Freuden und Leiden eines Sammlers

11. Januar  2021

 

In eigener Sache:

 

Was er sagen wollte

von Peter Züllig

 

Wer? Er? Mein Vater. Er ist vor bald fünfzig Jahren gestorben. Plötzlich, ohne Adieu zu sagen. Er war ein Sammler. Sammler von Zeitungsartikeln. Alles akribisch unterstrichen, was ihn bewegt hat, gerade diesem Ausschnitt aufzubewahren und in die Sammlung einzuordnen. Ordnung zu schaffen war gar nicht so einfach, denn da gab es noch keine Computer und seine selbst gebastelten Ordnungs-Systeme wurden immer wieder vom aktuellen Geschehen überrollt. Seine Interessen waren weit gesteckt, vieles änderte sich immer wieder, fundamental: Vorkriegszeit, Krieg, weltpolitische und familiäre Veränderungen, neue Medien… All das spiegelt sich in seiner Dokumentensammlung. Subjektiv ausgewählt, subjektiv mit Lob und Tadel versehen, subjektiv gewichtet. Als Hobbysammler war er niemandem verpflichtet. Nur seinen Interessen, seinen Kenntnissen, seinen Ansichten… Als er starb, wusste eigentlich niemand so genau, was er alles gesammelt hat. Die Pietät und – ich gebe dies zu – meine eigene Sammelleidenschaft führten dazu, dass ich die Schachteln und Stapeln, die Zeitungen und Zeitschriften nicht entsorgte, sondern im Estrich bis heute aufbewahrte. Fünfzig Jahre lang, immer wieder begleitet von der festen Absicht, einmal doch hineinzuschauen, zu analysieren und zu erfahren, was der Sammler, mein Vater, dachte und nie - oder kaum je - gesagt hat. Und das war viel, unglaublich viel. So mein Eindruck und eine Erkenntnis bereits nach den ersten Dossiers. Viele der Dokumente – vielleicht sogar die meisten – waren mit einem Zeichen markiert. Das Zeichen, wem er eigentlich was sagen wollte. Ich bin sicher, er hat das allermeiste nie gesagt. Aber gedacht, vertreten, gefühlt. Eine Sammlung, ein «Seelenbild» meines Vaters. Darunter die Zuordnung zu «P». Das bin ich. Zum ersten Mal – im fortgeschrittenen Alter – erfahre ich, was mein Vater mir eigentlich sagen wollte und nie gesagt hat,

Die bisher hier veröffentlichten Kolumnen

15. Januar 2021

  

 

Direkt zum "Bild des Tages"


15. Januar 2021

 

 

Das Neuste zuerst

15. Januar 2021

 

Echo:

Wer schreibt, dem wird geschrieben

 

Nachlese zum Krimi:

"Raclette chinoise" von Beat Geber

Beat Gerber (© Jeroen Seyffer Fotografie)
Beat Gerber (© Jeroen Seyffer Fotografie)

Dazu eine Vorbemerkung:

Der Autor des besprochenen Krimis ist ein guter Freund von uns, seit vielen Jahren. Doch wir kennen ihn als Freund, als Berufskollegen, als Weinliebhaber, als Reiseführer... nicht aber als Kriminalgasschichtenerfinder. Das können wir auch nicht, denn es ist sein erstes Werk in dieser Sparte. Ich habe das Buch gekauft, gelesen und so besprochen, wie ich dies mit jeder aktuell "konsumierten" Literatur mache: rein subjektiv, ohne Recherchen, ohne journalistischen Ansatz, einfach so, wie ein Lesender ein Werk erlebt (oder erleben kann). Nun hat der Autor - spontan - reagiert. Hier seine Anmerkungen:

"Wir haben deine Buchkritik entdeckt und hoffen, die schwindelerregende Achter-bahnfahrt während der Lektüre habe keine lästigen Nebenwirkungen (wie bei der Covid-Impfung) hervorgerufen. Deine differenzierte Begutachtung liest sich so süffig wie die Weinkritik eines jungen, noch unreifen, tanninhaltigen Tropfens. Nun, ein Chandler ist noch nie vom Himmel in den üppigen Weinkeller gefallen, auch Glauser musste kitzeklein (mit Trinken) anfangen, nur Dürrenmatt soff bereits reifen Bordeaux...."

Weiterlesen hier

Hier die Buchbesprechung (für alle, die sie noch nicht gelesen haben)

15. Januar 2021

 

Karl-May-Literatur:

 

Pastiche

 

Der Begriff "Pastiche" ist - laut Duden - veraltet und in der deutschen Sprache kaum mehr gebraucht. Entlehnt aus dem frazösischen "pastiche", was soviel heisst, wie "Nachahmung", wird es für ein literarisches, musikalisches, filmisches oder architektonisches Werk verwendet, das den Stil eines vorangehenden Künstlers bewusst imitiert, sei es aus Hochachtung (Homage) oder Kritik (Satire, Parodie). (Quelle: Wikipedia)

 

Bild des Tages 15. Januar 2021 (Bild 3214)

15. Januar 2021 - Kampf mit den (Schnee-)Massen
15. Januar 2021 - Kampf mit den (Schnee-)Massen

Seit acht Jahren stelle ich hier täglich ein aktuell aufgenommenes Bild vor, tagebuchartige, bildliche Gedanken zum Tag. In der Regel sind es keine sensationellen Momente, vielmehr Alltagsbeobachtungen und Ausdruck einer Befindlichkeit in einer sich dauernd wandelnden Welt und Zeit.
Hier geht es zum Archiv der bisher eingestellten Bilder. Die Aufnahmen sind in der Regel auch auf der Fotoseite Pinterest eingestellt

10. Januar 2021

 

Dominik Landwehr  (Selbständig, "Berater für allerlei", Winterthur)

Kommentar auf Facebook: "Jetzt kommt der Winter so richtig ins Unterland !!"

Fast täglich erreichen mich auch Gastbilder, die ich auf meiner Homepage gerne aufnehme. Sie bleiben in der Regel vier bis sieben Tage hier auf der Frontseite als "Gastbeitrag". Nachher verschieben sie sich ins Gästearchivdas weiterhin zugänglich ist.

Liebe Freunde,

liebe Gäste.

Vor gut sechs Jahren habe ich mit dieser Website begonnen, vor allem um meine Sammlertätigkeiten zu koordinieren und die verschiedenen - zum Teil anspruchsvollen -  Sammlungen auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Was mit ein paar Seiten begonnen hat, ist gewachsen und hat sich ständig erweitert. Weit über meine Hobbys hinaus. Sie wird inzwischn täglich sehr rege genutzt, nicht zuletzt  weit über Gespräche unter Sammlern hinaus. Zum Beispiel zur Information, zur Nutzung des Archivs, zur Verbindung mit interessanten Websites. Die einzelnen Bereiche erscheinen auf dieser Frontseite thematisch gut bezeichne, aber nur nach Aktualität geordnet, nach dem Prinzip einer bunten Illustrierten. Die Beiträge bleiben rund einen Monat auf der Einstiegsseite, dann werden sie in die Ressorts verschoben, dort archiviert und immer zu erreichen über die Menüleiste auf der linken Seite. Da muss man sich dann halt durch die immer differenzierter aufgeteilten Seiten "wühlen" oder eben "linken".

Viel Vergnügen wünscht
Peter Züllig, der Sammlerfreak.

 

Aktueller Schwerpunkt:

Zeitdokumente: Aus dem Archiv meines Vaters

 

Link zu den vorgestellten "Weinen des Tages"

Archivierte Themen der letzten Zeit

 

14.10.2021 Aufgeschnappt Karl May:

         Aufbruchstimmung       

07.10.2010 Kunstkataloge:

         Schall und Rauch

04.10.2010 Gesehen:

         Happy Birthday Paola Felix!

