Freuden und Leiden eines Sammlers

19. Oktober 2021

Rubrik "Getrunken"

 

Elio Altare: Langhe Rosso «La Villa 1991, Piemont, Italien

17. Oktober 2021

 

In eigener Sache:

 
Unser Dorf

von Peter Züllig

 

Das erste Buch, in das ich als ABC-Schütze meine Nase steckte – daran erinnere ich mich noch gut – hiess «Unser Dorf». Darin waren Bilder und die dazu gehörende Buchstaben aufgereiht: Strasse, Kirche, Bach, Bäcker, Post… Kurzum, mit diesem Werk lernte ich lesen und mit dem Lesen unser Dorf kennen. Vor allem lernte ich, was zum Dorf alles gehört. Strasse, Kirche… Post. Dinge, die man heute noch (möglichst in der Nähe) zum Leben braucht, um wirklich daheim zu sein. Natürlich ist inzwischen vieles anders geworden, moderner, sagt man. Die «Nähe» ist nicht mehr ein Umkreis von ein paar hundert Metern, das Unerreichbare nicht mehr Amerika. Da denkt man schon eher an Kilometer, an das Weltall, an den Mond. Auch die Technik ist anders und ein paar Grundbedürfnisse haben sich gewandelt, der Zeit angepasst. Das Telefon braucht kein Kabel mehr, sondern ist allgegenwärtig. Kinder gehen nicht mehr stundenlang zu Fuss zur Schule, sie werden gebracht, mit dem Auto. Der Metzger, der Bäcker, der Doktor… sie haben ihre Geschäfte, ihre Praxen geschlossen. Zu wenig rentabel, zu aufwändig, für die Kunden zu teuer, zu wenig Auswahl… Und so ist das Dorf nicht mehr ein Dorf, sondern ein stramm verwalteter Wohnort geworden , wo man schläft, zur Toilette geht und bestenfalls die Blumen auf dem Balkon oder im Kleingarten pflegt, den Vorplatz sauber hält und den Schmutz möglichst dem «öffentlichen Bereich»" zuschiebt. Jetzt geht auch die Post, nachdem die «Briefträger» (oder sagt man jetzt «Brieftragende»?) durch stets wechselnde, anonyme Verteilernetze vertauscht hat. Die Post, als Dienstleister, als sozialer Anker im Dorf, wird durch elektronisch gesteuerte Wäge-, Frankier- und Versandsysteme ersetzt. Selbstbedienung spart kosten. Da haben ein paar Planer und Gestalter nie ihre Nase in das Gewährbuch «Unser Dorf» gesteckt und kurzerhand den Begriff «Dienstleistung» durch wirtschaftliche Leistungsnormen und Zwänge ersetzt. Es lebe der Gewinn!    (213)   

Hier die bisher veröffentlichten Kolumnen  

20. Oktober 2021

 

 

Direkt zum "Bild des Tages

06. Oktober 2021

Neueingang Karl-May-Sammlung:

 

Kino-Aushangfotos zum Film
Old Surehand 1. Teil   (1965)


20. Oktober 2021

 

Sammlerecke

 

Die "Sammlerecke" erscheint etwa einmal in der Woche.
Sie beleuchtet Probleme, Hinweise, Beurteilungen, Erfahrungen, Tipps etc.aus dem Bereich des Sammelns.

Heute:

(Bild: dpa)
(Bild: dpa)

06. Oktober 2021

Steuern  (027)

Wer denkt schon an das Finanzamt oder an die Steuererklärung, wenn es darum geht eine Sammlung aufzubauen. Meistens ist das Sammeln ein Spiel, ein Hobby, ein Ort der Entspannung und Freude. Es gibt zwar - ich habe es schon mehrmals angesprochen - Sammelobjekte, die man nicht irgendwo findet (die als Objekte keinen grossen Wert haben) und die man  zu einer Sammlung zusammenfügt (ohne dass der Materialwert steigt) im besten Fall wird die ganze Sam-mlung irgendwann einmal "wertvoll" (weil rar, einmalig, interessant etc.)- Es gibt aber auch Sammelobjekte, die man kauft (kaufen muss), weil sie einen gewissen Handels-wert haben (Weine, Schmuck, Autos, Kunst). Es sind also meist (gute oder schlechte) Kapitalanlagen. Da möchte der Fiskus sehr wohl mitreden.

Weiterlesen hier

20. Oktober 2021

 

Das Neuste zuerst

19. Oktober 2021

 

"Der Schuh des Manitu"

 

Musical
                                          vom  13.10.2021 - 09.01.2022
                                          im Deutschen Theater in München

"Der Schuh des Manitu hat dieses Jahr 20. Geburtstag und auf der Musicalbühne gibt’s die Party dazu. Besser kann man einen Runden einfach nicht feiern“, schwärmt "Bully" Herbig, der das Musical von Beginn an intensiv begleitet hat. Grundlage für die neue Inszenierung ist die Fassung der Uraufführung des Musicals von 2008, aber die Besucher im Deutschen Theater München erwartet viel Überraschendes, ein innovatives Bühnenbild und natürlich ein superamüsantes Spektakel. Die Musik stammt von Martin Lingnau und die Liedtexte schrieb Heiko Wohlgemuth, der auch zusammen mit John von Düffel das Buch schrieb."

Mehr Informationen hier

16. Oktober 2021

 

Bildspaziergang

Von der Zirkusromantik
zur Lightshow

Zirkus Knie gastiert in Zürich

Von Romantik ist wenig übrig geblieben. Das Laute, Grelle, Schnelle hat das Zepter übernommen. Perfekt! Perfekte Leistung, perfekte Technik, fast perfekte Show. Eine Show, die gegen das Smartphone, das Internet, die Dauerattraktion antritt. Nicht gegen den "grauen Alltag", gegen die Konkurrenz der Vergnügungsindustrie. Las Vegas ist nicht nur in den Stuben, auf den


Bildschirmen, in den Köpfen angekommen. Las Vegas auf dem Sechseläuten-Platz. Der Bögg ist verbrannt, die Show kann beginnen.

15. Oktober 2021

 

Franz Kandolf
Der Karl May Kaplan vom
Gasteig Spita
l

Ausstellung im Haidhausen-Museum in München vom 03. Oktober 2021 bis
23, Januar 2022.
Geöffnet: Sonntag 14 bis 17 Uhr, Montag/Dienstag/Mittwoch 17 bis 19 Uhr.

Erstausgabe von "In Mekka" (Bild rechts), die damals noch keine Nummer in Mays Gesamtwerk bekommen hat, weil es nicht von Karl May geschrieben wurde, sondern von einem umtriebigen katholischen Priester, Frannz Kandolf, der elf Jahre nach Karl Mays Tod eine Fortsetzung von Mays "Am Jenseits" (Band 25) geschaffen hat. Erst weitere elf Jahre später (1936) wurde dann  das Werk als Band 50 offiziell in die Lister der May-Werke eingefügt.

Auch Band 60 - "Allah il Allah" - 1931 ins Mays Gesamtwerk aufgenommen, enthält eine stark bearbeitete Fassung von "Die Königin der Wüste" (1. Teil des Kolportageromans "Deutsche Herzen - Deutsche Helden" ) an der Franz Kandolf mitgearbeitet hat.  Weiterlesen hier

29. August 2021

 

Gesucht:

 

Frühe Ausgaben des Magazins
Karl May&Co.

 

Von den alten Rundbriefen (1985-1993) (Vorgänger von Karl May&Co.) fehlen noch viele Ausgaben. Zu viele um sie hier alle aufzulisten. Bei Angeboten bitte hier zuerst hier nachfragen..

Ab 1993 (Karl May&Co.) sind es die Ausgaben Nr. 57, Nr. 59-66, Nr. 74, Nr. 76, Nr. 79-86, 
Nr. 91 und 92 die fehlen. Von diesen Ausgabe an ist meine Sammlung von Karl May&Co. vollständig.

