Freuden und Leiden eines Sammlers

24. Februar 2021

 

In eigener Sache:

 

Eine unglaubliche Wut

von Peter Züllig

 

 «Zaff» - ein Fingerdruck auf die Fernbedienung – es ist still im Raum. Vor gut einer Stunde habe ich es mir gemütlich gemacht vor der Flimmerkiste. Abschlaffen bei der wohl bekanntesten Quizsendung «Wer wird Millionär?», die seit zwanzig Jahren im gleichen Privatsender, am gleichen Sendeplatz, in der gleichen Manier, mit dem gleichen Moderator abgespult wird. Die Spannung liegt einzig in den Fragen und bei den Menschen, die sie beantworten müssen. Es winkt immerhin eine Million, für die, die es ins Ziel schaffen. Die Unterhaltung besteht aus einem Gemisch an Gefühlen: Bewunderung, Schadenfreude, Genugtuung, Neid, Erkenntnissen, Staunen, Anerkennung… zwei Stunden lang eingebettet in das eigene Denk-Vermögen und -Unvermögen, das eigene Wissen und Nichtwissen. Eigentlich ein sympathischer Ansatz für sanftes Zurückfinden zu sich selbst, für sinnvolles Abdriften (in eine meist nicht erinnerbare) Selbstdefinition im Traum. Doch das alles hat einen Haken, eine Fallmasche oder es bauscht sich gar zu einem brutalen Ärgernis auf. Periodisch – so jede halbe Stunde – wird das Publikum aus der Quizwelt ausgeschlossen, schlägt ihm Produkt um Produkt ins Gesicht, gaukelt vor, die Welt sei gut und schön, man müsse sie nur kaufen. Eine Flut an Behauptungen, Schmeicheltönen, geschönten Bildern, «alternativen Fakten» ergiesst sich in den Raum. Publikumsbeschimpfung im Werbekleid. Drei der brutalen Eingriffe – sie dauern immerhin an die 10 Minuten – habe ich überstanden (Herumgehen im Raum, Toilette, Getränkeholen, Umschalten auf einen anderen Sender etc.). Doch die vierte Attacke – kurz vor Schluss - war dann doch zu viel. «Zaff». ein Fingerdruck, es ist still im Raum. Geblieben ist eine unglaubliche Wut auf den Sender, auf die Sendung, auf all die Produkte, die mir soeben - pausenlos, in Wiederholung - an den Kopf geschmissen wurden. Die Wut ist inzwischen so gross, dass ich all das meide, was an geschöntem Unrat beim Fernsehschauern, mitgeliefert wird  (291)

Die bisher hier veröffentlichten Kolumnen

04. März 2021

  

 

Direkt zum "Bild des Tages"


04. März 2021

 

 

Das Neuste zuerst

04. Märzr 2021

 

Sammlerecke

 

Die "Sammlerecke" erscheint etwa einmal in der Woche.
Sie beleuchtet Probleme, Hinweise, Beurteilungen, Erfahrungen, Tipps etc. im Bereich des Sammelns.

Heute:

Expertise in der ZDF-Sendung "Bares für Rares"   -  Foto: ZDF/Frank Dicks
Expertise in der ZDF-Sendung "Bares für Rares" - Foto: ZDF/Frank Dicks

Expertise  (005)

Das Sammeln ist so etwas wie ein «Volkssport». Es wird fast alles gesammelt, was überhaupt gesammelt werden kann. In den allermeisten Fällen bleibt das Sammeln ein – mehr oder weniger – vergnügliches Hobby, das locker betrieben und in den allermeisten Fällen früher oder später aufgegeben wird. Nur wenige «Sammelnde» haben Zeit und Lust wirklich eine «Sammlung» aufzubauen, die geordnet, gut dokumentiert, überschaubar und zielbestimmt ist. In den allermeisten Fällen endet das anfängliche Sammeln in einer «Ansammlung» von gleichen oder ähnlichen «Dingen», in einem «Horten von Sachen, die von den meisten Menschen als wertlos angesehen und weggeworfen werden». So etwa lautet die Definition von sogenannten «Messies», welche sich schwertun (oder nicht fähig sind), den realen Wert von gesammelten Gegenständen zu erfassen.

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03. Februar 2021

 

Neueingang:

 

Karl May & Co  Nr. 163 - 1/21

Das Karl-May-Magazin

 

Das erste Heft des Karl-May-Magazins im noch jungen 2021 ist da. Wie immer mache ich eine Liste der Themen des Hefts hier auf Sammlerfreak. Diesmal möchte ich auf


ein Interview besonders hinweisen, das ich mit Spannung erwartet und gelesen habe: "Es ist wichtig, einen Diskurs zu führen“, sagt das neue Führungsduo von Karl-May-Museum und Karl-May-Stiftung.  Robin Leipold (Wissenschaftlicher Direktor des Karl-May-Museums und ehrenamtlicher Geschäftsführer der Karl-May-Stiftung) und Volkmar Kunze (Geschäftsführer des Karl-May-Museums und Vorstandsvorsitzender der Karl-May-Stiftung) haben die schwie-rige Aufgabe eines "Neuanfangs" in Radebeul angepackt nun erstmals aus-führlich Auskunft.

Unbedingt Lesen auf den Seiten 27- 35

Titelbild (rechts): "Winnetou" Alexander Klaws und Showmasterlegende Thomas Gottschalk als Blutsbrüder im Westerwald.
Die Themen:

Rolf Dermem:  "Die Kurden würden          
                       unbezwinglich sein, wäaren sie vereint"  (S.14)

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28. Februar 2021

 

Das Imperium schlägt zurück!

 

Christian Morgenstern (1871-1914) hat in seinem Gedicht "Die unmögliche Tatsache" auf den Punkt gebracht, was soeben in Bordeaux am Gericht passiert ist: "Und er kommt zu dem Ergebnis: nur ein Traum war das Erlebnis. Weil, so schliesst er messerscharf nicht sein kann, was nicht sein darf." Und das kostet - laut erstem Gerichtsurteil - der Winzertochter und Aktivistin Valéry Murat 125'000 € Busse, weil sie

© Thibaud MORITZ
© Thibaud MORITZ

Pestizid-Rückstände in Bordeaux-Weinen angeprangert hat. In der Trump Ära hat man - was Morgenstern poetisch  ausge-drückt hat - als "alternative Fakten" bezeichnet. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein!
Erinnerungen steigen hoch. Wie lange hat Bordeaux hartnäckig geleugnet, dass im Bordelais das aufkommende "Wunder-gerät", den Konzentrator (Umkehrosmose) in grossem Stil eingesetzt wird. Dabei habe ich - schon in den achtziger Jahren - die (damals noch grösseren) Geräte in den Kellern der berühmten Château gesehen und immer wieder nachgefragt. Antwort: "Nein, nein, nein... das gibt e in Bordeaux nicht!!!"

