeschäft für… Dann gingen Restaurants, eine Bankfiliale, das Café… Ein paar der entstandenen «Leerplätze» wurden zwar gefüllt und/oder in «rentablere» Betriebe umgestaltet. Jetzt ist auch die Post weg, die Kantonalbank, bald der Bahnschalter… Der Mensch, Bürger genannt, hat sich gefälligst an Automaten zu gewöhnen und an den wohl «mächtigsten» und gefügigsten Nachbarn, den Computer. Das Dorf versinkt allmählich in ihren Klicks und Klacks. Leben im Dorf braucht es nicht mehr. Sollte es noch ein paar Alte geben, ein paar Behinderte, ein paar Menschen ohne Autos, die auf Umwelt und Klima bedachte sind, ein paar Wirrköpfe, die sich sogar dem Smartphone verweigern, ein paar… Ihnen sei Trost: alle vier Jahre werden sie wahrgenommen und auch gleich wieder überstimmt, vom einzig gültigen Leitbild:
Rendite.    Hier alle bisher veröffentlichten Kolumnen                                          (245)              

02. Dezember 2022

 

 

Direkt zum „Bild des Tages“

24. November 2022

 

Neueingang in der Karl-May-Sammlung:

Jahrbuch der KMG 2022


23. Oktober 2022

 

Sammlerecke

 

Die «Sammlerecke» erscheint etwa einmal in drei Wochen.
Sie beleuchtet Probleme, Hinweise, Beurteilungen, Erfahrungen, Tipps etc.aus dem Bereich des Sammelns.
Heute:
23. Oktober 2022

Schätzwert  (038)

(Foto: Schlumpf und Partner, insurance broker)
(Foto: Schlumpf und Partner, insurance broker)

Irgendwann stellt sich die Frage:, wie "wertvoll" ist eine Sammlung. Die Sammler, Betrachter, Aussteller, Versicherer etc. möchten es wissen, oft (bei einer Versicherung zum Beispiel) möglichst genau und - wenn möglich - in Zahlen. Dazu gibt es nur in ganz speziellen Fällen (zum Beispiel beim Goldwert) verbindliche Werte. Für einzelne Sammelgebiete gibt es auch Kataloge mit Preisen (zusammen-gestellt von spezialisierten Händlern). Per Definition ist der Schätzwert "eine angenommene Grösse, die durch Schätzung ermittelt wird). Weiterlesen hier in der «Sammlerecke»

02. Dezember 2022

 

Das Neuste zuerst

22. November 2022

 

Alain Claude Sulzer

 

Doppelleben

Roman

2022, Verlag Galiani, Berlin
290 Seiten. ISBN 978-3-8671-249-9

 

Romane, die ein historische Ereignis oder eine Zeitepoche beleuchten, zählen nicht zu meinen «Lieblingslektüren». Vor allem dann nicht, wenn sie sich akribisch an Vorbilder, Fakten oder Bilder orientieren. Da bleibt meist (zu) wenig Raum für eigene Kreativität in der Vorstellungswelt des Autors, der Autorin. Und ist auch ein (zu) enges Korsett für den Leser, die Leserin. Was ist Beschreibung und Phantasie, der Romanstruktur geschuldet? Und was ist neu formuliertes Abbild einer Wirklichkeit? Ich liebe das Original, auch wenn es nicht mehr erhalten, nicht mehr zugänglich oder nur schlecht dokumentiert ist. In diesem Fall ist alles anders.

Weiterlesen hier

Bild des Tages 02. Dezember 2022   (Bild 3918)

 02. Dezember  2022 - "Ohne die Kälte des Winters gäbe es die Wärme des Frühlings nicht" (Ho Chi Minh)
02. Dezember 2022 - "Ohne die Kälte des Winters gäbe es die Wärme des Frühlings nicht" (Ho Chi Minh)

Seit neun Jahren stelle ich hier täglich ein aktuell aufgenommenes Bild vor, tagebuchartige, bildliche Gedanken zum Tag. In der Regel sind es keine sensationellen Momente, vielmehr Alltagsbeobachtungen und Ausdruck einer Befindlichkeit in einer sich dauernd wandelnden Welt und Zeit. (zurück)
Hier geht es zum Archiv der bisher eingestellten Bilder. Die Aufnahmen sind in der Regel auch auf der Fotoseite Pinterest eingestellt

29. November 2022

 

Rolf Dernen   (Arbeitet bei KARL MAY & Co. -  früher: Bundesministerium für Bildung und Forschung. Lebt in Bonn)

"Es geht bergab. (Seufz!)"

Fast täglich erreichen mich auch Gastbilder, die ich auf meiner Homepage gerne aufnehme. Sie bleiben in der Regel vier bis sieben Tage hier auf der Frontseite als "Gastbeitrag". Nachher verschieben sie sich ins Gästearchivdas weiterhin zugänglich ist.

Liebe Freunde,

liebe Gäste.

Vor gut sechs Jahren habe ich mit dieser Website begonnen, vor allem um meine Sammlertätigkeiten zu koordinieren und die verschiedenen - zum Teil anspruchsvollen -  Sammlungen auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Was mit ein paar Seiten begonnen hat, ist gewachsen und hat sich ständig erweitert. Weit über meine Hobbys hinaus. Sie wird inzwischen täglich sehr rege genutzt, nicht zuletzt  weit über Gespräche unter Sammlern hinaus. Zum Beispiel zur Information, zur Nutzung des Archivs, zur Verbindung mit interessanten Websites. Die einzelnen Bereiche erscheinen auf dieser Frontseite thematisch gut bezeichne, aber nur nach Aktualität geordnet, nach dem Prinzip einer bunten Illustrierten. Die Beiträge bleiben rund einen Monat auf der Einstiegsseite, dann werden sie in die Ressorts verschoben, dort archiviert und immer zu erreichen über die Menüleiste auf der linken Seite. Da muss man sich dann halt durch die immer differenzierter aufgeteilten Seiten "wühlen" oder eben "linken".

Viel Vergnügen wünscht
Peter Züllig, der Sammlerfreak.