02.10.2020 Aufgeschnappt Wein:

         Die zwei vom Schloss

27.09.2020 Neuerscheinungen:

         Die Tramps von Kansas River

24.09.2020 Neuerscheinungen Karl May:

         KMG-Nachrichten und Mitteilungen

21.09.2020 Gesehen:

         Zwei Spuren im Schnee

21.09,2020 Erinnerungen:

         Sascha Schneider

16.09.2020 Dorfgeschichten:

         Kain und Abel

         Wein des Tages

Diese kleine Rubrik fällt in Zukunft aus. Einige der zitierten Weinfreunde haben sich daran gestört, dass sie auf dieser Website erwähnt und ihre Tipps (nur positive) anderen Sammlern zugänglich gemacht wurden. Schade! Doch die kleine Dienstleistung kostete mir viel Zeit und bedeutete oft auch grossen Aufwand (fehlende Angaben, falsche Zuordnung, ungenaue Bezeichnungen etc.). Es wurden immerhin bisher etwa 1'000 Weine "vorgestellt". Ich - und wohl auch die Nutzer - sind allen dankbar für die  vielen und guten Tipps.

Peter Züllig, Sammler und Weinfreund.

Hier meine Erklärung zu Sinn und Zweck der Rubrik "Wein des Tages".


Hier Beiträge der letzten Tage

 

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03. Januar 2021

 

Die spannendsten Abenteuer aus den Erzählungen Karl Mays  Band 1

 

Vertrieb; Margarinefabrik Ebhart&Herout, Wien (1954)

 

Vor ein paar Monaten habe ich ca. 600 Sammelbilder erworben. Es sind einzelne Bilder ohne das entsprech-ende Album zum Einkleben. Etwa 15 Alben, meist lückenlos gefüllt mit entsprechenden Sammelbildern, sind bereits in der Sammlung.

Damit etwas Ordnung entsteht in einem komplizierten - aber äusserst span-nenden - Teilbereich der Sammlung werde ich nun alle Einzelbilder - sie sind nicht vollständig - digitalisieren und nach Serien und Herausgeber ordnen. Dies ist sehr aufwändig und dauert einige Zeit. Grundlage sind die beiden Bände "Karl-May-Bilder" von Alexander Brandt. Da sind alle Angaben, Abweichungen und Zuordnungen registriert, nicht aber alle Bilder. Diese Arbeit werde ich nun vornehmen und - für alle interessierten Sammlerinnen und Sammlern - auf meiner Website zugänglich machen und zum Teil kommentieren. Auch ergänzen, wenn ich nochmals Einzelbilder erwerben sollte.


Rechts die erste Serie - Titel "Durch die Wüste" - in diesem Album. Eine Serie besteht in der Regel aus sechs Bildern.

Bild 1: Ein grausiger Fund

Bild 3: Abu-Seif, der "Vater des Säbels"

Bild 5: Eine Abrechnung

Bild 2: Rette Senittza!

Bild 4: Ein schwieriger Morgenritt

Bild 6: Ehrenvolle Flucht


11. Januar 2021

 

Wein als Geldanlage

 

Aufgeschnappt in der NZZ (Neue Zürcher Zeitung)
vom 28. Dezember 2012 von Philipp Schwander

Es beschäftigt Weinliebhaber immer und immer wieder: lässen sich Weine zu "flüssigen Aktien". Vor allem auch wie, und wo sind die Risiken. "Schnell ein paar Flaschen Bordeaux gekauft, etwas warten und dann mit dickem Gewinn verkaufen. Klasse. Doch das sind Schlagzeilen von gestern. Heute muss man schon etwas näher hinsehen, wenn man auf Weine als Kapitalanlage setzt. Aber der Aufwand kann sich richtig auszahlen." (Zitat: Wolfgang Hubert in weinclub.ch).

Philipp Schwander ("Master of Wine", Selection Schwander) ist unter "Geld&Finanzen" in der NZZ dieser Frage nachgegangen und beleuchtet Vor- und Nachteile, vor allem auch Schwierigkeiten und Gewinnchancen ausserordentlich fundiert und differenziert. NZZ- Abonennten können den ganzen Beitrag hier online lesen. Leider gibt es keinen Online-Bezug für einzelne Beiträge

Weiterlesen hier

10. September 2020

 

Kreiselkunst

 

Zu den ältesten Rubriken dieser Website gehört  "Kreiselkunst". Angeregt von einem Sammlerfreund,
startete ich hier immer wieder Aufrufe zum bildlichen 
Erfassen von attraktiven, skurrilen, interessanten Verkehrskreiseln. Inzwischen sind es mehr als 100
Verkehrs-Rondellen (mit ganz unterschiedlichem "Schmuck"), die hier vorgestellt wurden. Anfänglich nur mit einem Bild, allmählich
auch mit kleinen Reportagen. Hier geht es zu den bisher vorgestellten Kreisel.

Auf die Idee Verkehrskreisel zu fotografieren, kam schon vor dreissig Jahren der Fotograf Andreas Züst (1947-2000). Erst nach seinem Tod erschien 2003 das Buch "Roundabout", das heute noch  wegweisend ist.

Inzwischen gibt es aber auch mehrere Webseiten zum Thema Kreiselkunst.

Leider sind die Anregungen, Zuschriften und Bilder, die mich anfänglich immer wieder erreicht haben, eher selten geworden. Hier nochmals die Adresse für Hinweise, gerne auch mit Bildern und Angaben (Künstler, Entstehung und Daten etc.)

29. Dezember 2020

 

Publikation:

Kunst in Schweizer Verkehrskreiseln

auf www.swissinfo.ch

 

Für einmal eine Publikation zum Thema Verkehrskreisel, die allerdings bereits vor gut zwei Jahren auf swissinfo.ch erschienen ist. Meine älteste Rubrik auf dieser Website ist etwas "lahm" geworden, Corona geschuldet Die stark eingeschränkte Mobilität verunmöglicht das eigene entdecken von Kreiseln und vor allem da eigene Fotografieren.

"Steinmandli" in Andermatt. Künstler Hugo Rondinone. (Foto: Keystone/Urs Flüeler)
"Steinmandli" in Andermatt. Künstler Hugo Rondinone. (Foto: Keystone/Urs Flüeler)

Es ist aber mein Anliegen, Bilder von möglichst vielen Kreisel selber zu machen und eigene Recherchen anzustellen. Wenn es nicht anders geht, übernehme ich aber auch Bilder und Texte aus Publikationen. Und diese sind deutlich häufiger geworden: "Früher wurde das Dorfzentrum oder die Strasse, die in eine Stadt führte, mit einer alten Eiche oder einem Steinblock markiert. Heute stehen dort häufig Verkehrskreisel. In der Schweiz werden sie mit origineller Kunst gefüllt, was allerdings teuer und manchmal umstritten ist", schreibt Helen James in ihrem Artikel auf Swissinfo (SWI). Der Artikel enthält auch eine Serie von 14 Bildern auffälliger Verkehrskreisel in der Schweiz.

Weiterlesen hier

Hier die Beiträge der letzten Woche

 

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13. Januar 2021

 

Gelesen:

 

Beat Gerber
"
Raclette chinoise"

 

2020, Gemeiner Verlag, Meßkirch DE

216 Seiten, ISBN 978-3-8392-2748-0

 

Ein (nicht nur im Format) handlicher Krimi auf Berg-und-Talbahn-Fahrt. Er beginnt mit einem steilen Anstieg, erklimmt einen ersten Höhepunkt mit der Wahl des Themas. Ein wissenschaftliches Projekt – im Computerbereich – das gespenstisch real sein könnte: die Schaffung eines «Gefühlserkennungssystems». Eine grossartige Idee, die den Krimi trägt

Dabei auch China und ihre Forschung involviert, was die Realität und die Spannung erhöht. Ein neues System in der Technologie der künstlichen Intelligenz könnte George Orwells «1984» in den Schatten stellt. Es sind bereits 36 Jahre vergangen, seit der orwellschen Horrorvision der totalen Überwachung. Die beteiligten Chinesen sind zusätzlich eine Garantie, um sämtliche Klischees unserer gesammelten Vorurteile abzurufen.