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Bild des Tages 04. März 2021 (Bild 3262)

04. März 2021 - Auch der Frühling hat den Herbst nicht vergessen
04. März 2021 - Auch der Frühling hat den Herbst nicht vergessen

Seit acht Jahren stelle ich hier täglich ein aktuell aufgenommenes Bild vor, tagebuchartige, bildliche Gedanken zum Tag. In der Regel sind es keine sensationellen Momente, vielmehr Alltagsbeobachtungen und Ausdruck einer Befindlichkeit in einer sich dauernd wandelnden Welt und Zeit.
Hier geht es zum Archiv der bisher eingestellten Bilder. Die Aufnahmen sind in der Regel auch auf der Fotoseite Pinterest eingestellt

01. März 2021

 

Markus Balmer  (Kameramann, Regie, ehem SRF, Basel))

 

"Meine Welt"

Fast täglich erreichen mich auch Gastbilder, die ich auf meiner Homepage gerne aufnehme. Sie bleiben in der Regel vier bis sieben Tage hier auf der Frontseite als "Gastbeitrag". Nachher verschieben sie sich ins Gästearchivdas weiterhin zugänglich ist.

Liebe Freunde,

liebe Gäste.

Vor gut sechs Jahren habe ich mit dieser Website begonnen, vor allem um meine Sammlertätigkeiten zu koordinieren und die verschiedenen - zum Teil anspruchsvollen -  Sammlungen auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Was mit ein paar Seiten begonnen hat, ist gewachsen und hat sich ständig erweitert. Weit über meine Hobbys hinaus. Sie wird inzwischn täglich sehr rege genutzt, nicht zuletzt  weit über Gespräche unter Sammlern hinaus. Zum Beispiel zur Information, zur Nutzung des Archivs, zur Verbindung mit interessanten Websites. Die einzelnen Bereiche erscheinen auf dieser Frontseite thematisch gut bezeichne, aber nur nach Aktualität geordnet, nach dem Prinzip einer bunten Illustrierten. Die Beiträge bleiben rund einen Monat auf der Einstiegsseite, dann werden sie in die Ressorts verschoben, dort archiviert und immer zu erreichen über die Menüleiste auf der linken Seite. Da muss man sich dann halt durch die immer differenzierter aufgeteilten Seiten "wühlen" oder eben "linken".

Viel Vergnügen wünscht
Peter Züllig, der Sammlerfreak.

 

Aktueller Schwerpunkt:

Sammlung:
Übersicht "Santons"

 

Link zu den vorgestellten "Weinen des Tages"

Archivierte Themen der letzten Zeit

 

06.12.2020 Weingeflüster:

         Mouton Rothschild Etikette 2021

17.11.2020 Wein in den Keller legen:

         Bordeaux Arrivage 2018

10.11.2020 News:

         Winzermagier

17.11.2020 Echo:

         Beerliwy

25.11.2020 Aufgeschnappt:

         Misstrauen

25.11.2020 News:

         Museum Radebeul: Skalp

30.11.2020 Standpunkt:
         Der Antischweizer

21.11.2020 Aufgeschnappt Karl May:

         Baukosten Museum Radebeul

05.11.2021 Weinauktionen:

         Weinbörse

         Wein des Tages

Diese kleine Rubrik fällt in Zukunft aus. Einige der zitierten Weinfreunde haben sich daran gestört, dass sie auf dieser Website erwähnt und ihre Tipps (nur positive) anderen Sammlern zugänglich gemacht wurden. Schade! Doch die kleine Dienstleistung kostete mir viel Zeit und bedeutete oft auch grossen Aufwand (fehlende Angaben, falsche Zuordnung, ungenaue Bezeichnungen etc.). Es wurden immerhin bisher etwa 1'000 Weine "vorgestellt". Ich - und wohl auch die Nutzer - sind allen dankbar für die  vielen und guten Tipps.

Peter Züllig, Sammler und Weinfreund.

 

Hier meine Erklärung zu Sinn und Zweck der Rubrik "Wein des Tages".


Hier Beiträge der letzten Tage

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel zu finden. 

27. Februar 2021

 

Jean-Luc Bannalec

 

"Bretonische Geheimnisse"

  Kommissar Dupins siebter Fall

 

2018, Verlag Kiepenheuer & Witsch

Softcover, 394 Seiten, ISBN 987-3-462-05422-4

Da stand ich - es mögen fast dreissig Jahre her sein - im Wald von Brocéliande, ganz in der Nähe von Merlins Grab, an der

Quelle von Barenton mit dem Brunnen der  Jugend  (La Fontaine de Juvence) und war bitter enttäuscht, dass dieser geheimnis-volle Ort der Arthussage so gewöhnlich, sp unscheinbar war. Nach der Lektüre von Jean-Luc Bannalecs "Bretonische Geheimnisse" bekam er wieder  jene Strahlkraft, die er in der Sagenwelt hat. Jetzt im siebten Fall von Kommissar  Dupins. Damit ist auch schon gesagt, um was es dabei geht. Um einen Kriminalfall, in der Bretagne, den Kommissar Dupin, die Romanfigur des deutschen "Literatur-wissenschaftlers, Lektors, Verlegers, Autors, Publizisten und Fotografen" mit Bravour gelöst hat. Es ist der siebte von bisher neun "Fällen", die es nicht nur in neuen Bücher zu lesen, sondern auch am Fernsehen -  ausgestrahlt von der ARD - zu sehen gibt. Weiterlesen hier.

24. Februar 2021

 

Sammlungen:

 

Santons

 

"Santons" (Kleine Heilige) sind provenzalische Krippenfiguren aus Ton. Jedes Jahr treten sie zur Weihnachtszeit in allen Dörfern Südfrankreichs und in vielen Stuben auf, meist in einem für die Provence typischen Dekor, mit Häusern und Dorfplatz, Kirche, Gassen und Brunnen, umsäumt von der Garrigue, Olivengärten und Lavendelfeldern. Eine Miniaturprovence. 

Neben den Figuren der Geburtsszene stellen Santons Einwohner eines Dorfes dar. In einheimischer Tracht und in traditionellen Berufskleidern  vermitteln sie einen Einblick in das frühere Dorfleben. Jedes Jahr bevölkerten sie auch meine grosse provenzalischen Weihnachtkrippe, die ich etwa zwanzig Jahre lang erstellt habe. Jetzt werden die Santons in Kisten aufbewahrt und


kommen kaum mehr ans Tages- oder Kerzenlicht. Da sie ihre ursprüngliche Funktion weitgehend verloren haben, bin ich daran, sie zu registrieren, zu ordnen und zu dokumentieren (wie ich das mit allen meinen Sammlungen mache). Um sie trotzdem der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, stelle ich sie (als Sammlerfreak) hier vor. Etwa 300 Santons sind fotografiert und gelistet. Es folgen - im Laufe der Zeit - noch genauere Angaben. Hier geht es zu den Fotos der einzelnen Figuren.