Archivierte Themen der letzten Zeit

 

30.07.2022 Gästezimmer:

         Kulturelle An- und Abneigung

29.07.2022 Aufgeschnappt:

         Kulturelle Aneignung, Rassismus

31.07.2022 Gelesen:

         Thomas Raab: Helga räumt auf

31.07.2022 Aufgeschnappt:

         Leserbrief "gendern")

30.07.2022 Karl-May-Festspiele:

         Burgrieden: Winnetou III

21.07.2022 Aufgeschnappt:

         36 Grad und es wird noch heisser

24.07.2022 Bildspaziergang:

         Patrouille France

25.07.2022 Karl-May-Festspiele:

         Bischofswerda: "Old Surehand"

25.06.2022 Gelesen:
         Martin Walker: Tête-à-Tête

08.07.2022 Aufgeschnappt Karl May:

         Website Markus Benz

08.07.2022 Bubikon:

         Auferstehung der "Bubikernews"

03.07.2022 Aufgeschnappt Karl May:

         Indianer

02.07.2022 Weinauktionen:

         Unter dem Hammer

19.076.2022 Bildspaziergang:

         "De Stumpf im Sumpf"

16.06.2022 Neueingang Kunstkataloge:

         Friedrich Dürrenmatt

15.06.2022 Aufgeschnappt Karl May:

         Bad Segeberg: Hinter den Kulissen

13.06.2022 Aufgeschnappt Karl May:

         Der Schuh des Manitou

 


Hier Beiträge der letzten Tage

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel zu finden.      

20. November 2022

 

Bildspaziergang:

 

Heimspiel

 

Der Musikverein Bubikon wieder auf der Bühne.

Die ersten beiden Auftritte nach langer Corona-Pause.

und mit viel, viel Publikum. Es gab auch eine Verabschiedung, mit weinendem und strahlenden Auge. Mit dem Zapfen-streich wurde die Tambourengruppe des Musikvereins nach vielen Jahren der Ausbildung und Entwicklung unter der Leitung von Robert Ziegler aufgelöst. Dafür ist das Jungbläserensemble Rüti-Bubikon auferstanden. Auch das Hobby Musik kennt Generationen-Probleme.


29. Oktober 2022

 

Alan Bennett

 

"Die souveräne Leserin"

2008, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin (deutsche Ausgabe), 115 Seiten, ISBN: 978-3-8031-1254-5,  7. Auflage, aus dem Englischen von Ingo Herzke
Original: 2007, Forelake Ltd.

Leicht, fröhlich, verführerisch, verschmitzt und verdammt hintergründig – ein kleines Juwel, ein Kleinod, eine Kostbarkeit. Nein, kein Edelstein, ein Buch, ein Büchlein, mit wenig über 100 Seiten. Da ist einmal die Idee: eine Monarchin, keine erfundene, Elisabeth II., begegnet dem Buch, der Literatur. Gleichsam auf Nebenwegen, auf einem fiktiven Gartenausflug, mit ihren Hunden in die hintersten Winkel des Palastes. Zwar ein undenkbares, aber theoretisch doch mögliches Fremdgehen Ihrer Majestät. Hier trifft sie das Buch, besser: die Bücher, das Lesen, die Leidenschaft für das Lesen, das Glück des Lesens.

Literatur kann vieles ins Lot, aber ebenso viel in Unordnung bringen, ja ins Chaos stürzen. Sogar das Leben einer Königin, ihr Denken, ihre Pflichten, ihr Handeln. Besonders den Alltag im königlichen Käfig der Rituale und Pflichten.

Weiterlesen hier

28. Oktober 2022

 

Weinauktionen

 

Anfangs November finden in der Regel die grossen Wein-Herbst-Auktionen (Auftakt zum Weihnachtsgeschäft) statt. Dieses Jahr sind es zwei Auktionshäuser in Zürich, die sich an dieser Tradition halten, die anderen beiden Auktionshäuser sind erst später (ende November, anfangs Dezember) an der Reihe. Leider kann ich die ersten beiden Anlässe nur aus der Ferne beobachten und kommentieren. Hier die beiden Termine:

Weinauktion von Franz J. Wermuth
Samstag, 5. November 2022 um 11.30 Uhr (Degustation ab 11.00 Uhr im Hotel Hilton, Glattbrugg/Zürich

WeinBörse (René Gabriel)
Freitag, 11. November 2022 um 09.30 Uhr in Gladys Golf Club Bad Ragaz
Samstag, 12. Novmber 2022 um 09.30 im Hotel Quellenhof, Bad Ragaz


10. September 2020

 

Kreiselkunst

 

Zu den ältesten Rubriken dieser Website gehört  "Kreiselkunst". Angeregt von einem Sammlerfreund,
startete ich hier immer wieder Aufrufe zum bildlichen 
Erfassen von attraktiven, skurrilen, interessanten Verkehrskreiseln. Inzwischen sind es mehr als 100
Verkehrs-Rondellen (mit ganz unterschiedlichem "Schmuck"), die hier vorgestellt wurden. Anfänglich nur mit einem Bild, allmählich
auch mit kleinen Reportagen. Hier geht es zu den bisher vorgestellten Kreisel.

Auf die Idee Verkehrskreisel zu fotografieren, kam schon vor dreissig Jahren der Fotograf Andreas Züst (1947-2000). Erst nach seinem Tod erschien 2003 das Buch "Roundabout", das heute noch  wegweisend ist.

Inzwischen gibt es aber auch mehrere Webseiten zum Thema Kreiselkunst.

Leider sind die Anregungen, Zuschriften und Bilder, die mich anfänglich immer wieder erreicht haben, eher selten geworden. Hier nochmals die Adresse für Hinweise, gerne auch mit Bildern und Angaben (Künstler, Entstehung und Daten etc.)

27. Oktober 2022

 

Schon lange in der Sammlung:

 

Sammlung Metzler
Realien zur Literatur: Band 231
Martin Lowsky; Karl May

Bei der Revision der Karl-May-Sammlung tauchen immer wieder Exponate auf, die schon lange (in diesem Fall seit 2008) in der Sammlung präsent ist. Oder eben "nicht präsent", weil sie sich irgendwo "versteckt" haben, sei es, weil sie nicht richtig eingeordnet, nicht oder falsch registriert wurden oder zum Lesen oder Ausstellen benutzt wurden (und nicht mehr zurückgefunden haben). Im Bestreben die vielfältige Sammlung hier vorzustellen, werde ich ab und zu solche "Findlinge" (ausserhalb der Rubrik "Neu-eingänge" hier vorstellen.

Der Band "Karl May" von Martin Lowsky ist bereits 1987 erschienen, in der Sammlung
Metzler, in der Einführungen und Monografien zu Germanistik, Literatur- und Sprachwissenschaft, Kulturgeschichte und Philosophie von 1961 bis 2007 erschienen sind, insgesamt rund 240 Bände. Der Karl-May-Band galt lange Zeit als ein Standardwerk der Karl May Forschung. Inzwischen ist die Sekundär-literatur zu Karl May so umfangreich geworden, dass sie die Kapazität einer Privat-Sammlung längst überschritten hat. Allein in meiner Sammlung sind es inzwischen 95 Werke, Dabei sind immer wiederkehrende Spezialthemen in eigenen Abteilungen und damit nicht unter dem Oberbegriff "Sekundärliteratur" registriert.