Weiterlesen hier

01. Januar 2021

 

Echo:

 

Wer schreibt, dem wird geschrieben...

 

Zum Tod von Hans Weiss schrieb RW aus Horgen - begleitet von einem schönen Bild zum Andenken an den Toten Freund: "...vielen Dank, dass Sie einen so schönen Nachruf auf Hans auf Ihrer Website platziert haben. Ich war mit Hans auch viele Jahre lang befreundet und ich bin sehr traurig, dass er gehen musste. Ich danke Ihnen auch für Ihre hochklassige Website, die ich regelmässig besuche...".

Hier die erste Meldung zum Tod von Hans Weiss, auf die sich das Echo bezieht.

03. Januar 2021

 

Der Adventskalender 2020
ist Vergangenheit

 

Alle Tore sind offen. Dahinter versteckte sich ein Teil meiner Santons-Sammlung, eine ganz spezielle Darstellung der weihnächtlichen Botschaft. Aufgrund einer Tradition, geboren aus den Wirren der Französischen Revolution, wandert ein ganzes Dorf zur Krippe. Und mit ihm all seine Traditionen,
Man kann den  Adventskalender 2020 weiterhin hier abrufen. Auch alle 24 Tore können weiterhin geöffnet werden.

Bis Lichtmess (2. Februar) - auch dies einer alten Tradition entsprechend kann ein Teil meiner einst grossen provenzalischen Krippe real angeschaut werden, im Fenster beim Eingang zum Haus Nr. 8 an der Kirchacherstrasse in Bubikon,

31. Dezember 2020

 

Aufgeschnappt in "Weinkeller Schweiz". am 
27. Dezember 2020 von Rainer Schönfeld

 

Warum dekantiert man einen Wein?

Sollte man dem Wein Luft geben und was passiert dabei eigentlich?

Dieser immer wieder gestellten Frage gehen wir heute auf den Grund. Denn viele noch etwas unerfahrene Wein-liebhaber fragen sich oft: „Muss ich den Wein dekantieren?“ O Dekantieren ist ein terminus technicus aus der Chemie für den Prozess, zwei nicht mischbare Phasen unterschiedlicher Dichte durch vorsichtiges Abgiessen voneinander zu trennen. Üblicherweise trennt man durch Dekantieren eine Flüssigkeit von einem Feststoff, der auf den Boden des Gefässes gesunken ist. Und genau deshalb dekantiert man einen Wein: man will den klaren Wein von seinem Depot, also von ausgefallenen Feststoffen wie Weinstein oder durch Reifeprozesse polymerisierte Tannine und Gerbstoffe abtrennen.der: “Wie lange sollte ich den Wein in der Karaffe stehen lassen?“ Und da sind wir schon bei zwei ganz verschiedenen Operationen der Weinvorbereitung. Dekantieren und Karaffieren werden oft in

c) weinkellerschweiz.ch
c) weinkellerschweiz.ch

"Unmittelbar bevor das Sediment mit dem Wein ausgegossen wird, will man beim Dekantieren das Abgießen stoppen. Um diesem Moment zu erkennen, hilft eine punktförmige Lichtquelle hinter dem Flaschenhals, die den ausfließenden Wein durchscheint. Eine kleine LED-Leselampe ist dafür besser geeignet als die klassische Kerze. Ein feines Dekantiersieb kann das noch viel feinere Depot nicht stoppen, es dient dazu, eventuelle Korkkrümel aufzufangen".


einen Topf geworfen und synonym verwendet. Dabei sind das zwei sehr verschiedene Me-thoden mit unterschiedlichem Zweck. Den ganzen Beitrag hier lesen

29. Dezember 2020

 

Ein Freund ist von uns gegangen:

 

Hans Weiss ist tot

 

Er war ein Freund der Bücher

Er war ein Freund der Fotografie

Er war jeden Tag mein Freund als "Gegenspieler" beim "Bild des Tages"

Vor gut zwanzig Jahren bin ich ihm zum ersten Mal begegnet. Typisch, im Internet. Und zwar aufgrund meiner Sammler-leidenschaft. Ich baute gerade meine grösste Sammlung - "Mit und um Karl May" - und suchte auf der Auktions-plattform eBay Sammlerstücke, vor allem Bücher. Er war einer der besten Anbieter, vor allem mit Raritäten und kostbaren Sammlerstücken. Was mir aber damals besonders aufgefallen ist. Er war der fairste und zuverlässigste Anbieter. Da Flawil nicht so weit weg liegt von meinem Wohnort, habe ich ihn auch besucht, um in seinen Bücherregalen zu wühlen. Wir entdeckten noch eine andere gemeinsame Leidenschaft (ja Leidenschaft, mehr als bloss ein Hobby) das Fotografieren.

Unter diesem Signet hat er fortan jeden Tag Platz genommen auf meiner Website. Denn auch er hat auf seiner Website book-hunter.ch seit 2014 täglich ein selber geknipstes Bild eingestellt, mehr als 2000 Fotos in all den Jahren. In meinem "Gästezimmer" habe ich diese Bilder - meist am folgenden Tag - übernommen. So sind wir nicht nur Freunde der Fotografie, sondern auch persönliche Freunde geworden. Wir haben täglich miteinander gesprochen - nicht mit Worten, mit und in Bildern. Eine unglaublich reiche Erfahrung. Die Geschichte des "Bild des Tages" habe ich bereits hier erzählt. Auch im Augenblick der Betroffenheit, der Erinnerung und der Trauer sind Bilder stärker als Worte, festgehaltene Momente stimmiger als formulierte Gedanken. Das war unser gemeinsames Kredo. Deshalb werde ich in der nächsten Zeit nochmals einige seiner aussagekräftigsten Bilder auf dieser Website publizieren. Für Instagram-Nutzer: Hier seine 361 Beiträge auf Instagram.

Morgenstimmung  (Foto: Hans Weiss)
Morgenstimmung (Foto: Hans Weiss)
Fotorepoter (Hans Weiss)
Fotorepoter (Hans Weiss)

28. Dezember 2020

 

Kultur in Corona-Zeiten

 

Auch alle Museen und Ausstellungen in der Schweiz mussten während den Festtage (sicher bis am 20, Januar 2021) zur Eindämmung der Pandemie schliessen. Einige von den kulturellen Institutionen haben Programm "für zuhause" entwickelt und laden nun ein, Ausstellungen, Führungen und Vorstellungen virtuell zu besuchen. Ich habe bereits das Angebot des Opernhauses (Zürich) hier vorgestellt. Jetzt möchte ich auf das Programm "Kunsterlebnisse für zuhause" der Fondation Beyeler, Riehen, hinweisen.

Es sind Führungen durch kompetente Kunstvermittler. Dabei zeigt sich aber deutlich, dass die mediale Umsetzung (vor allem bezüglich Dramaturgie und Präsentation) nicht ganz einfach ist. Vieles, was bei einer Begegnung vor Ort ein Erlebnis ist, schafft den Weg über den Bildschirm nur schlecht.


Hier das "geglückte" Beispiel einer Werkbetrachtung von Anne Siegel (Schriftstellerin) in der Ausstellung «You are the Weather» der amerikanischen Künstlerin Roni Horn.

27. Dezember 2020

 

Echo auf den Adventskalender:

 

Santos unter dem Sternenhimmel

 

Der Adventskalender mit den Santons hat Reaktionen ausgelöst. Unter anderem dieses Bild begleitet von Neujahrs-wünschen: ",,,noch weiter schöne Festtage, und ein gutes neues Jahr, mit vielleicht wieder mehr Abwechslung und auch etwas mehr Mobilität!?! Aber vor allem gute Gesundheit. Mit herzlichen Grüssen  E."

Für den Sammlerfreak sind Reaktionen auf die Beiträge immer eine grosse Bereicherung. Seien es Bilder oder Texte. Sie sind ein Zeichen des Interesses und der Anerkennung. Aber auch der Beweis, dass doch das eine oder andere auf der recht bunt zusammen-gestellten Webisite Anregung zur eigenen Kreativität sein kann.