10. September 2020

 

Kreiselkunst

 

Zu den ältesten Rubriken dieser Website gehört  "Kreiselkunst". Angeregt von einem Sammlerfreund,
startete ich hier immer wieder Aufrufe zum bildlichen 
Erfassen von attraktiven, skurrilen, interessanten Verkehrskreiseln. Inzwischen sind es mehr als 100
Verkehrs-Rondellen (mit ganz unterschiedlichem "Schmuck"), die hier vorgestellt wurden. Anfänglich nur mit einem Bild, allmählich
auch mit kleinen Reportagen. Hier geht es zu den bisher vorgestellten Kreisel.

Auf die Idee Verkehrskreisel zu fotografieren, kam schon vor dreissig Jahren der Fotograf Andreas Züst (1947-2000). Erst nach seinem Tod erschien 2003 das Buch "Roundabout", das heute noch  wegweisend ist.

Inzwischen gibt es aber auch mehrere Webseiten zum Thema Kreiselkunst.

Leider sind die Anregungen, Zuschriften und Bilder, die mich anfänglich immer wieder erreicht haben, eher selten geworden. Hier nochmals die Adresse für Hinweise, gerne auch mit Bildern und Angaben (Künstler, Entstehung und Daten etc.)

Hier die Beiträge der letzten Woche

 

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25. Februar 2020

 

Kultur in Corona-Zeiten:

 

Opernhaus Zürich

Live-Aufzeichnung der Premiere
"Orphée und Euridice"

Nicht nur die Wirtschaft auch viele Formen der Kultur (und Menschen, welche Kultur über alles lieben), leiden unter den Corona-Restriktionen. Das Opernhaus Zürich schrieb: "Als grösster Arbeitgeber der Schweizer Kulturbranche bleibt uns leider keine Wahl als den Betrieb zu schliessen und ab sofort Kurzarbeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu beantragen. Als Teil der Gesellschaft sehen wir natürlich unsere

Verpflichtung, zur Eindämmung der Pandemie beizutragen."

Hier - als Appetitanreger - der Träiler der Neuinszierung von "Orpheus und Eurydike"


Kultur als geistige, künstlerische, gestaltende Leistung umfasst auch das Verhalten in Zeiten der Pandemie. Kultur ist also das genau das Gegenteil von dem, was Corona-leugner, Impfgegner, Maskenverweigerer, Verschwörungstheortiker tun. Politiker, die von Diktatur sprechen, wenn es darum geht, Menschen zu schützen, Leid zu vermindern, eine tödliche Gefahr zu bannen. sind in die Zeiten der Barbarei zurückgefallen. 

Hier geht es zur kulturellen Alternative des Opernauses.

29. Dezember 2020

 

Publikation:

Kunst in Schweizer Verkehrskreiseln

auf www.swissinfo.ch

 

Für einmal eine Publikation zum Thema Verkehrskreisel, die allerdings bereits vor gut zwei Jahren auf swissinfo.ch erschienen ist. Meine älteste Rubrik auf dieser Website ist etwas "lahm" geworden, Corona geschuldet Die stark eingeschränkte Mobilität verunmöglicht das eigene entdecken von Kreiseln und vor allem da eigene Fotografieren.

"Steinmandli" in Andermatt. Künstler Hugo Rondinone. (Foto: Keystone/Urs Flüeler)
"Steinmandli" in Andermatt. Künstler Hugo Rondinone. (Foto: Keystone/Urs Flüeler)

Es ist aber mein Anliegen, Bilder von möglichst vielen Kreisel selber zu machen und eigene Recherchen anzustellen. Wenn es nicht anders geht, übernehme ich aber auch Bilder und Texte aus Publikationen. Und diese sind deutlich häufiger geworden: "Früher wurde das Dorfzentrum oder die Strasse, die in eine Stadt führte, mit einer alten Eiche oder einem Steinblock markiert. Heute stehen dort häufig Verkehrskreisel. In der Schweiz werden sie mit origineller Kunst gefüllt, was allerdings teuer und manchmal umstritten ist", schreibt Helen James in ihrem Artikel auf Swissinfo (SWI). Der Artikel enthält auch eine Serie von 14 Bildern auffälliger Verkehrskreisel in der Schweiz.

Weiterlesen hier

18, Februar 2021

 

Symposium 2021 in Freiburg  i.Br.
"Die Indianer kommen!"

 

Abgesagt!

Die Indianer wollen einfach nicht nach Freiburg kommen - oder sie dürfen nicht! Corona hat sie ausgebremst. Zum zweiten Mal. Schon vor einem Jahr musste das 7. Karl-May-Symposium abgesagt werden, Michael Rudloff, der Leiter des Freundes-kreises schrieb: "Anfang Januar (zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses der „Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft“) hegten wir noch die Hoffnung, dass sich die Lage derart verbessert, dass das Symposium unter Beachtung diverser Auflagen durchgeführt werden könnte. Daher werden die im kommenden März erscheinenden „Mitteilungen der Karl-May-Gesellschaft“ zwar noch einen Hinweis auf das Symposium enthalten, die Entwicklung hat diesen Hinweis jedoch überholt. Die derzeitige Lage mit Beherbergungs- und Verköstigungsverboten sieht nicht so aus, wie wir es uns gewünscht haben. Es erscheint uns unmöglich, das Symposium mit seiner beliebten familiären Atmosphäre durchzuführen. Das war für uns eine schwere Entscheidung, wir sind jedoch überzeugt, verantwortungsvoll gehandelt zu haben. Selbstverständlich wollen wir im kommenden Jahr einen neuen Anlauf nehmen. Wir werden rechtzeitig darüber informieren."

18. Februar 2021

 

Karl-May-Sammelbilder:

Mit Karl May auf Abenteuern
Kiddy-Kaugummi-Company, Köln

1952

 

Die Sammelalben und Sammelbilder aus der Zeit vor den Karl-May-Filmen (also vor den 60er Jahren) gehören zu den "wertvolleren" Exponate einer jeden Karl-May-Sammlung.