Dr. Martin Lowsky (* 1945)
Dr. Martin Lowsky (* 1945)

Oberstudienrat und Karl-May-Forscher, frühes Mitglied der Karl-May-Gesellschaft, er hat bis 2015 im Redaktionsteam des Jahrbuches der Karl-May-Gesellschaft gearbeitet.

Er hat zahlreiche Arbeiten, auch Bücher, zur deutschen und französischen Literatur veröffentlicht (über Theodor Fontane, Arno Schmidt, Franz Kafka, Joseph Roth, Paul Valéry, Voltaire u. a.) sowie über Fragen der Pädagogik (Erich Fromm) und zum Verhältnis von Mathematik und Literatur. Bis 2013 war er im Schuldienst tätig in Tübingen, Eutin und am Hans-Geiger-Gymnasium in Kiel. Ab 2004 arbeitete er auch am Romanischen Seminar der Universität Kiel in der Redaktion der Zeitschrift Forschungen zu Paul Valéry/Recherches Valéryennes.

Bild: swisstopo
Bild: swisstopo

13. August 2022

 

Kreiselkunst:

 

Kreisel bei Corsier-sur-Vevey
mit Charlie Chaplin

(Google)
(Google)

Wer diesen Kreisel erreicht, und der Spur von Charlie Chaplin folgt, der hat wohl sein Ziel gleich erreicht: "Chaplins World" ist ein 2016 eröffnetes Museum  Corsier-sur-Vevey. Es befindet sich in der denkmalgeschützten Villa Manoir de Ban, die dem britischen Komiker, Schauspieler, Regisseur und Komponisten Charlie Chaplin von 1953 bis zu seinem Tod 1977 als Wohnsitz diente. Es gibt eine ganze Reihe von Statuen des Künstlers, die an vielen Orten und in vielen Stätten stehen.

Statue von John Doubleday
Statue von John Doubleday

 Die berühmteste ist die Londoner-Staue von John Doubleday, 1981 geschaffen, und mit kleinen Abänderung auch in Vevey aufgestellt ist. Die Stadt hat insofern eine besondere Beziehung zu Chaplin, da er in Corsier-sur-Vevey seine letzten Lebensjahre bis zu seinem Tod verbrachte. Fast alle weltweit existierenden Chaplin-Statuen ähneln in Haltung und Gesichtsausdruck der London-/Vevey-Version. Mit einem thematischen Rundgang auf 1850 m² setzen das Manoir de Ban und sein Hollywood-Studio den Humor und die Emotion in Szene, die Charlie Chaplin so sehr am Herzen lagen und die ganze Welt erobert haben. Dank dem Know-how von Grévin begegnet man auf der Besichtigung vielen lebensechten Wachsfiguren. Gross und Klein können nicht umhin, hier Selfies zu machen, sei es mit Charlie Chaplin und «The Kid» – einer berühmten Figur aus einem seiner grössten Filme –, oder mit Einstein, den Chaplin bewunderte. Im «Studio», in dem Londoner Strassenzüge nachgebaut wurden, ist alles vorhanden, damit sich die Besucher in allen Posen vor den berühmtesten Kulissen dieses grossen Meisters der 7. Kunst ablichten können. (Quelle: wiki und chaplins World)

Hier die Beiträge der letzten Wochen

 

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25. Oktober 2022

 

Prof. Dr. Albrecht Götz von Olenhusen

 

Prominenter Karl May Forscher gestorben

 

E war er Jurist und Literat aus Leidenschaft. Er dachte und argumentierte nach strengen Regeln, war aber offen für Kreativität, Ideen, Wege, die nicht im Mainstream liegen.

Prof, Dr. Albrecht Götz von Olenhusen
Prof, Dr. Albrecht Götz von Olenhusen

So hat er immer wieder - auch in mehreren persönlichen Gesprächen - die Leidenschaft des Sammelns (Zitat; "ein wichtiges und einzigartiges Völksein") betont und wollte immer wieder ein Referat und eine Diskussion zu diesem Thema einbringen. Leider ist es nie dazu gekommen. Albrecht Götz von Olenhusen hat immer wieder, in Artikeln, Schriften, Publikationen in die aktuelle Karl-May-Diskussion eingegriffen. Sein letzter grosser Wurf war (zusammen mit Jürgen Seul) die Herausgabe von "Karl May Inferno", eine kriminalgeschichtliche Biografie (2017). Aber auch "Old Shatterhand unter Gangstern", eine Sammlung von ausgewählten Beiträgen Beiträgen zum Thema Karl May. Sie erschienen vornehmlich in den periodischen Publikationen der Karl-May-Gesellschaft (Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft und Karl-May-Nachrichten).

Weiterlesen hier

25. Oktober 2022

 

Historisch-Kritische-Ausgabe:

 

Erzgebirgische Dorfgeschichten
                                   Abteilung 5, Band 9

2022, Karl-May-Verlag, Bamberg/
Radebeul, Herausgegeben von Joachim Biermann und Gunnar Sperveslage, ISBN; 978-3-7802-2093-6
737 Seiten, Am Schluss aktualisierter Editionsplan

Die Historisch-Kritische-Ausgabe der Gesamtwerke von Karl May ist die wichtigste Reihe in der Sammlung. Jedes Jahr erscheinen nur ein bis zwei Bücher nach einem immer wieder leicht abgeän-derten und ergänzten Editionsplan. Im Augenblick sind es gut fünfzig Werke, die in dieser so wichtigen Reihe erschienen sind. Zusätzlich viele Werke bereits in der zweiten (ergänzten) Auflage. 1987 war der Start. Die ursprünglich auf 99 Bände in neun Abteilungen angelegte Edition erschien in verschiedenen Verlagen in unterschiedlichen Ausstattungsvarianten. Seit 2008 sind die drei grossen Institutionen -  Karl-May-Stiftung, Karl-May-Gesellschaft und Karl-May-Verlag -  für die gemeinsame Fortsetzung verantwortlich. Mehrere versierte Mitglieder der Karl-May-Gesellschaft leisten nun die Editionsarbeit, der Karl-May-Verlag hat die Herstellung übernommen und das Karl-May-Museum ist für den Vertrieb verantwortlich. Die Ausstattung der Reihe bleibt unverändert.
Weiterlesen hier

18. Oktober 2022

 

Christine Brand

 