Bild des Tages   20. Oktober 2021 (Bild 3491)

 20. Oktober 2021 - Der Himmel über B...
20. Oktober 2021 - Der Himmel über B...

Seit acht Jahren stelle ich hier täglich ein aktuell aufgenommenes Bild vor, tagebuchartige, bildliche Gedanken zum Tag. In der Regel sind es keine sensationellen Momente, vielmehr Alltagsbeobachtungen und Ausdruck einer Befindlichkeit in einer sich dauernd wandelnden Welt und Zeit.
Hier geht es zum Archiv der bisher eingestellten Bilder. Die Aufnahmen sind in der Regel auch auf der Fotoseite Pinterest eingestellt

20. Oktober 2021

 

Anton Adam  (Leiter Technik bei Tonhalle-Orchester Zürich, frühe SRF, Stein am Rhein)

 

"Die Herbstzeit geniessen"

Fast täglich erreichen mich auch Gastbilder, die ich auf meiner Homepage gerne aufnehme. Sie bleiben in der Regel vier bis sieben Tage hier auf der Frontseite als "Gastbeitrag". Nachher verschieben sie sich ins Gästearchivdas weiterhin zugänglich ist.

Liebe Freunde,

liebe Gäste.

Vor gut sechs Jahren habe ich mit dieser Website begonnen, vor allem um meine Sammlertätigkeiten zu koordinieren und die verschiedenen - zum Teil anspruchsvollen -  Sammlungen auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Was mit ein paar Seiten begonnen hat, ist gewachsen und hat sich ständig erweitert. Weit über meine Hobbys hinaus. Sie wird inzwischn täglich sehr rege genutzt, nicht zuletzt  weit über Gespräche unter Sammlern hinaus. Zum Beispiel zur Information, zur Nutzung des Archivs, zur Verbindung mit interessanten Websites. Die einzelnen Bereiche erscheinen auf dieser Frontseite thematisch gut bezeichne, aber nur nach Aktualität geordnet, nach dem Prinzip einer bunten Illustrierten. Die Beiträge bleiben rund einen Monat auf der Einstiegsseite, dann werden sie in die Ressorts verschoben, dort archiviert und immer zu erreichen über die Menüleiste auf der linken Seite. Da muss man sich dann halt durch die immer differenzierter aufgeteilten Seiten "wühlen" oder eben "linken".

Viel Vergnügen wünscht
Peter Züllig, der Sammlerfreak.

 

Link zu den vorgestellten "Weinen des Tages"

Archivierte Themen der letzten Zeit

 

09.06.2021 Weingeflüster:

         Aus zwei macht eins

05.06.2021 Bubikon:

         Gemeindezeitung

03.06.2021 Karl-May-Spiele:

         Elspe 2021: Der Ölprinz

23.05.2021 Gelesen:

         Elena Ferrante

19.05.2021 Karl-May-Spiele:

         Mörschied: Halbblut

18.05.2021 Kultur in Bubikon:

         fritz-menagerie

15.05.2021 Weinauktion:

         Denz-Auktion 276

         Wein des Tages

Diese kleine Rubrik fällt in Zukunft aus. Einige der zitierten Weinfreunde haben sich daran gestört, dass sie auf dieser Website erwähnt und ihre Tipps (nur positive) anderen Sammlern zugänglich gemacht wurden. Schade! Doch die kleine Dienstleistung kostete mich viel Zeit und bedeutete oft auch grossen Aufwand (fehlende Angaben, falsche Zuordnung, ungenaue Bezeichnungen etc.). Es wurden immerhin bisher etwa 1'000 Weine "vorgestellt". Ich - und wohl auch die Nutzer - sind allen dankbar für die  vielen und guten Tipps.

Peter Züllig, Sammler und Weinfreund.

 Hier meine Erklärung zu Sinn und Zweck der Rubrik "Wein des Tages".


Hier Beiträge der letzten Tage

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel zu finden.      

16. Oktober 2021

 

Gastkommentar:

 

Der Klimawandel

 

In der Rubrik "Der Denker" veröffentliche ich bereits zum dritten Mal ein längeres Essay (3 Folgen) von Peter Flubacher, der sich zu aktuellen

Simonetta Sommaruga (Bild: Keystone)
Simonetta Sommaruga (Bild: Keystone)

politischen, gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen Fragen Gedanken macht. Heute die zweite Folge zum Thema: Klimawandel.

:

Frau Bundesrätin Sommaruga, der Klimawandel und das Märchen vom Duschen ohne nass zu werden

 

Weiterlesen hier

12. Oktober 2021

 

Medien:

 

Klischees vom Wilden Westen

 

Fernsehpremiere des Spielfilms "Feinde - Hostiles'  von Scott Cooper mit Christian Bale, Ben Foster udn Rosamung Pike im ZDF am 10. Oktober 2021. (Wiederholung: 13.10.2021 - 00:15 Uhr). 

Feinde - Hostiles   (Bild: screenshot)
Feinde - Hostiles (Bild: screenshot)

Wieder taucht - schon im Vorfeld bei der Werbung - die Frage nach dem Klischee "Wilder Westen" auf:

Ein Spiel mit den Klischees

Der Mann bei lebendigem Leib skalpiert, die zwei kleinen Mädchen und gar ein Baby kaltblütig erschossen. Mit dieser schockierenden Tristesse begrüßt "Feinde - Hostiles" den Zuschauer. (Zitat "Gala (Magazin Gala vom 11.10.2021)
Und im "Stern": "In Deutschland herrscht eine seltsam romantische Verklärung, wenn es um den Wilden Westen der USA geht. Karl May erschuf die oft zitierte und noch öfter persiflierte Bromance zwischen Winnetou und Old Shatterhand."  (11.10.2021)   Weiterlesen hier

10. September 2020

 

Kreiselkunst

 

Zu den ältesten Rubriken dieser Website gehört  "Kreiselkunst". Angeregt von einem Sammlerfreund,
startete ich hier immer wieder Aufrufe zum bildlichen 
Erfassen von attraktiven, skurrilen, interessanten Verkehrskreiseln. Inzwischen sind es mehr als 100
Verkehrs-Rondellen (mit ganz unterschiedlichem "Schmuck"), die hier vorgestellt wurden. Anfänglich nur mit einem Bild, allmählich
auch mit kleinen Reportagen. Hier geht es zu den bisher vorgestellten Kreisel.

Auf die Idee Verkehrskreisel zu fotografieren, kam schon vor dreissig Jahren der Fotograf Andreas Züst (1947-2000). Erst nach seinem Tod erschien 2003 das Buch "Roundabout", das heute noch  wegweisend ist.

Inzwischen gibt es aber auch mehrere Webseiten zum Thema Kreiselkunst.

Leider sind die Anregungen, Zuschriften und Bilder, die mich anfänglich immer wieder erreicht haben, eher selten geworden. Hier nochmals die Adresse für Hinweise, gerne auch mit Bildern und Angaben (Künstler, Entstehung und Daten etc.)

29. Juli 2021

 

Kreiselkunst auf Zeit:

 

Sunsoul und Soulmoon in Bad Zurzach

 

"Kreisel auf Zeit", das gibt es da und dort. Zwar bleiben die Kreisel (als Verkehrsführung), doch die Gestaltung wird verändert. Einerseits sind es oft Experimente, bei denen man nicht weiss, wie sie bei der Bevölkerung ankommen, andererseits möchte man mehreren Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit geben, sich und ihr Werk zu präsentieren.

(Foto:  Blog Mys Züribiet, Lovey Wymann)
(Foto: Blog Mys Züribiet, Lovey Wymann)

Die Kreiseldrachen "Sunsoul" (links) und "Soulmoon" (rechts) sind die ersten wirklich outdoor tauglichen Objekte des Ateliers Oechsli in Bad Zurzach. Sie sind aus Acrylic One gefertigt und für die Saison 2021 in den Kreiseln von Bad Zurzach, an der Rheintalstrasse und an der Hauptstrasse - bei den beiden Dorfeingängen zu sehen. Doch es ist nur ein Kreiselschmuck "auf Zeit", weil die beiden Kreisel jedes Jahr wieder neu gestaltet werden.   Weiterlesen hier

22. Juni 2021

 

In eigener Sache:

 

Verkehrskreisel

 

Vor sieben Jahren, am 27. Februar 2015, habe ich diese Rubrik auf meiner Website eingerichtet. Zuerst nur mit einem Foto eines Kreisels, später mit Beschreibungen, Situierung und  oft auch mit einer Würdigung des Künstlers. 86 Kreisel sind es geworden. Die Anregung stammt von meinem langjährigen Freund Hans Weiss (täglicher Wettstreit um das "Bild des Tages"), der auch viele gute Aufnahmen selber beigesteuert hat.

