Freuden und Leiden eines Sammlers

25. September 2020

Rubrik "Getrunken"

Diese Rubrik - früher fast täglich, heute etwa wöchentlich - ist  auch auf der frei zugänglichen Facebook-Seite "Wein im Gepäck" abzurufen und kann da kommentiert werden.

Benaco Bresciano, Cascina Belmonte: Naturae Riesling/Manzoni 2018, Bio, vegan, Lombardei, Muscoline, Gardasee, Italien

25 September 2020

      

 

Direkt zum Bild des Tages

20. September 2020

 

In eigener Sache:

 

Familiensilber verscherbeln

von Peter Züllig

 

Es war mein Vorsatz, ein mir selber gegebenes Versprechen, fast schon ein Gelübte: Nach meinem Austritt – nach gut vierzig Jahre gestalterische Arbeit - beim Schweizer Fernsehen (SRF) – nichts über meinen früheren Arbeitgeber und seine «Programmpolitik» zu schreiben, weder Gutes noch Schlechtes. Eine nächste Generation, macht es eben anders, vielleicht besser, vielleicht auch nicht. Doch jetzt, wo das «Familiensilber», das in fünfzig Jahren erarbeitet, entwickelt und angeschafft wurde, sinnlos verscherbelt wird, kann ich nicht mehr schweigen. Es war meine Aufgabe – in den letzten zehn, zwanzig Berufsjahren – zu analysieren, zu beurteilen, zu beraten. Wenn ich jetzt vom verscherbelten «Familiensilber» rede, dann meine ich das, was man - in der Wirtschaftslehre – mit «Kernkompetenz» bezeichnet. Das ist – für ein öffentlich-rechtliches Fernsehen – vor allem Glaubwürdigkeit durch gekonntes Erzählen in Bildern, mit Tönen und (schon rein zeitlich begrenztem) Text. Nur so können Inhalte, verständlich, erlebbar und glaubwürdig über ein audio-visuelles Medium gebracht werden (egal ob Fernsehen, Computer oder Smartphone – ob linear, zeitverschoben oder interaktiv). Im spannenden Erzählen – nicht im blossen Aufzählen, Berichten, Erklären, Berichten – besteht die «Kernkompetenz», das «Familiensilber» des Fernsehens. Und das kann nicht einfach im schicken, modischen Store gekauft werden. Erzählen ist ein Können von Autoren/Autorinnen, ist das Zusammenwachsen von Bild, Ton und Text (Reihenfolge beachten!) zu präzisen, erlebbaren Aussagen. Für den Film wurde dies mit unglaublich viel Aufwand (und Kosten) in den letzten hundert Jahren erarbeitet, entwickelt, und den neuen Techniken immer wieder angepasst. Auch im Alltagsmedium Fernsehen hat man (in den gut fünfzig Jahren) einen ähnlichen Prozess durchlaufen, ein Können und Wissen und Gestalten entwickelt, das Silber (eigentlich Gold) wert ist. Genau das wird aber – unter dem Trugschluss konkurrenzfähig zu bleiben – in atemloser Gehetztheit – vernachlässigt, zum Fenster hinausgeworfen und verscherbelt. Anstatt Autoren gibt es nun Producer. Sie produzieren Inhalte, anstatt dass sie diese so umsetzen, das sie erlebbar sind.

Die bisher hier veröffentlichten Kolumnen


25. September 2020

 

 

Das Neuste zuerst

19. Septembr 2020

 

Unzulänglichkeiten

 

Es ist nicht immer nur die Technik, die nicht das macht, was man will und mit dem man sich in den letzten Jahren "angefreundet" hat. Auch der Betrieb dieser Website ist den Gesetzen der "Updates" ausgesetzt. Da läuft einiges nicht ganz rund. Vor allem wenn man nicht zuhause am "vertrauten", sondern von irgendeiner technischen Errungenschaft (sei es ein Smartphone oder Tablet oder...) die Homepage aktualisiert. Da gibt es Grenzen und Unzulänglichkeiten. Vor allem im Bereich der aktuellen Präsentation. Der Anspruch, jeden Tag Neues zu bieten (vom Bild des Tages angefangen bis zu den verschiedenen Rubriken) lässt sich einfach nicht immer verwirklichen. Dazu kommen die eigene Unzulänglichkeiten. Rasch geht etwas vergessen, ein oder mehrere Buchstaben werden "verschluckt" oder Links nicht erneuert. Gute Vorsätze sind - wie immer - rasch gemacht, ob es "klappt, werden wir sehen.". Also: sorry!

25. September 2020

 

Schweizer Karl May Freundeskreis

 

Veranstaltung abgesagt!

Auch der zweite Anlauf eines Treffens im Schweizer Karl May Freundeskreis - am 03. Oktober in Rapperswil, mit einem Vortrag von Elmar Elbs, muss wieder verschoben werden. Lorenz Hunziker schreibt:"Die Corona-Massnahmen haben uns fest im Griff und lassen kein Vereinsleben aufkommen.Darum sehe ich mich gezwungen euch mitzuteilen, dass der Anlass vom 3. Oktober nicht statt finden wird. Der Vortrag von Elmar über „3 Jahre Winnetou in Engelberg“ wird zu einem günstigeren Zeitpunkt, hoffentlich schon 2021 durchgeführt.

Lieber Gruess
Lorenz"

24. September 2020

 

Publikationen der KMG

 

KMG - Nachrichten und

Mitteilungen

Nr. 205 - September 2020 - 3. Quartal

 

Vier Mal im Jahr erscheint auch hier der Hinweis auf die beiden periodischen Publikationen der KMG (Karl-May-Gesellschaft). Eigentlich ein Ritual, doch mehr als das: Inhaltsangaben der beiden Hefte (nut Autoren und Autorinnen), aber auch Hinweise auf wichtige Publikationen und "Aktualitäten" im Umfeld von Karl May. Vieles davon würde kaum beachtet werde von den Karl-May-Freunden, die nicht Mitglieder der KMG sind. Und das sind viele Nutzer dieser Website. Es ist nicht erstaunlich (angesichts der Ereignisse rund um das Geschehen im Karl-May-Museum in Radebeul, dass das Intro zu den KMG-Nachrichten den Titel hat: "Krisenzeiten und Lichtblicke". Aber auch in den Mitteilungen der KMG gibt es etwas zu "feiern". Das erste "Lagerfeuer" des Schweizer Karl-May-Freundekreises mit dem Thema "Der Skalp von Ribannas Mörder sei mein!" (Autor: Lorenz Hunziiker) wird in dieser Ausgabe übernommen. Hier der Link zu den Nachrichten und Nachrichten

23. September 2020

 

Sascha Schneider

Bildhauer, Maler, Professor


Vor 150 Jahren (1870) geboren. Er ist auch als Illustrator der Deckelbildern von 33 Karl-May-Werke bekannt geworden.