Die Patientin

Kriminalroman

2021, Blanvalet, Penguin Random House, München, 3. Auflage (Erst-veröffentlichung 2020) Taschenbuch, 476 Seiten, ISBN 978-3-7341-1047-4

Vor zwei Jahren war ihr Debüt als Kriminalroman-Autorin, jetzt ist bereits ihr viertes Buch von der Reihe auf dem Markt. Das zweite Werk erschien noch im selben Jahr wie das erste, das vierte in diesem Jahr ("Der Unbekannte", April 2022).
"Die Patientin" ist quasi die Fortsetzung von "Blind", ihren Erstling, den ich bereits  hier besprochen habe. Der "Zweitling" ist häufig (fast immer) eine grosse Heraus-forderung, für die Autorin, den Autor, aber auch für die Leser. Noch bevor man zu lesen beginnt, stellen sich Fragen: "Kann die Spannung gehalten werden?" Oder: "Werden die Erwartungen, die der Vorgänge beim Lesen (bewusst oder un-bewusst) geschaffen hat, auch befriedigt. Kommt dazu eine fast schon programmierte Unsicherheit des Autors nach dem ersten, offensichtlich geglückten Wurf.    Hier weiterlesen

21. Oktober 2022

 

Schweizer Karl-May-Freundeskreis

 
                                    
Neue Website

Mit der letzten Veranstaltung im Jahr 2022 des Schweizer Karl-May-Freundeskreises hat die Gruppe unter der Leitung von Lorenz Hunziker auch eine neue, schlanke Website erhalten. (rechts: Aufnahme  anlässlich der Veranstaltung im Kloster Einsiedeln. Von links nach rechts: Bruder Gerold Zenoni (Referent), Elmar Elbs (Gründer und langjähriger Leiter des Kreises), Lorenz Hunziker (aktueller Leiter). Hier die Website
Gleichzeitig hat auch Lorenz Hunziker eine neue Mail-Adresse aufgeschaltet.

Weitere Informationen zum Thema des Vortrags "Heinrich Bosshard - ein Leben zwischen zwei Welten"

15. Oktober 2022

 

"....wenn ich mich nicht irre, hihi..."

 

Ralf Wolter, alias Sam Hawkens und Hadschi Halef Omar, ist im Alter von 95 Jahren gestorben

 

Es waren seine Paraderollen, eigentlich Nebenfiguren, in den Karl-May-Filmen der Sechzigerjahre. Neben Pierre Brice (Winnetou) und Lex Barker (Old Shatterhand) wurde Ralf Wolter zu Kultfigur einer ganzen Generation.

Wikipedia listet 125 Filme auf und 25 Fernsehproduktionen, in denen Ralf Wolter mitgewirkt hat. Und dies ist nur "eine Auswahl". Zur Kultfigur wurde er aber - bis heute - Sam Hawkens und

Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah. Wer den komplizierten Namen aufsagen konnte, der gehörte dazu, zur Nachkriegsgeneration, die mit den Karl-May-Filmen aufgewachsen ist.

Sam Hawkens (Elastolin-Figur aus den 70er Jahren)
Sam Hawkens (Elastolin-Figur aus den 70er Jahren)

 14. Oktober 2022

 

Die Ernte ist eingefahren

 

Weinernte des Weinguts "Schloss Reichenau". Sie ist vorbei. Seit mehr als zwanzig Jahren bin ich - diesmal nur vier Tage - dabei. Ein grossartiges Erlebnis inmitten der herbstlichen Rebberge. Auch Arbeit: Rutsch, rutsch, die faulen Beeren weg, die hellroten erspäht und weg, Dolde für Dolde gedreht und dann ins Kistchen. Begleitet vom Gedanken, in zwei, drei Jahren einen guten Tropfen im Glas zu haben.

Gian Batista von Tscharner
Gian Batista von Tscharner

Leider geht es - bei mir - nicht mehr gar so rasch und irgendwann beginnt der Rücken zu schmerzen. Und Gichtspuren (Athritis) machen sich beim Halten der Schere bemerkbar. Keine Bange, noch war ich dabei. Und das nächste Jahr? Sehen wir mal! Inzwischen bin ich vom jüngsten Senior-Wimmler zum ältesten mutiert. Gesetz vom Leben und der Zeit. Hier nochmals ein etwas kleiner gewordener Spaziergang durch das "Wimmla" 2022. Die zwanzig früheren Reportagen werde ich in Kürze hier einstellen. Wer Werden und Vergehen dokumentiert sehen möchte, kann sich gelegentlich hier einloggen.

Ein ganz grosser Dank geht an die Winzerfamilie von Tscharner. Auch da hat sich ein Generationenwechsel vollzogen. Die Jungen übernehmen das Zepter. Mit der gleichen Leidenschaft, mit dem gleichen Anspruch auf Qualität. Gut so! Wer den Wein liebt, sucht die Einmaligkeit und die Handschrift im Wein. Das ist in allen Weingebieten so, auch in der Schweiz. Und der landet - irgendwann einmal - am Ort, wo Vorderrhein und Hinterrhein zusammen-fliessen, im Bündnerland auf Schloss Reichenau.

Weiter hier

11. Oktober 2022

 

"Winnetou muss nicht sterben"

 

Berichterstattung über den 26. Kongress der Karl-May- Gesellschaft, vom 06. bis 09. Oktober in München. Einige der Berichte und Kommentare werde ich hier auf der Website veröffentlichen, auch einen Bilderbogen der Tagung und - für Sammlerinnen und Sammler wohl am wichtigsten - viele (vor allem kleinere) "Neueingänge" in meiner Sammlung vorstellen.
Heute hier der Bericht von Harald Eggebrecht, in der "Süddeutschen Zeitung" vom 10. Oktober 2022.  Weiterlesen hier   (Klicken, um den Artikel unten zu vergrössern)

21. September 2022

 

Neuauflage Karl-May-Werk:

 

HKA (Historisch-kritische-Ausgaben)

Dorfgeschichten

 

"Karl May schrieb nicht nur über den "wilden Westen", sondern auch Geschichten über seine eigene Heimat, das Erzgebirge. Diese sind nun im Auftrag der Karl-May-Gesellschaft in Radebeul neu als Buch herausgegeben worden.".

Bericht in der "Sächsischen Zeitung" am 20. September 2022 von  Silvio Kuhnert.

(vergrössern mit Klick auf die Seite oben)

Die aktuelle Diskussion um Karl May und seinen Winnetou beschert dem Verlag und den Freundeskreisen eine hohe Aufmerksamkeit.