Die rarsten Alben (kleine Auflagen) erzielen heute einen Preis bis zu 500 und mehr CHF (sofern sie auf Aktionen oder in Sammlerforen überhaupt noch angeboten werden. In meiner Sammlung sind im Augenblick 13 vollständige Alben, die ich zum Teil hier schon vorgestellt habe. Es sind aber auch viele Einzelbilder, die ich zusätzlich erworben habe. Ich werde sie alle allmählich hier vorstellen. Das Besondere daran ist: Die grosse Mehrheit der Herausgeber (Sammelbilder sind ja ein Werbemittel) verwenden nicht nur die gleichen Formate, auch die gleichen Bilder. Am häufigsten jene, schon fast legendäre Bilder des schwedischen Künstlers Carl Andreas Lindeberg. Trotz der weitgehend identischen Bilder sind spezialisierte Sammler an allen Editionen interessiert, da die Rückseite immer anders gestaltet ist und es da viele Varianten gibt (etwas, was man bei den in Alben eingeklebte Bilder nicht mehr feststellen kann). Heute stelle ich meine Einzelbilder der Firma Kiddy Kaugummi vor. Es sind 39 von

insgesamt 120 Bilder des ganzen Albums. Doch Kiddy hat bereits 1950 ein erstes "Sammelheft" mit 56 anderen Bildern (Künstler unbekannt) herausgegeben. Im selben Jahr ein weiteres Album mit 120 Bildern von einem andern Künstler (Boye Ahrens). das extrem selten ist, 1954 erschien dann Band 2 von "Karl May auf Abenteuern" mit 5 neuen Serien (B21 - B25). Hier geht es zur Bilderserie

12. Februar 2012

 

Sammlung Kunstkataloge:

 

Im Herzen wild

Die Romantik in der Schweiz

 

Kunsthaus Zürich
vom 13. November 2020 bis 14. Februar 2021
(vorzeitig geschlossen wegen Corona)

285 Seiten. ISBN 978-3-7913-9030-7

"Mit über 150 Werken spannt die Aus-stellung einen Bogen von Johann Heinrich Füssli über Alexandre Calame bis zum frühen Arnold Böcklin. Sie führt den eminenten Beitrag der Schweizer Künstler zur Entwicklung der europäischen Land-schaftsmalerei vor Augen, folgt ihnen an die Akademien im Ausland und zeigt die enge Vernetzung auf, die zwischen den Malern bestand. Unter Einbindung namhafter Romantiker auch aus den Nachbarländern wie Caspar David Friedrich, Eugène Delacroix und William Turner würdigt dieser Überblick den Schweizer Beitrag zur Romantik in internationaler Perspektive." Die Ausstellung wurde wegen der sich aus-breitenden Pandomie schon im Dezember geschlossen. Sie ist aber hier virtuell zu besuchen.    Weiterlesen hier

28. Januar 2021

 

Aufgeschnappt auf SAT 1 - Regional: Norden

am 26. Januar 2021

 

Corona-Pandemie: Können die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg dieses
Jahr stattfinden?


"Wegen der weltweite*n Corona-Pandemie und des Verbots von Großveranstaltungen mussten auch die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg im vergangenen Jahr ausfallen. Das Stück „Der Ölprinz“ wurde auf diesen Sommer verschoben, die Premiere soll am 26. Juni 2021 stattfinden – wenn sich die Lage entspannt. Bislang jedenfalls


befinden sich alle Mitarbeiter*innen, Schauspieler* innen und Kleindarsteller:innen und natürlich auch die Fans in einer endlosen Warteschleife. Noch weiss also niemand, ob die Karl-May-Spiele dieses Jahr wirklich stattfinden können. Wie sehen in einer solchen Situation die Vorbereitungen aus?"   Weiterlesen hier

05. Februar 2020

 

Kultur in Corona-Zeiten

Tschaikowskys 3. Sinfonie

Tonhalle-Orchester Zürich

 

Die Kultur-Institute (Theater, Konzerthallen, Museen etc.) versuchen mit möglichst originellen Ideen den Kulturbetrieb aufrechtzuerhalten. Ich werde in der nächsten Zeit auf einige Angebote hinweisen und (wenn möglich) diese direkt verlinken.

Tonhallenorchester    (Bild: printscreen)
Tonhallenorchester (Bild: printscreen)

Heute mit dem Tonhallen-Orchester in Zürich, wo der Tschaikowsky Zyklus, aufgenommen in der Tonhalle Maag soeben abgeschlossen wurde. "Um Sie, liebes Publikum, noch vor Erscheinen der CD-Box im September 2021 an unserer Musik teilhaben zu lassen, haben wir die Konzerte aufgezeichnet und stellen Ihnen die einzelnen Werke im Laufe der nächsten Wochen auf unseren Kanälen

zum Nachhören und Nachschauen zur Verfügung. Wir starten mit Tschaikowskys 3. Sinfonie. 
Hier der Link zum Konzert (ohne Publikum)
Dazu hat die Tonhalle auch ein Programmblatt mit allen Angaben zum Werk und zur Aufführung veröffentlicht.
Programmblatt

04. Februar 2021

 

Virtuelle Ausstellung

„Plakatiert!"
Reflexionen des indigenen Nordamerika

Mit Unterstützung des Karl May Museums Radebeul und des Museums für Völkerkunde zu Leipzig präsentiert die galerie KUB diese Ausstellung. Sie wurde von Studierenden der Ethnologie und der Museologie an der Goethe-Universität Frankfurt kuratiert. Anhand von etwa 100 Plakaten aus den 1970er Jahren bis heute zeigt die Ausstellung ausgewählte Aspekte indigener Lebenswelten zwischen der Arktis und dem US-amerikanischen Süden.

Das in dieser Ausstellung thematisierte Medium ist heute auf der ganzen Welt – auch in elektronischer Form im Internet – zu finden. Die Erfolgsgeschichte des Plakats ist eng mit den gesellschaftlichen Veränderungen des 19. Jahrhunderts in Europa verbunden. Das Plakat als öffentliches Kommunikationsmittel gewann durch die fortschreitende Industrialisierung schnell an Bedeutung. Weiterlesen hier auf der Tour

Weil ein Ausstellungsbesuch in der Coronazeit nur schwer oder für viele nicht möglich ist, kommt die Ausstellung virtuell nach Hause, und zwar auf das Display des Handys, des Tablets oder Computers. Hier gehts zum Besuch der Ausstellung.

01. Februar 2021

 

Roman Odermatt

Die Kriegerinnen von Taqali
Abenteuerroman

 

2020, Eigenverlag, 223 Seiten
                                            ISBN 987-3-033-08160-4

Ein Abenteuerroman, der sich klassischen Mustern bedient: Aufbruch in eine gefährliche Welt, Mythen, Prüfungen, Verrat, Treue, historischer Rahmen, kultische und sogar erotische Anleihen… Und er bringt das, was ein Abenteuerroman zu bringen hat:  

Spannung und eine unglaublich unwahr-scheinliche Geschichte, angesiedelt im Sudan, genauer im kleinen Königreich Taqali, das unter dem «Mahdi-Aufstand» (1881-1899) zu leiden hatte. Wer weiss heute noch wer der «Mahdi» und was sein «Aufstand» waren. Es sind hierzulande wohl nur noch die eingefleischten Karl-May-Freunde, denen der Namen und der Begriff nicht allzu fremd ist. Hat doch Karl May 1991-93 die Reiseerzählung «Der Mahdi» geschrieben, einen Fortsetzungsroman, der später in Buchform als «Trilogie» erschienen ist. Tatsächlich ist der neue Roman, das Geschehen rund um die Prinzessinnen von «Taqali», in diesem Bereich anzusiedeln, ohne aber Figuren und Abenteuer der Karl-May-Erzählung zu übernehmen. Es ist eine «Neuerfindung» im Stil, besser noch. im Gedenken an Karl May.