 

Sascha Schneider ist bis heute sehr umstritten (auch in der Karl-May-Szene), weil er sich als homosexuelle bekannte und auch seine Illustrationen starke homoerotischen Züge haben. Die Freundschaft mit Karl May

hat - angestossen durch das Buch von Arno Schmidt "Sitra und der Weg dorthin" (1963) - eine lebhafte Diskussion ausge-löst, die bis heute immer wieder aufflammt: "War auch Karl May schwul"? Unter viele Indizien (und Konstruktionen) gilt auch das Bild (rechts), die händchen-haltenden beiden Männer (May und Schneider) als Hinweis. Soeben hat die "alte Diskussion" zu einem Eklat bei der Karl-May-Stiftung geführt und letztlich auch zum Wegzug des Leiters des Karl-May-Museums in Radebeul, weil eine neue Arbeit einer amerikanischen Professorin in der Museumszeitung nicht erscheinen durfte, "weil er dem Gerücht, May sei homosexuell gewesen, neue Nahrung geben" könne.

Die Literatur zum Thema Sascha Schneider und Karl May ist inzwischen recht umfangreich. Der Karl May Verlag hat im Rahmen der Briefwechsel von Karl May eine umfassende Dokumentation zur Beziehung der beiden Künstler herausgegeben. Und die Studie von Arno Schmid hat bereits 1973 "Eine notwendige Klarstellung" von Heinz Stolte und Gerhard Klussmeier erfahren. (Hansa Verlag, Hamburg). Die Karl-May-Bücher mit den Deckel-Bildern wurden auch neue aufgelegt (Reprint), weil die Original-Ausgaben inzwischen rar und (antiquarisch) sehr teuer sind. (Hier "Weihnacht", mein neuster Erwerb einer Original-Sascha Schneider Ausgabe)

Aus Anlass des 150. Geburtsdatums von Sascha Schneider (21. September 1870) ist auf der Website queer.de (Zentralorgan der Homo-Lobby) ein ausgezeichneter Beitrag von Erwin In het Panhuis erschienen, gut recherchiert und - was leider selten ist - sehr gut "verlinkt". Titel:  "Karl Mays ziemlich offen schwuler Künstlerfreund". Weil darin sehr viele Bilder, Dokumente, "Links" zu Videos, Ausstellungen und Publikationen enthalten sind, werde ich hier darauf zurückkommen

Bild des Tages 25. September 2020 (Bild 3103)

25. September 2020 - Sxhutzbedürtig ?
25. September 2020 - Sxhutzbedürtig ?

Seit acht Jahren stelle ich hier täglich ein aktuell aufgenommenes Bild vor, tagebuchartige, bildliche Gedanken zum Tag. In der Regel sind es keine sensationellen Momente, vielmehr Alltagsbeobachtungen und Ausdruck einer Befindlichkeit in einer sich dauernd wandelnden Welt und Zeit.
Hier geht es zum Archiv der bisher eingestellten Bilder. Die Aufnahmen sind in der Regel auch auf der Fotoseite Pinterest eingestellt

Hier zeige ich - so quasi im "Bilderwettstreit" - das Bild des Tages von Hans Weiss, Flawil, der - wie ich - jeden Tag mit dem Fotoapparat unterwegs ist und dies auch auf seiner eigenen
Website 
Book-Hunter dokumentiert.

Heute hatte ich meine liebe Mühe 6 freilaufende Landeier auf dem Hof einzufangen für CHF 3,60.  (Foto: Hans Weiss, Flawil SG)
Heute hatte ich meine liebe Mühe 6 freilaufende Landeier auf dem Hof einzufangen für CHF 3,60. (Foto: Hans Weiss, Flawil SG)

23. September 2020

 

Stefan Schwytz  (Anwalt, Weinfreund, Konsdtanz)

 

"Music and wine"

Fast täglich erreichen mich auch Gastbilder, die ich auf meiner Homepage gerne aufnehme. Sie bleiben in der Regel vier bis sieben Tage hier auf der Frontseite als "Gastbeitrag". Nachher verschieben sie sich ins Gästearchivdas weiterhin zugänglich ist.

Liebe Freunde,

liebe Gäste.

Vor gut sechs Jahren habe ich mit dieser Website begonnen, vor allem um meine Sammlertätigkeiten zu koordinieren und die verschiedenen - zum Teil anspruchsvollen -  Sammlungen auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Was mit ein paar Seiten begonnen hat, ist gewachsen und hat sich ständig erweitert. Weit über meine Hobbys hinaus. Sie wird inzwische n täglich sehr rege genutzt, nicht zuletzt  weit über Gespräche unter Sammlern hinaus. Zum Beispiel zur Information, zur Nutzung des Archivs, zur Verbindung mit interessanten Websites. Die einzelnen Bereiche erscheinen auf dieser Frontseite thematisch gut bezeichne, aber nur nach Aktualität geordnet, nach dem Prinzip einer bunten Illustrierten. Die Beiträge bleiben rund einen Monat auf der Einstiegsseite, dann werden sie in die Ressorts verschoben, dort archiviert und immer zu erreichen über die Menüleiste auf der linken Seite. Da muss man sich dann halt durch die immer differenzierter aufgeteilten Seiten "wühlen" oder eben "linken".

Viel Vergnügen wünscht
Peter Züllig, der Sammlerfreak.

 

Aktueller Schwerpunkt:

Zeitdokumente: Aus dem Archiv meines Vaters

 

Link zu den vorgestellten "Weinen des Tages"

Archivierte Themen der letzten Z

 

01.08.202: Karl May Freilichtaufführungen:

          Bericht von Elmar Elbs

29.07.2020 Karl May:

          Diskusionsforum Café el Kahira

25.07.2020: Echo:

          Joe Burkers Einaug

24.07.2020 Kultur:

          Cécile Marti Komponistin

23.07.2020 Kollektives Bewusstsein:

          Karl May im Kreuzworträtsel

19.07.2020 Bordeaux 2019:

          Subskription

20.07.2020 Gästezimmer:

          Das Glück des Fotografen

18.07.2020  Karl May:

          Der Benediktiner Ansgar Pöllmann

         Wein des Tages

Diese kleine Rubrik fällt in Zukunf aus. Einige der hier zitierten Weinfreunde, haben sich daran gestört, dass sie hier auf dieser Website zitiert und ihre Tipps (nur positive) anderen Sammlern zugänglich gemacht wurden. Schade! Doch die kleine Dienstleistung kostete mir viel Zeit und bedeutete oft auch grossen Aufwand (fehlende Angaben, falsche Zuordnung, ungenaue Bezeichnungen etc.). In dieser kleinen Rubrik - nie länger und grösser als heute - wurden immerhin etwa 1'000 Weine "vorgestellt", nie zweimal der gleiche Wein. Ich - und wohl auch die Nutzer dieser Website - sind allen dankbar für diese  vielen und guten Tipps.

