Auktionen 2018 - Fortsetzung

05. Mai 2018

 

Auktion der Weinbörse

Samstag, 05. Mai 2018 

 

Im Grand Resort Bad Ragaz

von 10.00 bis ca. 17.00 Uhr
Dazwischen: Mittagpause mit Inbiss

Die Auktion beginnt bereits um 10.00 Uhr. Die traditionelle Degustation vor der Auktion entfällt. Insgesamt werden 1281 Lots angeboten. Damit dürfte es nebst der - im Angebot breiter aufgestellten Steinfelsauktion - die grösste Auktion in der Schweiz sein. Traditionell ist die "Weinbörse" die Auktion der privaten Weinsammlern, den sogenannten "Weinfreaks". Inzwischen ist sie aber - mit jährlich zwei Auktionen - zur wohl bedeutendsten Auktion der Schweiz aufgestiegen. Dies vor allem, weil der bekannte Weinkritiker René Gabriel seit einigen Jahren mit von der Partie ist. Er scheint so etwas wie ein Garant für die Qualität der Weine zu sein. Ich werde hier über die Auktion berichten.

Hier der Auktionskatalog

17. April 2018

 

Weinauktionen:

 

Zwei Auktionen sehen an: Zuerst – am Samstag, 21. April 2018 – die neu aufgestellte Auktion von Franz J. Wermuth, von dem wohl versiertesten Auktionator der Schweiz. Die Wermuth-Auktionen waren während vielen Jahren in der weltweiten Weinhandelsszene ein Begriff, eine gute Adresse.

Dann kam es – vor vier Jahren – zum Zerwürfnis mit dem neuen Besitzer des traditionellen Auktionshauses. Seither sind die Wermuth-Auktionen eigentlich Denz-Auktionen; sie haben mit dem Auktiontor Franz J. Wermuth – ausser dem beibehaltenen Namen nichts mehr zu tun. Franz J. Wermuth führt nun – zusammen mit dem Weinhaus Dr. Spengler&Partner – unter der Bezeichnung Collection jährlich zwei eigene Auktionen durch, die nächste bereits zum siebten Mal. Der Auktionskatalog kann hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Die zweite Weinauktion – die Weinbörse – findet am Samstag, 05. Mai 2018 in Bad Ragaz statt. Es ist die traditionell im Schwerpunkt die Auktion der Weinliebhaber, weit weniger als die andern Auktionen für den weltweiten Handel. Ganze Block mit Kisten hochwertiger (und teurer) Wein – wie sie meist nur international tätige Händler erstehen – sind eher selten. Es dominieren eher die kleineren Lots (auch der höchst eingestuften Weine), wie sie vor allem von privaten Weinfreunden und Sammlern gesucht sind. Zudem stellt das Wissen von Bordeaux-Guru, der vor einigen Jahren ins Auktionsgeschäft eingestiegen ist, so etwas wie eine Garantie für Qualität und verlässliche Schätzpreise. Der Katalog ist noch nicht veröffentlicht. Er kann auch hier – sobald publiziert –als PDF-Datei heruntergeladen werden.

 

Weitere Informationen und eine Vorschau zur Auktion von Franz J. Wermuth hier

27. Februar 2018

 

Drei Weinauktionen noch in dieser Woche:

 

Hier eine Vorschau zu den drei ganz unterschiedlichen Wein-Auktionen. Sie geben die ersten konkreten Hinweise auf die Marktsituation im neuen Jahr. Die drei Auktionen peilen auch ein unterschiedliches Publikum an. Hier nächste Woche auch die Analyse.
Zur Auktionsvorschau

04. März 2018

 

Nachlese zu den zwei grossen
Saal-Wein-Auktionen in Zürich

 

Die ersten beiden grossen Saal-Auktionen des Jahres 2018 sind vorbei. Die Ergebnisse liegen vor. Sie zeigen  - wie erwartet – den anhaltenden Trend zu „teuren Weinen“. Dabei könnten die beiden Auktionshäuser (Denz-Weine und Steinfels) unterschiedlicher nicht sein.