In diesem Sinn wünsch ich allein ein gutes, hoffentlich ein besseres neues Jahr.  Herzlich       Euer Sammlerfreak

28. Dezember 2020

 

Aufgeschnappt in "Der Tagesspiegel" vom
22. Dezember 2020 ein Kommentar von

 

Manches wird nur schwer
zu verzeihen sein

„Wir werden in ein paar Monaten einander wahrscheinlich viel verzeihen müssen“, hatte der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn im April gesagt... Seitdem wurde der Satz oft zitiert. Vor allem, wenn es um die Fehler der politisch Verantwortlichen in der Coronakrise ging... 

Jens Spahn   (Foto dpa/Kay Nietfeld)
Jens Spahn (Foto dpa/Kay Nietfeld)

Je länger die Pandemie dauert, je höher die Infiziertenzahlen steigen, umso deutlicher wird, dass es nicht nur die Politiker sind, denen wir Fehler verzeihen müssen – sondern auch unsere Mitmenschen... Und es stellt sich die Frage, wie viel man verzeihen kann in einer Zeit, in der persönliche Unvorsichtigkeit leicht das Leben anderer kosten kann...Die Maske ablehnen - das ist nicht einfach eine politische Meinung. Mit Corona und der Haltung zu den Pandemiemaßnahmen ist nicht einfach ein weiteres Polarisierungsthema dazugekommen. Denn der Dissens bezieht sich nun auf Fragen, die über Leben oder Tod entscheiden können. Es ist nicht nur eine politische Meinung, wenn man die Maske ablehnt. Wer sie nicht trägt, wo er sie tragen soll, kann im schlimmsten Fall das Leben eines anderen auf dem Gewissen haben."
Den ganzen Kommentar hier lesen.

23. Dezember 2020

 

Geschichte mit Geschichte

 

Marco Balzano: «Ich bleibe hier»
Roman

Aus dem Italienischen von Maja Pflug
2020, Diogenes Verlag, Zürich

                                                  286 Seiten, ISBN 978-3-257-07121-4
Originalausgabe «Resto qui», 2018, Einaudi editore Turin

Den Namen Marco Balzano darf, ja sollte man sich merken. In der neueren italienischen Literatur – soweit sie die Sprachgrenze überschreitet – gibt es nicht nur die erzähl-gewaltige, geheimnisvolle Elena Ferrante, sondern auch den stillen Erzähler, bei dem kein Satz überflüssig ist. «Eine wahre Geschichte» ist es eigentlich, die kleine Biografie einer

Lehrerin und einer Region, die von der Geschichte «zermalmt» werden. Nicht spektakulär in einem gewaltigen Ereignis, sondern über Jahre in denen den Menschen ihre Heimat genommen wird. Die Besprechung des Buchs in der «Repubblica» bringt es auf den Punkt: «Marco Balzano verbindet Genauigkeit mit Emotionen». Dieses Verbinden von präzisen historischen Fakten mit einer nicht minder präzisen Beschreibung des unspektakulären Lebens einer Lehrerin, dieses Verweben von Tradition, Schicksal und Gefühl und die feine, gut getroffene Sprache formen aus der «wahren Geschichte» (sonst eher geeignet für eine Boulevard-Erzählung) ein stimmiges Kunstwerk. Da wird gerafft und doch pointiert erzählt, da werden Leerstellen offengelassen, die sich aber rasch füllen mit Leben, Angst, Hoffnung und Enttäuschung.  Weiterlesen hier

15. Dezember 2020

 

Aufgeschnappt auf Facebook,
11. Dezember 2020 - weitergeleitet von Rainer Struckmeier

 

So viel zum Thema Pandemie

10. Dezember 2020

 

Aufgeschnappt in "Blue News" von
Swisscom am 4. Dezember 2020

 

Das sind die schönsten Krippen- und Weihnachtswege

von Sulamith Ehrensperger

Wiehnachtswäg Adelboden BE (Bild zVg)
Wiehnachtswäg Adelboden BE (Bild zVg)

"Die Weihnachtsgeschichte mit verschiedenen Sinnen entdecken: Auch dieses Jahr laden Weihnachts- und Krippenwege zu einem besinnlichen Spaziergang ein – beim Schein von Kerzen oder Laternen.

Die gute Nachricht zum Ende des Corona-Jahres: Adventszauber lässt sich begehen. Wer der Hektik der Vorweihnachtszeit entfliehen möchte, findet auf Krippen- und Weihnachtswegen einen Moment, um innezuhalten."

Insgesamt werden 11 Krippenwege mit einem Kurzen Text und einem Bild vorgestellt.

Hier den ganzen Artikel lesen

Hier die Beiträge vor zwei Wochen

 

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10. Dezember 2020

 

Aufgeschnappt in der TAZ (online) vom
04. Dezember 2020

 

Pestizide im Wein

 

Ein altes, aber auch hochaktuelles Thema, das bis heute nur wenig untersucht und kaum diskutiert wurde. Man hat sich bisher weitgehend darauf beschränkt, die Auswirkungen der Pflanzenschutz-Mittel auf den Boden zu

untersuchen. Aber die Rückstände im Wein selber - der verborgene sogenannte Gift-Cocktail war bisher kaum ein Thema. Nun hat ausgerechnet im teuersten und prestigeträchtigsten Weingebiet ein Kampf von David gegen Goliath begonnen. "Die kleine Bürgerinitiative „Giftalarm“ (Alertes aux Toxiques) mit der Anti-Pestizid-Aktivistin Valérie Murat an der Spitze tritt gegen Big Business – gegen den CIVB.(Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux) an. Der vertritt 12.000 Winzer aus der grössten und bekanntesten Weinregion der Welt. Es geht um Gift, Geld und Gesundheit."
Den ganzen, spannenden Artikel ist in der TAZ (überregionale "Tageszeitung) hier zu lesen.

Auch das Schweizer fernsehen (SRF) hat am 08. Dezember 2020 das Thema "Pestizide im Wein" aufgegriffen, sich aber beschränkt auf Schweizer Weine. Hier geht es zum Beitrag im Kassensturz.

19. Dezember 2020

 

Kultur in Corona-Zeiten

 

Zugegeben, nach bald einem Jahr (mehr oder weniger) Abstinenz von kulturellen Veranstaltungen, vermisse ich ihn schon, den Kulturbetrieb. Man darf ja weiterhin Skifahren (ist ja in frischer Luft!!), doch die Museen und Ausstellungen bleiben geschlossen. Die Kulturlobby ist halt bedeutend weniger mächtig, als die Touristen- und Wintersport-Lobby. Dabei ist die Ansteckungsgefahr in vielen oft eher "einsamen" Museen und Ausstellungen (Ausgenommen bei Blockbusters) viel geringer. Politische Kräfte sind oft schwer zu verstehen!  Doch einige "Kultur-Institutionen" gehen mit den Einschränkungen (und Verboten) sehr kreativ um. Zum Beispiel das Opernhaus Zürich,

La-scintilla   (Bild: printscreen Opernhaus Zürixh)
La-scintilla (Bild: printscreen Opernhaus Zürixh)

das coronabedingt natürlich geschlossen bleibt. (Sitzplätze 1'100). Nun, das Opernpublikum ist (altersmässig) nicht gerade jenes Publikum, das viral unterwegs ist. Und trotzdem: Die (oft als "verstaubt" angesehene Institution "Oper" hat eine der besten Websites der Branche mit einem faszinierenden Angebot von Streaming-Aufführungen, Vorstellungen, Gesprächen und Einführungen. Ab heute - zum Beispiel - "La Scintilla Konzert" um 17.00 Uhr als Live-Streem und vom 20. - 27. Dezember 2020 jederzeit als Video on Demande. Die drei Aufführungen ("Boris Godunow", "Maria Stuarda" und "Die Csárdásfürstin") waren im November 48 Stunden "online" und sind leider (aus rechtlichen Gründen) nicht mehr abrufbar. Vielleicht lohnt es sich, das Kulturangebot in diesen Zeiten einmal anders zu geniessen. Ich werde hier - ab und zu - auf besonders interessante Angebote aufmerksam machen.