Die nicht ganz ungefährliche Fotografiererei mitten im Verkehr wurde ihm allmählich zu mühsam (und gefährlich), sodass ich die meisten Kreisel selber aufnehmen musste. Vor etwas mehr als einem halben Jahr ist nun Hans gestorben. Sein letztes Bild stammt von seiner Fahrt zum Pflegeheim. Zudem kam "Corona", welche die "Beweglichkeit" auch für Chronisten stark eingeschränkt hat. So ist dieser Rubrik nicht nur eingeschlafen, sogar fast "mitgestorben". In Andenken an meinen Freund möchte ich die Rubrik, die Hans angeregt und bis zum Schluss begeistert hat, weiterführen, denn auch ihm waren gut gestaltete Kreisel eine Freude. Vielleicht lässt auch Corona die Bildspaziergänge wieder häufiger zu.

Hier die Beiträge der letzten Wochen

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel wieder zu finden. 

06. Oktober 2021

 

Neuerscheinung:

 

Magdalena Kauz, Barbara Weibel

Assoziative Filmsprache
Unsagbares in Bild und Ton erzählt

2021, Herbert von Halem Verlag, Köln

295 Seiten, ISBN 978-37445-1988-5

Preis ca. 41 CHF.

 

Soeben eingetroffen!

 

Ein Fachbuch für Medienleute, die mit Bild und Ton arbeiten. "Nur" ein Fachbuch? Zu-erst müsste man das in aufregendem Rot präsentierte Buch den Fernsehverant-wortlichen auf (nicht unter) das Schlaf-kissen legen. Wette, dass dann einige - wenn überhaupt - nur noch schlecht schlafen können. Betrifft es doch das "Kerngeschäft" jeder audio-visuellen Kommunikation. Dann aber ist das Buch allen Konsumentinnen und Konsumenten von Bild/Ton-Informationen und -Geschich-ten (am Handy, am Bildschirm, im Internet, wo auch immer) in die Augen und den Verstand zu giessen, damit klar wird, warum das permanente Aufzählen in der Kommunikation nicht funktioniert, nicht funktionieren kann, das blosse  Aneinanderreihen von Bild- und Ton-Fetzen (sie mögen noch so attraktiv und aktuell sein) reine Zeit- und Geldverschwendung ist, sowohl für die Sendenden als auch für die Empfänger. Warum?
Das werde ich in der Besprechung des Buchs (sobald ich es genau analysiert habe) hier ausführlich formulieren.

05. Oktober 2021

 

Ausstellung in der Photobastei, Zürich

 

Elsbeth Leisinger, Zürich
Masken

 

Nachlese auf eine Ausstellung

05. Oktobeer 2021

 

Ausstellung "Sammelsurium"

In Bassersdorf

 

SammlerInnen und BastlerInnen aus Bassersdorf und Umgebung zeigten ihre Schätze während zweier Tage und geben Einblick in ihre Sammlungen oder zeigen eine Auswahl ihrer selbst kreierten Objekte.  Hier eine Nachlese

          26. September 2021

 

          Neueingang Karl May Sammlung

 

         Rainer Buck
        Indianer-Tod

 

         Pastor Wolff und der Mordfall Winnetou

          2016, Joh. Brendow&Sohn Verlag, Moers DE
          ISBN 978-3-86606-846-0   200 Seiten

In der Regel werden die "Neueingänge" der Karl-May-Sammlung auf der Frontseite nur mit Bild und Titel (verbunden einem entsprechenden Link) vorgestellt. (hier). Ab und zu gibt es aber Neuerwerbungen, die nicht nur Karl-May-Freunde und -Sammler interessieren, sondern von breiterem Interesse sind. Wie dieser Kriminalroman, der nicht direkt mit Karl May zu tun hat, sondern "Eine Homage ist an die vielen Karl-May-Bühnen in Deutsch-land und Österreich, wo bekannte und unbekannte Schauspieler Jahr für Jahr Karl Mays Geschichte zum Leben erwecken". Rainer Buck hat mehrere Bücher geschrieben, darunter (zusammen mit Jens Böttcher) ein wichtiges Werk als  Sekundärliteratur zu Karl May mit dem Titel: "Der Winnetou-Autor und der christliche Glaube", 2013 (natürlich längst in meiner Sammlung). Dieser Krimi, wo Pastor Wolff im "Mordfall Winnetou" auf der Spurensuche ist, kann auch als Hinweis (oder Zeugnis) zum Thema "Karl May im öffentlichen Bewusstsein" gesehen werden und gehört deshalb in eine Karl-May-Sammlung. Weiterlesen hier

30. September 2021

 

Wer schreibt, dem wird geschrieben

 

Ausnahmsweise ist es kein Echo. Vielmehr ein Missions-brief, den ich in diesen Tagen erhalten habe.

Bisher kamen ab und zu Missionare an die Haustür. Missionare verschiedener Glaubensgemeinschaften, die ich immer höflich aber bestimmt abgewiesen habe. Corona ist es geschuldet, dass Haus-besuch nur noch schwer möglich sind, also wird die von den Sekten verlangte Missionierung ins Internet verlegt. Und so bekam ich diesen Brief aus der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehowas. Da ich Briefe, die mich sich an mich richten (und erst noch von Hand geschrieben sind) grundsätzlich in der Rubrik "Echo" beantworte, tue ich dies auch in diesem etwas speziellen Fall.

"Sehr geehrte Frau ……

Besten Dank für Ihre Zeilen und den Hinweis auf die Bibel. Das ist ihr fester Glaube und den sollen Sie sich auch bewahren, solange sie können und damit glücklich sind. Die Bibel nimmt sicher einen wichtigen Platz im Kulturgut und im Leben viele Menschen ein.   Weiterlesen hier

26. September 2021

 

Aufgeschnappt von Ruedi Widmer,

Cartoonist bei Das Magazin, Die Wochenzeitung (WOZ)

 

"Heute wieder Demo" (Tages-Anzeiger, 25.9.21)

 

30. September 2021

 

Ausstellung "Sammelsurium"

In Bassersdorf

 

Samstag, 2. Oktober 2021    -    10.00 bis 17.00 Uhr
Sonntag,  3. Oktober 2021    -    10.00 bis 16.00 Uhr

                                              Aula im Schulhaus Chrützacher, Bodenacherring 46

Unser Mitglied im  Karl-May-Freundeskreis schreibt:

 

"Liebe Karl May Freunde

Diese Ankün-

digung habt ihr schon einmal erhalten. Leider konnte der Anlass wegen Covi-19 nicht durchgeführt werden.  Nun versuchen wir es nochmals  Es würde mich freuen an dieser interes-santen Ausstellung, an der ich ebenfalls mitwirke, den einen oder anderen von euch begrüssen zu dürfen.
Unter anderem stelle ich den nachempfundenen Henrystutzen, ein Original Winchester Gewehr Modell 1866 und die Silberbüchse von Winnetou aus.
Es grüsst euch  
Dölf

links: "Silberbüchse"
oben: "Henry-Stutzen", ein Modell von Adolf Kellenberger


16. September 2021

 

Gelesen:

 