Peter Züllig, Sammler und Weinfreund.

Hier meine Erklärung zu Sinn und Zweck dieser Rubrik.


Hier Beiträge der letzten Tage

 

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21. September 2020

 

"Zwei Spuren im Schnee"

 

Zur Dokumentation
"Vico Torriani – Grüezi, grüezi mitenand"

Sonntag, 20. September 2020 um 18.15 Uhr

Printscreen: SRF
Printscreen: SRF

Meine erste Begegnung mit Vico Torriani. Das war 1955, ich war kaum 16 und bis über beide Ohren verliebt. Da schrieb ich dem Wunschkonzert-Onkel auf «Radio Beromünster» und bat ihn, doch bitte die beiden Schneespuren von Vico für "meine"  Margrit aufzulegen. Mein inniger Wunsch wurde erfüllt. Ich sass mit hochrotem Kopf in der Stube meiner Grossmutter (einen eigenen Radio hatten wir noch nicht) und fühlte mich über-glücklich, aber auch ertappt in Sachen Herzensangelegenheit. Dies war die erste und (fast) einzige Fernbegegnung mit Vico Torriani. Rasch fühlte ich mich der Schnulze entwachsen und liess den «singenden Botschafter» der Schweiz fernab von meinen (eingestandenen) Gefühlen singen, tanzen und fröhlich sein. Seine Schlager, seine Filme waren ja so etwas von Kitsch. Puh… Weiterlesen hier

19. September 2020

 

Die Weinernte hat begonnen

 

Erster Tag im temporär übernommenen Weinberg in Fläsch (Bündner Herrschaft). Nach einem Jahr trifft man sich im Weinberg. In Coronazeiten mit mehr Abstand,

mit mehr Vorsicht und Hygiene. Sonst aber ist es wie immer. Einige sind noch nicht da, einige können leider nicht mehr kommen. Das Alter! Die Arbeit wird nicht leichter. Zum ersten Mal ist es so richtig brennend heiss. Die Trauben dürfen durchaus noch etwas "kochen". Deshalb beginnt die Haupternte erst in etwa zehn Tagen. Doch der "Einstieg" ist geglückt.

Ich werde auch dieses Jahr - soweit


möglich (auch ich bin wieder ein Jahr älter geworden!) - die Lese (das Wimmla) im Bild und neu auch mit kurzen Texten begleiten.

Die Bilder und ein paar Texte (aus dem Weinmagazin Wein-Plus) vom letzten Jahr sind hier erreichbar.

Die Bilder früherer Jahre - allerdings noch nicht ganz vollständig - sind hier erreichbar. (ich werde din den nächsten Tagen ordnung schaffen und wieder ein Passwort setzen)

16. September 2020

 

Dorfgschichten:

 

Kain und Abel

von Peter Züllig

Ein, zwei oder drei Jahre nach Kriegsende (je nach Jahrgang) wurden wir endlich Schützen, A-B-C-Schützen natürlich. Es begann das Lernen. Wir lernten viel, jedes Jahr ein wenig mehr. In der Geschichte – im Zeugnis damals «Realien» genannt – erfuhren wir von den Römern, die in «Centum Prata» (Kempraten) siedelten, von den Pfahlbauern, die in Busskirch gelebt haben, von Willhelm Tell und Napoleon, der eine ein Held, der andere ein Despot. Von etwas aber wurde in der Schule nie geredet, vom Krieg und von Hitler. Es war, als hätte es nie einen Krieg, nie einen Hitler gegeben. Zumindest nicht im Unterricht.
Zuhause war das – von Familie zu Familie - wohl anders. Jetzt hatten es plötzlich alle schon immer gewusst: dieser Krieg war nicht zu gewinnen. Uns kümmerte dies wenig, wir mussten Buchstaben und Zahlen lernen: eins – zwei – neun- eins. Da wurde die Schweiz gemacht. Das war viel wichtiger als der Krieg, der die Schweiz nicht betroffen, nur bedroht hat. (Weiterlesen hier)

10. September 2020

 

Kreiselkunst

 

Zu den ältesten Rubriken dieser Website gehört  "Kreiselkunst". Angeregt von einem Sammlerfreund,
startete ich hier immer wieder Aufrufe zum bildlichen 
Erfassenn von attraktiven, skurrilen, interessanten Verkehrskreiseln.Inzwischen sind es mehr als 100
Verkehrs-Rondellen (mit ganz unterschiedlichem "Schmuck"), die hier vorgestellt wurden. Anfänglich nur mit einem Bild, allmählich
auch mit kleinen Reportagen. Hier geht es zu den bisher vorgestellten Kreisel.

Auf die Idee Verkehrskreisel zu fotografieren, kam schon vor dreissig Jahren der Fotograf Andreas Züst (1947-2000). Erst nach seinem Tod erschien 2003 das Buch "Roundabout", das heute noch  wegweisend ist.

Inzwischen gibt es aber auch mehrere Webseiten zum Thema Kreiselkunst.

Leider sind die Anregungen, Zuschriften und Bilder, die mich anfänglich immer wieder erreicht haben, eher selten geworden. Hier nochmals die Adresse für Hinweise, gerne auch mit Bildern und Angaben (Künstler, Entstehung und Daten etc.)

17. September 2020

 

Holzkreisel in Waldstatt
(Appenzell Inerrhoden)

Der Kreisel am Dorfeingang wurde 2012 erbaut, nach einem Design vom international renommierten Holzbau-Ingenieur Hermann Blumer aus Waldstatt. Eigentlich sollte er "Silvesterkreisel" heissen, weil darauf Figuren von Silvesterkläusen geplant waren. Silvesterkläuse sind am 31. Dezember (nach julianischem Kalender) und am 13. Januar (nach gregorianischem Kalender) in Appenzell Ausserrhoden unterwegs sind.

Auf die Silvesterkläuse wurde schliesslich - nach einem langen Hin und Her - verzichtet. Zwei Künstlerinnen wollten den Kreiselschmuck schaffen, die erste wurde beauftragt ihre Figuren in Metall zu gestalten, die zweite - nachdem die Holz-konstruktion zusammengebrochen war - plante Silvesterkläuse aus Glas. Letztlich war es dann eine Frage des Geldes. Die budgetierten 15'000 Franken für den Chlausenschmuck drohten erheblich  überschritten zu werden, obwohl sich auch der Kanton mit der gleichen Summe beteiligt hätte. Zudem war man auch auf Suche nach Sponsoren, (Die ganze unrühmliche Geschichte ist hier nachzulesen).