Zurück zur Fondation Beyeler

06. Dezember 2020

 

Mouton Rothschild

Etikette 2018

 

Seit 1945 lässt jedes Jahr das Weingut Mouton-Rothschild, Pauillac, für seinen Premier Cru das Wein-ettiket von einem namhaften Künstler gestaltet. Der Künstler wird für die Etiketten-Gestaltung mit einigen Flaschen „seines“ Weines bezahlt. Der Name bleibt ein gut

gehütetes Geheimnis, bis der Jahrgang auf den (meist kurz vor Weihnacht) auf den Markt kommt. Ein gutes und erfolgreiches Element des Marketings, denn so wird der Wein auch von den Etiketten-Sammlern Jahr für Jahr gekauft. Eine Flasche kostet immerhin meist mehr als 500 Franken (2018 um 600 €).

Das Vintage-Label 2018 hat der  chines-ischen Künstler und Schriftsteller Xu Bing (geb. 1955) gestaltet. "Es spiegelt die Arbeit des Künstlers und sein Verhältnis    illusionistische Pracht der Erscheinungen.
Seine Kalligrafie mit quadratischen Wörtern ähnelt den traditionellen chinesischen Schriftzeichen. Tatsächlich besten sie aber aus den Buchstaben des lateinischen Alphabets.
Xu Bing drückt hat damit einen einzigartigen Schreibstil geschaffen, bei dem Wörter in die Codes der traditionellen chinesischen Ideografie aufgenommen werden. Das Etikett für den  2018r will die Bruderschaft der Kulturen zeigen, indem es die beiden Wörter "Mouton Rothschild" wiedergibt.

30. November 2020

 

Standpunkt:

 

Der Antischweizer

(Schweizerisch: "De fremdi Fötzel)"

 

So hat man mich (nicht nur) einmal in einem Flugblatt beschimpft, weil ich die Frechheit habe zur "Anti-Schweizer-Initiative" ja zu sagen (siehe: In eigener Sache). Ich bin tief beleidigt, ob diesem rotzigen Pauschalurteil. In den bald zehn Jahren habe ich hier noch nie politisch Stellung bezogen oder gar missioniert.

Ich erlaube mir in meiner Kolumne "in eigener Sacher" Welt aus meiner Per-spektive zu kommentieren (regelmässig, so alle 10 Tage - bisher sind es rund 350 Kolumnen), Ab-und-zu gebe ich auch Freunden Gast-recht auf dieser Website, zum Beispiel dem "Philosophen", der eine fundierte Analyse zur Konzernverantwortungsinitiative - ohne Schimpfwörter und Beleidigungen - geliefert hat. Er hat mir - ausser sich vor Wut und Enttäuschung - noch gestern Abend  einen Kommentar geschickt, den ich hier (meinen kulturellen Prinzipien getreu) nicht aufnehmen werde. Er war auch privat adressiert mit "Lieber Peter..." Doch meine Enttäuschung und meine "Wut" wohl nicht anders und nicht kleiner. Deshalb ausnahmsweise - stellvertretend für alle Zuschriften, die mich heute erreicht haben - eine Kolumne des be- und verurteilten Antischweizers.

Hier zu lesen.

25. November 2020

 

Karl-May-Museum Radebeul gibt Häuptlings-Skalp zurück

Ausgestellt war der Skalp schon einige nicht mehr im Blockhaus "Villa Bärenfett" im Garten des ehemaligen Wohnhauses von Karl May in Radebeul. Doch er lag noch im Archiv des Indianer-Museums. Jetzt berichtet MDR-Sachsen: "Das Kuratorium genehmigte am vergangenen Wochenende den Vorstandsbeschluss, den Skalp zu rehumanisieren und aus ethischen Gründen freiwillig zurückzu-führen, sagte Stiftungsvorstand Volkmar Kunze. "Im juristischen Sinn handelt es sich weder um eine unrechtmäßige Erwerbung noch Aneignung in kolonialem Kontext", sagte Kunze über die mehrheitlich getroffene Entscheidung.... Der Sammler und Mitbegründer des Karl-May-Museums Radebeul,

(Bildrechte: dpa)
(Bildrechte: dpa)

Patty Frank (1876-1959) will die sterblichen Überreste vom Nachfahren eines Sioux-Häuptlings erworben haben. Monatelang wurde darum gestritten, dann einigten sich der Ojibwa-Stamm und die Stiftung, die Herkunft des Skalps gemeinsam zu erforschen... Schlussendlich konnte die Kopfhaut nicht genau einem indigenen Volk zugeordnet und auch keine konkrete Verwandtschaft zu diesem Stamm belegt werden. Daher erfolge die Rückführung der sterblichen Überreste aus ethischen Gründen nach den Empfehlungen des Deutschen Museumsbundes zum Umgang mit menschlichen Überresten von 2013. Die Modalitäten für die Übergabe an eine offizielle Vertretung der US-Regierung, die nur auf diplomatischem Weg möglich ist, sollen 2021 geklärt werden." (Quelle: mdr Sachsen)

25. November 2020

 

Aufgeschnappt im Online-Magazin "Republik"

am 23. November 2020 von Constantin Seibt

 

Warnung! Misstrauen Sie Ihrem Misstrauen!

 

"Donald Trump bringt es fertig, eine Niederlage in eine Goldmine zu verwandeln. Das ist die höchste Kunst eines Hochstaplers: Er betrügt die Menschen nicht einfach nur, er schafft es sogar, dass ihn die Betrogenen verteidigen."

Dieses "Aufgeschnappt" auf der Website www.sammlerfreak.ch ist eine der grossen Ausnahmen. In der Regel wird in dieser Rubrik auf interessante Beiträge zu den Sammler-themen Wein, Karl May, Krippen, Fotos, Zeitdokumente hingewiesen. Diesmal geht es um Politik. Genauer um ein Thema, das seit Wochen alle Nachrichtenkanäle - auch Social Media - nicht nur füllt, überlaufen lässt: Amerika und sein Präsident Donald Trump. Im Online-Magazin "Republik" hat Constantin Seibt in der Rubrik "Arena" tatsächlich eine "andere Sichtweise" zum Problem gefunden. Und dies erst noch brilliant geschrieben und "neu gedacht". Seine Schlussfolgerung:
"Misstrauen Sie Ihrem Misstrauen. Sobald Sie merken, dass es sich voll­gefressen hat und bereits ganze Branchen, den Grossteil aller Nachrichten, der Regierung und Ihrer Familie umfasst, sind Sie wahrscheinlich jemandem auf den Leim gekrochen.

Wem? Nun, sehen Sie sich nach den strahlenden Ausnahmen um. Behaupten diese, von Betrügern umzingelt zu sein, haben Sie die Damen und Herren gefunden, über die Sie bei einem langen Spazier­gang nachdenken sollten.

Das jedenfalls rät Ihnen die Republik, die strahlende Ausnahme im Schweizer Mediensystem" Wenn Sie nun neugierig sind, warum dieser seltsame Rat?
Hier der Link zum Beitrag von Constantin Seibt

17. November 2020

 

Wer schreibt, dem wird geschrieben:

 

Thema Beerliwy
(Bericht von Tscharner)

 

In der Einleitung zu einem Text über einen Pinot Noir (Jeninser) von Von Tscharner, Reichenau aus dem Jahr 1989 schrieb ich: "Ein Schweizer-Wein, den man damals eher despektierlich «Beerliwein» genannt hat, weil er eher «spritzig» (weil direkt von der Hefe abgefüllt) war, und nicht die Erwartung weckte, einmal grossväterliche Gelassenheit und Würde zu zeigen..." Mit "Beerliwein" habe ich einen Begriff verwendet, der sich teils abgenutzt (weil veraltet), teil auch gewandelt hat. 