Die Denz-Auktion (Wermuth-Weine) ist eine typische Wert-Anlege-Auktion. Da ist schon der Stil im noblen Fünfstern-Hotel Atlantis, hoch über Zürich. Da ist auch der Zeitplan: Aktion am Donnerstag ab 17 Uhr. Und da ist schliesslich das Angebot: rund 780 Lots, die grosse Mehrheit zwischen 500 und 1000 Franken das Lot. 

Lots unter 100 Franken (die Preise verstehen sich immer netto, das heisst, es kommen noch mindestens 20% Aufgeld, Lotgebühr und Mehrwertsteuer dazu) gibt es nur ganz wenige. Zum Beispiel diesen „kleinen“ Château Couronne (2004), aus St-Emilion (Bordeaux) 8 Flaschen zu 70 Fr. Dies ist so ziemlich das einzige „Schnäppchen“,  rund ein Drittel unter dem unteren Schätzungspreis. Sonst aber erreichen die meisten Weine den unteren Schwellenwert, der übrigens im Vergleich mit anderen Auktionen recht hoch angesetzt ist. Den teuersten Wein möchte ich doch noch erwähnen:
Eine Flasche Romanée-Conti, Côte de Nuits, Burgund, zu 12‘500 Franken.

Ganz anders die Auktion bei Steinfels in den eigenen Verkaufslokalen der Weinhandlung. Es werden rund dreimal so viele Lots ausgerufen wie bei der Denz-Auktion und in der Pause (die Aktion dauert immerhin rund 6 Stunden) gibt es hausgemachte Brötchen und Snacks und eine Auswahl an Weinen (keinen Champagner). Es herrscht eine Arbeitsatmosphäre, in welcher die verschiedensten Käuferschichten vereint sind. Obwohl es ein Marathon ist, bleibt die Information nicht auf der Strecke. 

. Jedes Lot wird beim Ausrufen auf die Leinwand projiziert – vor allem auch mit dem Bild der Flaschen, auf dem der Füllstand und der Zustand der Etikette ersichtlich sind. Dies ist vor allem bei „alten“ Weinen eine grosse Erleichterung für den Kaufentscheid. Nebst „grossen“ Weinen gibt es auch sogenannte Mischlots – und Einzelflaschen -, die vor allem für private Weinsammler und –liebhaber von Interesse sind. Der Ausrufpreis der Mehrheit der Lots liegt zwischen 300 und 600 Franken. Der Aufpreis ist in etwas gleich wie bei der Denz-Auktion. Die Ausrufpreise sind aber deutlich tiefer angesetzt, erreichen aber bei Spitzenweinen den üblichen Marktwert. 

Was bei Steinfels besonders attraktiv ist, das sind die verschiedenen Weingebiete, die – natürlich neben Burgund und Bordeaux – einen wichtigen Platz einnehmen. 

In der Regel gibt es zwei Kriterien, um den Erfolg einer Auktion grob zu bewerten: Der Anteil an verkauften Lots und der Kaufpreis in Bezug auf den unteren und den oberen Schätzungspreis. Bei der Denz-Auktion sind wurden rund 60 Weine nicht verkauft, die Erfolgsquote liegt bei 92 Prozent. Dies ist ein Spitzenwert, zeigt aber hier vor allem, dass in der grossen Mehrheit nur exklusive Weine angeboten werden, die nicht in kleinen Kellern „

verschwinden“, sondern im internationalen Weinhandel oft weite Wege antreten. Die „Erfolgsquote“ ist hier sehr hoch, 89 % der Lots finden bereits an der Auktion eine Käuferschaft. Dies ist umso erstaunlicher, da viele „kleinere“ Weine angeboten werden und Jahrgänge die sich der Spekulation weitgehend entziehen und Weine aus Weingebieten, die sonst kaum an Auktionen zu finden sind. 

 

Beide Auktionen führen auch eine sogenannte Nachauktion (meist nur bis am folgenden Montag) durch, bei der zurückgebliebene Lots zum festen Ausrufpreis zu erwerben sind. In der Regel gehen die meisten Weine da noch weg.