Weiterlesen hier

24. Januar 2021

 

Karl May Sammelbilder

"Die spannendsten Abenteuer aus den Erzählungen bei Karl May"
Band 1 - 5

Margarinefabrik Ebhart & Herout, Wien

Die Sammelbilder zu Karl May (Sammelalben) sind ein spannender und beliebter Bereich der Karl-May-Rezeption (und der Sammlungen. Er ist aber auch schwierig, sobald man die verschiedenen Phasen unterscheidet und ins Detail geht. Entscheidend ist die Unterscheidung: Sammelbilder nach den Karl-May-Filmen der 60er Jahren (mit Standbildern aus den Filmen) und Sammelbilder, die von Künstlern geschaffen wurden und schon seit den 30er Jahren im Umlauf waren. Doch die eigentliche "Blütezeit" dieser Werbebilder (und Alben) war in den 50er- und 16er-Jahren des Zwanzigsten-Jahrhunderts. Weiterlesen hier

21. Januar 2021

 

Wer schreibt, dem wird geschrieben

 

In Gedenken an Hans Weiss

(Partner beim "Bild des Tages")

26.10.20 - Letztes "Bild des Tages" von Hans Weiss
26.10.20 - Letztes "Bild des Tages" von Hans Weiss

Seit dem 20. Oktober 2020 fehlt jeden Tag etwas ganz Wichtiges auf dieser Website: Das "Bild des Tages" von Hans Weiss. Es stand. Fünf Jahre lang stand es jeden Tag da, neben meinem "Bild des Tages" - gleichsam als Zwiegespräch in Bildern. Reaktionen zeigen, wie sehr dieser Bild-austausch beachtet und geschätzt wurde. Hans Weiss ist am 27. Dezember 2021 gestorben. B.L, ein Jugendfreund von Hans Weis, schrieb: "Hans und ich waren Jugendfreunde. Wir haben zusammen an unserem Wohnort im Mühltobel in Wolfhalden AR die Fotografie entdeckt und mit einfachen Einrichtungen die ersten Filme entwickelt und Abzüge gemacht, die manchmal, wenn es schon mitten in der Nacht war bis am anderen Morgen im Wasser lagen! Auch habe ich Hans an seine vielen Leichtathletik-Meetings begleitet und manche der 10 Kampf Disiplinen fotografisch festgehalten." Weiterlesen hier

17. Januar 2021

 

Sammeln:

 

Ansichtskarten

 

Man kann es einem "Sammlerfreak" kaum verargen, wenn er nicht nur bei seinen eigenen Sammlungen verweilt, sondern auch Ausschau hält, was denn so in der "Sammlerwelt" los ist. Fragen, was, wo, wie, warum gesammelt wird,

Original: Ein lieber Besuch von Max Kurzweil (1867-1916) - 1894 Wien
Original: Ein lieber Besuch von Max Kurzweil (1867-1916) - 1894 Wien

stellen sich jeden Tag, auch wenn es nicht die eigene Sammlung betrifft. So bin ich zum Beispiel auf diese Ansichtskarte gestossen. Zugesandt hat mir die Karte ein Sammlerfreund (Hans Weiss, kurz vor seinem Tod). Ich sammle keine Ansichts-karten, doch der ursprüngliche Adressat dieser Karte wohnte im gleichen Dorf im gleichen Dorf, wie der "Sammlerfreak". Was also tun, mit diesem kleinen Sammelstück? Weiterlesen hier

15. Januar 2021

 

Echo:

Wer schreibt, dem wird geschrieben

 

Nachlese zum Krimi:

"Raclette chinoise" von Beat Geber

Beat Gerber (© Jeroen Seyffer Fotografie)
Beat Gerber (© Jeroen Seyffer Fotografie)

Dazu eine Vorbemerkung:

Der Autor des besprochenen Krimis ist ein guter Freund von uns, seit vielen Jahren. Doch wir kennen ihn als Freund, als Berufskollegen, als Weinliebhaber, als Reiseführer... nicht aber als Kriminalgasschichtenerfinder. Das können wir auch nicht, denn es ist sein erstes Werk in dieser Sparte. Ich habe das Buch gekauft, gelesen und so besprochen, wie ich dies mit jeder aktuell "konsumierten" Literatur mache: rein subjektiv, ohne Recherchen, ohne journalistischen Ansatz, einfach so, wie ein Lesender ein Werk erlebt (oder erleben kann). Nun hat der Autor - spontan - reagiert. Hier seine Anmerkungen:

"Wir haben deine Buchkritik entdeckt und hoffen, die schwindelerregende Achter-bahnfahrt während der Lektüre habe keine lästigen Nebenwirkungen (wie bei der Covid-Impfung) hervorgerufen. Deine differenzierte Begutachtung liest sich so süffig wie die Weinkritik eines jungen, noch unreifen, tanninhaltigen Tropfens. Nun, ein Chandler ist noch nie vom Himmel in den üppigen Weinkeller gefallen, auch Glauser musste kitzeklein (mit Trinken) anfangen, nur Dürrenmatt soff bereits reifen Bordeaux...."

Weiterlesen hier

Hier die Buchbesprechung (für alle, die sie noch nicht gelesen haben)

21. Januar 2021

 

Karl May auf Reisen und Abenteuern

Band 1

 

Vertrieb:Pestalozzi-Verlag Erlangen (1975)

 

Dieses Album ist mit allen Bildern (eingeklebt) in meiner Sammlung. Unter den rund 600 neu erworbenen Sammelbilder - die ich nun laufend hier vorstelle - befinden sich auch 14 Einzelbilder aus den beiden Pestalozzi-Alben. Hier sind die 14 Einzelbilder zu sehen

15. Januar 2021

 

Karl-May-Literatur:

 

Pastiche

 

Der Begriff "Pastiche" ist - laut Duden - veraltet und in der deutschen Sprache kaum mehr gebraucht. Entlehnt aus dem frazösischen "pastiche",

was soviel heisst, wie "Nachahmung", wird es für ein literarisches, musikalisches, filmisches oder architektonisches Werk verwendet, das den Stil eines vorangehenden Künstlers bewusst imitiert, sei es aus Hochachtung (Homage) oder Kritik (Satire, Parodie). (Quelle: Wikipedia)

In Bezug auf Karl May und seine Welt gibt es eine ganze Reihe von Pastiche Werken, auch in neueren Zeit. Inzwischen hat auch der Karl-May-Verlag einige der wichtigsten Werke in sein Programm aufgenommen. "Die Kriegerinnen von Taqali" des Schweizers Roman Odermatt, soeben erschienen im Eigenverlag ist eine der vielen Varianten der Pastiche-Werke im Umfeld von Karl May. Es ist auch ein willkommener Anlass, mich um den Bereich Pastiche in meiner Karl-May-Sammlung zu kümmern. Diese Abteilung ist eher zufällig und bei weitem noch nicht systematisch erfasst. Weiterlesen hier

Hier die Beiträge vor zwei Wochen

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel zu finden. 