(Bild: Appenzellerland Tourismus)
(Bild: Appenzellerland Tourismus)

Nach der Reparatur des Kreisels, im August 2012, die noch unrühmlichere Mitteilung des Gemeinderats: "Aufgrund der momentan angespannten finanziellen Lage hat der Gemeinderat jedoch entschieden, den Kreiselschmuck so zu belassen, wie er ist. Auf die geplanten Silvesterkläuse wird verzichtet. Der Gemeinderat ist überzeugt, dass die Idee, den Kreisel am Dorfeingang als Visitenkarte für die Gemeinde mit seiner reichen Zimmermannstradition zu gestalten, vollumfänglich gelungen ist."

Deshalb gibt es jetzt keinen "Silvesterchlaus-Kreisel" in Waldstadt, sondern "nur" einen "Hirschen-Kreisel", der so heisst, weil er vor dem Hotel "Hirschen" steht.

Aus einem Leserbrief vom 30. Juli 2020 an Waldstatt-Tourismus: "Noch mehr Elemente auf dem Kreisel zu plazieren, wäre schlichtweg zu viel des Guten. Der Kreisel würde überfüllt wirken, und weder Holzkonstruktion noch Silvesterkläuse kämen gebührend zur Geltung. Was sehr schade wäre. Meiner Meinung nach haben wir genug Geld für Kreisel ausgegeben, und es wäre sinnvoller, die noch vorhandenen Sponsorengelder für die Sanierung der Badi Waldstatt einzusetzen. So könnten wir uns in Zukunft am schönen Kreisel und an der «neuen» Badi erfreuen."

Hier die Beiträge der letzten Woche

 

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09. September 2020

 

Der Schweizer Karl May Freundeskreis

 

Drei Jahre Winnetou in Engelberg

                                          Vortrag von Elmar Elps

Der Karl May Freundeskreis trifft sich am 3. Oktober 2020 in der Mundartbeiz in Rapperswil zum zweiten Treffen in diesem Jahr. Der ehemalige Leiter der Schweizer Karl May Freunde, Elmar Elps, der die Festspiele eng begleitet hat, wird an diesem Nachmittag in Erinnerung schwelgen und viele Bilder zeigen.
Wie immer trifft man sich (fakultativ)  um 1130 Uhr zum gemeinsamen Mittagessen.
Der Vortrag beginnt um 14.00 Uhr.

Was in Engelberg 2017 mit viel Begeisterung begonnen hat, endete drei Jahr später mit einem Fiasko. Die ersten Karl-May-Festspiele in der Schweiz. Nach der dritten Saison mit "Der Ölprinz" mussten die Veranstalter ihr ambitioniertes Unternehmen aufgeben, zu viele Schulden haben sich angehäuft. Die Betreiberfirma ging in Konkurs. Es ist müssig heute nach den Gründen zu fragen. Der Misserfolg hat sich bei den schwindenden Zuschauerzahlen gezeigt und leider das ganze Unternehmen brutal gestoppt. Es ist anzunehmen, dass Elmar Elps die andere - die schöne Seite - der Festspiele zeigt. Und das ist auch gut so.

08. September 2020

 

Öffentliches Gedächtnis:

 

Winnetou und Old Shatterhand 

an der Chilbi in Zürich

 

Das neuete Bild in Zusammenhang mit dem Thema "Karl May im Öffentlichen Gedächtnis:

Mit dabei ist Old Shatterhand (rechts) und Winnetou (links). eine Erinnerung an die Karl-May-Filme der 60er Jahre. Die Attraktivität und das Thema sind auch heute noch attraktiv, jedenfalls so attraktiv, dass sie Aushängeschild einer "Schiessbude" dient, an der "Chilbi", die gegenwärtig - an Stelle des traditionellen "Knabenschiessens" - in Albisgüetli  (Zürich). Ein weiteres aktuelles Beispiel für "Karl May im öffentlichen Bewusstsein."

07. September 2020

 

Weinauktionen:

 

Steinfels Weinauktionen

Weinauktion 397

 

Rückblick

 

Die Steinfels-Auktion (Zürich) mit rund 1850 Lots wurde in zwei Tagen, in zwei Teilen durchgeführt. Der erste Teil am Freitag (600 Lots) 04. September 2020 nur im Internet, der zweite Teil am Samstag, 05. September wie gewohnt in den Räumen der Weinhandlung Steinfels. Die Saalauktion viel nüchterner als sonst (ohne Pause, Inbiss und Degustationen), reund 1'200 Lots in nur vier Stunden. Die Spiegelungen auf dem Bild (unten) verraten es: Mit Schutzmassnahmen.

Vielleicht sind es die Kaufs-Entzugs-erscheinungen in den letzten Monaten der Corona-Krise, welche die Kaufstimmung angeheitzt haben, vielleicht aber ist es der Trend, bei Geldanlagen in Sachwerten zu flüchten. Jedenfalls war die "Kauflaune" gross. Am Freitag (Internet-Teil) wurden vor allem ältere, vielfach auch "kleinere" Weine ausgerufen. Am Samstag (im Saal) waren es dann auch "grosse" (teure Weine), darunter auch erstaunlich viele "Altweine". Wenn sie einen klingenden Namen hatten, gingen sie auch weg, wenn sie aus einem sogenannt "schwachen" Jahrgang stammten.Zum Beispiel eine Flasche Lafite Rothschild 1963 (Parker: "Ein schrecklich dürftiges Jahr!") für 650 CHF. (netto) Weiterlesen hier

02. September 2020

 

Neueingang

nochmal:

 

Babel und Bibel
Arabische Fantasia

Reprint


In Zusammenhang mit Quellenmaterial zum einzigen Drama von Karl May habe ich hier über dieses Werk bereits berichtet. Dabei ist rasch klar geworden,

dass die Originalausgabe aus dem Jahr 1906 heute so teuer ist (Grund: kleine Auflage, nie aufgeführt) zwar antiquarisch noch erhältlich, aber sehr teuer ist (ca.500 bis 700 CHF). Aus diesem Grund habe ich mich - im Gegensatz zu andern Werken von Karl May - mit einem Reprint der ersten Buchauflage begnügt.

Herausgeber: Ralf Schönbach, Hennef

2019, zweite Auflage. (Erste Auflage 2004)

Mit einer Nachbemerkung von Ralf Schönbach,

211 Seiten, ISBN 978-3748157144

Deckelzeichnung: "Abu Kital", Kohlenzeichnung, Sascha Schneider 1906

Der erhofte Erfolg blieb aus, die Resonanz war klein. So wich Karl May von seinem urprünglichen Plan ab, weitere Dramen zu schreiben. Babel und Bibel blieb ein Unikum.