Bericht im MDR vom 19. September 2022 im "Sachsenspiegel". Der Beitrag ist noch bis 26. Oktober in der Mediathek von ARD erhältlich. Um den Beitrag zu starten, unten  auf das Buch klicken.

Bereits 1965 hat der Karl-May-Verlag, Bamberg ein wunderschöne Reprint-Ausgabe dieses Erstlings-werks von Karl May herausge-geben. Der Original-Band von  1903 wird heute für rund 200 Euro gehandelt.


20. September 2022

 

Kugelschreiber-Sammlung

 

Rom  (309)

 

Kein Floating-Kugelschreiber wie üblich, sondern ein Dreher mit vier Bildern. Eigentlich gehört er nur als Vorläufer in die Sammlung und als Beispiel älterer (und auch neuerer) Mechanismen bei den Kugelschreibern,

Das Kolosseum, der Trevi-Brunnen, die Engelsburg, der Petersdom

Weiterlesen hier

27. September 2022

 

Viertes Treffen des
Karl-May-Freundeskreises

Samstag: 15. Oktober 2022
im Kloster Einsiedeln

Lorenz Hunziker, der Leiter des Freundes-kreises schreibt: "Liebe Karl-May-Freunde
Der heisse und vor allem trockene Sommer hat einem nassen und kühlen Spätsommer Platz gemacht. Doch wir wollen auch das positiv sehen. Nachdem wir in der letzten Zeit nur negative Schlag-zeilen lesen konnten, füllen sich sich die Stauseen wieder und die französischen AKWs, die fast ganz Europa mit Strom versorgen, können ihre Brennstäbe wieder kühlen. Somit verzögert sich eine allfällige Stromknappheit.Doch nicht verzögern wollen wir unser nächstes Karl-May-Treffen. Gerne lade ich darum ein zum Vortrag von Bruder Gerold „Heinrich Bossard - Schilderungen aus Amerika“ im Kloster Einsiedeln.

Zu einem gemütlichen Zmittag treffen wir uns um 11.30 Uhr im Restaurant Schifflände vis à vis vom Bahnhof Einsiedeln. Nach dem Essen spazieren wir zum Kloster"
Ich bitte um Anmeldung bis zum 09. Oktober 2022                              Lorenz

15. September 2022

 

Neueingang in der Karl-May-Sammlung

Dreissig

Weihnacht- und Neujahrskarten
aus dem Karl-May-Verlag

 

Ein Sammelobjekt, das nur selten in Sammlungen auftaucht, weil es nach Gebrauch in der Regel weggeworfen wird (als Dokument auch wenig Bedeutung hat) und meist als nicht-sammelwürdig eingestuft wird. Doch es sind gerade solche "Kleinigkeiten", welche einiges über den Zeitgeist, die Entwicklung und Schwerpunkte (eines Sammelbereichs) aussagen können. Hier dreissig Neujahrs- und Weihnachtsgrüsse aus den Jahren 1962 bis 2011,

               2000/2001                                   2002/2003                            2003/2002

Dies sind drei Beispiele (Angaben immer Weihnacht und Neujahr) im ähnlichen Stil. Kleine Raritäten, welche eine Sammlung interessant und aussagekräftig werden lassen.

Hier können alle gesammelten 30 Neujahrskarten betrachtet werden (nur die Bildseite)

Hier die Beiträge vor vier Wochen

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel zu finden. 

19. September 2022

 

Alex Campus

Susanna
Roman

2022, Carl Hanser-Verlag, München
286 Seiten, ISBN 978-3-446-27396-2

Endlich wieder einmal ein Buch, das mir gefallen hat. Ob es besser ist, als andere Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe, weiss ich nicht. Es hat mir besser gefallen. Natürlich stelle ich mir sofort die Frage: warum? Gefallen oder nicht gefallen, ist kein griffiges Kriterium einer Buchbesprechung. Aber ein entscheidender Faktor für den Spass. Es ist ein ernstes Buch, das vergnüglich ist und es ist vergnüglich, weil es ernst ist. Seine Ernsthaftigkeit entwickelt sich nicht aus Moralgebärden, vielmehr aus seiner Beiläufigkeit. Geschrieben in einem Stil, in dem kaum Fragen gestellt, sondern Antworten gegeben werden. Verblüffend klar, einfach, logisch. Nahe am Leben, an den Empfindungen, am Gefühl vom Leben. Die Handlungen in einer Kulisse, aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Schilderungen, in der Aussage, durchaus aktuell, zeitnah.

Weiterlesen hier

11, September 2022

 

Nachrichten und Mitteilungen
der Karl-May-Gesellschaft

Ausgaben Nr. 213

 

Soeben erschienen, die zwei Publikationen (Mitteilungen und Nachrichten) der Karl-May-Gesellschaft. Sie enthalten (wie immer) wertvolle Ergänzungen und Aufsätze zum aktuellen Stand der Karl-May-Forschung (Mitteilungen) und Nachrichten zum den Aktivitäten der KMG, des Verlags und der beiden Karl-May-Stätten, Museum Radebeul und Karl-May-Haus Hohenstein-Ernstthal, wie auch Besprechungen der neusten Publikationen rund um Karl May.


14. September 2022

 

Ausstellungskatalog:

 

Mondrian Evolution      (066)

 

Ausstellung in der Fondation Beyeler, Riehen/Basel vom 05. Juni  bis
09, Oktober 2022

264 Seiten mit 308 Abbildungen
ISBN 978-3-7757-5236-7

"Anlässlich des 150. Geburtstags des Künstlers widmet die Fondation Beyeler dem niederländischen Maler Piet Mondrian eine umfassende Ausstellung. Als einer der bedeutendsten Künstler der Avantgarde-Bewegung hat er die Entwicklung der Malerei von der Figuration zur Abstraktion massgebend geprägt. Mondrians frühes Werk wird von der niederländischen Landschaftsmalerei des späten 19. Jahrhunderts bestimmt, aber auch Symbolismus und Kubismus waren von grosser Bedeutung für ihn. Erst ab Anfang der 1920er Jahre konzentriert sich der Künstler auf eine komplett gegenstandslose Bildsprache, die sich auf die rechtwinklige Anordnung von schwarzen Linien mit Flächen in Weiss und den drei Grundfarben Blau, Rot und Gelb beschränkt.

Während die Sammlung der Fondation Beyeler vor allem Bilder aus den späteren Schaffensphasen Mondrians beinhaltet, liegt der Fokus dieser Ausstellung auf Werken, welche Mondrians künstlerische Entwicklung bis in die zwanziger Jahre und die stilistische Entstehung seines Spätwerks beleuchtet. In einzelnen Kapiteln werden Motive wie Windmühlen, Dünen und das Meer, sich im Wasser spiegelnde Bauernhöfe und Pflanzen in verschiedenen Abstraktionsstufen behandelt.

