Freuden und Leiden eines Sammlers

19. Juli 2021

 

In eigener Sache:

 
Zurück ins Mittelalter
von Peter Züllg

 

«Innerhalb von drei Wochen haben die Gegner und Gegnerinnen der Corona-Massnahmen 180’000 Unterschriften für ein zweites Referendum gesammelt. Ein Rekord.» So die Meldung quer durch die Tagespresse. Ein Rekord der Dummheit, der Rücksichtslosigkeit, der fehlenden Verantwortung… meinen die einen; ein Akt der Selbstbestimmung, der Freiheit, der Grundrechte in einer liberalen Gesellschaftsordnung, die anderen. Und viele meinen gar nichts – zumindest nicht öffentlich – oder plappern das nach, was die einen oder die andern sagen. Die Massnahmen werden zur Glaubensfrage, wobei die Ewigkeit – die sonst bei Glaubensfragen meist im Zentrum steht – ausgeklammert wird (jedenfalls so lange, bis der Tod in Sichtweite rückt). Natürlich gehöre auch ich – mit meinen Erfahrungen, meinem Wissen, meinem Glauben («für Wahr-halten, auf die Autorität eines anderen hin») zu den einen oder den andern. Zu wem, bekunde ich auch jederzeit, wenn ich gefragt werde, wenn ich zur Urne gehe, in jeder sachlich geführten Diskussion,beim Abwägen von Rechten und Pflichten. Ich rebelliere auch mal, wenn ich dafür «gute Gründe» habe. Aber zum selbsternannten Missionar werde ich nicht. Dafür garantiert allein schon die Einsicht, was fanatische Mission an Leid, Unfreiheit, ja Unterjochung (geschichtlich betrachtet) gebracht hat. Es gab zu viele Scheiterhaufen der Inquisition), auf die niemand stolz sein kann. Die Scheiterhaufen sind längst nicht mehr aus Holz, und Feuer, schicken Andersdenkende auch nicht mehr (augenfällig) in den Tod. Sie haben sich in die Social Media verkrochen, in die Leserbrief-Spalten und Foren. So richtig bewusst wurde mir dies (wieder einmal) beim Lesen der «Kommentare» zu der eingangs zitierter Meldung. 221 sind es (Stand beim Scheiben dieser Kolumne). Ich habe sie alle gelesen, eine mühsame Arbeit. Ein Hüpfen von Scheiterhaufen zu Scheiterhaufen. Mal zynisch, mal absolut, rechthaberisch, oft auch grob und menschenverachtend. Dies gut 300 Jahre, nachdem die «Aufklärung» dem Mittelalter ein Ende gesetzt hat.  (204)

Die bisher hier veröffentlichten Kolumnen

26. Juli 2021

 

 

 

Direkt zum "Bild des Tages"

21. Juni 2021

Neueingang in der Karl-May-Sammlung

 

KMG
Mitteilungen und Nachrichten

Ausgabe Nr. 208 - 2. Quartal 2021


24. Juli 2021

 

Sammlerecke

 

Die "Sammlerecke" erscheint etwa einmal in der Woche.
Sie beleuchtet Probleme, Hinweise, Beurteilungen, Erfahrungen, Tipps etc. im Bereich des Sammelns.

Heute:

ZDF   (Foto: printscreen)
ZDF (Foto: printscreen)

Dokutainment 

"Bares für Rares" (020)

Da das Sammeln ein «Volkssport» geworden ist, interessieren sich auch die Medien für das Thema: Vorab das Fernsehen. Rund um das Sammeln werden «Shows» gebaut, welche die Sammlerlust oder die Sammlerleidenschaft ausloten. Die wohl bekannteste Sammler-Sendung  (im deutschsprachigen Raum) steht seit 2013 – also schon seit bald zehn Jahren – im ZDF (Zweites Deutsches Fernsehen) jeden Tag auf dem Programm: «Bares für Rares»,

Horst Lichter (Foto: ZDF)
Horst Lichter (Foto: ZDF)

werktags um 15.05 Uhr (nur wichtige Sportereignisse und Aktualitäten können ab und zu den Sendeplatz streitig machen). Am Wochenende folgen Zusammenschnitte als Wiederholung, Ab und zu wird die populäre Sendung mit Horst Lichter (Koch, Fernsehkoch, Buchautor und Moderator) in besonders festlichem Rahmen ins Hauptprogramm (Primetime) gehisst und erreicht dann etwa 6 Millionen Menschen (Marktanteil um 20%). Am Nachmittag sind es «nur» drei Millionen (25% Marktanteil). Damit ist die Sendung die «die „erfolgreichste Daytime-Show“ im  ZDF.

Weiterlesen hier

26. Juli 2021

 

 

Das Neuste zuerst

25. Juli 2021

 

Festspiele in Corona-Zeiten:


Die Rückkehr zum Silbersee

Die Westernstadt in Dasing (bei Augsburg) ist ein etwas anderer Aufführungsort mit einem etwas anderen (neuen) Stück. Seit 1979 steht die Westernstadt vom Reiter und Sänger Fred Rai (Manfred Raible 1941-2015) in Dasing, wo seit 2004 auch Karl May Spiele aufgeführt werden. 2015 starb der Gründer des Western-City. Zwei Jahre später, 2017, wurde ein grosser Teil des Event-Parks durch ein Grossfeuer vernichtet. 2020 war Dasing eine der wenigen Freilichtbühnen, die trotz Corona mit einem eigenwilligen (reduzierten) Notprogramm ("Winnetou I auf Bayrisch") spielten und zwar mit beachtlichen Erfolg.

Matthias M. als Winnetou
Matthias M. als Winnetou

Winnetou (Matthias M.), Old Shatterhand (Woife Berger) und Old Surehand (Sven Kramer) bestreiten gemeinsam ein Abenteuer, das sie zurückführt an einen Ort der Vergangenheit, den Silbersee.". 

Der Wilde Westen war immer ein Ort der Zuwanderer aus verschiedenen Ländern, verschiedenen Sprachen und Dialekten - und so wird auch dieses Stück ein Projekt aus vielen Dialekten“, verspricht Sven Kramer, der dabei auch Regie führt. So wird die Inszenierung von kammer-spielartiger Atmosphäre und vom gesprochenen Wort geprägt sein.". - Hier werden die Schauspieler und das Stück mit Bildern und in Worten vorgestellt.

Und hier sind die Tickets (und Gutscheine) zu beziehen.

Gespielt wird Samstag und Sonntag um 14.30 Uhr. Norrmalpreis für Erwachsene 28 €,

19. Juli 2021

 

Zum Tod von

 

Roland Huber

Dokumentarfilmer

(1950-2021)

Abschied auf der Insel Ufenau (Zürichsee)

Mein Freund, der Riese

von Christoph Müller

 

Ich lernte Roland Huber kennen als er gerade dabei war, Zeichnungen aus drei Jahren am Ufer der Limmat in Dietikon zu verbrennen. In einem grossen Feuer, von dem ein kleines Häufchen Asche zurück blieb. Was ist denn das? fragte ich ihn. „Kunst“ murmelte er. Weil dieser frühe Traum vom Künstlerleben scheiterte verlegte er sich bald bald uf ein anderes Gebiet, nämlich die Politik.

Das fing so an: In Schlieren im Limmattal war zum ersten Mal in der Geschichte der Gemeinde ein Wahlkampf um den grossen Gemeinderat angesagt. Huber und Müller, zwei ganz gefährliche Politclowns (zumindest in ihrer Selbsteinschätzung) aus der Gegend machten sich daran, die Lokalpolitik aufzumischen. Sie parodierten die Wahlplakate der bürgerlichen Parteien. Wo die SVP ihren Slogan „auf dem rechte Gleis“ platziert hatte, montierten Huber und Müller flugs das Bild eines verunglückten Eisenbahnwaggons auf der Zürich-Seelinie. Wo die Freisinnigen die schönere Zukunft versprochen hatten, schrieben sie unter das Bild einer Frau mit Perlenkette: “Arbeiter, Ihr habt nichts zu verlieren als eure Ketten. „Agitprop aus der Agglo“ war das für den Chefredaktor des Limmattalers und er bezeichnete die beiden für nichts weniger als „Totengräber der Demokratie“.     Weiterlesen hier

22. Juli 2021

 

Erinnerungen:

 

 Im Angesicht des Todes wird es still, schweigsam, es die Worte fehlen oft. Es bleibt bestenfalls beim Eintrag im Kondolenzbuch, es bleiben meist flüchtige Erinnerungsbilder. Dies wurde mir so oft geschrieben. Deshalb eröffne ich hier einen ganz speziellen Blog:

 

Erinnerungen an Roland Huber

Erinnerungen in Bildern und Worten von denen, die
Roli gekannt und geschätzt haben.