30. August 2020

 

Neuausgabe:

 

Karl May &Co

Das Karl-May-Magazin

Nr 161 - August 2020

Redaktion:         Festspiele in Winzendorf,
                         Bad Segeberg und
                         Strázovice/Tschechien
                         (S. 10)

Redaktion:         Festspiele in Mörschied
                         und Boskovice/
                         Tschechien  (S. 19)
Nicolas Finke:    Familienzusammen-
                         führung im Bayerischen
                         Wald – Mit „Winnetou
                         und das Geheimnis um
                         Old Surehand“ starteten
                         in diesem Sommer die
                         Karl-MAy-Spiele Pullman
                         City Bayern – trotz
                         Corona. (S. 6-9)
Nicolas Finke:     Ein Mann für (fast) alle
                          Rollen – Im Gespräch
                          mit Helmut Urban
                          (S. 46-54)

Weiterlesen hier

23. August 2020

 

Aus der Zeitungs-Sammlung meines Vaters:

 

Heute:

Hongkong - China

 

Gegen das Vergssen!

In den letzten Tagen und Wochn habe ich - coronabedingt - doch die Zeit und Ruhe auf-gebracht, die grosse Sammlung von Zeitzeugnissen, die mein Vater hinterlassen hat, etwas genauer anzusehen und "aufzuarbeiten". Vieles wird weggeworfen: Überholt, vergessen, "erledigt", auch wenn es dabei oft um weltgeschichtliche Ereignisse, politische Wendungen und Wirren, um Retter und Diktatoren, um um Unterdrückte, Gefolterte und Tote geht... Dokumente gegen das Vergessen.

Heute:

Hongkong 1954 - Wahn und Wirklichkeit am Rande Rotchinas

von Lily Abegg in "Die Weltwoche" vom 2. Juli 1954

Dokumente aus der Zeit der "Gründung der Chinesischen Volksrepublik" (1949), einer Zeit der Umwälzung in Ostasien, als als ldie "englische Macht" - nach dem Krieg" - nochmals nach Hongkong zurück-gekehrt ist und die britischen Behörden "eine scharfe Kontrolle darüber halten, dass das Embargo gegenüber Rotchina, das die Lieferung von strategischem Material betrifft, streng eingehalten wird."

Auch zeichnen die Verlockungen des Handels ab, auch mit dem "neuen benachbarten Rotchina". "China - Land der unbegrenzten Handelsmöglich-keiten", eine weitere Stmme, damals (1954) im "Zürcher Tagesanzeiger" und eine aufgeschrekte Serie zu "Mao und die gelbe Gefahr" in der Weltwoche  (1953).. Weiterlesen hier

26. August 2020

 

Dorfgeschichten:

 

Die Barriere

von Peter Züllig

 

 

Einen Bahnhof hatten wir nicht, in unserem Dorf, aber drei Bahnlinien in drei unterschiedliche Richtungen. Doch nur eine tangierte das Dorf, die anderen waren etwas abseits, nahe dem See oder der Gemeindegrenze. Doch die eine Linie schnitt – sozusagen - unser Dorf entzwei. Am besten zu erleben und zu sehen, wo die Züge die Hauptstrasse im rechten Winkel überquerten, gesichert durch eine Barriere, die von einem Barrieren-Wärter oder einer Wärterin bedient wurde. Eine rot-weisse Schranke, die sich unter lautem Gebimmel schloss, immer dann, wenn man gerade auf dem Weg zur Stadt war. Jenseits der Barriere waren - schon nach wenigen Metern - die Aussenquartiere der Stadt. Die Dörfler und die Städtler pflegten aber ein seltsam differenziertes Verhältnis, mal Spottobjekt, mal Spinnefeind oder Nachbar, auf den man angewiesen ist. Weiterlesen hier

22. August 2020

 

"Weihnacht"

mit Deckelbild von Sascha Schneider

 

Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg i.Br.

36 - 40. Tausend
                                              6. Nachauflage der Erstausgabe, 1910

Sascha-Schneider-Ausgabe nennt man die Variante der "Gesammelten Reiseerzählungen", die vom Verlag Friedrich Ernst Fehsenfeld mit Deckelbildern von Sascha Schneider ausgeliefert wurde. Textlich sind sie mit den anderen Ausgaben identisch. (Quelle: Karl-May-Wikipedia)

Die Sascha-Schneider Variante des Deckel-Bildes von "Weihnachten" wurde 1905 geschaffen und kam erstmals in einem Teil der 5, Nachauflage der Erst-ausgabe auf den Buchumschlag (1906) und verschwand dann wieder auf der 6. Neuuflage (1910), vor allem weil das Bild - wie alle Sascha-Schneider-Deckelbilder - bei den Lesern wenig Anklang fand. Inzwischen sind aber die Fesenfeld-Ausgaben mit den Sascha-Scvhneider-Bilder sehr gesucht (weil rar) und kosten in gutem Zustand zwischen 300 und 500 CHF. Sie sind also meist einiges teurer als die eigentliche Erstauflagen.

In meiner Sammlung sind - von 34 Ausgaben mit Sascha Schneider Bildern - bereits 26 vorhanden. Natürlich möchte ich die Serie vollständig haben. Es fehlen noch 8 Bände.

Erstausgabe mit ursprüng-lichem Deckelbild (schlechter Zustand) 1897 (1.-15. Tausend)

Aktuelle Bamberger-Ausgabe mit aktuellem Deckelbild: Klaus Lehmann nach Claus Bergen

Band 1: Durch die Wüste

Band 2: Durchs
                wilde Kurdistan

Band 16: Im Lande des 
              Mahdi 1

Band 18: Im Lande des
              Mahdi 3

Band 21: Satan und
              Ischariot II
Band 22: Satan und
              Ischariot III

Band 31: Ardistan und
              Dschinnistan 1

Band 32: Ardistan und 
              Dschinnistan 2

Diese Bände mit Sascha Schneider Bildern suche ich!


19. August 2020

 

Aufgeschnappt in Bild-Regio vom 18. August 2020
von Jürgen Helfricht

 

"Neuer Ober-Indianer stoppt
Neubau in Radebeul"

Dr.Volkmar Kunze  (Foto: Bild - Dirk Sukov)
Dr.Volkmar Kunze (Foto: Bild - Dirk Sukov)

"Besucherschwund, leere Kassen, Cor-ona-Not – noch nie in der 92-jährigen Geschichte des Museums von Karl May (1842 – 1912) war die Lage so dramatisch!

