12. Dezember 2020

 

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Farandole (Volkstanz)

 

Die Farandole ist ein historischer provenzalischer Volkstanz bei dem ein offener Reigen, von einem Tänzer angeführt, verschiedene Figuren tanzt. Die musikalische Begleitung besorgt ein Spieler mit Flöte und Tamburin. Es ist ein „Schlängelreigen“, bei dem man meist im offenen Reigen durch Gassen, über Plätze, durch Wiesen und den Wald tanzt. So zieht man - vor allem an Volksfesten – auch durch die Strassen der Dörfer, als eine Kette von Paaren, die sich an den Händen halten.

Volkstänze wie die Farandole sind stark von der Natur beeinflusst, vom Mistral - dem Meereswind - , von der Landschaft, den Arbeiten auf dem Feld. Die Tänze dienen nicht nur der Geselligkeit, sie sind auch Ausdruck und Identitätsfindung von sozialen Gruppen. Deshalb wird fast immer in der entsprechenden Tracht getanzt. Es gibt eine ganze Reihe von Volkstänzen, die seit dem Mittelalter bis heute lebendige Tradition geblieben sind.

Die Farandole ist verwandt mit der viel nobleren "Sarabande", die vor allem an Höfen zu Barockmusik getanzt wurde.

Es gibt eine ganze Reihe von Volkstänzen, die seit dem Mittelalter bis heute lebendige Tradition geblieben sind. Zum Beispiel „La Ronde“, einer der ältesten überlieferten Tänze. Sie entstanden aus der "Carole", dem gesungene Lied. Es ist ein einfacher Tanz der bäuerlichen Bevöl-kerung. Bei einem andern traditionellen Tanz, dem  „Marketenderinnentanz“ (Kreistanz) stellt man sich wie bei der Farandole im Kreise auf und versucht mit Hüpf- und Drehbewegungen seine Freude ausdrücken. Der „Prozessionstanz“ hingegen passt eher

Kinderreigen - Gemälde von Hans Thoma, 1872
Kinderreigen - Gemälde von Hans Thoma, 1872

zur vornehmen Gesellschaft, denn da wird die Würde und der Rang der Tanzpaare hervorgehoben.

 

Die «Farandole» wird begleitet von Flöte und Tamburin, wobei er offene Reigen, von einem Tänzer angeführt wird, der verschiedene Figuren vorgibt. Natürlich wird auch bei den Santons viel getanzt, und zwar den "Krippentanz", "la dance de la crèche noël". (Quelle: Wikipedia)