15. Juli 2021

 

Donna Leon

Flüchtiges Begehren
Commissario Brunettis dreissigster Fall

 

Diogenes Verlag, Zürich
                                              315 Seiten, ISBN 978-3-257-07120 7

Venedig. Commissario Brunetti ist müde, zwar umtriebig wie immer, aber wenig kreativ. Er lässt sich treiben. Kein Wunder, ist es doch schon sein dreissigster Fall. Über viele Buch-seiten hinweg entsteht der Eindruck: Brunetti möchte sich pensionieren lassen. Hätte er nicht seine ranggleiche Kollegin Commissario Claudia Griffoni, würde er wohl in Melan-cholie versinken. «Brunetti nippte an dem Wein, ass ein paar Oliven und legte die Kerne auf den Tellerrand. Er lehnte sich zurück, trank noch einen kleinen Schluck und stellte das Glas auf den Tisch.» Wäre er jetzt einge-schlafen, würde dies nicht überraschen. Doch er erinnert sich an Fingerspiele in seiner Jugend. «Bei einem davon formte man die Hände zu einer Kirche, deren Tor sich öffnen liess. Das konnte er noch. Bei einem andern musste man die Hände irgendwie so zusam-menfügen […] als ob das erste Glied des Daumens abgetrennt sei […] jetzt wollte ihm das kleine Kunststück einfach nicht mehr gelingen. Er verschränkt die Hände wieder und hielt sie still.» Viel mehr passiert nicht. nicht in dieser Szene, nicht über weite Strecken im neuen Kriminalroman von Donna Leon, zumindest nichts Kriminalistisches, Verbre-cherisches, nichts was Brunetti aus seinem lethargischen Verhalten bringen könnte.   Weiterlesen hier

Bild des Tages 2. Juli 2021 (Bild 3406++)

26. Juli 2021  - Jonathan ade! Er glaubt an das Abenteuer und das Fliegen.
26. Juli 2021 - Jonathan ade! Er glaubt an das Abenteuer und das Fliegen.

Seit acht Jahren stelle ich hier täglich ein aktuell aufgenommenes Bild vor, tagebuchartige, bildliche Gedanken zum Tag. In der Regel sind es keine sensationellen Momente, vielmehr Alltagsbeobachtungen und Ausdruck einer Befindlichkeit in einer sich dauernd wandelnden Welt und Zeit.
Hier geht es zum Archiv der bisher eingestellten Bilder. Die Aufnahmen sind in der Regel auch auf der Fotoseite Pinterest eingestellt

20. Juli  2021

 

Patrick Gautschi  (Kameramann, Fotograf, Drohnenspezialist, Freienstein-Teufen)

 

"Weingut Schloss Teufen. Freienstein-Teufen, Juli-Abend 2021"

Fast täglich erreichen mich auch Gastbilder, die ich auf meiner Homepage gerne aufnehme. Sie bleiben in der Regel vier bis sieben Tage hier auf der Frontseite als "Gastbeitrag". Nachher verschieben sie sich ins Gästearchivdas weiterhin zugänglich ist.

Liebe Freunde,

liebe Gäste.

Vor gut sechs Jahren habe ich mit dieser Website begonnen, vor allem um meine Sammlertätigkeiten zu koordinieren und die verschiedenen - zum Teil anspruchsvollen -  Sammlungen auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Was mit ein paar Seiten begonnen hat, ist gewachsen und hat sich ständig erweitert. Weit über meine Hobbys hinaus. Sie wird inzwischn täglich sehr rege genutzt, nicht zuletzt  weit über Gespräche unter Sammlern hinaus. Zum Beispiel zur Information, zur Nutzung des Archivs, zur Verbindung mit interessanten Websites. Die einzelnen Bereiche erscheinen auf dieser Frontseite thematisch gut bezeichne, aber nur nach Aktualität geordnet, nach dem Prinzip einer bunten Illustrierten. Die Beiträge bleiben rund einen Monat auf der Einstiegsseite, dann werden sie in die Ressorts verschoben, dort archiviert und immer zu erreichen über die Menüleiste auf der linken Seite. Da muss man sich dann halt durch die immer differenzierter aufgeteilten Seiten "wühlen" oder eben "linken".

Viel Vergnügen wünscht
Peter Züllig, der Sammlerfreak.

 

Aktueller Schwerpunkt:

Sammlung:
Übersicht "Santons"

 

Link zu den vorgestellten "Weinen des Tages"

Archivierte Themen der letzten Zeit

 

13.04.2021 Karl May News:

         Skalp - Das Kriegsbeil begraben

10.04.2021 Buchempfehlung:

         Kleffner: Fehlender Mindestabstand

05,04,2021 Karl May News:

        Bad Segeberg abgesagt

30.03.2021 Kunstkatalige:

         Kunst der Vorzeit

31.03,2021 :Eseleien:

         Mozarts rassistische Ideen

31.03.2021 Neuerscheinungen;

         Karl May Club: Maynungen Nr.15

11.03.2021 News Karl May:

         Karl May Museum: Wiedereröffnung

25.03.2021 Unser Philosoph:

         Das-Impf-Egoisten-Paradoxon

22.03.2021 Neuerscheinungen:

         KMG-Nachrichten-Mitteilungen

         Wein des Tages

Diese kleine Rubrik fällt in Zukunft aus. Einige der zitierten Weinfreunde haben sich daran gestört, dass sie auf dieser Website erwähnt und ihre Tipps (nur positive) anderen Sammlern zugänglich gemacht wurden. Schade! Doch die kleine Dienstleistung kostete mir viel Zeit und bedeutete oft auch grossen Aufwand (fehlende Angaben, falsche Zuordnung, ungenaue Bezeichnungen etc.). Es wurden immerhin bisher etwa 1'000 Weine "vorgestellt". Ich - und wohl auch die Nutzer - sind allen dankbar für die  vielen und guten Tipps.

Peter Züllig, Sammler und Weinfreund.

 

Hier meine Erklärung zu Sinn und Zweck der Rubrik "Wein des Tages".


Hier Beiträge der letzten Tage

 

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22. Juli 2021

 

Festspiele in Corona-Zeiten:

 

Unter Geiern
Der Geist des Lano Estacado

Bischofswerda ist eine Kreistadt (10'000 Einwohner) in Sachsen. Hier veranstaltet seit 1993 die Spielgemeinschaft "Gojko Mitić"  vermutlich das "kleinste" Karl-May-Spiel. Darstellerinnen und Darsteller sind Kinder und junge Erwachsene. Am Nachmittag sind Kinder in den Hauptrollen, am Abedend jugne Erwachsene, die zum grossen Teil einst eine Rolle einst als Kinder gespielt haben. Gespielt wird auf der Waldbühne im Stadtwald von Bischofswerda und zwar am Freitag, Samstag und Sonntag. Also sind es nur noch drei Aufführungen, die aber bereits ausverkauft sind. Inzwischen registriert das "kleine Festival" immerhin mehr als 10'000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr. Finanziert wird es ohne Fördergelder ausschliesslich durch Eintritte, Spenden und "Merchandising" in Form von DVDs, Videos und von den Kindern und Jugendlichen selbstgefertigtem Schmuck. Weitgerelesen hier

13. Juli 2021

 

Festspiele in Corona-Zeiten:

 

Halbblut in Mörschied

 

Mörschied liegt in Rheinland-Pfalz im Landkreis Birkenfeldd, hat rund 800 Einwohner und eine Freilichtbühne, auf der seit den frühen 90er-Jahren jedes Winnetou und Old Shatterhand auftreten. Ein Spektakeö, das zuletzt (2019) von mehr als 12'000 ZuschauerInnen besucht wurde. Letztes Jahr (2020) musste das

geplante Stück "Halbblur" coronabedingt abgesagt werden:

Die Nahe-Zeitung meldet: "Sinkende Inzidenzzahlen, eine zunehmende Zahl geimpfter Menschen und ein geneh-migtes Hygienekonzept machen es der Freilichtbühne Mörschied möglich, in diesem Jahr einen, wenn auch abge-speckten Indianersommer zu präsen-tieren. Bereits seit Anfang Juni probt das Ensemble, und die Premiere am Samstag, 24. Juli, ist bereits ausge-bucht. Wo sonst 1000 Zuschauer Platz finden, können unter Hygienebedingun-gen 350 Sitzplätze angeboten werden, um den Fans wieder ein Karl-May-Spektakel zu ermöglichen. Das Stück „Halbblut“ nach dem gleich-namigen Roman von Karl May wird in dieser Saison auf die Bühne gebracht."