Jetzt soll ein Verwaltungs-Profi das Erbe des Schriftstellers mit drastischen Maß-nahmen retten: Dr. Volkmar Kunze (66)! Der Ex-Oberbürgermeister von Radebeul, Wittenberg und Zeitz ist Geschäftsführer von Museum und Karl-May-Stiftung sowie deren Vorstandschef. Dr. Kunze: „Als erste Maßnahme legen wir die Museums-Neubau-pläne auf Eis. Denn das Projekt uferte völlig aus, kostete statt einst 3,5 Mio. nun 12 Mio. Euro.“

20. August 2020

Jetzt hat auf dr MDR-Sachsen (Mitteldeutscher Rundfunk) das Thema "Geldworgen" im Karl-May-Museum, Radebeul aufgegrifften.

"Neuer Chef des Karl-May-Museums will Umbaupläne abspecken"

Der interessante, sachliche Artikel ist hier zu lesen und auch als Sendung zu hören

Hier die Beiträge vor zwei Wochen

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel zu finden. 

20. August 2020

 

Meine Karl-May-Sammlung wächst
und wächst...

 

Dass nicht nur Bächle und Flüsse ab und zu anschwellen, mitunter sogar bedrohlich gross und reisserisch werden, davon weiss jeder Sammlerin und jeder Sammler zu erzählen. Im Augenblick ist meine Karl-May-Sammöung in dieser ausserordentlichen Situation. Ich versuche - was jede Sammelleidenschaft gebietet, Lücken zu schliessen. Torschlusspanik? Ich weiss es nicht

Zufall? Glücksfall? Das Jagdfieber?

Ich habe soeben rund 600 Sammelbilder erworben, Doubletten eines Sammler-freunds. Das kleine "Häufchen" (rechts), etwa vierzig der Bilder, stammen alle aus dem Album "Mit Karl May auf Abenteu-ern", welche KIDDY-Kaugummi ab 1951 beim Kauf von Kaugummi abgegeben hat.

Dieses Album - es ist nur eines von etwa 15 Sammelalben zum Thema Karl May.

Die meisten davon sind in bereits in meiner Sammlung, nicht aber Einzelbilder. Im Album links - zum Beispiel - fehlen acht Original-Bilder (die durch Dublikate ersetzt wurden). Ich werde nun systematisch alle Alben der Sammlung überprüfen und wo nötig ergänzen.Dann alle restlichen einzelnen Bilder registrieren und der Sammlung zuführen. Unter den erworbenen Bildern sind auch wertvolle Raritäten, die ich einzeln unter "Neueingänge" beschreiben und kommentieren werde. Dies vor allem für Sammlerkollegen, die meine Hompage häufig nutzen. Für alle Besucher meiner Website - auch die, welche mit Karl May wenig "am Hut haben" werde ich die erworbenen Bilder präsentieren und einige Gedanken zum Thema "Sammelbilder" (allgemein) veröffentlichen. (Hier geht es zur entsprechenden Seite)

18. August 2020

 

Karl-May-Stars haben den
Wilden ins Wohnzimmer gebracht

.

Ein Experiment ist geglückt.

Herzliche Gratulation!

 

Das Fan-Magazin „Wild-West-Reporter hat in einer Folge von rund fünfzig Lesungen drei Karl-May-Erzählungen ins Internet gebracht - als kleiner Trost für die vielen (wegen der Pandemie) ausgefallenen Freilichtaufführungen. Aktive und frühere Stars von fast allen Karl-May-Festspielen habe zuhause (oder in den Ferien) vor der Kamera drei Werke vorgetragen: "Old Firehand" (29 Folgen), "Old Cursing Dry" (12 Folgen) und  "Ein amerikanisches Doppelduell" (7 Folgen)

Christoph Kottenkamp spielte zwei Mal den Old Shatterhand in Engelberg.

Hier liest er aus "Old Cursing Dry" das Kapitel 09

17. August 2020

 

Michelle Halbheer

 

Platzspitzbaby

 

Meine Mutter, ihre Drogen und ich
                                              Geschrieben von Franziska K. Müller
                                              2013, Verlag Wörterseh, Lachen

Das Buch hat schon Furore gemacht, als es 2013 erschien, Hardcover mit Schutzumschlag, gleichsam eine schweizerische Version von «Christiane F. Wir Kinder vom Bahnhof Zoo». Der «Bahnhofzoo» ist in diesem Fall der «Platzspitz» in Zürich. Erzählt wird das Leben (und Erwachsenwerden) eines Kindes im Umfeld von harten Drogen und der damit verbundenen Verwahrlosung. Der Unterschied zu Christiane F. Michelle Halbheer – von der die Autobiographie handelt - wird nie selber Drogensüchtig, sondern schafft den scheinbar unmöglichen Weg zur erwachsenen Person, «die Verantwortung für mich und meine Handlungen» übernimmt, und sich weigert «geplatzte Träume und Schicksalsschläge als Legitimation für den Untergang zu nutzen.» Genau das hat Michelles Mutter nicht geschafft, sie, nicht ihr Kind ist schliesslich untergegangen. «Ich besuchte si noch einmal in ihrer kleinen Wohnung, die ich als letzte Hilfeleistung organisiert hatte. Trotz der staatlich verordneten Heroinabgabe und dem Methadon konsumiert sie weiterhin Kokain.» Die schweizerische Michelle K. ist also – im Gegensatz zu den meisten ihrer Jugendfreunde – aus dem gleichen Elendsmilieu – «davongekommen» und erhebt jetzt – mit der Stimme der Autorin (und Fachleuten) Anklage.  (Weiterlesen hier)

12. August 2020

 

Neueingang Karl-May-Sammlung:

 

Wild-West-Echo

Joe Burkers, das Einaug

 

Neueingänge in meiner Karl-May-Sammlung werden in der Regel auf der Frontseite «nur» in der Rubrik «Neueingänge», erwähnt und auf dann auf einer eigenen Seite besprochen, gezeigt und kommentiert.