Jean-Luc Bannalec
Bretonische Idylle

Kommissar Dupins zehnter Fall

2021, Kiepenheuer&Witsch, Köln

318 Seiten, ISBN 978-3-462-05402-6

Meine Bezeichnung «Heimwehliteratur» ist nicht korrekt, es könnte auch «Fernwehliteratur» sein oder eine Kombination der beiden. Auffälligstes Merkmal: das Schwärmen: für eine Landschaft, für Menschen, die darin leben, für ihre Gewohnheiten, für Traditionen. Nicht zu vergessen: für das Essen und Trinken, die Spezialitäten der Region und ihre kulinarischen Genüsse. Es sind Menschen aus anderen Ländern, anderen Kulturen, die irgendwo (in diesem Fall in Frankreich) eine neue «Heimat» gefunden haben, die sich da heimischer fühlen als die Einheimischen. Peter Malye, ein Brite in der Provence, war sicher nicht der erste. Doch er hat das Genre vor dreissig Jahren in Frankreich etabliert. «Mein Jahr in der Provence» war so authentisch, dass er schliesslich fliehen musste, um ein Stück Privatleben zu bewahren. In einer anderen Gegend war es ein Schotte, Martin Walker, der im Périgord (östlich von Bordeaux) seinen Sehnsuchtsort gefunden hat und da dem (fiktiven) «Dorfpolizisten» Bruno begegnet ist, dem sympathischen «Held» von bisher 13 Büchern. Etwas nördlicher, direkt am Atlantik, in der sagengetränkten Bretagne, genauer gesagt im südlichen Finistère. löst gerade «Monsieur le Commissaire Dupin» seinen zehnten kniffligen Fall. Erfunden hat ihn ein Deutscher, der sich Jean-Luc Bannalec nennt und eigentlich in Frankfurt lebt, wenn er nicht gerade an seinem zweiten Wohnsitz in der Bretagne ist.   Weiterlesen hier

31. August 2021

 

Sammlung Kunstkataloge:

 

Hodler, Klimt, Wiener Werkstätte

Kunsthaus Zürich

vom 23. Mai bis 29. August 2021

"Die Ausstellung umfasst rund 160 Exponate. Die kuratorische Verantwortung liegt in den Händen von Tobias G. Natter, dem ehemaligen Direktor des Leopold Museum Wien und Autor der beiden Werkverzeichnisse der Gemälde von Gustav Klimt (2012) und Egon Schiele (2017). Zum einen wirft die Ausstellung aus Wiener Perspektive einen Blick auf den schon damals als Schweizer «Nationalkünstler» wahrgenommenen Ferdinand Hodler (1853–1918)."

Die Ausstellung - im Katalog hervorragend dokumentiert - ist eine Rückschau auf die Zeit, als das Kunsthaus Zürich von den Architekten Karl Moser und Robert Curjel entworfen und gebaut wurde. Eröffnung 1919 in der Zeit des Jugendstils, die in der Wiener Werkstätte so etwas wie eine Krönung erlebte. Gut 100 Jahre später wird und der Neubau (Erweiterung) des Kunst-hauses eröffnet - wieder im Geist der Zeit, nicht mehr unter der Kunstauffassung des Jaugendstils, sondern in einer sachlichen, fast schon puristischen Moderne des 21. Jahrhunderts. Natürlich ist diese neue Begegnung der Jahrhunderte gewollt organisiert und fast schon einmalige Stil-Erfahrung. Weiterlesen hier

29. August 2021

 

Neuerscheinung:

 

Karl May&Co.

Das Karl-May-Magazin
Ausgabe 165 - August 2021

 

Das eigentlich publizistische "Herzstück" ist seit vielen Jahren das Magazin "Karl May&Co. das sich von einem einfachen Rundbrief (1985 noch als Vervielfältigung) zu einer hervorragenden "Fachzeitschrift" gemausert hat, sehr attraktiv, ausgezeichnet gestaltet und informativ in Bild und Text. Eine Zeitschrift, viermal jährlich, die sich an alle wendet, und nicht nur an "eingefleischte" Karl-May-Fans). Weil diese periodische Publikation so wichtig ist, erscheint sie regelmässig (als Hinweis) hier auf der Frontpage meiner Website (und nicht nur in der Rubrik "Neueingänge" meiner Karl-May-Sammlung. Weiterlesen hier

Hier die Beiträge vor zwei Wochen

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel zu finden. 

23. August 2021

 

Liebe Sammlerfreunde

 

Seit bald zehn Jahren stelle ich hier (auf meiner Website Sammlerfreak) alle Neuerwerbungen für meine
inzwischen riesige Karl-May-Sammlungen vor. (Hier geht es zum Archiv). Damit ist aber auch die Sammlung gewachsen (auf ca. 8`000 Lots) und bedarf dringend einer "Revision". Zwar habe ich von Anfang an (in den der 90er Jahren) (fast) alles genau registriert und katalogisiert.
Aber eben nur "fast". Jede

Unaufmerksamkeit, jede Vergesslichkeit hat sich gerächt, sodass die der Katalog nicht nur unübersichtlich, sondern auch lückenhaft geworden ist. Ich erstehe immer wieder Dinge, die längst in der Sammlung sind (Dubletten) oder ich verpasse Angebote, die noch  fehlen (und die ich gerne haben möchte). Abhilfe ist dringend nötig. Doch das geht nicht in einem Tag (ein Jahr reicht kaum!). Deshalb werde ich die Rubrik "Gesucht" aktivieren und unter einem speziellen Signet Lücken und Dubletten vorstellen, welche bereinigen möchte (verkaufen, erwerben oder tauschen. Da ich kein Händler bin (eigentlich nur "Sammler"), erhoffe ich mir einen regen Austausch mit anderen Sammlerfreunden.

Hier der Link für Anregungen, Angebote, Kommentare und Fragen.

02. September 2021

 

Weinauktion:

 

Denz-Auktion 277
Donnerstag, 9. September 2021
um 17.00 Uhr - Hotel Widder, Zürich

 

Es geht wieder los mit den Wein-Herbstauktionen. Schon in wenigen Tagen eröffnet das Weinhaus Denz (jetzt endlich nicht mehr unter dem Namen "Wermuthauktion) den Reigen. Die Position der vier Wein-Auktions-Häuser in Zürich wird immer klarer.

Nachdem auch die Verwirrung mit der Bezeichnung weggefallen ist (die früheren renommierten Wermuth-Auktionen wurden 2015 von "Denz-Weine" übernommen, liefen bisher aber noch unter dem alten, gut eingeführten Namen "Wermuthauktionen", während Auktionator Franz J. Wermuth jetzt unter seinem Namen eine eigene Auktion durchführt - nächster Termin 6. November 2021.) Auch der Charakter, der Schwerpunkt des Angebots, und der Auftritt sind deutlich anders, als bei den drei andern Anbietern. Die Auktion findet am Abend statt (ab. 17.00 Uhr), der Katalog ist goldverziert, das Angebot im oberen (bis obersten - lies teuersten - Segment der "Luxus-Weine"). Nachdem nun der Wein-Auktions-Betrieb (nach coronabedingten Einschränkungen) vielleicht jetzt wieder Fahrt aufnimmt, werde ich die aktuelle Situation hier wieder - wie früher - ausführlich dokumentieren. Hier alle Angaben und der Katalog zum herunterladen (PDF).

31. August 2021

 

Weinauktion:

 

Steinfels - Auktion 401
"Nunc est bibendum" (Horaz)

"Jetzt lasst uns trinken!"


Freitag, 3. September 2021 - Internet-Auktion
Lot 1 bis 1200 - LiveBidding

                                             "Hier finden Sie trinkreife Alltagstropfen sowie die
                                              eine oder andere Jahrgangs-Rarität.

Samstag, 4. September 2021

Saal-Auktion Lots 1201 - 1936 (Präsenzauktion - Anmeldung
(wegen Corona erforderlich)
ab 10.00 Uhr. Pfingstweidstrasse 6, Zürich

Beinahe wäre sie hier vergessen gegangen, die grösste Weinauktion (ca. 2000 Lots) des ältesten Auktionshaus der Schweiz. Was früher an einem Tag (Samstag) mit Degustation und Verpflegung durchgeführt wurde, ist nun
auf zwei Tage verteilt: Freitag nur online,
Samstag Saalauktion, Verpflegung und Degusttion gibt es nicht.

Steinfels Auktionen sind die umfassend-sten im Angebot (auch Weine aus der Schweiz, aus Italien, Deutschland, neue Weinländer etc., also nicht nur Burgund und Bordeaux. Auch Spirituosen werden angeboten (schöne Auswahl an Whisky)

Fragment eines griechischen Marmorreliefs  (Wikimedia Common)
Fragment eines griechischen Marmorreliefs (Wikimedia Common)

Hier ist der Auktionskatalog herunterzuladen,

Wie immer sind kurze Zeit nach der Auktion unverkaufte Lots zum fixen Ausrufpreis zu kaufen. Der Aufpreis bei der Internet-Auktion beträgt 20% Lotgebühr: 0 Franken

bei der Saalauktion beträgt die Kommission = 12% + CHF 10 Lotgebühr.