11. Januar 2021

 

Wein als Geldanlage

 

Aufgeschnappt in der NZZ (Neue Zürcher Zeitung)
vom 28. Dezember 2012 von Philipp Schwander

Es beschäftigt Weinliebhaber immer und immer wieder: lässen sich Weine zu "flüssigen Aktien". Vor allem auch wie, und wo sind die Risiken. "Schnell ein paar Flaschen Bordeaux gekauft, etwas warten und dann mit dickem Gewinn verkaufen. Klasse. Doch das sind Schlagzeilen von gestern. Heute muss man schon etwas näher hinsehen, wenn man auf Weine als Kapitalanlage setzt. Aber der Aufwand kann sich richtig auszahlen." (Zitat: Wolfgang Hubert in weinclub.ch).

Philipp Schwander ("Master of Wine", Selection Schwander) ist unter "Geld&Finanzen" in der NZZ dieser Frage nachgegangen und beleuchtet Vor- und Nachteile, vor allem auch Schwierigkeiten und Gewinnchancen ausserordentlich fundiert und differenziert. NZZ- Abonennten können den ganzen Beitrag hier online lesen. Leider gibt es keinen Online-Bezug für einzelne Beiträge

Weiterlesen hier

03. Januar 2021

 

Die spannendsten Abenteuer aus den Erzählungen Karl Mays  Band 1

 

Vertrieb; Margarinefabrik Ebhart&Herout, Wien (1954)

 

Vor ein paar Monaten habe ich ca. 600 Sammelbilder erworben. Es sind einzelne Bilder ohne das entsprech-ende Album zum Einkleben. Etwa 15 Alben, meist lückenlos gefüllt mit entsprechenden Sammelbildern, sind bereits in der Sammlung.

Damit etwas Ordnung entsteht in einem komplizierten - aber äusserst span-nenden - Teilbereich der Sammlung werde ich nun alle Einzelbilder - sie sind nicht vollständig - digitalisieren und nach Serien und Herausgeber ordnen. Dies ist sehr aufwändig und dauert einige Zeit. Grundlage sind die beiden Bände "Karl-May-Bilder" von Alexander Brandt. Da sind alle Angaben, Abweichungen und Zuordnungen registriert, nicht aber alle Bilder. Diese Arbeit werde ich nun vornehmen und - für alle interessierten Sammlerinnen und Sammlern - auf meiner Website zugänglich machen und zum Teil kommentieren. Auch ergänzen, wenn ich nochmals Einzelbilder erwerben sollte.


Rechts die erste Serie - Titel "Durch die Wüste" - in diesem Album. Eine Serie besteht in der Regel aus sechs Bildern.

Bild 1: Ein grausiger Fund

Bild 3: Abu-Seif, der "Vater des Säbels"

Bild 5: Eine Abrechnung

Bild 2: Rette Senittza!

Bild 4: Ein schwieriger Morgenritt

Bild 6: Ehrenvolle Flucht


13. Januar 2021

 

Gelesen:

 

Beat Gerber
"
Raclette chinoise"

 

2020, Gemeiner Verlag, Meßkirch DE

216 Seiten, ISBN 978-3-8392-2748-0

 

Ein (nicht nur im Format) handlicher Krimi auf Berg-und-Talbahn-Fahrt. Er beginnt mit einem steilen Anstieg, erklimmt einen ersten Höhepunkt mit der Wahl des Themas. Ein wissenschaftliches Projekt – im Computerbereich – das gespenstisch real sein könnte: die Schaffung eines «Gefühlserkennungssystems». Eine grossartige Idee, die den Krimi trägt

Dabei auch China und ihre Forschung involviert, was die Realität und die Spannung erhöht. Ein neues System in der Technologie der künstlichen Intelligenz könnte George Orwells «1984» in den Schatten stellt. Es sind bereits 36 Jahre vergangen, seit der orwellschen Horrorvision der totalen Überwachung. Die beteiligten Chinesen sind zusätzlich eine Garantie, um sämtliche Klischees unserer gesammelten Vorurteile abzurufen.

Weiterlesen hier

01. Januar 2021

 

Echo:

 

Wer schreibt, dem wird geschrieben...

 

Zum Tod von Hans Weiss schrieb RW aus Horgen - begleitet von einem schönen Bild zum Andenken an den toten Freund: "...vielen Dank, dass Sie einen so schönen Nachruf auf Hans auf Ihrer Website platziert haben. Ich war mit Hans auch viele Jahre lang befreundet und ich bin sehr traurig, dass er gehen musste. Ich danke Ihnen auch für Ihre hochklassige Website, die ich regelmässig besuche...".

Hier die erste Meldung zum Tod von Hans Weiss, auf die sich das Echo bezieht.

03. Januar 2021

 

Der Adventskalender 2020
ist Vergangenheit

 

Alle Tore sind offen. Dahinter versteckte sich ein Teil meiner Santons-Sammlung, eine ganz spezielle Darstellung der weihnächtlichen Botschaft. Aufgrund einer Tradition, geboren aus den Wirren der Französischen Revolution, wandert ein ganzes Dorf zur Krippe. Und mit ihm all seine Traditionen,
Man kann den  Adventskalender 2020 weiterhin hier abrufen. Auch alle 24 Tore können weiterhin geöffnet werden.

Bis Lichtmess (2. Februar) - auch dies einer alten Tradition entsprechend kann ein Teil meiner einst grossen provenzalischen Krippe real angeschaut werden, im Fenster beim Eingang zum Haus Nr. 8 an der Kirchacherstrasse in Bubikon,

31. Dezember 2020

 

Aufgeschnappt in "Weinkeller Schweiz". am 
27. Dezember 2020 von Rainer Schönfeld

 

Warum dekantiert man einen Wein?

Sollte man dem Wein Luft geben und was passiert dabei eigentlich?