Es gibt aber Neuerwerbungen, auf die ich besonders stolz bin – so etwas wie Prunkstücke meiner Sammlung – die ich hier besonders erwähnen und auch zeigen möchte. Weil sie etwas Besonderes sind: Raritäten, interessante Informationen, Entdeckungen, schöne Bilder, selten gewordene Sammelstücke etc. Diese Kurzversion der «Neueingänge» wird dann in der Regel mit der eigens dafür geschaffenen Seite

verlinkt. In der nächsten Zeit werden hier einige Sammel-Objekte auftauchen, die hier auf die Publizierung warten. Zum Beispie einel alte Fehsenfeld-Ausgabe mit dem seltenen Deckelbilder von Sascha Schneider, gezeichnete Sammelbilder oder jetzt hier  eine Ausgabe der Erzählung «Joe Burkers, das Einaug», die so nicht mehr in der Karl-May-Gesamtausgabe enthalten ist. Für den 1917 erschienenen Band 38 «Halb-blut», schuf Karl-May-Verleger Euchar Albrecht Schmid nämlich die Erzählung «Joe Burkers, das Einaug», indem er das erste Kapitel der Geschichte «Ein Ölbrand» (Erstdruck 1883 in der Zeitschrift «Das Neue Universum») und die Geschichte «Die Both Shatters» (Erstdruck 1882 in der Zeitschrift «Für alle Welt») miteinander verband. Dabei wurde die Erzählung auch tüchtig «umgear-beitet». Die «Ich-Erzählung» wurde nun zur «Er/sie-Erzählung»  In dem Werbeblatt, 1940 herausgegeben vom Kurort Rathen, ist die Erzählung – nebst anderen  Informationen, Texten und vielen Fotos - enthalten. Die Karl-May-Aufführungen auf der Felsenbühne hatten  hatten damals einen neuen Veranstalter, den Zirkus Sarrasani. Er veranstaltete «Wild-West-Spiele nach Karl May». Allerdings blieb Karl May eher auf der Strecke, zugunsten von Zirkusdarbietungen. «Die Mitarbeit des Zirkus muss spektakulär gewesen sein, Dutzende Pferde, Kunstschützen, Messerwerfer, Lassoschwinger und Kunstreiter wurden in die Handlung eingebunden.»

Weiterlesen hier

Hier die Beiträge, die älter sind als 
zwei Wochen.

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie jederzeit zu finden. (Direktzugang zum Archiv ab März 2019)

13. August 2020

 

Nur einen Tag hat sie geblüht, die Kaktusblume. Hier die Erinnerung, die das ereignis verlängert.

13. August 2020 - «Echinopsis subdenudata», die Bezeichnung sagte mir nicht nur wenig, nichts. Jetzt weiss ich: Es ist ein Kaktus aus Brasilien, der gestern nur einen Tag geblüht hat. Wunderschön, doch schon vorbei.
13. August 2020 - «Echinopsis subdenudata», die Bezeichnung sagte mir nicht nur wenig, nichts. Jetzt weiss ich: Es ist ein Kaktus aus Brasilien, der gestern nur einen Tag geblüht hat. Wunderschön, doch schon vorbei.

"Echinopsis subdenudata" kann, je nach Alter und Größe,von Mai bis September

mehrmals blühen.  Die Die Blüten öffnen sich in den Abendstunden und schließen sich ab Mittag des Folgetags. Ideal sind Standorte, die dem Seeigelkaktus für mindestens 3 Stunden täglich Sonne bieten. Auch die heiße Sommersonne wird vertragen. Ein Sommeraufenthalt im Garten oder auf dem Balkon ist möglich. Dort muss Echinopsis subdenudata aber langsam an die ungefilterte Sonne gewöhnt werden. Damit der Seeigelkaktus blüht, ist ein kühler bis temperierter Standort (10-15 Grad) ideal. (Quelle: zimmerpflanzen-faq.de)


Bild des Tages (Tagverlängerung)
13. August 2020 (Bild 3060)

08. August 2020

Lueg-is-Land
Lueg-is-Land

 

 

10. August

Es gibt auch lästige Fliegen
Es gibt auch lästige Fliegen

09. August 2020

Es gibt nicht nur weisse Schafe, es gibt nicht nur schwarze Schafe, am schönsten sind die multi-kulti Schafe
Es gibt nicht nur weisse Schafe, es gibt nicht nur schwarze Schafe, am schönsten sind die multi-kulti Schafe

11. August

Reifestand der Reben auf knapp tausend Meter Höhe
Reifestand der Reben auf knapp tausend Meter Höhe

Die vier Bilder des Bild-Dauergastes Hans Weiss, Flawil

08. August 2020

Klosterhof "Rössli" in 9116 Magdenau ist wieder offen und scheinbar gut besucht.  (Foto: Hans Weiss, Flawil)
Klosterhof "Rössli" in 9116 Magdenau ist wieder offen und scheinbar gut besucht. (Foto: Hans Weiss, Flawil)

10. August

D u r s t    (Foto: Hans Weiss, Flawil)
D u r s t (Foto: Hans Weiss, Flawil)

09. August 2020

Ein heisser Sommer-Sonntag - Ueberall gepflegte, schöne Blumen-Arrangements.  (Foto: Hans Weiss, Flawil)
Ein heisser Sommer-Sonntag - Ueberall gepflegte, schöne Blumen-Arrangements. (Foto: Hans Weiss, Flawil)

11. August

Heilloses Durcheinander - fast wie bei den verschiedenen Ansichten beim Coronavirus.  (Foto: Hans Weiss, Flawil)
Heilloses Durcheinander - fast wie bei den verschiedenen Ansichten beim Coronavirus. (Foto: Hans Weiss, Flawil)

06. August 2020

 

Dorfgeschichten

von Peter Züllig

 

Wirtschaftlichkeit

Dorfzenttrum Jona um 1833
Dorfzenttrum Jona um 1833

<![endif]-->Eines war schon immer klar. Dort, «ännet» der Barriere, da ist Rapperswil, die Stadt. Und wir, ein paar Schritte östlich, sind die Joner. Ein Dorf, dem der Dorfkern abhandengekommen ist. Da ist nur eine (verhältnismässig) breite Strasse, gekreuzt von einem Bach, der hier drei, vier Meter tief gelegt worden ist. Ein Graben also zieht sich durchs Dorf. Noch ist der Verkehr nicht gefährlich, aber lästig, gar nicht dorflike, schon eher städtisch. Die Hauptstrasse, auf der einen Seite ausgerichtet gegen den Ricken, letztlich gar zur Hauptstadt des Kantons. Ich glaube nicht, dass uns etwas mehr Schnuppe war, als die Stadt, die Sankt Gallen heisst, weit weg ist, einst ein grosses Kloster hatte und jetzt  unsere Regierung. «Unsere» Stadt, das ist Rapperswil, ein Städtchen, wir sagten, da wohnen die  Füdlibürger, sie selber nannten sich Burger. Wenn wir ganz weit gegen Westen blickten, dann wussten wir, da liegt am Ende des Sees, die Stadt, die zum See gehört und deshalb auch uns gehörte. Allerdings war sie viel zu gross, als dass wir sie – auch in den kühnsten Bubenträumen  - einnehmen könnten.  Weiterlesen hier

05. August 2020

 

Karl May auf Netflix

 

Vor ein paar Monaten habe ich in einem Vortrag zum Thema "Karl May im öffentlichen Bewusstsein" noch keck behauptet, im grössten Streaming-

Angebot Netflix sei Karl-May nicht zu finden. Dies zu Recht, nach gründlichen Recherchen (im deutschsprachigen Raum). Schon vor einer Woche hat mich die Meldung erreicht, "Karl May" jetzt auch bei Netflix. Ich werde in den nächsten Tagen das Streaming-Angebot in Bezug auf Karl May (es gibt noch einige andere Dienste) hier zusammenfassen. Mein Foto- und Karl-May-Freund hat mit seinem "Bild des Tages" daran erinnert. Präzise Informationen hier in den nächsten Tagen.