Zu den aktuellen Preisen: Diese haben sich bei den Weingütern deren Weine im Spekulöationsbereich liegen, entgegen den Erwartungen nicht gesenkt, sondern sind  höher. Vor allem bei älteren Weinen, bei denen der Name wichtiger ist als die Genusserwartungen. Hingegen lassen sich (vor allem am Freitag im Internet) durchaus noch schöne Weine, zu günstigen Preisen ersteigern. Allerdings lassen die Vorangebote bereits auf ein reges Interesse schliessen (und damit  auf einen "Preiskampf". Ich werde hier nach deer Auktion berichten, denn der Verlauf ist wichtig für das Preisniveau des Weihnachtsgeschäfts.

23. August 2021

 

Gesucht:

 

Romanhefte Moewig
Einzelhefte und Sammelbände

 

Die Moewig-Reihe umfasst 40 Hefte und 8 Sammelbände.

Diese Edition aus den Jahren 1962/63 ist nahezu
vollständig in meiner Sammlung.

Es fehlen noch folgende Einzelhefte:
Band 18 (Super)

Band 20 - "Der Pfahlmann"

Band 23 - "Die Khanum der Wüste"

Band 30 - "Tal in Flammen"

Band 31 - "Im wilden Kurdistan"

Band 37 - "Old Shatterhand (Winnetou I: 2. Teil)"

 

Es fehlen folgende drei Sammelbände:

Band 6-10  -  Der Ölprinz (Sammelband)) Band 21-24 - Allah il Allah (Sammelband)

Band 25-29 - Durch die Wüste (Sammelband)

 

Angebote (wenn möglich mit Bild) und Hinweise, auch Kommentare und Meinungen  mit Stichwort "Moewig"

Hier: Romanhefte

 

25. August 2021

 

Aufgeschnappt auf "Focus online"
am
25. August 2021

 

Sprache wird "vergewaltigt:
Dieter Hallervorden übt drastische
                                     Kritik am Gendern

Der Komiker und Theaterbetreiber Dieter Hallervorden hat seine tiefe Abscheu gegen das Gendern in der deutschen Sprache zum Ausdruck gebracht: "Natürlich entwickelt sich Sprache, aber nicht von oben herab auf Befehl. Es hat in der letzten Zeit nämlich zwei Versuche gegeben. Einmal von den Nazis und einmal von den Kommunisten. Beides hat sich auf Druck durchgesetzt, aber nur temporär - und zwar auf Zwang." Der 85-Jährige hat sich schon in der Vergangenheit kritisch zum Thema geäußert. Er stößt sich nach eigenen Worten vor allem an gegenderten Formen in den Medien.

Hier die Beiträge die deutlich älter
sind als zwei Wochen

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie in der Regel zu finden. 

21. August 2021

 

Festspiele zu Coronazeiten:

 

Wagram:

"Im Tal des Todes"

 

Kirchberg (3700 Einwohner) ist eine Gemeinde in Niederösterreich, nördlich der Donau, am markanten Höhenzug des Wagram. Hier werden seit 2017 Karl-May-Stücke gespielt, auf einer Freilichtbühne des "Verein Winnetou-Spiele Gföhl". In Gföhl, wo die Karl-May-Spiele von 1988 bis 2016 durchgeführt wurden, kam keine Vertragsverlängerung mit dem Besitzer des Geländes zustande, sodass vor vier Jahren die Veranstalter in Kirchberg eine neue Freilichtbühne bezogen und hier nun zum vierten Mal (2020 wurden die Spiele coronabedingt abgesagt) ein Karl-May-Stück präsentieren. Gespielt wird immer am Wochenende (Freitag und Samstag um 19 Uhr, Sonntag um 18 Uhr). Weiterlesen hier

13. August 2021

 

 

Arno Camenisch

Der Schatten über dem Dorf

 

2021, Engeler Verlag, Schupfart CH
                                             103 Seiten, ISBN 97-3-906050-80-5

Endlich! Endlich wieder einmal ein literarisches Kleinod, das aus dem Herzen geschrieben ist, in einer Sprache, die sich abhebt von dem, was an grossen Worten und in routiniert arrangierten Sätzen Jahr für Jahr in den Buchmarkt drängt, geschrieben von einem Schweizer, 43 Jahre alt, ein Bündner aus der Surselva, dem Tal des Vorderrheins. Ich stand kürzlich am Ufer, wo der Vorderrhein und der Hinterrhein sich treffen und schauten den beiden Strömen zu, wie sie sich vermischen, vereinigen und gemeinsam weiterziehen. Rund fünfzig Kilometer (Luftlinie) stromaufwärts liegt der Handlungsort dieser Erzählung, ein Strassendorf von rund 600 Metern Länge und (heute) knapp 500 Einwohnern. In dieser engen Welt mit knapp zwei Strassenzügen, einem Bahnhof und zwei Dutzend Häusern, sucht der Erzähler die Erinnerung.   Weiterlesen hier

08. August 2021

 

Zum Tod von Ingrid Budning

(ehemals Cutterin bei SR)

 

Die Zeit, als das Fernsehen immer grösser, immer professioneller wurde, und als wichtiges Informations- und Unterhaltungsmedium immer mehr Beachtung fand, war entscheidend und prägend für die heutige, unglaubliche Vielfalt an audio-visuellen Angeboten auch in der Schweiz.

Von viele der einstigen Pioniere in der Medienarbeit mussten wir uns in den letzten Wochen und Monaten für immer verabschieden. So auch von Ingrid Budning, die als ausgebildete Cutterin (Filmmontage) aus Deutschland zum (im Vergleich zu heute) noch bescheidenen Schweizer Fernsehen kam. Natürlich wurden schon damals täglich Filme produziert, von den kurzen (für die Aktualität) bis zu den aufwändigen langen, für Magazine und Dokumenta-tionen.

An diese Zeit erinnere ich mich noch gut, sehr gut. Meine erste berufliche Bege-gnung mit Ingrid dürfte so um 1970 gewe-sen sein. Ich musste mich vorbreiten für eine Woche Berichterstattung von der «Rose d’Or» (Internationaler Wettbewerb der Fernsehunterhaltung in Montreux). Dafür brauchte ich ein paar Dutzend Filmausschnitte aus den im Wettbewerb eingereichten Beiträge. (Videoproduk-tionen gab es damals noch nicht, nur die grossen, schweren MAZ-Bänder). Un-glaublich viele kleine Filmrollen mussten in kurzer Zeit so vorbereitet werden, dass sie in kurzer Zeit (je nach Verlauf des Wettbewerbs) im improvisierten Studio in Montreux eingespielt werden konnten.  Weiterlesen hier

05. August 2022

 

Festspiele in Corona-Zeiten:


Pluwig (Rheinland-Pfalz)
Winnetou I

In Pluwig (Nähe Trier) werden seit zwanzig Jahren (jedes zweite Jahr) Karl-May-Stücke aufgeführt. Doch "die Karl May Freunde Pluwig sehen sich aufgrund der aktuellen Lage der Pandemie gezwungen, die für diesen Sommer geplante Spielzeit auf das nächste Jahr zu verschieben. Mit dem Stück „Winnetou I“ und einer neuen Generation der Titelhelden wollte man die erfolgreiche Vereinsgeschichte in diesem Sommer fortschreiben. Die anhaltende Pandemie mit ihren vielen Unsicherheitsfaktoren zwingt nun auch die Westernbegeisterten aus Pluwig, ihre Planungen für diesen Sommer abzubrechen. „Wir waren sehr lange optimistisch und hatten uns fest vorgenommen, im Sommer ´21 zu spielen!“, sagt der Vorsitzende des Vereins.

Die neuen Spieltermine sind die Wochenenden 15./16./17.7.22, 22./23./24.7.22, 29./30./31.7.22 sowie am 5./6./7.8.22.