Dazu hat mir Hans-Rudolf Z. geschrieben: "Ich war der Meinung, dass Beerliwy nicht wegen dem etwas säuerlichen Ge-schmack von Beeren so genannt wurde, sondern weil die Maische nur mit den Traubenbeeren gemacht wurde. Also abgebeert ohne Stiele. Das Abbeeren machte, vor allem bei nicht ganz reifen Stielgerüsten die Weine etwas geschmei-diger und weniger "grün" im Geschmack." Dies ist zweifellos richtig, nur hat sich die Bedeutung (zumindest die Verwendung) des Begriffs erweitert, vor allem weil dies heute weniger der Begriff für eine Art der Vinifikation (Abberen, Entrappen) ist (Rotwein wird heute vor der Maischen-gärung grossteils abgestielt und ist kein besonderes Qualitätsmerkmal mehr) sondern die Bezeichnung für eine Art der Weine, wie sie eben früher als "einfache Weine" gemacht wurden: beerig, spritzig, "etwas säuerlich", weil direkt von der Hefe abgefüllt. Oft wird der Begriff "Landwein" verwendet. Doch auch dieser Begriff ist mehrdeutig und wird unterschiedlich verwendet. Da ich viel für deutsche Wein-freaks schreibe, verwende ich den typisch schweizerischen Begriff "Beerliwy" so, wie er heute meist angewandt wird, eben für diese Art von Schweizer Landweinen, unabhängig davon, von wo er kommt (nicht nur von der Bündner Herrschaft, wie früher) und wie er genau vinifiziert wird. "Aus einem «Beerliwy» wurde ein grossartiger Pinot Noir", heisst es heute etwa im Gault Millau. Dazu gehören nicht nur das Entrappen, sondern auch die Vergärung, der Ausbau (ohne "Holz"), die Flaschenreifung etc Herzlichen Dank für die Zuschrift und das Interesse an einer korrekten Schreibe, zumal die Frage begleitet ist von der Anmerkung: "Danke für die interessante Webseite, die ich ab und zu besuche!"

10. November 2020

 

Ein Weinmärchen

 

Winzermagier Dominique
Léandre-Chevalier zurück

(Bild: Gerstl Weinselektion)
(Bild: Gerstl Weinselektion)

Vor einigen Wochen habe ich in meiner Rubrik "Getrunken" die "traurige Ge-schichte" des Winzers Dominique Léandre-Chevalier und seiner Spitzen-weinen erzählt. Der innovative Winzer - mit seinen eigenwilligen Ideen und seinen hervorragenden Weinen musste Konkurs anmelden. Da ich seine Weine seit vielen Jahren kenne und hoch schätze, hat mich diese Meldung berührt. Jetzt hat die Geschich-

Reto Endin (Foto: Printscreen SRF)
Reto Endin (Foto: Printscreen SRF)

te ein schon fast märchenhaftes Happyend: "Er hat seine geliebten, einzigartigen Rebberge zurück!"

Reto Endin, der Notar aus dem Aargau, hat das Weingut gekauft und den begnadeten Winzer auf sein Weingut zurückgeholt. Eine abenteuerliche Geschichte, die sich über gut zwei Jahre hingezogen hat. Max Gerstl, der die Weine des Weinguts seit Jahren in der Schweiz vermarktet: "Ein verloren geglaubtes Bijou ist zurück. Es wird sie also wiedergeben, diese unvergleichlichen Weine von Dominique, zurzeit entsteht gerade der Jahrgang 2020." Die ganze Geschichte hier.

Hier ein Artikel über den ganz besonderen Winzer im französischen Magazin "Le Point" (aus dem Jahr 2016 - französisch)

Hier die Beiträge, die älter sind als 
zwei Wochen.

 

Sie schieben sich täglich weiter nach unten... Nach ca. drei Wochen landen sie im Archiv. Dort sind sie jederzeit zu finden. (Direktzugang zum Archiv ab März 2019)

17. November 2020

 

Wein in den Keller legen:

 

Bordeaux - Arrivage 1918

 

Im Spätherbst - noch rechtzeitig vor Weihnachten - gelangen in der Regel die Weine der prestigeträchtigen Weinregionen in den Handel. Allen voran die (meist vor zwei Jahren subskribierten)  

Peter Keller, Weineyxperte NZZ  (Foto:  Martin Graf)
Peter Keller, Weineyxperte NZZ (Foto: Martin Graf)

Bordeaux. Bisher habe ich die Bordeaux-Arrivage hier mit einem Kommentar und eigener Beurteilung begleitet. Dies ist in diesem "Corona-Jahr" leider kaum möglich  , da ich inzwischen zu den "vulnerablen" Menschen gehöre. Aus diesem Grund veröffentliche ich hier Meinungen von Weinkritikern und -journalisten, die ich schätze und denen ich vertraue.  Heute die Sicht des Weinkenners Peter Keller im Magazin der NZZ am Sonntag:

"Wer kalifornische Weine mag, ist mit dem Bordeaux 2018 gut bedient. Das tönt vielleicht etwas zugespitzt, kommt aber der Charakteristik des neuesten Jahrgangs, der jetzt abgefüllt ist und in den nächsten Wochen auf den Markt kommt, relativ nahe. Die französischen Weine präsentieren sich generell mit einer sehr reifen Frucht, tiefer Säure, hoher Konzentration, mit vielen Gerbstoffen und reichlich Alkohol. Obwohl er in den meisten Fällen gut eingebunden ist, sind Werte von 14 und 14,5 Prozent schon gewöhnungsbedürftig. Es darf von einem guten Reife- und Lagerpotenzial des 2018ers ausgegangen werden." Weiterlesen hier

21. November 2020

 

Aufgeschnappt in Tag24 (regionales, deutsches Newsportal) vom 21. November 2020

 

Baukosten halbiert: Neues Karl-May-Museum muss erheblich abspecken

 

Das neue Besucherzentrum des Karl-May-Museums wurde umgeplant.  © PR/Büro aT2
Das neue Besucherzentrum des Karl-May-Museums wurde umgeplant. © PR/Büro aT2

Nach den Wirren rund um die Karl-May-Stiftung und ihr Karl-May-Museum in Radebeul ist wieder etwas mehr Ruhe eingekehrt. Hinter den Kulissen wird aber tüchtig gearbeitet und verhandelt. Die Utopie von einem neuen Teil des Museums soll doch noch (bald einmal) Realität werden. Dafür aber braucht es realistische Baupläne (die auch zu finanzieren sind). "Statt zuletzt mehr als 12 Millionen ist man nun bei 6,3 Millionen Euro Gesamtkosten, so Vorstands-vorsitzender Volkmar Kunze (66) auf Anfrage. Dafür haben die Architekten des Radebeuler Büros aT2 ihre Einzel- und Teil-Entwürfe auf den Prüfstand gestellt und Grundflächen verkleinert. Außen bleibt alles beim Alten. Selbst die Sanierung des Blockhauses ("Villa Bärenfett") aus den 1920ern ist weiter drin. Auch der Ersatzneubau für das marode Häuslein aus dem Jahr 1934 am Blockhaus kommt, wird nun sogar ans neue Haupthaus angebunden."

Hier den ganzen Artikel lesen

05. November 2020

 

Weinauktion in Corona-Zeiten:

 

Weinbörse

Samstag, 14. November 2020

10 - ca. 17 Uhr im Grand Hotel Quellenhof,
Bad Ragaz

Trotz der neuen, verschärften Corona-Einschränkungen findet die Auktion der "Weinbörse" statt, allerdings mit einem verschärften Schutzkonzept.

Kommentar Sammlerfreak

Die Weinbörse - wo sich über viele Jahre vor allem Weinfreaks und Sammler getrof-fen haben - ist deutlich grösser und  kommerzieller geworden. Nicht nur, dass hier das höchste Aufgeld (12%) verlangt wird, auch das Angebot ist zusehends auf Händler, Broker, Einkäufer zugeschnitten. Auch die Schätzungspreise (zugleich garantierter Ausrufpreis) liegen verhältnis-

mässig hoch. Dazu kommen dieses Jahr die Corona-Einschränkungen (50 Personen im Saal) und die verständliche Beschränkung auf Bieter. Das "Weinfreak-Volk" - darunter auch viele Einlieferer von Weinen - hat ihr "Stelldichein" verloren. Besonders wichtig ist deshalb das Vorabbieten via Internet und natürlich auch die "Nachauktion" der nicht verkauften Lost und das diesmal sehr breite Angebot von sogenannten Mixed-Lots.