03. August 2020

 

Kleiner Bildspaziergang:

 

Nationalfeiertag zu Corona-Zeiten
im Quartier
"

"Abstand halten, Hygiene beachten, Hände waschen, Masken tragen..." Grund genug, den 1. August-"Testplatz" in unserer Siedlung zu beschränken. Das Spezielle war das Besondere: Der Grill, der spezielle Wein, die gute Atmosphäre. Hier ein kleiner "Bildspaziergang". Die Tagesbilder stammen nicht von mir (von Fritz M.), in der Nacht bin ich dann aktiv geworden.


03. August 2020

 

Sammelbilder:

 

"Pausenbrötli" - Nachtrag

(Schweizer Bäckermeisterverband)

 

Links (Signet) - für Karl-May--Kenner - unverwechselbar: Kara Ben Nemsi. Der treibt sich aber nicht in Amerika rum, vielmehr im Orient. Tatsächlich stammt das Bild vom zweiten Pausenbrötli-Bogen "Mit Karl May durch die Wüste". Unten (noch in kleiner Auflösung). Es drängt sich sofort ein Nachtrag auf. Schon seit längerer Zeit habe ich einen schönen Kontakt mit dem besten Kenner (und Sam-mler)  gezeichneter Sammelbilder: Alexander Brandt

Hier mein Eintrag von 19, Mai 2019 zu den zwei umfangreichen Dokumentationen  Karl-May-Bildern als Werbeträger (ein dritter Band ist bereits in Arbeit und erscheint wohl bald). Alexander Brandt hat auch schnell reagiert auf meine "Neuer-werbung". Zwar befinden sich seine beiden Bände längst in meiner Sammlung, Ich hätte es wissen müssen, da sind die zuverlässigsten Informationen, auch das Bild des (von mir noch nie gesehenen zweiten Pausenbrötli-Bogen (Orientzyklus) Alexander Brandt schreibt mir: "Die Informationen (auch von Roos) stammen aus meiner Bibliographie. Recherchen zu diesem Thema waren trotz des relativ späten Erscheinungsjahres sehr schwierig (z.B. ist der Namen der Künstlerin nicht eruierbar)" Und und einem Nachtrag heute: 

Weiterlesen hier

31. Juli 2020

 

Aufgeschnappt in der "Glückspost"
vom 21. Juli 2020 in der Rubrik

"Grüezi, wi geht es Ihnen?"

 

Franz J. Wermuth,
                                     Weinhändler aus Wängi TG

Die Weinhändler sind nicht gerade des Boulevards liebste Kinder. Sie sind so etwas wie früher "die Pferdehändler" oder heute die Autohändler. Man ist schnell beim flüchtigen Eindruck: "Die möchten einem immer etwas aufschwatzen!". Wo doch die individuellen Vorlieben viel entscheidender sind. Franz J. Wermuth ist Weinhändler, vor allem aber auch Wein-Auktionator. Wenn seine Wein-Auktionen auch kleiner geworden sind, so sind seine Auktionsangebote doch beachtenswert. Da findet der Sammler immer etwas, auch die "Schnäppchenjäger" kommen zum Zug. Vor allem sind seine Auktionen (er ist wohl der routinierteste Weinauktionator) spannend und guter Indikator für aktuelle Weinpreise im Segment "Wein in den Keller legen". Ich berichte hier regel-mässig auch über seine Aktionen.

01. August 2020

 

Aufgeschnappt in "Süddeutsche Zeitung"
vom 30. Juli 2020 - Autor: Harald Eggebrecht

 

Neuerscheinung:
Karl May

            
                         Briefwechsel mit seinen "Kindern"

Karl May und seine Fans:
Willkommen und Abwehr

von Harald Eggebrecht

"Will man die Wirkung Karl Mays auf seine Leser zu Lebzeiten und auch später beschreiben, muss man zwangläufig von Fan-Kultur sprechen. Davon geben unter anderem die zahllosen Briefe eindrucksvoll Bescheid, die an den sächsischen Phantasten gerichtet wurden mit Autogrammwünschen und der Hoffnung auf Antwort. Umgekehrt führte May neben dem Briefwechsel auch ein Album mit Fotos seiner Leser und ein Gästebuch in seiner "Villa Shatterhand" in Radebeul. All das geprägt vom Hunger nach Anerkennung, Wertschätzung, ja, Liebe seiner Verehrer und Anhängerinnen".

Nur selten wird eine Neuerscheinung des Karl-May-Verlags im Kulturteil einer bedeutenden Tageszeitung besprochen. Der neue grüne Band in der Ausgabe "Gesammelter Werke von Karl May" (Band 95) hat es in den Feuilleton-Teil der "Süddeutschen geschafft2. Zu Recht, meine ich, dokumentiert er doch "den Briefwechsel mit seinen "Kindern", so hat er sie selbst genannt, mit allen Qualitäten einer wissenschaftlich betreuten Ausgabe.Weiterlesen hier

27. Juli 2020

 

Öffentliches Gedächtnis:

 

Karl May und sein Kosmos

Zeugnisse in der Literatur

Schon die Überschrift des literarischen Werks von Saša Stanišić (*1978) erinnert an einen Karl-May-Roman ("Halbblut", Band 38 der Gesammelten Werke) oder an den Karl-May-Film „Winnetou und das Halbblut Apanatschi“. Ausgerechnet in
diesem Kapitel des Romans "Herkunft" tauchen die Namen Karl May und Winnetou auf. Ein Zufall?

Der Schriftsteller Saša Stanišić, der heute in Hamburg lebt, ist 1978 in einer Kleinstadt in Jugoslawien (heute Bosnien-Herzegowina ) geboren und mit seinen Eltern im Jahr 1992 ("Bosnienkrieg") nach Deutschland geflohen. In dem 2019 im Verlag Luchter-hand erschienen *halbautobiografischen" Roman geht der Autor den Fragen seiner Herkunft, der Flucht und Migration nach. Er selber hat den Boom der Karl-May-Filme (die in Jugoslawien gedreht wurden) nicht erlebt. Und doch taucht in seinem neusten Buch Karl May und Winnetou auf.

"Jugoslawien war....Landschaftskulisse für Italowestern, das grandioseste Genre, sofern man Karl May und Pistolengefechte so liebte, wie ich als Kind und Nena Mejrema die ernsten Augen des sehr schmutzigen Clint Eastwood."  Weiterlesen hier