Gespielt wird jeweils Samstag und Sonntag (zusätzlich an zwei Freitagen 20. & 27.08.21) Mehr Informationen hiier

06. Juli 2021

 

Sport und Politik spielen
an der EM ein gemeinsames Spiel

 

Karikatur als Gastkommentar von Beat Gerber

Der erfolgreiche Nationaltrainer ist zu einer heiss umworbenen Persönlichkeit geworden, man munkelt von Klub-Angeboten unter anderem aus Sankt Petersburg und Istanbul. Verlässliche satirische Quellen berichten sogar von einer Anfrage des Bundesrats für ein Mandat in der Causa EU. Seine Zielstrebigkeit, Geradlinigkeit und Hartnäckigkeit machen Petkovic zum idealen Coach, der das angeschlagene Verhältnis zum politischen Europa meisterhaft managen könnte.

Doch der Fussballtrainer sagt ab, der Sport habe nichts mit Politik zu tun (siehe Karikatur). Allerdings beobachten wir derzeit gerade das Gegenteil: Die Fussball-EM 2021 scheint zu einer der verpolitisiertesten Sportveranstaltungen zu werden. Die Ukraine musste ihre politisch unkorrekten Trikots ändern, chinesische Grosskonzerne und gleichzeitig potente Sponsoren der UEFA betreiben offensive Bandenwerbung und machen indirekt Propaganda für das Regime in Peking, die geplante Regenbogenfarben-Beleuchtung der Allianz-Arena in München wird zur unrühmlichen Kontroverse, und Ronaldo stellt vor laufenden TV-Kameras demonstrativ zwei Coca-Cola-Flaschen unter den Tisch. Aufgrund des Vorfalls fiel der Marktwert des Getränkeherstellers um satte 3,5 Milliarden Dollar. Kurzum:  Sport und Politik spielen an der EM ein gemeinsames Spiel.

10. September 2020

 

Kreiselkunst

 

Zu den ältesten Rubriken dieser Website gehört  "Kreiselkunst". Angeregt von einem Sammlerfreund,
startete ich hier immer wieder Aufrufe zum bildlichen 
Erfassen von attraktiven, skurrilen, interessanten Verkehrskreiseln. Inzwischen sind es mehr als 100
Verkehrs-Rondellen (mit ganz unterschiedlichem "Schmuck"), die hier vorgestellt wurden. Anfänglich nur mit einem Bild, allmählich
auch mit kleinen Reportagen. Hier geht es zu den bisher vorgestellten Kreisel.

Auf die Idee Verkehrskreisel zu fotografieren, kam schon vor dreissig Jahren der Fotograf Andreas Züst (1947-2000). Erst nach seinem Tod erschien 2003 das Buch "Roundabout", das heute noch  wegweisend ist.

Inzwischen gibt es aber auch mehrere Webseiten zum Thema Kreiselkunst.

Leider sind die Anregungen, Zuschriften und Bilder, die mich anfänglich immer wieder erreicht haben, eher selten geworden. Hier nochmals die Adresse für Hinweise, gerne auch mit Bildern und Angaben (Künstler, Entstehung und Daten etc.)

22. Juni 2021

 

In eigener Sache:

 

Verkehrskreisel

 

Vor sieben Jahren, am 27. Februar 2015, habe ich diese Rubrik auf meiner Website eingerichtet. Zuerst nur mit einem Foto eines Kreisels, später mit Beschreibungen, Situierung und  oft auch mit einer Würdigung des Künstlers. 86 Kreisel sind es geworden. Die Anregung stammt von meinem langjährigen Freund Hans Weiss (täglicher Wettstreit um das "Bild des Tages"), der auch viele gute Aufnahmen selber beigesteuert hat.

Die nicht ganz ungefährliche Fotografiererei mitten im Verkehr wurde ihm allmählich zu mühsam (und gefährlich), sodass ich die meisten Kreisel selber aufnehmen musste. Vor etwas mehr als einem halben Jahr ist nun Hans gestorben. Sein letztes Bild stammt von seiner Fahrt zum Pflegeheim. Zudem kam "Corona", welche die "Beweglichkeit" auch für Chronisten stark eingeschränkt hat. So ist dieser Rubrik nicht nur eingeschlafen, sogar fast "mitgestorben". In Andenken an meinen Freund möchte ich die Rubrik, die Hans angeregt und bis zum Schluss begeistert hat, weiterführen, denn auch ihm waren gut gestaltete Kreisel eine Freude. Vielleicht lässt auch Corona die Bildspaziergänge wieder häufiger zu.

Hier die Beiträge der letzten Woche

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel zu finden. 

10. Juli 2021

 

Gastkommentar von
Peter Flubacher

Wo immer es darum geht, politische, weltanschauliche, gesellschaftliche... Entwicklungen aufzuarbeiten und sich darüber Gedanken zu machen, meldet sich "unser Philosoph" zu Wort. Diesmal - nach denkwürdigen Abstimmungen in der Schweiz - zum Wert und Zustand von Demokratien. Eine vierteilige Serie.

 

Demokratie

(4. Teil und letzter Teil)

John Cook: Cranky Uncle vs. Climate Change
John Cook: Cranky Uncle vs. Climate Change

Rationale Entscheide: Politiker die ihre Entscheidungen nicht auf dem vorhandenen Wissen (Wissenschafts-konsens) gründen, sondern nach der geltenden Stimmung, sind schädlich und gefährlich für das Gemeinwohl, es ist beschämend für die Wähler, solche Politiker zu wählen, ja es zeigt eine unreife Gesellschaft mit einem Bildungs- oder Charakter-Defizit. Während beim Klimawandel der Wissenschaftskonsens, wenn auch nicht in jedem Detail vorhanden ist, hat er bei der Pandemie in vielen Fragen gefehlt, weil die Forschung viel Zeit braucht. Das ist aber kein Grund, die Wissenschaft in Frage zu stellen. Es ist das beste Wissen, dass verfügbar ist, auch wenn es keine absolute Wahrheit gibt.

Weiterlesen hier

20. Juni 2021

 

Preisentwicklung in Bordeaux

 

Die Bordeaux-Preise werden nach und nach während der Primeur-Kampagne (Subskription) bekanntgegeben. Das Wein-Online-Magazin "WeinPlus" meldet massive Preiserhöhung, vor allem im Bereich der Luxusweine. Die Weinzeitschrift "Vinum" ist

Bordeaux 2020     (Foto: Vinum)
Bordeaux 2020 (Foto: Vinum)

etwas gnädiger, stellte aber schon bei der Erstverkostung (nach Ostern) die Frage: "Bordeaux Primeur 2020: Ungeheuer teuer – oder etwa nicht?" Jetzt, wo die Bordeaux-Subskription erst so richtig angelaufen ist, wird bestätigt, was WeinPlus meldet:: "Kräftige Primeur-Preissteigerungen für Bordeaux 2020. Château Lafite erhöht um 20 Prozent, Château Evangile um 33 Prozent", meldet WeinPlus. Hier den ganzen Beitrag lese.
Ich werde darauf zurückkommen, sobald mehr Angebote vorliegen. Noch ist die Kampagne erst angelaufen. Eines aber ist jetzt schon überdeutlich: Die Kluft zwischen den Trink- und Genussweinen - eine krasse Zweiklassen-Gesellschaft -wird nochmals grösser.