Mehr Informationen und alle links hier

07. November 2020

 

Arno Geiger

«Der alte König in seinem Exil»

2012, dtv Verlagsgesellschaft, München.
9. Auflage 2017,
Paperback, 189 Seiten,
ISBN 978-3-423-14154-3

«Es heisst, jede Erzählung sei eine Gene-ralprobe für den Tod, denn jede Erzäh-lung muss an ein Ende gelangen. Gleichzeitig bringt das Erzählen dadurch, dass es sich dem Verschwinden widmet, die verschwundenen Dinge zurück

Arno Geiger (Foto: Hanser Verlag, Herbert Corn)
Arno Geiger (Foto: Hanser Verlag, Herbert Corn)

So sieht Arno Geiger, der österreichische Autor, der nahe an der Grenze zur Schweiz aufgewachsen ist, sein schrift-stellerisches Erzählen. Besonders am Schluss seiner Erzählung «Der alte König in seinem Exil» – aus der das Zitat stammt – die eigentlich keine Erzählung ist, eher das «Protokoll» eines unauffälligen Lebens, das mit dem Alter auffällig geworden ist.


Demenz! Eine Krankheit, die uns – älter werdend – Angst und Schrecken einjagen kann.

Weiterlesen hier

31. Oktober 2020

 

Aufgeschnappt in Züritipp 42/43, TagesAnzeiger
vom 28. Oktober 2020 von Claudia Schmid

 

Coole Winzer, innovative Tropfen -
die Weinregion am Zürichsee
                                       ist heiss begehrt

Sicht über den Zürichsee bis zur Stadt: Das Wengut Diederik in Küssnacht. (Foto: Anna-Tia Buss)
Sicht über den Zürichsee bis zur Stadt: Das Wengut Diederik in Küssnacht. (Foto: Anna-Tia Buss)

Der Bericht über die Weinregion am Zürichsee erschien in der Beilage des TagesAnzeigers am 15. Oktober und ist für Abonnenten auch online abrufbar (leider nur für Abonnenten des Tages Anzeigers). Dabei wird im Vorwort auf eine Rebsorte hingewiesen, die etwas ganz Spezielles ist für die Zürichsee-Gegend: der Räuschling. "Viele Betriebe, die sich wie eine Perlenkette – mehrheitlich an der Goldküste – aneinander reihen, spannen zusammen. So stammt die Cuvée des R3-Weines aus Räuschlingen von drei verschiedenen Weingütern; in der «Keller-WG» bei Schwarzenbachs keltern auch Didi Michel, sowie die bekannten Winzer Rico Lüthi und Martin Schnorf."
Grund genug, wieder einmal von der exklusiven Rebsorte "Räuschling" zu berichten. Das Weinmagazin Fallstaff schreibt über den Räuschling: "Könnte man den zartfruchtigen, säurebeschwing-ten Weisswein, der hauptsächlich am rechten Zürichseeufer wächst und zu den Fischen aus dem See wie das Feuerwerk zum Züri Fäscht passt, treffender benennen als Räuschling? Unbeschwerte Lebenslust klingt darin an. Und obwohl sein Name sich vermutlich vom robusten Laubwerk der Rebe herleitet, das im Wind besonders laut zu rauschen pflegt, geht nicht fehl, wer dabei an den leichten, beflügelnden Rausch denkt. "
Hier der Artikel von Martin Kilchmann in "Falstaff"
  

Weiterlesen hier

31. Oktober 2020

 

Konzernverantwortungs-Initiative:

 

Ein Blick auf die Abstimmung

in fünf Schritten von Peter Flubacher

 

1. Teil

Unser Wohlstand

 

Hier geht es zum ersten Teil der Gedanken unseres "Philosophen" zur Konzernverantwortungs-Initiative

27. Oktober 2020

 

Wein-Auktion:

 

Franz J. Wermuth

(Spengler & Partner AG)

Collection 12

 

Samstag, 7. November 2020

Auktion 11.30 Uhr

Degustation 11.00 Uhr mit Auktions-Musterim

Hilton-Hotel, Glattbrugg/Zürich-Airport

Es ist eher etwas komplizierter geworden, mit den traditionellen Wein-Auktionen, in den Zeiten von Corona. Seit Jahren habe ich über das Geschehen bei den grossen Zürcher-Saal-Auktionen berichtet, vor allem weil sich (gerade in den Herbst-auktionen) die Entwicklung (bei der Nachfrage und im Preis) bei den soge-nannten Sammlerweinen gut analysieren lässt. Gerade für das Weihnachtsfest möchte der (oder die) eine oder andere Weinliebhaber(in) ein paar "schöne Flaschen" in den Keller legen. Lohnt es sich? Oder lohnt es sich nicht? "Die asiatischen Weinfreunde kaufen nicht mehr so schnell ein, oder bezahlen nicht mehr jeden Preis. Dann haben Restaurants grosse Reserven und kaufen nur wenig ein. Folge davon; auch die Produzenten leiden im Moment unter dieser Situation," schreibt der erfahrene Auktionator Franz J. Wermuth im Auktionskatalog. Weiterlesen hier

23. Oktober 2020

 

Wimmla 2020

 

Am 18. September 2020 in Fläsch

"Die Weinernte hat begonnen"

 

Am 05. Oktober 2020 in Ems

"Der erste Weinberg am Rhein"

 

Am 09. Oktober 2020 in Chur

"Begegnung mit Alt Chur"

 

Am 12. Oktober 2020 in Chur

"Frisch gestärkt, tatenlustig"

 

Am 14. und 15. Oktober 2020
Keine Bilder

 

Am 20. Oktober 2020 in Chur

62 Jahre alt - "Alte Reben"

Am 08. Oktober 2020 in Chur

"Endlich beim Wimmla zuhause!

 

Am 10. Oktober 2020 in Chur

"Als der Regen kam!"

 

Am 13. Oktober 2020 in Chur

"Maienfeld, fast zum letzten Mal"

 

Am 19. Oktober 2020 in Chur

"Wimmlen an der Steillage"

 

Am 21. Oktober 2020 in Chur

"Abschied"


29. Oktober 2020

 

 

Zur Rubrik:

Gastkommentar

 

Gastbilder gibt es schon lange auf meiner Website. Seit Jahren! Täglich das Bild von Hans Weiss, einem Sammlerfreund und Hobby-Fotografen. Etwa wöchentlich ein Bild, das mich oft via "Social Media" erreicht. Warum nicht - analog dazu - auch regelmässig Gastkommentare auf dieser Website? Ich habe berits vor Wochen damit begonnen (hier ein Beispiel).

Auguste Rosin  "Thinker"  (Skulptur Musée Paris)
Auguste Rosin "Thinker" (Skulptur Musée Paris)

Nach vielen Jahren habe ich einen Freund - wir waren einst zusammen in derselben Klasse - wiedergetroffen, der hat sich (nach seiner beruflichen Laufbahn) entschieden hat, etwas mehr nachzudenken, über Dinge, die im Leben wichtig sind, Jedenfalls mehr, als die meisten Menschen. Man nennt dies gemeinhin "philosophieren", was soviel heisst, wie: "versuchen, die Welt und die menschliche Existenz zu ergründen, zu deuten und zu verstehen." Das Resultat: Texte, Notizen, Essays zu vielen politischen, kulturellen, existentiellen Fragen, oft "brennend aktuell", vor allem wenn politische, wirtschaftliche, existentielle Entscheide anstehen, die - oft über Jahre - zur diskutiert werden und gelöst werden müssen. Das Klima ist so ein Problem, die Selbstverantwortung, der Umgang mit der Natur, der Einsatz der Technik und, und, und... Immer, wenn gerade eine Abstimmung ansteht, wird das eine oder andere der Probleme hochgespühlt und meist - mit Schlagworten - für kurze Zeit ins Bewusstsein gerückt. vor allem, wenn Wahlen und Abstimmungen anstehen. Ich werde in Zukunft auch Gedanken meines Freundes hier vorstellen. Nicht gekürzt und sogenannt journalistisch "aufbereitet" - aber in kleineren Häppchen (und oft durch Bilder ergänzt), wie dies eben auf einer Website - die gelesen werden will - nur möglich ist. Ich starte nächste Woche mit einer Folge von Gedanken zur aktuellen Konzenverantwortungs-initiative. Titel dieser Rubrik:   Was sagt der "Philosoph"?

