07. Dezember 2020

 

Fenster 7

 

Salinen

 

Fleur de Sel“ aus der Camargue.

Die grössten Salzgärten sind die Saline de Giraud (an der Mündungsstelle der Rhone) und die Salins du Midi bei Aigues-Mortes.

Schon die Römer legten ausgedehnte weiss und rötlich schimmernde Salzgärten an. Auch heute noch ist die Salzernte Handarbeit, fast wie vor 1500 Jahren. Meerwasser wird durch ein Netz von Kanälen und Becken in die Salzgärten geleitet. Wind und die Sonne lassen das Wasser verdunsten und zurückbleiben die Salzkristalle, das "Fleur de Sel".

Im Salzgarten wird täglich der Salzgehalt des Wassers geprüft, im Spätherbst ist Erntezeit.

„Fleur de Sel“ („Blume des Salzes“) wird auch als „Königin der Salze“ bezeichnet. Seine Be-schaffenheit unterscheidet sich vom üblichen Salz. Reibt man „Fleur de Sel“ zwischen den Fingern, zerfällt es. Dieses Meersalz  schmilzt  schon auf der Zunge.(Hier: Text und Bilder zur Salz-gewinnung am Meer)



Salinen in der Camargue    (Bild: Zoutman)

   Das gastronomische Meersaöu


Fleur de Sel wird oft von Spitzenköchen bevorzugt, weil es einen etwas anderen Geschmack und eine „weichere“ Kristallstruktur hat, die an einen Hauch von Eis erinnert. Ob es wirklich würziger ist und besser schmeckt als „gewöhnliches“ Salz ist umstritten.


Das sind die "Paludiers" (Salzbauern) der Salzgewinnung der Camargue. Bei Aigues-Mortees spiegeln sich die strahlend weissen Salzberge in der flachen Lagune. Vor der alten Festungsstadt wurden 5.000 Hektar zur Salzgewinnung eingedeicht – von der mittelalterlichen Stadtmauer, die die gesamte Altstadt umschliesst. Produziert jedoch wird nicht industriell, sondern noch immer genauso handwerklich wie vor 2.000 Jahren: Beteiligt an der Salzherstellung sind nur das Meer, die Sonne und der Mensch. (Quelle: Reisemagazin Schwarzaufweiss)