Kommentar folgt.

22. Juni 2021

 

Kunstkatalog-Sammlung:

 

Gerhard Richter
Landschaft

 

Ausstellung im Kunsthaus Zürich vom 26. März 2021 bis 26. Juli 2021
und Bank Austria Kunstforum, Wien vom 01. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021

"Mit Gerhard Richter wird im Kunsthaus Zürich einer der be­deutendsten zeitgenössischen deutschen Künstler gefeiert. Es ist die erste Einzelausstellung im Kunsthaus und sie widmet sich einer zentralen Bildgattung seines Schaffens, der Landschaftsmalerei. Zu sehen sind 140 Arbeiten, die meisten davon erstmals in der Schweiz oder nach Jahrzehnten wieder öffentlich, wie das «Stadtbild PX» (1968), spektakuläre «Seestücke» aus Berlin und Bilbao und das energie-geladene «Dschungelbild» (1971) aus Privatbesitz. Neben 80 Gemälden werden Zeichnungen, Fotocollagen, übermalte Fotografien, Druckgrafiken und Künstlerbücher präsentiert. Auf 1200 Quadratmetern durchlaufen die Besucherinnen und Besucher Richters Schaffensprozess von 1957 bis 2018."   Weiterlesen hier

19. Juni 2021

 

Gelesen:

Res Strehle

Operation Crypto

Die Schweiz im Dienst von CIA und BND

 

2020, Echtzeit Verlag, Basel, Softcover, 127 Seiten
ISBN 978-3-906807-19-5
Illustration auf Umschlag: Gregory Gilbert-Lodge

Spannend wie ein Krimi und doch kein Krimi. Verwirrend wie ein Spionage-Roman und doch kein Roman. Die Geschichte von den knackbaren Chiffriergeräten spielt in der weltweiten Spionageszene und ist gut erzählte, gut recherchierte Realität. Eine Realität, die wir lieber nicht wahrhaben möchten. Eine Realität, die das Image der Schweiz (als neutraler Staat) nicht nur ankratzt, vielmehr tüchtig beschädigt. Und, es gibt - wie in jedem guten Krimi – Übeltäter, ja Schurken, die zwar überführt, für einmal aber nicht bestraft werden. Sind es doch Ehrenmänner (und Frauen), die nur das Gute wollen und überzeugt sind, durch Verraat die Welt besser machen zu können; die zwar bürgerliche Namen tragen, aber unter Decknamen wie Ball, Block, Siegfried, Rex… agieren und die ihre Verantwortung den Geheimdiensten überlassen, im schlimmsten Fall ihren Regierungen. Doch die sind ahnungslos oder geben sich nichtwissend und naiv. So naiv, dass das Spionage-Gewebe nur schwer zu entschlüsseln, geschweige denn im Einzelnen zu beweisen ist. Dies alles kennen wir aus den Spionage-Thrillern, die nicht ganz fern der Wirklichkeit, ihre festen Codes (auch in der Literatur) errungen haben.  Weiterlesen hier

16. Juni 202

 

Bildspaziergang:

 

Fondation Bayeler

Olafur Eliasson

 

Die Fondation Bayeler in Riehen zeigt "Life" von Olafur Eliasson, eine Installation des dänisch-isländischen Künstler: "Life, mein Kunstwerk, und die Fondation Bayeler sind mit dem umliegenden Park, der Stadtlandschaft, ja dem ganzen Planeten verwoben, und sie werden durch alles und alle, die hier aufeinander treffen, zum Leben erweckt."

Die Sammlungspräsentation in der Galerie nimmt auf die Ausstellung von Olafur Eliasson und befasst sich mit dem Verhältnis von Natur und Kultur in der Kunst. Endlich wieder einmal ein "Bildspaziergang", diesmal durch die spannende Ausstellung und die einmalige Installation von Eliasson, welche Natur in den den Museumsbau (Architekt Renzo Piano) bringt und die Beziehung von


Kunst und Natur eindrücklich da.gerstellt. Die Installation und die Ausstellung dauern noch bis zum 16. Juli 2021 zu sehen. An Stelle eines Katalogs zeigt Eliasson eine Präsentation seiner Idee von Mensch, Kunst und Natur. Hier anzusehen

09. Juni 2021

 

Neuerscheinung:

 

Karl May&Co

Ausgabe 164 - 2/21

Die zweite Ausgabe des Karl-May-Maga-zins "Karl May &Co." (erscheint 4mal jährlich) enthält traditionsgemäss Vor-schauen auf die neue Theatersaison, der verschiedenen Freilichtbühnen. So auch dieses Jahr, allerdings nur eingeschränkt. Die Unsicherheit (und teilweise Unmöglich-keit) in Corona-Zeiten vor Publikum zu spielen (Corona-Zeiten) schränkt das Angebot drastisch ein und macht Angab-en in einer Zeitschrift (lange Vorlaufzeiten) fast unmöglich, jedenfalls unsicher. Dafür ist mehr Platz für Nostalgie (siehe Titelbild der neuen Ausgabe). Aus Anlass des Erscheinens des ersten Bands von "Karl May auf der Bühne" wird an die Winnetou-Inszenierung der Berliner Volksbühne (1938) erinnert, in der Will Quadflieg den Winnetou verkörperte. Hier geht es zum  zum Inhalt des Hefts.

06. Juli 2021

 

Festspiele in Corona-Zeiten

 

In Nicht-Corona-Zeiten finden im deutschsprachigen Raum an etwa 15 Spielorten Freilichtspiele statt, nach Motiven von Karl May. Diese locken jedes Jahr mehr als eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer an, vor allem natürlich Kinder und Jugendliche. Letztes Jahr ist dieser Festbetrieb pandemiebedingt fast ganz ausgefallen. Nur wenige, vor allem kleinere Spirlorte, wagten es ein reduziertes Programm (mit Schutzmassnahmen) anzubieten. Vor allem die beiden grossen Freilichtbühnen (Bad Segeberg und Elspe), die zusammen jährlich etwa 800'000 Zuschauer registrieren, mussten auf ihr gewohntes Programm verzichten. Es gab lediglich eine paar grössere und kleinere "Ersatzprogramme". Dieses Jahr sieht es nicht ganz so "schlimm" aus,

Quelle "Bild" vom 01.07.2021  (Foto: Roland Sawatzki)
Quelle "Bild" vom 01.07.2021 (Foto: Roland Sawatzki)

obwohl Bad Segeberg schon recht früh die Spiele absagen musste (zu unsicher die Situation, zu lange der Vorlauf). Ich werde hier auf die Situation an den einzelnen Spielorten zu sprechen kommen. Heute Bad Segeberg.

"Hier sitzen normalerweise Tausende Fans der Karl-May-Spiele", schreibt "Bild" und berichtet: "Aber es gibt ein Trostpflaster: Ab Donnerstag findet „Winnetou - Das Gold der Rocky Mountains“ (extra von Regisseur Michael Stamp für die Festspiele geschrieben) als Live-Lesung statt." Hier der ganze "Bild"-Bericht lesen. -  Weiterlesen hier

Hier die Beiträge vor zwei Wochen

 

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18. Juni 2021

 

Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg

Ersatzprogramm

Ab 01. Juli 2021 findet im "Indian Village" am Kalkberg die Uraufführung von "Winnetou - das Gold der Rocky Mountains" als Live-Hörspiel mit sieben Schauspielern, Musik, Soundeffekten und Geräuschemachern statt. Die Tickets können schon jetzt hier (online) bestellt und Sitzplätze ausgewählt werden. Ausserdem kehren mit Beginn der Sommerferien am Montag, 21. Juni, die beliebten Backstage-Führungen zurück.

Der bedeutendster und grösste Spielort am Kalkberg in Bad Segeberg (mit 7500 Sitzplätzen) musste schon früh Forfait geben und auch die diesjährigen Spiele ( "Der Ölprinz" auf nächstes Jahr verschieben. Zu gross waren die Risiken und zu lange die Vorarbeit. Jetzt wurde ein attraktives Ersatzprogramm auf die Beine gestellt.