«Mondrian» wird gemeinsam von der Fondation Beyeler und K20, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf organisiert."  Weiterlesen hier

10. September 2022

 

Zeichnungen von Harald Naegeli in der
Kapelle St. Martin, Insel Ufenau

 

Dämonie aus dem Unbewussten -
Bildzyklus der Vergänglichkeit

Ausstellung Mai bis Oktober 2022

2022, Kloster Einsiedeln

104 Seiten, ISBN 978-3-9525663-0-5

"Zwischen 2014 und 2018 schuf der Zürcher Künstler Harald Naegeli (*1939) den Bilderzyklus «Dämonie aus dem Unbewussten». In der Kapelle St. Martin sind die 37 Zeichnungen dieses «Bilderzyklus der Vergänglichkeit» erstmals öffentlich zu sehen.Schauplatz der Ausstellung ist die Kapelle St. Martin. Als Fries gehängt, bilden Naegelis Werke in teils verstörender Bildsprache und düsterer Symbolik einen Kontrast, aber auch eine Vertiefung und Ergänzung der mittelalterlichen Malereien." (Quelle: Ausstellungskatalog) Der «Ufnauer Totentanz» ist moderner Ausdruck der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Totentanztradition. Eine Tradition, die sich auch durch Naegelis Schaffen zieht und hervorragend die auf die Insel Ufnau passt, mit deren Kirche und Kapelle, mit Friedhof, Grabmalen und Beinhaus.Weiterlesen hier

02. September 2022

 

Gelesen:

 Thomas Hürlimann

"Der Rote Diamant"

Roman

2022, Fischer Verlag Frankfurt a.M.
317 Seiten, ISBN 978-3-10-397071-5

<!-- [if gte mso 9]> Was wird nicht alles herbeizitiert, um Thomas Hürlimanns neuesten Roman zu deuten: Thomas Bernard, Umberto Eco, Robert Musil, Hermann Hesse, Dan Brown, natürlich auch Figuren – Schüler und Lehrer - rund um Harry Potter, darunter natürlich auch Lord Voldemort. Ich hasse solche literarischen Abgrenzungen, Vergleiche und Zuordnungen. Literarisches Hochgebet, kaum hilfreicher als eine Religion, wie sie im Roman als stockkonservativer Katholizismus gegeisselt wird. Ich erinnere mich an meine eigene Internatszeit – zehn Jahre früher als der Autor – in einer anderen Schule, weit höher gelegen als Hürlimanns Stift «Maria zum Schnee». Da war ich Zögling 155 – zwar auf jedem Kleidungsstück festgehalten – doch im Internatsleben (ausser in der Wäscherei) ohne jede Bedeutung. Anders in der «Erziehungsanstalt Maria zum Schnee», wo Zöglinge mit Nummern bezeichnet, eingeteilt und angesprochen werden. Dieses Beispiel zeigt, wie stark der Autor die Welt überspitzt darstellt, zuweilen karikiert und sogar veräppelt.   Weiterlesen hier

»Der junge Häuptling Winnetou« Foto:  Leonine / picture alliance
»Der junge Häuptling Winnetou« Foto: Leonine / picture alliance

07. September 2022

 

12000 Unterschriften für Karl May!

 

Der Vorsitzende der KMG (Karl-May-Gesellschaft, Florian Schleburg, zum Offenen Brief  "Gegen die Abschaffung Winnetous":

"Der Offene Brief, in dem sich Karl-May-Gesellschaft und Karl-May-Stiftung gegen eine pauschale Abqualifikation Karl Mays und für eine differenzierte Auseinandersetzung mit historischen Texten aussprechen, hat innerhalb von zehn Tagen mehr als 12000 Unterstützer und Unterstützerinnen gefunden.

Wir danken allen, die mit ihrer Unterschrift bekundet haben, dass Karl May, seine Imaginationswelten und seine Figuren nicht ›erledigt‹, sondern ein wertvoller Bestandteil des kulturellen Bewusstseins sind.

Die in der Kommentarspalte der Unterschriftenliste geäusserten Meinungen entsprechen nicht unbedingt der Auffassung der Initiatoren, zeigen aber unmissverständlich, dass Karl May bei einer riesigen Leserschaft Neugier, Toleranz und Sympathie für aussereuropäische Kulturen geweckt hat und dass ein grosses gesellschaftliches Interesse an einer ausgewogenen, faktenbasierten Diskussion über den Autor und sein Werk besteht. Hierfür werden sich Karl-May-Gesellschaft und Karl-May-Stiftung, ihren Satzungen gemäss, weiterhin einsetzen."    Hier geht es zum offenen Brief und zu den Unterschriften

406.925 Zuschauer und Zuschauerinnen hätten die Aufführungen in diesem Jahr besucht. Der bisherige Rekord war 2019 bei dem Stück "Unter Geiern - Der Sohn des Bärenjägers" mit knapp über 402.000 Fans aufgestellt worden. Nächstes Jahr wird "Winnetou I - Blutsbrüder" gezeigt, wieder mit Alexander Klaws in der Titelrolle.


In der Abschlussszene konnte sich Old Shatterhand (Sascha Gluth) eine Spitze zur derzeitigen Winnetou-Debatte nicht verkneifen. Er trennte sich von seinem Blutsbruder und erklärte, sein Weg führe ihn jetzt nach Deutschland zurück. "Ich werde in Büchern über unsere Abenteuer berichten, ausser bei Ravensburger, die haben irgendein Problem mit uns", rief er zu lautem Applaus des Publikums. (Quelle: dpa)

06. September 2022

 

Weinauktion in Zürich

 

Denz Aktion 281

 

Donnerstag, 08. September 2022
um 17.00 Uhr im Hotel Widder, Zürich

(16.30 Uhr Degustation mit Auktionsustern)

Kaum bahnt sich der Herbst seinen Weg, finden auch die Weinauktionen wieder statt, In Zürich sind es vier Auktions-häuser, die Weine auf Auktionen anbieten. Den Auftakt machen die Denz-Weine und zwar - nicht wie üblich - am Samstag (Morgen/Nachmittag), sondern am Donnerstag, gegen Abend (17.00) und zwar im Hotel Widder (mitten in der Stadt). An diesen frühen Herbstauktionen werden jeweils die Nachfrage und die Preise für das Weihnachtsgeschäft sondiert. Es scheint, dass sich die - ohnehin schon hohen Preise - halten oder sogar noch steigen. Ich werde berichten, auch über die anderen Auktionen (die Daten erscheinen auch hier in den nächsten Tagen, zusammen mit einer Analyse des Auftakts zum Wein-Auktions-Herbst. Der Katalog der Denz-Auktion ist hier herunterzuladen.