Dieser immer wieder gestellten Frage gehen wir heute auf den Grund. Denn viele noch etwas unerfahrene Wein-liebhaber fragen sich oft: „Muss ich den Wein dekantieren?“ O Dekantieren ist ein terminus technicus aus der Chemie für den Prozess, zwei nicht mischbare Phasen unterschiedlicher Dichte durch vorsichtiges Abgiessen voneinander zu trennen. Üblicherweise trennt man durch Dekantieren eine Flüssigkeit von einem Feststoff, der auf den Boden des Gefässes gesunken ist. Und genau deshalb dekantiert man einen Wein: man will den klaren Wein von seinem Depot, also von ausgefallenen Feststoffen wie Weinstein oder durch Reifeprozesse polymerisierte Tannine und Gerbstoffe abtrennen.der: “Wie lange sollte ich den Wein in der Karaffe stehen lassen?“ Und da sind wir schon bei zwei ganz verschiedenen Operationen der Weinvorbereitung. Dekantieren und Karaffieren werden oft in

c) weinkellerschweiz.ch
c) weinkellerschweiz.ch

"Unmittelbar bevor das Sediment mit dem Wein ausgegossen wird, will man beim Dekantieren das Abgießen stoppen. Um diesem Moment zu erkennen, hilft eine punktförmige Lichtquelle hinter dem Flaschenhals, die den ausfließenden Wein durchscheint. Eine kleine LED-Leselampe ist dafür besser geeignet als die klassische Kerze. Ein feines Dekantiersieb kann das noch viel feinere Depot nicht stoppen, es dient dazu, eventuelle Korkkrümel aufzufangen".


einen Topf geworfen und synonym verwendet. Dabei sind das zwei sehr verschiedene Me-thoden mit unterschiedlichem Zweck. Den ganzen Beitrag hier lesen

29. Dezember 2020

 

Ein Freund ist von uns gegangen:

 

Hans Weiss ist tot

 

Er war ein Freund der Bücher

Er war ein Freund der Fotografie

Er war jeden Tag mein Freund als "Gegenspieler" beim "Bild des Tages"

Vor gut zwanzig Jahren bin ich ihm zum ersten Mal begegnet. Typisch, im Internet. Und zwar aufgrund meiner Sammler-leidenschaft. Ich baute gerade meine grösste Sammlung - "Mit und um Karl May" - und suchte auf der Auktions-plattform eBay Sammlerstücke, vor allem Bücher. Er war einer der besten Anbieter, vor allem mit Raritäten und kostbaren Sammlerstücken. Was mir aber damals besonders aufgefallen ist. Er war der fairste und zuverlässigste Anbieter. Da Flawil nicht so weit weg liegt von meinem Wohnort, habe ich ihn auch besucht, um in seinen Bücherregalen zu wühlen. Wir entdeckten noch eine andere gemeinsame Leidenschaft (ja Leidenschaft, mehr als bloss ein Hobby) das Fotografieren.

Unter diesem Signet hat er fortan jeden Tag Platz genommen auf meiner Website. Denn auch er hat auf seiner Website book-hunter.ch seit 2014 täglich ein selber geknipstes Bild eingestellt, mehr als 2000 Fotos in all den Jahren. In meinem "Gästezimmer" habe ich diese Bilder - meist am folgenden Tag - übernommen. So sind wir nicht nur Freunde der Fotografie, sondern auch persönliche Freunde geworden. Wir haben täglich miteinander gesprochen - nicht mit Worten, mit und in Bildern. Eine unglaublich reiche Erfahrung. Die Geschichte des "Bild des Tages" habe ich bereits hier erzählt. Auch im Augenblick der Betroffenheit, der Erinnerung und der Trauer sind Bilder stärker als Worte, festgehaltene Momente stimmiger als formulierte Gedanken. Das war unser gemeinsames Kredo. Deshalb werde ich in der nächsten Zeit nochmals einige seiner aussagekräftigsten Bilder auf dieser Website publizieren. Für Instagram-Nutzer: Hier seine 361 Beiträge auf Instagram.

Morgenstimmung  (Foto: Hans Weiss)
Morgenstimmung (Foto: Hans Weiss)
Fotorepoter (Hans Weiss)
Fotorepoter (Hans Weiss)

28. Dezember 2020

 

Kultur in Corona-Zeiten

 

Auch alle Museen und Ausstellungen in der Schweiz mussten während den Festtage (sicher bis am 20, Januar 2021) zur Eindämmung der Pandemie schliessen. Einige von den kulturellen Institutionen haben Programm "für zuhause" entwickelt und laden nun ein, Ausstellungen, Führungen und Vorstellungen virtuell zu besuchen. Ich habe bereits das Angebot des Opernhauses (Zürich) hier vorgestellt. Jetzt möchte ich auf das Programm "Kunsterlebnisse für zuhause" der Fondation Beyeler, Riehen, hinweisen.

Es sind Führungen durch kompetente Kunstvermittler. Dabei zeigt sich aber deutlich, dass die mediale Umsetzung (vor allem bezüglich Dramaturgie und Präsentation) nicht ganz einfach ist. Vieles, was bei einer Begegnung vor Ort ein Erlebnis ist, schafft den Weg über den Bildschirm nur schlecht.


Hier das "geglückte" Beispiel einer Werkbetrachtung von Anne Siegel (Schriftstellerin) in der Ausstellung «You are the Weather» der amerikanischen Künstlerin Roni Horn.

27. Dezember 2020

 

Echo auf den Adventskalender:

 

Santos unter dem Sternenhimmel

 

Der Adventskalender mit den Santons hat Reaktionen ausgelöst. Unter anderem dieses Bild begleitet von Neujahrs-wünschen: ",,,noch weiter schöne Festtage, und ein gutes neues Jahr, mit vielleicht wieder mehr Abwechslung und auch etwas mehr Mobilität!?! Aber vor allem gute Gesundheit. Mit herzlichen Grüssen  E."

Für den Sammlerfreak sind Reaktionen auf die Beiträge immer eine grosse Bereicherung. Seien es Bilder oder Texte. Sie sind ein Zeichen des Interesses und der Anerkennung. Aber auch der Beweis, dass doch das eine oder andere auf der recht bunt zusammen-gestellten Webisite Anregung zur eigenen Kreativität sein kann.

In diesem Sinn wünsch ich allein ein gutes, hoffentlich ein besseres neues Jahr.  Herzlich       Euer Sammlerfreak

Hier die Beiträge, die älter sind als 
zwei Wochen.

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie jederzeit zu finden. (Direktzugang zum Archiv ab März 2019)

28. Dezember 2020

 

Aufgeschnappt in "Der Tagesspiegel" vom
22. Dezember 2020 ein Kommentar von

 

Manches wird nur schwer
zu verzeihen sein

„Wir werden in ein paar Monaten einander wahrscheinlich viel verzeihen müssen“, hatte der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn im April gesagt... Seitdem wurde der Satz oft zitiert. Vor allem, wenn es um die Fehler der politisch Verantwortlichen in der Coronakrise ging... 

Jens Spahn   (Foto dpa/Kay Nietfeld)
Jens Spahn (Foto dpa/Kay Nietfeld)

Je länger die Pandemie dauert, je höher die Infiziertenzahlen steigen, umso deutlicher wird, dass es nicht nur die Politiker sind, denen wir Fehler verzeihen müssen – sondern auch unsere Mitmenschen... Und es stellt sich die Frage, wie viel man verzeihen kann in einer Zeit, in der persönliche Unvorsichtigkeit leicht das Leben anderer kosten kann...Die Maske ablehnen - das ist nicht einfach eine politische Meinung. Mit Corona und der Haltung zu den Pandemiemaßnahmen ist nicht einfach ein weiteres Polarisierungsthema dazugekommen. Denn der Dissens bezieht sich nun auf Fragen, die über Leben oder Tod entscheiden können. Es ist nicht nur eine politische Meinung, wenn man die Maske ablehnt. Wer sie nicht trägt, wo er sie tragen soll, kann im schlimmsten Fall das Leben eines anderen auf dem Gewissen haben."
Den ganzen Kommentar hier lesen.