05. Juni 2021

 

Martin Walker

 

Französisches Roulette

Der dreizehnte Fall für Bruno. 
Chef de police.

2021, Diogenes Verlag, Zürich
292 Seiten, ISBN 978-3-257-07118-4

"Bruno bedankte sich für den Hinweis, lehnte sich in seinem Schreibtischstuhl zurück und schaute durchs Fenster über die alte Vézère-Brücke hinweg auf den Felsrücken, der das Tal im Norden flankierte. Das Château lag am anderen Ende dieser Erhebung, ungefähr fünf Kilometer von Saint-Denis entfernt." In diesen zwei schlichten Sätzen (auf den ersten Seiten des Buchs) spiegelt sich das, was den Erfolg dieser Romanreihe von Martin Walker ausmacht. Eine sympathische Figur, Bruno der "Chef de police" im Städtchen Saint-Denis an der Vézère (die schon nach ein paar wenigen Kilometern in die viel grössere Dordogne fliesst), eine präzis beschrieben, erlebbare Landschaft, die zum Träumen und Geniessen verführt. Man kann dieses Saint-Denise, das eigentlich Le Bugue heisst besuchen und findet es genau so vor, wie es im Buch beschrieben ist. Die paar Details, die andern Dörfern im Périgord entliehen sind, fallen nicht auf. Hingegen findet man im Bistro, auf dem Dorfplatz, auf dem Markt, die Leute, denen man denen schon im Buch begegnet.  Nicht erst in diesem Buch, auch bei allen zwölf früheren Fällen, so sie meist gleich, ab und zu auch anders heissen. Weiterlesen hier

09. Juni 2021

 

Aufgegriffen in der COOP-Zeitung
vom 07. Juni 2021

 

Aus zwei mach eins
von Marina Trottmann

"Andreas Meier leitet in Würenlingen AG die grösste Rebschule der Schweiz. Er pfropft Weinreben für Winzer. Wieso dies so wichtig ist und was eine winzige Laus damit zu tun hat.

Ab den 1860er-Jahren schüttelte es die europäische Weinwelt durch. Die Ursache war die mit der Blattlaus verwandte Reblaus (Phylloxera vastatrix). Aus Nordamerika eingeschleppt, vernichtete sie mehr als zwei Drittel aller europäischen Weinberge. Besonders schwer traf es Frankreich, wo der Schädling die besten Lagen im Burgund und Bordelais praktisch auslöschte....Man die Lösung bei den amerikanischen Wildreben, welche gegenüber dem Schädling resistent waren...«Deshalb kam man auf die Idee, europäische Edelsorten auf die Wurzeln robuster Wildreben zu pfropfen», eine Methode, die bereits bei den Römern bekannt war und noch heute im Obstbau Anwendung findet. Hier den ganzen Bericht lesen 

05. Juni 2021

 

Bubikon-Wolfhausen

eXclusiv

Gemeindezeitung

 

Mit der 100sten Ausgabe der Bubiker-Gemeindezeitung (erscheint 4mal jährlich) hat sich nicht viel, aber doch einiges verändert. Vor allem ist sie nun auch online gegangen und hier unter https://www.buwo-exclusiv.ch jederzeit zu

erreichen. Herausgeber der Zeitung ist - entgegen dem Usus - nicht die Gemeinde, sondern ein Trägerverein. Dies hat den Vorteil, dass das Blatt "unabhängig" von der politischen Gemeinde ist. Der Nachteil liegt aber bei der Finanzierung (Inserate, Spenden, freiwillige Abonnements, Gewerbe) und damit auch das spärliche Erscheinen. Aktualität ist im 3monate-Rhythmus nicht zu schaffen. Gemeinden mit eigener, offizieller Gemeindezeitung wenden sich wöchentlich, oder wenigstens monatlich an ihre Bürger. Da hilft (vorläufig) auch der Auftritt im Internet nichts (oder nicht viel), denn da wird nur eine Kopie der gedruckten Ausgabe eingestellt. Dass eine "Gemeindezeitung" auch top-aktuell zu gestalten wäre, hat der rund zweijährige (private) Versuch der Buebbikernews eindrücklich bewiesen. Die Website ist noch aufgeschaltet, wird aber nicht mehr betrieben. Der damalige Initiant ist nun im Gemeinderat. Eine Nachfolge gab es leider nicht. Zu divergent die Interessen und zu aufwändig die Arbeit. Guter Journalismus ist eben keine Freizeitbeschäftigung, kein Hobby.

Zuerst waren es die kleineren Festspiele und Freilichtbühnen, die sich wagten, den Betrieb in diesem zweiten Corona-Jahr wieder aufzunehmen. Die grösste Veranstaltung - Bad Segeberg mit jährlich rund 400´000 Besuchern - musste schon früh "forfait" geben, unsicher war die Situation und zu gross das Risiko. Jetzt aber hat die zweitgrösste Bühne - Elspe im Sauerland - mit einem "Modellbetrieb" dieses Jahr wieder zu spielen.
Allerdings mit deutlich weniger Zuschauern und einem relativ strengen Sicherheits-konzept. Besucherinnen und Besucher müssen sich vorher online registrieren. Es gillt generell die GGG-Formel (genesen-geimpft oder getestet) als Voraussetzung für einen Besuch. Mehr erfahren hier

19. Mai 2021

 

Karl-May-Festspiele Mörschied:

Halbblut

 

Während die grossen Karl-May-Festspiele (Bad Segeberg, Elspe etc.) wegen der unsicheren Corona-Situation bereits absagen mussten, können die kleineren Spielorte noch hoffen, denn die Einschränkungen treffen sie viel weniger (Besucherzahl, Vorbreitung etc. Hier die erste Meldung einer geplanten Durchführung.

Mörschied ist eine Gemeinde (ca. 800 Einwohner) im Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz. Seit1990 gibt es auch da eine Freilichtbühne, die jährlich in den Sommermonaten Karl-May-Festspiele veranstaltet.

"Vom 24. Juli bis zum 29. August – also parallel zu Dasing – soll Karl Mays „Halbblut“ an jedem Wochenende die Bühne an der Edelsteinstrasse unsicher machen. Dessen Darsteller und Pressesprecher Alexander Klein hatte bereits im Vorfeld immer wieder betont, alles dafür zu tun, um auch in diesem Jahr dem Virus zu trotzen... Die eigentlich für den 26. Juni vorgesehene Premiere wird also um vier Wochen verlegt. Die Mörschieder gewinnen dadurch mehr Zeit und Sicherheit, da auch jetzt noch nicht alle Fragen zu den Rahmenbedingungen abschliessend geklärt sind, etwa das Thema Unterkünfte. Sicher ist dagegen, dass nach dem bewährten Hygienekonzept gearbeitet wird, das bereits im Vorjahr für „Ölprinz 2.0“ galt und das nur eine begrenzte Anzahl Zuschauer pro Vorstellung zulässt." (Quelle: Karl May &CO)

23. Mai 2021

 

Elena Ferrante

 

Das lügenhafte Leben der Erwachsenen

Roman                   

Aus dem Italienischen von Karin Krieger

2020, Suhrkamp, Berlin,
414  Seiten,
ISBN 978-3-518-42952-5

 

Was schreib ich über ein Buch, das ich sehr gut findet, mir aber nicht gefällt und (im nächsten Augenblick) was schreib ich über ein Buch, das ich überhaupt nicht gut finde, mir aber sehr gefällt. Ein Dilemma, das ich bei einer Lektüre noch nie so krass erlebt habe. Ein gutes Buch, ja aber… Vielleicht hilft es, wenn man – in der Reflexion – etwas genauer hinschaut. Da sind natürlich die Erwartungen. Elena Ferrante (Künstlername) hat zuletzt einen Bestseller geschrieben, eine vierbändige Neapolitanische Saga (2011-2014), die in viele Sprachen übersetzt und auch verfilmt wurde.  Es war nicht ihr erstes Werk, aber das, was sie über Grenzen hinaus bekannt, ja berühmt gemacht hat. Also doch so etwas, wie ein «Erstling». Was immer darauf folgt, wird an den Erwartungen gemessen.  Weiterlesen hier

18. Mai 2021

 

Kultur in Bubikon

 

fritz-menagerie

 

 

"der zeichner fritz marti aus bubikon hat diese tiere im Oktober und November 2020 geboren... diese bilder sind ohne vorzeichnen aus der Vorstellung heraus entstanden und möchten in eine zeit wo freude fast verloren gehen zu kreativer tätigkeit ermuntern..."