01. August 2021

 

Gelesen

:

Chloe Benjamin

«Die Unsterblichen»
Roman

2018, btb Verlag, München, aus dem Amerikanischen übersetzt von Norbert Möllemann, Charlotte Breuer,

480 Seiten, Taschenbuch,

ISBN 978-3-442-75819-7

Muss ein Buch-Bestseller auch ein «gutes» Buch sein? Jedenfalls wird es – gemäss Definition - am besten verkauft, ist also ein «Kassenschlager», ein erfolgreiches, massentaugliches Produkt. In diesem Fall als Bestseller geadelt von der «New York Times», an der Spitze der «Topten», ausgezeichnet als «Best Book of the Year». Das wirkt schon sehr ultimativ. Muss es lesen? Neugierig wie ich bin, habe ich es gelesen, und zwar – trotz beachtlichem Umfang – mit Interesse und (fast) ohne Langeweile. Nur die Sprache – sie ist einfach, ohne Eleganz, ohne Raffinesse – hat mich gelangweilt. Der Inhalt nicht: geht es doch um das Leben und den Tod.  Weiterlesen hier.

28. Juli 2021

 

Festspiele in Corona-Zeiten:


Winnetou und der Sohn des
Bärenjägers

Seit Juni zeigt die Westernstadt Pullman City im niederbayerischen Eging am See ein Western-Theater frei nach Karl May. Dieses findet auf der grossen Freilicht-bühne statt, "mit verwegene Cowboys und Indianer, zwielichtige Banditen, unerschrockene Pferde und  freilaufende Bisons, waghalsige Stunts und spektakuläre Explosionen, stimmungsvolle Musik und natürlich ganz viel Gefühl."

Der Spielort liegt mitten in dem Western-Vergnügungspark Pullman und ist nur eine von mehreren Veranstaltungen (Musik, Spiele, Tag der Indianer etc) in der Western stadt.Das Spiel dauert rund 50 Minuten und ist weit stärker eine Show als auf allen andern Karl-May-Bühnen. Sie findet täglich (ausser Montag) bis zum 9. September 2021 statt. (Dienstag-Donnerstag und Samstag um 18.00 Uhr,  Freitag um 20.00 Uhr, Sonntag um 16.00 Uhr.). Hier der Spielplan. In der Western-Stadt hat es auch mehrere Restaurants und Bars und es kann auch in Hotels bis Tipis übernachtet werden. Enging am See liegt im Bayrischen Wald in der Nähe von Passau, an der Autobahn A3.

25. Juli 2021

 

Festspiele in Corona-Zeiten:


Die Rückkehr zum Silbersee

Die Westernstadt in Dasing (bei Augsburg) ist ein etwas anderer Aufführungsort mit einem etwas anderen (neuen) Stück. Seit 1979 steht die Westernstadt vom Reiter und Sänger Fred Rai (Manfred Raible 1941-2015) in Dasing, wo seit 2004 auch Karl May Spiele aufgeführt werden. 2015 starb der Gründer des Western-City. Zwei Jahre später, 2017, wurde ein grosser Teil des Event-Parks durch ein Grossfeuer vernichtet. 2020 war Dasing eine der wenigen Freilichtbühnen, die trotz Corona mit einem eigenwilligen (reduzierten) Notprogramm ("Winnetou I auf Bayrisch") spielten und zwar mit beachtlichen Erfolg.

Matthias M. als Winnetou
Matthias M. als Winnetou

Winnetou (Matthias M.), Old Shatterhand (Woife Berger) und Old Surehand (Sven Kramer) bestreiten gemeinsam ein Abenteuer, das sie zurückführt an einen Ort der Vergangenheit, den Silbersee.". 

Der Wilde Westen war immer ein Ort der Zuwanderer aus verschiedenen Ländern, verschiedenen Sprachen und Dialekten - und so wird auch dieses Stück ein Projekt aus vielen Dialekten“, verspricht Sven Kramer, der dabei auch Regie führt. So wird die Inszenierung von kammer-spielartiger Atmosphäre und vom gesprochenen Wort geprägt sein.". - Hier werden die Schauspieler und das Stück mit Bildern und in Worten vorgestellt.

Und hier sind die Tickets (und Gutscheine) zu beziehen.

Gespielt wird Samstag und Sonntag um 14.30 Uhr. Norrmalpreis für Erwachsene 28 €.

19. Juli 2021

 

Zum Tod von

 

Roland Huber

Dokumentarfilmer

(1950-2021)

Abschied auf der Insel Ufenau (Zürichsee)

Mein Freund, der Riese

von Christoph Müller

 

Ich lernte Roland Huber kennen als er gerade dabei war, Zeichnungen aus drei Jahren am Ufer der Limmat in Dietikon zu verbrennen. In einem grossen Feuer, von dem ein kleines Häufchen Asche zurück blieb. Was ist denn das? fragte ich ihn. „Kunst“ murmelte er. Weil dieser frühe Traum vom Künstlerleben scheiterte verlegte er sich bald bald uf ein anderes Gebiet, nämlich die Politik.

Das fing so an: In Schlieren im Limmattal war zum ersten Mal in der Geschichte der Gemeinde ein Wahlkampf um den grossen Gemeinderat angesagt. Huber und Müller, zwei ganz gefährliche Politclowns (zumindest in ihrer Selbsteinschätzung) aus der Gegend machten sich daran, die Lokalpolitik aufzumischen. Sie parodierten die Wahlplakate der bürgerlichen Parteien. Wo die SVP ihren Slogan „auf dem rechte Gleis“ platziert hatte, montierten Huber und Müller flugs das Bild eines verunglückten Eisenbahnwaggons auf der Zürich-Seelinie. Wo die Freisinnigen die schönere Zukunft versprochen hatten, schrieben sie unter das Bild einer Frau mit Perlenkette: “Arbeiter, Ihr habt nichts zu verlieren als eure Ketten. „Agitprop aus der Agglo“ war das für den Chefredaktor des Limmattalers und er bezeichnete die beiden für nichts weniger als „Totengräber der Demokratie“.     Weiterlesen hier

22. Juli 2021

 

Erinnerungen:

 

Im Angesicht des Todes wird es still, schweigsam, es die Worte fehlen oft. Es bleibt bestenfalls beim Eintrag im Kondolenzbuch, es bleiben meist flüchtige Erinnerungsbilder. Dies wurde mir so oft geschrieben. Deshalb eröffne ich hier einen ganz speziellen Blog:

 

Erinnerungen an Roland Huber

Erinnerungen in Bildern und Worten von denen, die
Roli gekannt und geschätzt haben.

15. Juli 2021

 

Donna Leon

Flüchtiges Begehren
Commissario Brunettis dreissigster Fall

 

Diogenes Verlag, Zürich
                                                   315 Seiten, ISBN 978-3-257-07120 7

Venedig. Commissario Brunetti ist müde, zwar umtriebig wie immer, aber wenig kreativ. Er lässt sich treiben. Kein Wunder, ist es doch schon sein dreissigster Fall. Über viele Buch-seiten hinweg entsteht der Eindruck: Brunetti möchte sich pensionieren lassen. Hätte er nicht seine ranggleiche Kollegin Commissario Claudia Griffoni, würde er wohl in Melan-cholie versinken. «Brunetti nippte an dem Wein, ass ein paar Oliven und legte die Kerne auf den Tellerrand. Er lehnte sich zurück, trank noch einen kleinen Schluck und stellte das Glas auf den Tisch.» Wäre er jetzt einge-schlafen, würde dies nicht überraschen. Doch er erinnert sich an Fingerspiele in seiner Jugend. «Bei einem davon formte man die Hände zu einer Kirche, deren Tor sich öffnen liess. Das konnte er noch. Bei einem andern musste man die Hände irgendwie so zusam-menfügen […] als ob das erste Glied des Daumens abgetrennt sei […] jetzt wollte ihm das kleine Kunststück einfach nicht mehr gelingen. Er verschränkt die Hände wieder und hielt sie still.» Viel mehr passiert nicht. Nicht in dieser Szene, nicht über weite Strecken im neuen Kriminalroman von Donna Leon, zumindest nichts Kriminalistisches, Verbre-cherisches, nichts was Brunetti aus seinem lethargischen Verhalten bringen könnte.   Weiterlesen hier

06. Juli 2021

 

Sport und Politik spielen
an der EM ein gemeinsames Spiel

 

Karikatur als Gastkommentar von Beat Gerber

Der erfolgreiche Nationaltrainer ist zu einer heiss umworbenen Persönlichkeit geworden, man munkelt von Klub-Angeboten unter anderem aus Sankt Petersburg und Istanbul. Verlässliche satirische Quellen berichten sogar von einer Anfrage des Bundesrats für ein Mandat in der Causa EU. Seine Zielstrebigkeit, Geradlinigkeit und Hartnäckigkeit machen Petkovic zum idealen Coach, der das angeschlagene Verhältnis zum politischen Europa meisterhaft managen könnte.