23. Dezember 2020

 

Geschichte mit Geschichte

 

Marco Balzano: «Ich bleibe hier»
Roman

Aus dem Italienischen von Maja Pflug
2020, Diogenes Verlag, Zürich

                                                  286 Seiten, ISBN 978-3-257-07121-4
Originalausgabe «Resto qui», 2018, Einaudi editore Turin

Den Namen Marco Balzano darf, ja sollte man sich merken. In der neueren italienischen Literatur – soweit sie die Sprachgrenze überschreitet – gibt es nicht nur die erzähl-gewaltige, geheimnisvolle Elena Ferrante, sondern auch den stillen Erzähler, bei dem kein Satz überflüssig ist. «Eine wahre Geschichte» ist es eigentlich, die kleine Biografie einer

Lehrerin und einer Region, die von der Geschichte «zermalmt» werden. Nicht spektakulär in einem gewaltigen Ereignis, sondern über Jahre in denen den Menschen ihre Heimat genommen wird. Die Besprechung des Buchs in der «Repubblica» bringt es auf den Punkt: «Marco Balzano verbindet Genauigkeit mit Emotionen». Dieses Verbinden von präzisen historischen Fakten mit einer nicht minder präzisen Beschreibung des unspektakulären Lebens einer Lehrerin, dieses Verweben von Tradition, Schicksal und Gefühl und die feine, gut getroffene Sprache formen aus der «wahren Geschichte» (sonst eher geeignet für eine Boulevard-Erzählung) ein stimmiges Kunstwerk. Da wird gerafft und doch pointiert erzählt, da werden Leerstellen offengelassen, die sich aber rasch füllen mit Leben, Angst, Hoffnung und Enttäuschung.  Weiterlesen hier

15. Dezember 2020

 

Aufgeschnappt auf Facebook,
11. Dezember 2020 - weitergeleitet von Rainer Struckmeier

 

So viel zum Thema Pandemie

10. Dezember 2020

 

Aufgeschnappt in "Blue News" von
Swisscom am 4. Dezember 2020

 

Das sind die schönsten Krippen- und Weihnachtswege

von Sulamith Ehrensperger

Wiehnachtswäg Adelboden BE (Bild zVg)
Wiehnachtswäg Adelboden BE (Bild zVg)

"Die Weihnachtsgeschichte mit verschiedenen Sinnen entdecken: Auch dieses Jahr laden Weihnachts- und Krippenwege zu einem besinnlichen Spaziergang ein – beim Schein von Kerzen oder Laternen.

Die gute Nachricht zum Ende des Corona-Jahres: Adventszauber lässt sich begehen. Wer der Hektik der Vorweihnachtszeit entfliehen möchte, findet auf Krippen- und Weihnachtswegen einen Moment, um innezuhalten."

Insgesamt werden 11 Krippenwege mit einem Kurzen Text und einem Bild vorgestellt.

Hier den ganzen Artikel lesen

10. Dezember 2020

 

Aufgeschnappt in der TAZ (online) vom
04. Dezember 2020

 

Pestizide im Wein

 

Ein altes, aber auch hochaktuelles Thema, das bis heute nur wenig untersucht und kaum diskutiert wurde. Man hat sich bisher weitgehend darauf beschränkt, die Auswirkungen der Pflanzenschutz-Mittel auf den Boden zu

untersuchen. Aber die Rückstände im Wein selber - der verborgene sogenannte Gift-Cocktail war bisher kaum ein Thema. Nun hat ausgerechnet im teuersten und prestigeträchtigsten Weingebiet ein Kampf von David gegen Goliath begonnen. "Die kleine Bürgerinitiative „Giftalarm“ (Alertes aux Toxiques) mit der Anti-Pestizid-Aktivistin Valérie Murat an der Spitze tritt gegen Big Business – gegen den CIVB.(Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux) an. Der vertritt 12.000 Winzer aus der grössten und bekanntesten Weinregion der Welt. Es geht um Gift, Geld und Gesundheit."
Den ganzen, spannenden Artikel ist in der TAZ (überregionale "Tageszeitung) hier zu lesen.

Auch das Schweizer fernsehen (SRF) hat am 08. Dezember 2020 das Thema "Pestizide im Wein" aufgegriffen, sich aber beschränkt auf Schweizer Weine. Hier geht es zum Beitrag im Kassensturz.

19. Dezember 2020

 

Kultur in Corona-Zeiten

 

Zugegeben, nach bald einem Jahr (mehr oder weniger) Abstinenz von kulturellen Veranstaltungen, vermisse ich ihn schon, den Kulturbetrieb. Man darf ja weiterhin Skifahren (ist ja in frischer Luft!!), doch die Museen und Ausstellungen bleiben geschlossen. Die Kulturlobby ist halt bedeutend weniger mächtig, als die Touristen- und Wintersport-Lobby. Dabei ist die Ansteckungsgefahr in vielen oft eher "einsamen" Museen und Ausstellungen (Ausgenommen bei Blockbusters) viel geringer. Politische Kräfte sind oft schwer zu verstehen!  Doch einige "Kultur-Institutionen" gehen mit den Einschränkungen (und Verboten) sehr kreativ um. Zum Beispiel das Opernhaus Zürich,

La-scintilla   (Bild: printscreen Opernhaus Zürixh)
La-scintilla (Bild: printscreen Opernhaus Zürixh)

das coronabedingt natürlich geschlossen bleibt. (Sitzplätze 1'100). Nun, das Opernpublikum ist (altersmässig) nicht gerade jenes Publikum, das viral unterwegs ist. Und trotzdem: Die (oft als "verstaubt" angesehene Institution "Oper" hat eine der besten Websites der Branche mit einem faszinierenden Angebot von Streaming-Aufführungen, Vorstellungen, Gesprächen und Einführungen. Ab heute - zum Beispiel - "La Scintilla Konzert" um 17.00 Uhr als Live-Streem und vom 20. - 27. Dezember 2020 jederzeit als Video on Demande. Die drei Aufführungen ("Boris Godunow", "Maria Stuarda" und "Die Csárdásfürstin") waren im November 48 Stunden "online" und sind leider (aus rechtlichen Gründen) nicht mehr abrufbar. Vielleicht lohnt es sich, das Kulturangebot in diesen Zeiten einmal anders zu geniessen. Ich werde hier - ab und zu - auf besonders interessante Angebote aufmerksam machen.

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