© by fritz Marti. Bubikon

Bilder anschauen


15. Mai 2021

 

Weinauktion:

 

Denz-Auktion 276

Donnerstag, 27. Mai 2021
17.00 Uhr im Hotel Widder, Zürich

Die Denz-Auktionen heissen nun so, wie sie schon lange heissen müssten (nachdem "Denz Weine" das renommierte Auktionshaus "Wermuth" übernommen hat).
Damit dürfte die Verwirrung - Firmengründer Franz J. Wermuth führt weiterhin auch eigene Auktionen durch - endlich beseitigt sein.  Die Denz-Auktion führt seine Saalauktionen jeweils an einem Donnerstag (um 17.00 Uhr) durch. Alle andern Auktionshäuser in Zürich an einem Samstag.

Neu: Die Auktion findet nicht mehr "am Fusse des Uetlibergs" statt, sondern (zum zweiten Mal in der Zürcher Altstadt (Zunfthaus zum Widder).

Katalog als PDF oder als Exel (zum Herunterladen)

  • Die letzte Auktion vor der Sommerpause 2021 ist jene des ältesten Auktionshauses in der Schweiz, "Steinfels". Sie findet an zwei Tagen am
    11. Juni 2021 als eAuktion Online (Auktionskatalog) +
    12. Juni 2021 als Präsenzauktion (Pfingstweidstrasse 6. Zürich) (Auktionskatalog) statt. Auch am 12 Juni (Saalauktion) ist es möglich per Internet live am Präsenzteil teilzunehmen.

Beide Auktionen werde ich sowohl im Vorfeld (Tipps) als auch nach der Auktion wie üblich hier kommentieren.

14. Mai 2021

 

Ausstellung:

 

Fredy J. Ambroschütz
                                     Bildhauer

Ateliergarten Carolyn Heer
Wildsbergstrasse 10. 8606 Greifensee

Eröffnung
Samstag 29. Mai und Sonntag 30. Mai
jeweils ab 14.00 bis 20.00 Uhr

 

Anschliessend täglich frei zugänglich von
10.00 bis 20.00 Uhr bis am 25. Juli 2021
An den beiden Eröffnungstagen sind in Anwesenheit des Künstlers 1-sündige Zeitfenster ab 14.00 Uhr geplant

(telefonische Anmeldung 076 473 20 29
ab Dienstag, 25. Mai von 10.00 bis 20.00 Uhr.)

"Aus meinen Werken lassen sich Geschichten spinnen, nicht nur in Worten, sondern auch in Gestalten und Figuren". sagte einmal Fredy Ambroschütz. Er ist ein hervorragender Geschichtenerzähler auch in seinen, an Äusserlichkeit streng reduzierten Figuren. So wird der Garten von Carolyn Heer zum Geschichtengarten. Informationen zu Künstler und Ausstellung

14. Mai 2021

 

Aufgeschnappt im Internet:
Empfehlenswerter Blog für
Karl-May-Interessierte

 

Wolfgang Hermesmeier

                                          Notizen eines Bücherwurms aus
                                          der Karl-May-Welt

Wie oft habe ich doch im Standard-Werk von Wolfgang Hermesmeier und Stefan Schmatz nachgeschlagen. Vor gut zwanzig Jahren - ich war längst als Sammler unterwegs - da war sie wie eine "Erlösung", die Bibliografie der Editions-geschichte der Karl-May-Werke von 1913 - 1945. Zusammen mit Hainer Plauls "Illustrierte Karl May Biografie" habe ich mich langsam von der Praxis des Sammelns in die Sphären des Erfassens, der Ordnung, der Orientierung empor-
gearbeitet. Damals war das Angebot und die Nutzung des Internets bezüglich Karl May noch weit weniger verbreitet. Inzwischen gibt es viele Websites und Blogs, interessante, gute, zuverlässige und solche mit verbreiteter Social-Media-Geschwätzigkeit, Einer der interes-santesten neuen Blogs, mit Ankündi-gungen, Entwicklungen und Features), hat

der "Bücherwurm" Hermesmeier aufgegleist. Es lohnt sich da herumzustöbern und, und das eine oder andere als Hinweis, Information oder Wissenserweiterung zu speichern. Auch Karl May ist eben schon tüchtig viral unterwegs. Da lohnt es sich, den Link zu zuverlässigen Websites zu speichern und sich nicht nur unterhaltend (was durchaus auch legitim ist) durch die Karl-May-Welt zu bummeln, sondern auch mit dem Anspruch, neuen Erkenntnisse und Entdeckungen und neuem Wissen zu begegnen.

12. Mai 2021

 

Kunstkatalog-Sammlung:

 

Sophie Taeuber-Arp
Gelebte Abstraktion


                                          Ausstellung: Kunstmuseum Basel - 20.03.–20.06.2021

                                                              The Museum of Modern Art, New York

Die Schweizerin Sophie Taeuber-Arp (1889–1943) war eine Pionierin der Abstraktion. In ihrem interdisziplinären Schaffen ebnete sie mit scheinbar spielender Leichtigkeit die althergebrachten Grenzen zwischen Kunst und Leben ein. Die Experimentierfreude der Avantgarde-Zirkel von Zürich und Paris, denen sie angehörte, und ihre kunsthandwerkliche Ausbildung und Lehrtätigkeit verschmolzen zu einer gelebten, angewandten Abstraktion, mit der sie nahezu alle Lebensbereiche gestaltete. Bei ihrem tragischen Unfalltod 1943 umfasste ihr Œuvre Textilien wie Kissen und Tischdecken, Perlarbeiten, ein Marionettentheater, Kostüme, Wandmalerei, Möbel, Architektur, Grafikdesign, Malerei, Zeichnung, Skulptur und Reliefs.  Weiterlesen hier

12. Mai 2021

 

Sophie Taeuber-Arp & Hans Arp :

Cooperations – Collaborations

 

Ausstellung Hauser & Wirth, Publischera
                                              Rämistrasse 5, Zürich
                                              0
9. April – 26. Juni 2021 (Di.- Fr. 10.00-18.00)

Zeitgleich mit der grossen Sophie Taeuber-Arp-Retrospektive im Kunstmuseum Basel präsentiert Hauser & Wirth Publishers HQ in Zürich die Ausstellung Sophie Taeuber-Arp & Hans Arp: Kooperationen - Kollaborationen.

Die Schau versammelt eine Auswahl seltener Künstlerpublikationen von Sophie Taeuber-Arp und Hans Arp aus der Sammlung von Daniel Segmüller und Ruth Seiler.

Hier die Beiträge, die deutlich älter sind als drei Wochen.

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie jederzeit zu finden. (Direktzugang zum Archiv ab März 2019)

07. Mai 2021

 

Eric de Kermel

 

La Libraire
de la Placer aux Herbes
Roman

 

2017, Editions J'ai lu,  Paris
Taschenbuch, 286 Seiten, Französisch
ISBN 978-2-290-16354-2
Illustrationen: Camille Penchinat

Die Vorstellung, dass Nathalie, das Herz der Buchhandlung am «Place aux Herbes» im südfranzösischen Städtchen Uzès die Geschichten nicht selber erlebt und erzählt hat und auch mich in ihrem kleinen Bücherladen empfangen und beraten würde, fällt mir schwer. Ich habe Nathalie kennengelernt, von der ersten bis zur letzten Seite, und darüber hinaus. Doch ich weiss – ich wusste es schon, bevor ich zu lesen begann – dass sie und ihre Gäste nur in der Fiktion des Autors lebten, dass sie aber immer wieder in Uzès einziehen werden, sobald das Buch irgendwann und irgendwo von Menschen gelesen wird. Von Menschen, die Bücher lieben. Es gibt so vieles im Buch, das nicht nur in der Fiktion vorkommt, vieles was es auch in der Wirklichkeit gibt: die Buchhandlung in am «Place aux Herbes»; die Bücher, von Schriftstellerinnen und Schriftsteller die leben oder gelebt haben; das Leben im Städtchen, eingebettet in eine lange Tradition; in einer Gegend, in einer Landschaft, die es so noch immer gibt.   Weiterlesen hier

04. Mai 2021

 

Aufgeschnappt in der "Welt" vom
02. Mai 2021 in der Serie "Kopf des Tages"

 

Deutschlands beliebtester Autor
war ein Dieb und Betrüger

                                                 von

Karl May als Old Shatterhand  - (picture-alliance/akg)
Karl May als Old Shatterhand - (picture-alliance/akg)

"Als Erfinder von Winnetou und Old Shatterhand verehrten Generationen Karl May. Dass an seinen Romanen über den Wilden Westen ungefähr gar nichts stimmte, störte nicht. Ebenso wenig wie seine Vorgeschichte."