Doch der Fussballtrainer sagt ab, der Sport habe nichts mit Politik zu tun (siehe Karikatur). Allerdings beobachten wir derzeit gerade das Gegenteil: Die Fussball-EM 2021 scheint zu einer der verpolitisiertesten Sportveranstaltungen zu werden. Die Ukraine musste ihre politisch unkorrekten Trikots ändern, chinesische Grosskonzerne und gleichzeitig potente Sponsoren der UEFA betreiben offensive Bandenwerbung und machen indirekt Propaganda für das Regime in Peking, die geplante Regenbogenfarben-Beleuchtung der Allianz-Arena in München wird zur unrühmlichen Kontroverse, und Ronaldo stellt vor laufenden TV-Kameras demonstrativ zwei Coca-Cola-Flaschen unter den Tisch. Aufgrund des Vorfalls fiel der Marktwert des Getränkeherstellers um satte 3,5 Milliarden Dollar. Kurzum:  Sport und Politik spielen an der EM ein gemeinsames Spiel.

22. Juli 2021

 

Festspiele in Corona-Zeiten:

 

Unter Geiern
Der Geist des Lano Estacado

Bischofswerda ist eine Kreistadt (10'000 Einwohner) in Sachsen. Hier veranstaltet seit 1993 die Spielgemeinschaft "Gojko Mitić"  vermutlich das "kleinste" Karl-May-Spiel. Darstellerinnen und Darsteller sind Kinder und junge Erwachsene. Am Nachmittag sind Kinder in den Hauptrollen, am Abedend jugne Erwachsene, die zum grossen Teil einst eine Rolle einst als Kinder gespielt haben. Gespielt wird auf der Waldbühne im Stadtwald von Bischofswerda und zwar am Freitag, Samstag und Sonntag. Also sind es nur noch drei Aufführungen, die aber bereits ausverkauft sind. Inzwischen registriert das "kleine Festival" immerhin mehr als 10'000 Besucherinnen und Besucher pro Jahr. Finanziert wird es ohne Fördergelder ausschliesslich durch Eintritte, Spenden und "Merchandising" in Form von DVDs, Videos und von den Kindern und Jugendlichen selbstgefertigtem Schmuck. Weitgerelesen hier

13. Juli 2021

 

Festspiele in Corona-Zeiten:

 

Halbblut in Mörschied

 

Mörschied liegt in Rheinland-Pfalz im Landkreis Birkenfeldd, hat rund 800 Einwohner und eine Freilichtbühne, auf der seit den frühen 90er-Jahren jedes Winnetou und Old Shatterhand auftreten. Ein Spektakeö, das zuletzt (2019) von mehr als 12'000 ZuschauerInnen besucht wurde. Letztes Jahr (2020) musste das

geplante Stück "Halbblur" coronabedingt abgesagt werden:

Die Nahe-Zeitung meldet: "Sinkende Inzidenzzahlen, eine zunehmende Zahl geimpfter Menschen und ein geneh-migtes Hygienekonzept machen es der Freilichtbühne Mörschied möglich, in diesem Jahr einen, wenn auch abge-speckten Indianersommer zu präsen-tieren. Bereits seit Anfang Juni probt das Ensemble, und die Premiere am Samstag, 24. Juli, ist bereits ausge-bucht. Wo sonst 1000 Zuschauer Platz finden, können unter Hygienebedingun-gen 350 Sitzplätze angeboten werden, um den Fans wieder ein Karl-May-Spektakel zu ermöglichen. Das Stück „Halbblut“ nach dem gleich-namigen Roman von Karl May wird in dieser Saison auf die Bühne gebracht."

Gespielt wird jeweils Samstag und Sonntag (zusätzlich an zwei Freitagen 20. & 27.08.21) Mehr Informationen hiier

10. Juli 2021

 

Gastkommentar von
Peter Flubacher

Wo immer es darum geht, politische, weltanschauliche, gesellschaftliche... Entwicklungen aufzuarbeiten und sich darüber Gedanken zu machen, meldet sich "unser Philosoph" zu Wort. Diesmal - nach denkwürdigen Abstimmungen in der Schweiz - zum Wert und Zustand von Demokratien. Eine vierteilige Serie.

 

Demokratie

(4. Teil und letzter Teil)

John Cook: Cranky Uncle vs. Climate Change
John Cook: Cranky Uncle vs. Climate Change

Rationale Entscheide: Politiker die ihre Entscheidungen nicht auf dem vorhandenen Wissen (Wissenschafts-konsens) gründen, sondern nach der geltenden Stimmung, sind schädlich und gefährlich für das Gemeinwohl, es ist beschämend für die Wähler, solche Politiker zu wählen, ja es zeigt eine unreife Gesellschaft mit einem Bildungs- oder Charakter-Defizit. Während beim Klimawandel der Wissenschaftskonsens, wenn auch nicht in jedem Detail vorhanden ist, hat er bei der Pandemie in vielen Fragen gefehlt, weil die Forschung viel Zeit braucht. Das ist aber kein Grund, die Wissenschaft in Frage zu stellen. Es ist das beste Wissen, dass verfügbar ist, auch wenn es keine absolute Wahrheit gibt.

Weiterlesen hier

20. Juni 2021

 

Preisentwicklung in Bordeaux

 

Die Bordeaux-Preise werden nach und nach während der Primeur-Kampagne (Subskription) bekanntgegeben. Das Wein-Online-Magazin "WeinPlus" meldet massive Preiserhöhung, vor allem im Bereich der Luxusweine. Die Weinzeitschrift "Vinum" ist

Bordeaux 2020     (Foto: Vinum)
Bordeaux 2020 (Foto: Vinum)

etwas gnädiger, stellte aber schon bei der Erstverkostung (nach Ostern) die Frage: "Bordeaux Primeur 2020: Ungeheuer teuer – oder etwa nicht?" Jetzt, wo die Bordeaux-Subskription erst so richtig angelaufen ist, wird bestätigt, was WeinPlus meldet:: "Kräftige Primeur-Preissteigerungen für Bordeaux 2020. Château Lafite erhöht um 20 Prozent, Château Evangile um 33 Prozent", meldet WeinPlus. Hier den ganzen Beitrag lese.
Ich werde darauf zurückkommen, sobald mehr Angebote vorliegen. Noch ist die Kampagne erst angelaufen. Eines aber ist jetzt schon überdeutlich: Die Kluft zwischen den Trink- und Genussweinen - eine krasse Zweiklassen-Gesellschaft -wird nochmals grösser.

Kommentar folgt.

22. Juni 2021

 

Kunstkatalog-Sammlung:

 

Gerhard Richter
Landschaft

 

Ausstellung im Kunsthaus Zürich vom 26. März 2021 bis 26. Juli 2021
und Bank Austria Kunstforum, Wien vom 01. Oktober 2020 bis 14. Februar 2021

"Mit Gerhard Richter wird im Kunsthaus Zürich einer der be­deutendsten zeitgenössischen deutschen Künstler gefeiert. Es ist die erste Einzelausstellung im Kunsthaus und sie widmet sich einer zentralen Bildgattung seines Schaffens, der Landschaftsmalerei. Zu sehen sind 140 Arbeiten, die meisten davon erstmals in der Schweiz oder nach Jahrzehnten wieder öffentlich, wie das «Stadtbild PX» (1968), spektakuläre «Seestücke» aus Berlin und Bilbao und das energie-geladene «Dschungelbild» (1971) aus Privatbesitz. Neben 80 Gemälden werden Zeichnungen, Fotocollagen, übermalte Fotografien, Druckgrafiken und Künstlerbücher präsentiert. Auf 1200 Quadratmetern durchlaufen die Besucherinnen und Besucher Richters Schaffensprozess von 1957 bis 2018."   Weiterlesen hier

19. Juni 2021

 

Gelesen:

Res Strehle

Operation Crypto

Die Schweiz im Dienst von CIA und BND

 