281_Katalog_PDF(3).pdf
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01. September 2022

 

Aufgeschnappt im "Deutschlandfunk" vom
01. September 2o22 von Christoph Heinemann

Winnetou im Tal des Shitstorms:
Zu recht? 
Interview mit Volker Depkat

Die Diskussion über den Rückzug von Karl-May-Filmbegleitbücher des Ravensburger-Verlags hat sich längst zum Shitstorm entwickelt. Ich halte mich - hier auf meiner Website - zurück, denn es gibt auch für einen Sammler noch ein paar wichtigere Themen.

Trotzdem möchte ich den Erwartungen und angestrebten Aktualität Genüge tun und fundierte
Beiträge zum Thema hier aufnehmen. Heute ein Interview mit Prof. Dr, Depkat, Historiker und Professor für Amerikanistik an der Universität Regensburg. Hier das Interview

29. August 2022

 

Neueingang Floating-Kugelschreiber

 

Zoo am Meer, Bremerhaven (308)

(Bild: Tuxyso / Wikimedia Commons)
(Bild: Tuxyso / Wikimedia Commons)

"Im Jahre 1912 – Bremerhaven ging es Dank Fischerei und Schifffahrt recht gut – sollte für die Dampfer des Norddeutschen Lloyd eine neue Anlagestelle errichtet werden. Eine Wartehalle mit Restaurant und Fischkosthalle sowie ein Aquarium als Anziehungspunkt waren geplant. Die Deputation für Häfen und Eisenbahnen in Bremen stimmte zu, und so entstand die Strandhalle mit dem Nordsee-Aquarium als Keimzelle des Zoo am Meer."  Weiterlesen hier

27. August 2022

 

Christine Brand


Blind (Kriminalroman)

 

2020, Verlag Blanvalet, München    Taschenbuch, Seiten: 448

ISBN: 978-3-7341-0620-0

Die Autorin – einst Journalistin, kurzzeitig auch Kollegin bei SRF – faszinierte mich weit mehr als ihr Roman. Als Aussteigerin hat sie das getan, was viele Journa-listinnen und Journalisten gerne tun würden, frei-sein, weg vom täglichen Zeitdruck, von der Verpflichtung dauernd liefern zu müssen. Die meisten flüchten dann zu längeren Filmen, Dokumenta-tionen, Reiseberichten bis hin, zumeist quälerischen Selbstdarstellungen. Christine Brand hat einen Weg gewählt, der zwar naheliegend, aber nicht üblich ist: Das Schreiben von Büchern; genauer von Krimis. Die Literaturszene ist nicht gerade das, was – zumindest in der Schweiz – materiellen Erfolg versprechen kann. Da muss man es schon bis zum vagen Begriff «Bestseller» bringen, und zwar möglichst rasch. Da bleibt nicht viel Zeit für Südsee- und andere Weltsehnsucht. Ob es Journalistin Brand wirklich geschafft hat, weiss ich nicht.

Weiterlesen hier

28. August 2022

 

Ist Winnetou erledigt?

 

Noch nie seit Jahrzehnten war Karl May und seine Fantasiewelt so sehr "im Gespräch", wie im Augenblick. Es gibt kaum ein Medium, das sich nicht ausführlich mit der Frage von "kultureller Aneignung" und "rassistischer" Denkweise befasst. Der Ravensburger-Verlag hat mit seiner Verbannung, der von ihm verlegten Kinderbücher zum soeben gestarteten Winnetou-Film (eine Lausbuben-geschichte) die Kontroverse losgetreten. Eine Meisterleistung eines "sich als pädagogisches Gewissen" aufspielenden Verlag.

Es ist einfach nicht möglich, all die (guten und weniger guten) Beiträge (seien es Artikel, Radio- oder Fernsehbeiträge, lange und kurze Anmerkungen in den Social-Media) zum Thema Rassismus hier aufzunehmen. Ich beschränke mich auf die Stellungnahme (Offener Brief) der KMG (Karl-May-Gesellschaft) verbunden mit der Unterschriftensammlung (Petition)

Offener Brief der KMG

Dazu füge ich das Interview mit dem Vorsitzenden der KMG, Dr. Florian Schleburg, an, das im Deutschlandfunk, Kultur, am 25. August 2022 ausgestrahlt wurde. Hier noch die Gedanken von Lorenz Hunziker, Leiter des Schweizer Karl-May-Freundeskreises.

Hier die Beiträge, die deutlich älter
sind als vier Wochen

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel zu finden. 

29. August 2022

 

Aufgeschnappt auf Focus online am
27. August 2022

27. August 2022

 

Neueingang Kunstkataloge

 

"Und morgen nach Murnau!"

 

Meisterwerke von Gabriele Münter und
                                              Wassily Kandinsky aus Privatsammlungen

Ausstellung vom 06. Juli bis 09. Oktober 2022 im Schlossmuseum Murnau (DE)
"Ein russischer Jurist, Künstler sowie Kunstlehrer und eine deutsche Kunststudentin – ein unkonventionelles wie modernes Paar, das sich das erste Mal in der Klasse eines Malunterrichts begegnete. Sie 25 Jahre alt, er 36. Zwei Künstler, die wenig später, jeder für sich, aber gerade aus der Entwicklung der gemeinsamen Schaffenszeit heraus, internationale Kunstgeschichte schrieben.
1908 besuchten sie Murnau als Gäste und von 1909 bis 1914 bewohnten sie überwiegend in den Sommermonaten gemeinsam das von Gabriele Münter gekaufte Haus in der Kottmüllerallee. Am Ende standen Trennung und langwierige Auseinandersetzungen, die sich noch heute allzu oft biografisch-anekdotisch in den Vordergrund schieben und die grossartigen Impulse dieser aussergewöhnlichen Zusammenarbeit hin zum künstlerischen Wendepunkt in der Malerei oftmals verdecken." (Quelle: https://schlossmuseum-murnau.de)   Weiterlesen hier

25. August 2022

 

Neueingang Kleinkrippen:

 

Bayrisch bekleidete Lang-Krippe
holzgeschnitzt in Oberammergau

Die Firma Lang ist die älteste Manufaktur im berühmten "Herrgottschnitzer-Dorf" Oberammergau (Bayern). Sie wurde bereits im Jahre 1775 gegründet und steht beispielhaft für die überlieferte Volkskunst. Bei diesen beweglichen, bekleideten Krippenfiguren sind Kopf, Hände, Füße aus Holz geschnitzt und handbemalt, der Körper unter der Kleidung besteht aus Kunststoff, in den Gliedern leicht biegsamer Draht. Die Figuren von Erwachsenen sind 16 cm hoch, bayrisch bekleidet. Die Krippe und die Tiere im richtigen Grössenverhältnis zur Figur bearbeitet und bemalt. 11 Figuren, frei zusammengestellt.