Nun folgt die Story, die zwar korrekt ist, aber so grell und so gar nicht auf dem Level der neueren Karl-May Rezeption. Eine Geschichte, die mehr als hundert Jahre zurückliegt und vielmehr Facetten aufweist als diese historische "Auf-waschung" im Stil des Boulevards ("Bild" lässt grüssen!"). Aber in seriöser Aufmachung unter dem Titel "Welt-geschichte". Die Serie ist auch via Facebook zu erreichen. Entsprechend gibt es da viele Kommentare (mehr als 40) in entsprechendem Social-Media-Ton (viel mehr Kommentare als zu den anderen Geschichten der Serie.

Hier der Link direkt zum Artikel            

03. April 2021

 

Zum Bild des Tages

vom 23. April 2021

 

Das Bild - tagesaktuell und spontan aufgenommen - war kein Irrtum. Aber der Text stimmte nicht. Der hübsche

Vogel, der den verblühten Löwenzahn bearbeitet, ist kein Buntspecht. Er hat sich zwar nicht gewehrt, so benannt zu werden, doch man hat mir versichert, es handle sich hier um den Stiegliliz (Carduelis carduelis), auch Distelfink genannt. "Seine Nahrung setzt sich aus halbreifen und reifen Sämereien von Stauden, Wiesenpflanzen und Bäumen zusammen." (Quelle: wikipedia)

30. April 2021

 

Besuch bei Karl May in Radebeul

 

Zwei Minuten in der Welt von Karl May.
                                                 Video: Pr
emiere am 26.04.2021

Dreharbeiten im Karl-May-Museum. 
Die Ostsächsische Sparkasse Dresden feiert ihr 200jähriges Bestehen. Katharina Walter vom Förderverein Karl-May-Museum Radebeul e.V. hat im Rahmen eines Förderungsprojekts ein Video geschaffen, für das es (zugunsten des Vereins) ein Preisgeld von 500 Euro gegeben hat.

30. April 2021

 

Gestorben:

 

Ruth Brändli
Redaktorin, Produzentin, SRF

Die "Urgesteine" des ehemaligen Fernsehens DRS, heute SFR, die während vielen, vielen Jahren am Bildschirm, in der Produktion, den Redaktionen, aber auch im Hinter-grund das Fernsehen in der Schweiz entwickelt, aufgebaut und geprägt haben, verlassen diese Welt, ich bin fast versucht zu sagen, reihenweise. Gerade jetzt, in Corona-Zeiten, wo ein Abschiednehmen meist nur noch medial möglich ist. Wer langjährigen Wegge-fährtinnen und Weggefährten - eigentlich Pionierinnen und Pionieren des Fernsehens - 

nicht einmal mehr das letzte Geleit geben kann, erlebt etwas, was man zwar als "der Welten lauf" zu bezeichnen ist, aber unglaublich traurig macht. Das Fernsehen wurde nicht aus dem Nichts erfunden, das Programm gestaltete sich nicht allein aufgrund immer wieder neuer technischer Möglichkeiten, sondern es waren Mens-chen die es während Jahren, ja Jahr-zehnten, entwickelt, gestaltet und geprägt haben. Und zwar im Sinn des kürzlich verstorbenen Fernsehdirektors, Peter Schellenberg, der sich immer dafür eingesetzt hat, "dass das Schweizer Fernsehen auch ethische Grundsätze verfolgt und die Menschen, auch die Zuschauer, nicht einfach nur zu Objekten macht."
Dafür aber braucht es - auch im Hintergrund - Macher und Macherinnen, wie Ruth Brändli, die In unserem Individualisten-Team Seele und Herz zugleich war, ohne es sein zu wollen. Sie war es einfach. Allen zugetan. Immer offen und hilfsbereit, immer gut drauf, immer da wenn man sie brauchte.Wir werden sie nie vergessen." (Mit diesen Worten hat heute Kollege Beat Hirt die traurige Botschaft von Ruth Brändlis Tod dem Team des ehemaligen "Sonntagsmagazins" per Mail übermittelt.)

27. April 2021

 

Weinauktionen:

 

Dr. Spengler & Partner AG
Franz Wermuth

Collection 13

 

Leicht "gespenstisch" war die Situation im Saal des Hotels Hilton - eine typische "Corona-Anordnung" - zwei Meter Abstand (nach allen Seiten) - alle Bietenden mit Schutz-maske, nur der versierte Auktionator ohne (während des Ausrufens). Es war wieder die erste (auf 25 Plätze beschränkte) Saalauktion seit dem Corona-Stop im Herbst. Allerdings ohne vorgängige Degustation (Auktions-Muster) und ohne die traditionellen "Häppli" in der Mittagspause. Es wurde pausenlos - gut drei Stunden - geboten, auf rund 630 Lots.

Wie immer waren die schriftlichen Gebote eine "solide" Grundlage für den Einstieg von (fast) jedem Angebot. Die Schätzwerte lagen meist über den konkreten Einstieg, sodass nur wenige (spezielle) Bieter-gefechte entstanden. Es gab auch (verhältnismässig) wenige extreme Abwei-chungen nach oben und nach unten. Die Nachfrage (wie üblich) bei "grossen" (be-rühmten) und kultigen Weinen, sonst eine Auktion "as usual". Eine detailierte Analyse folgt nach der Auktion der "Wein Börse) - siehe Katalog (links unten).

Weinauktion:

 

Weinbörse in Bad Ragaz
Samstag, 08. Mai 2021

10.00 Uhr bis ca.. 17.00 Uhr
Grand Hotel Quellenhof, Bad Ragaz

 

Es ist traditionelle die Lieblings-Weinauktion der Schweizer Weinfreunde und -sammler. Zwar auch bedeutend "internationaler" als noch vor Jahren und relativ gut mit dem Internet verbunden (Vorgebote und Nachauktion). Trotzdem treffen sich noch immer Weinfreund und -sammler zu einem kleinen "Familientreffen". Ob dies auch so sein wird in Corona-Zeiten und welche Einschränkungen es geben wird, weiss man noch nicht so genau. Zu erfahren hier auf der Website der Weinbörse (wo auch der Katalog herunter-geladen oder bezogen werden kann).

30. April 2021

 

Kultur in Corona-Zeiten:

 

Oper Fidelio
von Ludwig van Beethoven

 

Das Opernhaus Zürich bietet über das Wochenende eine weitere Produktion aus der Streaming-Reihe «Souvenirs» an. Auf der Website ist ab heute die Aufzeichnung der Oper Fidelio mit Jonas Kaufmann als Florestan kostenlos als Video on Demand abrufbar.

Die Aufzeichnung aus dem Jahr 2004 ist bis Sonntag, 22. Mai, 24.00 Uhr verfügbar.
Untertitel sind in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch verfügbar. Dafür im Video auf das Symbol mit dem «CC» klicken.

Gleichzeitig teilt das Opernhaus Zürich mit:"Alles neu macht der Mai – und so öffnen wir ab morgen, Samstag, den 1. Mai, endlich wieder unsere Türen für unser Publikum. Wenn auch nur vor 50 Zuschauer*innen, so freuen wir uns dennoch über eine ausverkaufte Premiere des

zweiteiligen Ballettabends Walking Mad mit Choreo-grafien von Edward Clug und Johan Inger.