2020, Echtzeit Verlag, Basel, Softcover, 127 Seiten
ISBN 978-3-906807-19-5
Illustration auf Umschlag: Gregory Gilbert-Lodge

Spannend wie ein Krimi und doch kein Krimi. Verwirrend wie ein Spionage-Roman und doch kein Roman. Die Geschichte von den knackbaren Chiffriergeräten spielt in der weltweiten Spionageszene und ist gut erzählte, gut recherchierte Realität. Eine Realität, die wir lieber nicht wahrhaben möchten. Eine Realität, die das Image der Schweiz (als neutraler Staat) nicht nur ankratzt, vielmehr tüchtig beschädigt. Und, es gibt - wie in jedem guten Krimi – Übeltäter, ja Schurken, die zwar überführt, für einmal aber nicht bestraft werden. Sind es doch Ehrenmänner (und Frauen), die nur das Gute wollen und überzeugt sind, durch Verraat die Welt besser machen zu können; die zwar bürgerliche Namen tragen, aber unter Decknamen wie Ball, Block, Siegfried, Rex… agieren und die ihre Verantwortung den Geheimdiensten überlassen, im schlimmsten Fall ihren Regierungen. Doch die sind ahnungslos oder geben sich nichtwissend und naiv. So naiv, dass das Spionage-Gewebe nur schwer zu entschlüsseln, geschweige denn im Einzelnen zu beweisen ist. Dies alles kennen wir aus den Spionage-Thrillern, die nicht ganz fern der Wirklichkeit, ihre festen Codes (auch in der Literatur) errungen haben.  Weiterlesen hier

16. Juni 202

 

Bildspaziergang:

 

Fondation Bayeler

Olafur Eliasson

 

Die Fondation Bayeler in Riehen zeigt "Life" von Olafur Eliasson, eine Installation des dänisch-isländischen Künstler: "Life, mein Kunstwerk, und die Fondation Bayeler sind mit dem umliegenden Park, der Stadtlandschaft, ja dem ganzen Planeten verwoben, und sie werden durch alles und alle, die hier aufeinander treffen, zum Leben erweckt."

Die Sammlungspräsentation in der Galerie nimmt auf die Ausstellung von Olafur Eliasson und befasst sich mit dem Verhältnis von Natur und Kultur in der Kunst. Endlich wieder einmal ein "Bildspaziergang", diesmal durch die spannende Ausstellung und die einmalige Installation von Eliasson, welche Natur in den den Museumsbau (Architekt Renzo Piano) bringt und die Beziehung von


Kunst und Natur eindrücklich da.gerstellt. Die Installation und die Ausstellung dauern noch bis zum 16. Juli 2021 zu sehen. An Stelle eines Katalogs zeigt Eliasson eine Präsentation seiner Idee von Mensch, Kunst und Natur. Hier anzusehen

09. Juni 2021

 

Neuerscheinung:

 

Karl May&Co

Ausgabe 164 - 2/21

Die zweite Ausgabe des Karl-May-Maga-zins "Karl May &Co." (erscheint 4mal jährlich) enthält traditionsgemäss Vor-schauen auf die neue Theatersaison, der verschiedenen Freilichtbühnen. So auch dieses Jahr, allerdings nur eingeschränkt. Die Unsicherheit (und teilweise Unmöglich-keit) in Corona-Zeiten vor Publikum zu spielen (Corona-Zeiten) schränkt das Angebot drastisch ein und macht Angab-en in einer Zeitschrift (lange Vorlaufzeiten) fast unmöglich, jedenfalls unsicher. Dafür ist mehr Platz für Nostalgie (siehe Titelbild der neuen Ausgabe). Aus Anlass des Erscheinens des ersten Bands von "Karl May auf der Bühne" wird an die Winnetou-Inszenierung der Berliner Volksbühne (1938) erinnert, in der Will Quadflieg den Winnetou verkörperte. Hier geht es zum  zum Inhalt des Hefts.

06. Juli 2021

 

Festspiele in Corona-Zeiten

 

In Nicht-Corona-Zeiten finden im deutschsprachigen Raum an etwa 15 Spielorten Freilichtspiele statt, nach Motiven von Karl May. Diese locken jedes Jahr mehr als eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer an, vor allem natürlich Kinder und Jugendliche. Letztes Jahr ist dieser Festbetrieb pandemiebedingt fast ganz ausgefallen. Nur wenige, vor allem kleinere Spirlorte, wagten es ein reduziertes Programm (mit Schutzmassnahmen) anzubieten. Vor allem die beiden grossen Freilichtbühnen (Bad Segeberg und Elspe), die zusammen jährlich etwa 800'000 Zuschauer registrieren, mussten auf ihr gewohntes Programm verzichten. Es gab lediglich eine paar grössere und kleinere "Ersatzprogramme". Dieses Jahr sieht es nicht ganz so "schlimm" aus,

Quelle "Bild" vom 01.07.2021  (Foto: Roland Sawatzki)
Quelle "Bild" vom 01.07.2021 (Foto: Roland Sawatzki)

obwohl Bad Segeberg schon recht früh die Spiele absagen musste (zu unsicher die Situation, zu lange der Vorlauf). Ich werde hier auf die Situation an den einzelnen Spielorten zu sprechen kommen. Heute Bad Segeberg.

"Hier sitzen normalerweise Tausende Fans der Karl-May-Spiele", schreibt "Bild" und berichtet: "Aber es gibt ein Trostpflaster: Ab Donnerstag findet „Winnetou - Das Gold der Rocky Mountains“ (extra von Regisseur Michael Stamp für die Festspiele geschrieben) als Live-Lesung statt." Hier der ganze "Bild"-Bericht lesen. -  Weiterlesen hier

18. Juni 2021

 

Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg

Ersatzprogramm

Ab 01. Juli 2021 findet im "Indian Village" am Kalkberg die Uraufführung von "Winnetou - das Gold der Rocky Mountains" als Live-Hörspiel mit sieben Schauspielern, Musik, Soundeffekten und Geräuschemachern statt. Die Tickets können schon jetzt hier (online) bestellt und Sitzplätze ausgewählt werden. Ausserdem kehren mit Beginn der Sommerferien am Montag, 21. Juni, die beliebten Backstage-Führungen zurück.

Der bedeutendster und grösste Spielort am Kalkberg in Bad Segeberg (mit 7500 Sitzplätzen) musste schon früh Forfait geben und auch die diesjährigen Spiele ( "Der Ölprinz" auf nächstes Jahr verschieben. Zu gross waren die Risiken und zu lange die Vorarbeit. Jetzt wurde ein attraktives Ersatzprogramm auf die Beine gestellt.

05. Juni 2021

 

Martin Walker

 

Französisches Roulette

Der dreizehnte Fall für Bruno. 
Chef de police.

2021, Diogenes Verlag, Zürich
292 Seiten, ISBN 978-3-257-07118-4

"Bruno bedankte sich für den Hinweis, lehnte sich in seinem Schreibtischstuhl zurück und schaute durchs Fenster über die alte Vézère-Brücke hinweg auf den Felsrücken, der das Tal im Norden flankierte. Das Château lag am anderen Ende dieser Erhebung, ungefähr fünf Kilometer von Saint-Denis entfernt." In diesen zwei schlichten Sätzen (auf den ersten Seiten des Buchs) spiegelt sich das, was den Erfolg dieser Romanreihe von Martin Walker ausmacht. Eine sympathische Figur, Bruno der "Chef de police" im Städtchen Saint-Denis an der Vézère (die schon nach ein paar wenigen Kilometern in die viel grössere Dordogne fliesst), eine präzis beschrieben, erlebbare Landschaft, die zum Träumen und Geniessen verführt. Man kann dieses Saint-Denise, das eigentlich Le Bugue heisst besuchen und findet es genau so vor, wie es im Buch beschrieben ist. Die paar Details, die andern Dörfern im Périgord entliehen sind, fallen nicht auf. Hingegen findet man im Bistro, auf dem Dorfplatz, auf dem Markt, die Leute, denen man denen schon im Buch begegnet.  Nicht erst in diesem Buch, auch bei allen zwölf früheren Fällen, so sie meist gleich, ab und zu auch anders heissen. Weiterlesen hier