23. Oktober 2020

 

Saša Stanišić

Herkunft

2019, Luchterhand Literaturverlag, München

365 Seiten, ISBN 978-3-630-87473-9
                                                9. Auflage

Alle Sammler – und ich bin ein leidenschaftlicher Sammler - wehren sich gegen das Vergessen. Auch Sasa Staniscic ist ein Sammler. Er sammelt – zumindest in seinem Buch – Erinner-ungen. Er reiht diese nicht nur aneinander, sondern verwebt sie mit Gegenwart, mit Reflexionen über das Schreiben, mit Begriffen wie Heimat, Herkunft und Vertreibung. So, dass sehr schnell auch die Frage auftaucht: wo ist eigentlich seine Heimat? Im christlichen Serbien seines Vaters, im muslimischen Bosnien seiner Mutter, im zerbrochenen Jugos-lawien? Man kann die Frage nach seiner Heimat auch personenbezogen stellen: Ist sie in der bizarren Welt seiner dementen Grossmutter, im wilden Kreis der Kumpels auf der Tankstelle, im neuentdeckten Bildungsgut deutscher Dichtung? Heimat – darauf können wir uns wohl mit dem Autor wohl einigen – ist dort, wo das Leben Wurzeln geschlagen hat. Und das ist nicht einfach nur ein Ort, eine Beziehung oder ein Gefühl. Es sind viele eng miteinander verknüpfte Erinnerungen. Sasa Staniscic geht in seinem Buch dieser Spur nach und nennt es «Herkunft».     Weiterlesen hier

22. Oktober 2020

 

Gastkommentar:

 

Maskentragen
von Thomas Gerber

 

Veröffentlicht auf Facebook
am 18. Oktober 2020

 

"Wenn ich eine Maske in der Öffentlichkeit trage, möchte ich, dass du folgendes weisst: Ich bin gebildet genug, um zu wissen, dass ich asymptomatisch sein könnte und dir trotzdem das Virus geben kann. Nein, ich „lebe nicht in Angst“ vor dem Virus. Ich möchte nur Teil der Lösung sein, nicht Teil des Problems.
Ich habe nicht das Gefühl, dass die Regierung mich kontrolliert. Ich habe das Gefühl, dass ich als Erwachsener etwas zur Gesellschaft beitragen kann.
Die Welt dreht sich nicht um mich. Es geht nicht nur um mich.
Wenn wir alle mit Rücksicht auf andere Menschen leben könnten, wäre diese Welt ein viel besserer Ort.
Das Tragen einer Maske macht mich nicht schwach, ängstlich, dumm oder gar „kontrolliert“. Das macht mich rücksichtsvoll.
Masken tragen ist nicht politisch. Es ist Ausdruck von gesundem Menschenverstand in dieser schwierigen Zeit!"
(Thomas Gerber war bei SRF, Journalist, heute freischaffend, Leiter bei "schützi tv")

23. Oktober 2020

 

Neuerscheinung:

 

Karl May

Am Hancockberg

 

                                                Fantastische Geschichten mit Winnetou,
                                                Old Shatterhand, Kara Ben Nemsi...

Herausgegeben von Hartmut Wörner

2020, Verlag der Nation, Husum

506 Seiten, ISBN 978-3-373-00540-7

Mit Textillustrationen aus der Zeit Karl Mays und Bildtafeln von Lars Noah.

Ein neues Buch von Karl May, von einem Schriftsteller, der vor 108 Jahren gestorben ist? Nein, eine Anthologie, das heisst eine Sammlung ausgewählter Texte in Buchform, eine vom Herausgeber (Hartmut Wörner) verantwortete Publikation. Der Grundgedanke: "Karl May (1842-1912) ist einer der begnadetsten fantastischen Erzähler der deutschen Literatur. Er erfand legendäre Helden wie Winnetou, Old Shatterhand, Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar. Bei der Lektüre dieser Anthologie taucht man in die spannenden und anrührenden Ereignisse rund um den gewaltsamen Tod des legendären Apachenhäuptlings Winnetou ebenso ein wie in ein Zuchthaus des 19. Jahrhunderts, wo die Häftlinge zur „Nummer“ degradiert sind. Mit Mays Helden strandet man auf einer Südsee-Insel und befreit einige Buchseiten danach eine geheimnisumwitterte spirituelle Meisterin aus einem einsam gelegenen Turm in den kurdischen Bergen. Bei diesen und weiteren Abenteuern rund um den Erdball ist spannende und niveauvolle Unterhaltung garantiert. Dieses mit zahlreichen zeitgenössischen Textillustrationen und Tafeln des Geraer Künstlers Lars Noah reich bebilderte Buch lädt ein zum (Wieder)Entdecken eines unsterblichen Geschichtenerzählers und Fantasten." Weiterlesen hier

17. Oktober 2020

 

Aufgeschnappt auf Spiegel Online vom

11. Oktober 2020. Autor:Gerald Franz

 

Fünf Gebote für Weintrinker

 

Für einmal geht es im Spiegel-Beitrag um Stilfragen: "Geübte Weintrinker pfeifen auf die Zimmertemperatur, denken zuerst an sich und sind beim Gläserfüllen nicht großzügig: Wie man seinen Gästen richtig einschenkt."

 

Spiegel Online  (Foto: Aleksandr Vorobev /Stockphoto/Getty Image)
Spiegel Online (Foto: Aleksandr Vorobev /Stockphoto/Getty Image)
  1. Sie kommen an erster Stelle
  2. Das Glas ist halb leer
  3. Neuer Wein in alten Gläsern
  4. Das Glas ist ganz leer
  5. Kühlen Sie den Rotwein leicht

Einiges der Aufzählung ist reine Stilfrage, anderes ist eine Frage des besten "Weingenusses". Man kann - nach Anmeldung - hier sogar mitdiskutieren,

"Wein ist immer verflochten mit Menschen und ihren Geschichten. Einige davon zu erzählen, hat sich der Autor zur Aufgabe gemacht. Nachzulesen auf seinem Blog Weinsprech.de

16. Oktober 2020

 

Gesehen:

 

Circus Knie

Programm 2020

 

Bildspaziergang

 

Wenn ich feststelle, dass ich bei einem ersten, spontanen Urteilen zu Programmen - sei es in Medien oder bei Veranstaltungen - den Stempel "konservativ" nutze, läuten bei mir alle Alarmglocken. Ist das Programm "konservativ" - ich sage lieber "althergebracht" - dann langweile ich mich in der Regel sehr rasch und suche nach den Möglichkeiten, einiges anders zu machen. Meist muss ich da auch nicht lange suchen um

nach der Analyse begründete Urteile zu fällen. Anders ist es, wenn ich spüre, dass ich selber konservativ denke, fühle oder gar urteile - wenn etwas für mich zu "modern" ist - dann tue ich mich schwer. Ich such dann immer den Grund bei mir, überprüfe all die eingefleischten  und "grüble" nach den Ursachen. Eine befriedigende Antwort gibt es kaum, es sei denn das viel zitierte "Alter". Meine Kommentare in den


Rubriken "Getrunken", "Gesehen", "Gehört", "Gelesen" zeugen davon. Besonders schwierig ist dies bei Zirkusprogrammen. Weiterlesen hier.