Mit der Neuproduktion Viva la Mamma am Theater Winterthur mit Sänger*innen des Internationalen Opernstudios steht am 8. Mai bereits die nächste Premiere des Opernhauses vor der Tür.


18. April 2021

 

Tod eines Weggefährten:

 

Peter Schellenberg
Journalist, Medienschaffender,

sechzehn Jahre Fernsehdirektor

 

Um die Osterzeit im Jahr 1964 tauchten wir beide an der Kreuzstrasse in Zürich auf, in den engen Räumen der Informationsabteilung der damals noch jungen Institution Fernsehen der deutsch-sprachigen Schweiz.

Wir beide waren Cineasten, liebten also den Film und wollten ihn - jeder auf seine Art - irgendwie "erobern". Wir starteten unseren beruflichen Gang zur  gleichen Zeit, am gleichen Ort, mit dem gleichen Ziel: Filme zu machen. Dies war damals nur möglich in den noch ungefestigten Strukturen des noch sehr jungen Schweizer Fernsehens. Dies war das erste Team, das Peter Schellenberg (hier ca. 1968), fünfter von recht, zusammengestellt und geführt hat, um täglich die "Antenne" - eine 20minütige Sendung mit regionalen Themen - zu gestalten.

Weiterlesen hier

Peter Schellenberg war von 1988 bis 2003 im Amt. Solange wie keiner seiner Vorgänger. Schellenberg baute das damalige SF- und DRS-Programm um und schuf mehrere neue Sendungen. Keiner baute SF DRS so gründlich um wie er. "Schäll" setzte mit Sendungen wie "10vor10" auf Infotainment. "Lüthi und Blanc" und "Viktors Programm" brachten die notwendige Publikumsnähe, um im Kampf gegen die Privatsender zu bestehen. In seiner Amtszeit vervielfachte sich die Zahl der Konkurrenzsender auf rund  50. SF DRS konnte jedoch dank des Modernisierungsschubs den hohen Marktanteil von 42 Prozent halten. Weil sich Schälli 1997 mit seinem Konzept eines Senders auf zwei Kanäle beim Bundesrat definitiv durchsetzte, konnte SF DRS danach mit doppelter Kraft um die Gunst der Zuschauer buhlen. Schälli war der beste und innovativste Fernsehdirektor, den wir je hatten.  Danke Schäll !"

15. April 2021

 

Dr. Spengler & Partner AG
Franz Wermuth

Weinauktion
Collection 13

 

Endlich kann ich die Beobachtung und Berichterstattung der vier bedeutenden Anbieter in Zürich wieder aufnehmen, in der Hoffnung, es sind bald wieder Präsenzauktionen im grösseren Rahmen möglich. Seit rund zwanzig Jahren beobachte, vergleiche und kommentiere ich den Wein-Auktionsmarkt, im Wissen und in der festen Überzeugung, dass sich nur so Trends und Entwicklungen im Bereich Wein frühzeitig erkennen lassen.

Beim Wein geht es nicht nur um einen (bedeutenden) Markt, sondern - bei einem bestimmten Segment - auch um die Bedeutung für "Sammler". Natürlich gibt es die "Sammler", die mit dem Produkt Wein "spekulieren" (d.h. Kaufen und Ver-kaufen), natürlich gibt es die Händler, die auch "alte" Weine (Jahrgänge, Kultweine, Prestigeweine etc.) anbieten (und dafür auf Auktionen einkaufen). In meinen Auktions-berichten wende ich mich vor allem an die "kleinen" Sammler, welche ihre Sammlung hüten und pflegen (und vor allem immer wieder ergänzen). Sie sind besonders auf "Trendinformationen" angewiesen, denn kaum ein Sammelgebiet ist von so vielen Faktoren (Markt, internationale Entwick-lungen, Ernte, Mode etc.) wie eine gepflegte Weinsammlung. Corona hat auch den Wleinmarkt tüchtig durch-einander geschüttelt, so dass erste Einschätzungen (für Sammler) - nach dem  Höhepunkt der Krise - besonders gefragt sind.

Weiterlesen hier

18. April 2021

 

Echo auf Neuerwerbung:

(Wer schreibt, dem wird geschrieben)

 

Bildpostkartenserie

Karl May Postkarte No. 1

Am 19. Februar 2021 habe ich hier in der Rubrik "Neueingänge 14" folgenden Eintrag gemacht: " Die Karte ist "gelaufen", und zwar am 10. November 1898 in Wien abgeschickt nach Herzogenburg (Niederösterreich) ins Augustiner-Stift. Absender auf der Vorderseite nur mit Vornahme "Gruss Wolfgang". Die Adresse: (schwer zu lesen).

Dazu folgende Mail erhalten: "Sehr geehrter Herr Zuellig, Ihren Blog habe ich eher zufällig

Stiftskirche Herzogenburg AU
Stiftskirche Herzogenburg AU

gefunden  und etwas gestöbert (man kann damit ja Stunden verbringen). Unter "Neueingänge 14" beschreiben Sie am  19. Februar 2021 eine gelaufene Nr. 1 der bekannten Fehsenfeld-Bildpostkartenserie. Bei der Entzifferung sind Sie unsicher. Der gesuchte Name heißt tatsächlich Frigdian Preleiterer. Ist wohl ein eher seltener Vorname. Google hat ihn aber gefunden, interessanterweise auch in Herzogenburg, denn den Grundstein für die dortige Stiftskirche legte 1743 Frigdian Knecht. Allerbeste Sammlergrüße - Wolfgang Hermesmeier"

(Wolfgang Hermesmeier beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Karl May – Schwerpunkt: Bibliografie und Werkgeschichte. Er publiziert seit 1998 – in den einschlägigen Magazinen der Karl-May-Szene, vor allem in Karl May & Co). Wolfgang Heresmeier hat jetzt auch einne eigenen Blog eingerichtet, der künftig auch einige exklusive Beiträge enthalten wird

https://www.karl-may.berlin/wordpress/archive/98 

Alle anderen Notizen betreffen derzeit Neuerscheinungen und Ankündigungen.

18. April 2021

 

Echo:

 

Wer schreibt, dem wird geschrieben...

 

Zum Tod von Hans Weiss schrieb MN:

"Hallo, mir bedauern habe ich heute bei der Suche nach Hans Weiss auf ihrer Homepag erfahren, dass Hans leider verstorben ist. Auch ich hatte über die Bücher Kontakt zu ihm und war auch schon vor vielen Jahren bei ihm in Flawil. Auch er kam bei seinen Touren nach Altstätten mich an der Arbeitsstelle zu besuchen. Wir hatten nur losen Kontakt und ich habe in vielleicht 3x im Jahr angerufen und ein wenig geplaudert. Letztes der Festnetznummer, die Hoffnung, dass er mal zurück ruft hat sich leider nie erfüllt. Da ist ein sehr angenehmer Mensch und fairer "Geschäftspartner" von uns gegangen. Schön, dass es noch Menschen gibt, die ihn  hier noch einmal aufleben lassen. Schöne Grüsse und alles Gute MN"

Herzlichen Dank für Anteilnahme und ihr schönes Echo. Ich werde zum Gedenken an den verstorbenen Freund in den nächsten Wochen nochmals einige Bildserien aus seiner Kamera hier veröffentlichen..  Peter Züllig

27. April 2021

 

Zugang zum Archiv

 

Seit Jahren ist der Zugang zum Archiv meiner Website suboptimal, das heisst kompliziert und unvollständig. Deshalb
                                        habe ich seit April 2019 einen einfacheren (geordneten) Zugang geschaffen. Alle Beiträge ab diesem Datum sind direkt über dieses Archivverzeichnis zu erreichen.  Im Menü (rechts) über Archiv Direktzugang ab April 2019. Auf dieser Seite sind alle Beiträge nach Rubriken aufgelistet (alphabetisch) und mit direktem Link in die Archivschubladen versehen (antippen!). Die Suche mit Stichworten kann dann via CTRL+F (Suchfunktion) erfolgen. Im Augenblick sind immerhin 312 Texte (mit Bildern) so abgelegt.