Weiterlesen hier

23. August 2022

 

Aufgeschnappt im TagesAnzeiger vom 22. August 2022

 

«Gefühle anderer verletzt»: Verlag zieht Winnetou-Bücher zurück

 

(Bild: Ravensburger Verlagsprogramm)
(Bild: Ravensburger Verlagsprogramm)

"Ein Rückzieher des Ravensburger Verlages bei einem Winnetou-Kinderbuch sorgt für Diskussionen. Wie ein Unternehmenssprecher am Montag bestätigte, wurde die Auslieferung des Buchs aufgrund «verharmlosender Klischees» über die Behandlung der indigenen Bevölkerung in dem Werk bereits gestoppt. Zuvor hatte der Verlag den Schritt in einem Onlinenetzwerk angekündigt und mit «den vielen negativen Rückmeldungen» zu dem Buch «Der junge Häuptling Winnetou» begründet. Mehrere Medien berichteten darüber...."

Damit hat ein entfesselter Woke-Mob auch Winnetou und damit die imaginäre Karl-May-Welt erreicht. Eigentlich war dies absehbar.

Dass ausgerechnet der Ravensburger-Verlag Auslöser dieser Empörungswelle ist, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Hat doch der Ravensburger-Verlag über Jahre (70er und 80er Jahre) Karl-May-Spiele und Karl-May-Romanhefte herausgegeben, die heute Sammelwert haben. Auch wenn er inzwischen neu aufgestellt ist, wäre es schön, die eigene Geschichte nicht ganz zu vergessen.  Weiterlesen hier

19. August 2022

 

Gesehen:

Passionsspiele

Oberammergau

Die Frage liegt auf der Hand - oder eben im Raum. Was macht die Oberamme-rgauer Passionsspiele so erfolgreich. 103 Vorstellungen, mehr als 4000 Plätze, meist ausverkauft, knapp fünf Monate Spielzeit, rund eine halbe Million Zuschauerinnen und Zuschauer, 2100 Akteure auf, vor und hinter der Bühne, 20 Hauptrollen, doppelt besetzt, 60 Instrumentalisten und ein Chor mit 65 Sängerinnen und Sängern… ein Riesenspektakel, das Gefahr läuft, Disney-Dimensionen anzunehmen. Wenn dies nicht der Fall ist (oder nur ganz am Rande), dann sind drei wichtige Faktoren, die das Theater-Ereignis so,  besonders machen: die historische Einbettung, die örtliche, zeitliche und personelle Einschränkung und die Vertrautheit mit dem Inhalt der Geschichte, die für jeden sein eigenes Weltbild spiegelt, als Heilslehre, Legende, Märchen, Wahrheit, Lüge, als ein Stück Kultur, Ausdruck der «Volksseele», Zeugnis des Glaubens oder Irrglaubens, historische Kulisse oder Zerrbild…
Egal, ob Gläubiger oder Agnostiker, ob Mitglied einer religiösen Gemeinschaft oder Atheist, ob an Kultur interessiert oder nicht, jeder kennt – in unserm Kulturkreis – die Passionsgeschichte. Sie ist eingedrungen in die Sprache, die Erzählung, die Kunst, die Literatur, die Kommunikation, in die Wertvorstellung und Lebensentwürfe der Menschen, negativ oder positiv, unbemerkt oder wahrgenommen, abgelehnt oder angeeignet.

Weiterlesen hier

19. August 2022

 

Neueingang Kugelschreiber:

 

Schloss Marienburg    (307)

 

Das Schloss Marienburg ist eine historistische Schlossanlage, die König Georg V. von Hannover von 1858 bis 1869[ als Sommerresidenz, Jagdschloss und späteren Witwensitz auf dem Marienberg in Pattensen (Region Hannover) erbauen liess. (Quelle: wikipedia)

Die Schlossanlage trägt den Namen der letzten Königin von Hannover. König Georg V. schenkte seiner Frau das Schloss zu ihrem 39. Geburtstag. Sie und ihre Tochter Mary bewohnten es in den Jahren 1866 bis 1867. Doch das Königreich Hannover verlor an der Seite Österreichs den Krieg gegen Preussen (Preußischen Annexionen). In der Folge wurde das Konigreich Hannover aufgelöst. Königin Marie ging 1967 ins Exil und kam nie mehr ins Schloss zurück, . Die Königin verstarb 1907 im Exil in Gmunden (Oberösterreich). Das Schloss verblieb im Familienbesitz der Welfen, bis es 2019 es eine eigens dafür gegründete Stiftung übernahm, mit der Aufgabe es zu renovieren und ganz Öffentlichkeit zugänglich zu machen, Weiterlesen hier

22. Juni 2021

 

In eigener Sache:

 

Verkehrskreisel

 

Vor sieben Jahren, am 27. Februar 2015, habe ich diese Rubrik auf meiner Website eingerichtet. Zuerst nur mit einem Foto eines Kreisels, später mit Beschreibungen, Situierung und  oft auch mit einer Würdigung des Künstlers. 86 Kreisel sind es geworden. Die Anregung stammt von meinem langjährigen Freund Hans Weiss (täglicher Wettstreit um das "Bild des Tages"), der auch viele gute Aufnahmen selber beigesteuert hat.

Die nicht ganz ungefährliche Fotografiererei mitten im Verkehr wurde ihm allmählich zu mühsam (und gefährlich), sodass ich die meisten Kreisel selber aufnehmen musste. Vor etwas mehr als einem halben Jahr ist nun Hans gestorben. Sein letztes Bild stammt von seiner Fahrt zum Pflegeheim. Zudem kam "Corona", welche die "Beweglichkeit" auch für Chronisten stark eingeschränkt hat. So ist dieser Rubrik nicht nur eingeschlafen, sogar fast "mitgestorben". In Andenken an meinen Freund möchte ich die Rubrik, die Hans angeregt und bis zum Schluss begeistert hat, weiterführen, denn auch ihm waren gut gestaltete Kreisel eine Freude. Vielleicht lässt auch Corona die Bildspaziergänge wieder häufiger zu.