Wein des Tages 2020/1

28. Februar 2020

 

 Danou Bisou

auf Facebook in Bordeaux & Riesling und so...

 

Weingut Rinke: Pinot Noir 2017, Vom Schiefer, Reserve, Mosel, Mertesdorf Deutschland

 

 

"Im Bouquet deutlich erdiger und blütiger als der Muschelkalk, die Frucht ist nur sehr nuanciert wahrnehmbar, leichter und angenehmer Toast Am Gaumen ist der Wein ultramineralisch. Wo der Muschelkalk seidig am Gaumen gleitet, bekommt man hier die volle, rohe und wunderschöne Mineralität der Sehr komplexen Säure zu spüren. Eigentlich ist der Muschelkalk der angenehmere angenehmere Wein. Und dennoch gefällt mir dieser hier ein Ticken besser: So roh und (angenehm) mineralische kenne ich nicht viele PN. Meistens ist es dann eher eine etwas ziehende Säure, aber hier eher sanft oxidativ. Außergewöhnlicher Geschmack! icht jedermanns Sache, aber mir gefällt dieser ausgesprochen ehrliche Charakter.."

26. Februar 2020

 

Andreas Jordan

auf Facebook in Bordeaux & Riesling und so...

 

Weingut P. Chr. Saalwächter: Chardonnay "R" 2017, Rheinhessen, Ingelheim, Deutschland

 

 

"In der Nase Orange und Limette, im Mund deutlich mehr Limette als Orange. Präsente Säure, die aber durch den eher-Limette-als-Zitrone-Eindruck recht angenehm ist. Der Wein hat auch deutlich Gerbstoff, das ergibt ein spannendes Mundgefühl, da hat man was zu kauen. Wer auf sehr cremige Chardonnays steht ist hier eher fehl am Platz. Aber ganz so super messerscharf ist er auch nicht, da kommt immer wieder mal etwas Orange vorbei und sorgt für einen warmen Eindruck."

25. Februar 2020

 

Armin Busch

auf Facebook

 

"Der kleine Cynanque lebt von der frischen Frucht, viel Kirsche, rote und dunkle Beeren, eher Johannisbeere, viel Aromatik, mundfüllend, aber nicht fett, mittlere Länge, nicht übermäßig komplex, aber so lecker. Ein Wein den ich auf-mache und einfach immer gerne trinke. Und meiner Frau mache ich auch noch einen großen Gefallen, wenn der offen ist.

Am zweiten Tag wird er etwas feiner, da kommt fast noch ein Hauch Komplexität dazu, wahrscheinlich würde auch der Basiswein bei Cynanque von etwas Reife gewinnen, aber die 12 Flaschen, die wir da immer kaufen sind spätestens nach 12 Monaten durch unsere Kehlen gerauscht, der Wein ist jung einfach zu gut."

24. Februar 2020

 

Wineterminator

auf Facebook in Hauptsache Wein

 

Cofco Group: Greatwall 1995, Cabernet Sauvignon Shacheng, Hebei, China

 

 

"Garantiert virenfrei dieser 1995 Great Wall Cabernet Sauvignon von der China National Cereals, Oils & Foodstuff Corp aus einem Jahrgang, wo Rainer Schönfeld noch nicht wusste, wo China überhaupt liegt. Dieser verdammt gut trinkbare Wein ohne spürbares Alter stammt aus dem HuaXia Vineyard in Changli in der Provinz Hebei und wurde in französischen Barriques ausgebaut. Erinnerte mich blind an einen Maurizio Zanella von Ca‘ del Bosco aus den 90ern und hielt sich selbst nach dem Dekantieren sehr gut im Glas - WT90.

23. Februar 2020

 

Nicolai Schulz

auf Facebook in Hauptsache Wein

 

Weingut Egon Schäffer: Silvaner 2014, Eschendorf, Franken, Deutschland

 

 

"Das ist schon deutlich gereift, aber nicht platt, wunderbar trocken und nicht ausgezerrt, kräuterig, salzig, manzanillaesk, beinahe gänzlich ausgesparte Frucht. Am ehesten Quitte"

22. Februar 2020

 

Nico Medenbach

auf Facebook in Hauptsache Wein

 

Weingut Franzen: Riesling "Zeit" 2018. Restsüss, Mosel, Bremm, Deutschland

 

 

"Auch in der 2018er Version mit 396 Tage Reife auf der Hefe wieder ein Traum von Riesling. Ein in meinen Augen perfekt balancierter Riesling. Dieses Spiel von Süße und Säure, Mineral und Frucht, Gripp und Cremigkeit ist einfach nur fantastisch. Auch in seiner Jugend ohne Reue zu konsumieren. Zeit - ein simples aber großartiges "Konzept" für großen Wein!

21. Februar 2020

 

Uwe Bende

auf Facebook in Bordeaux & Riesling und so.

 

Château Plaisance 1970, Montagne Saint Emilion, Bordeaux, Frankreich

 

"Netter, kleiner 1970er Chateau Plaisance Montagne-Saint-Emilion heute. In der Nase eine schöne Portion roter Früchte und etwas erdige Noten. Am Gaumen eine zarte Süsse und eine fast burgundische Leichtigkeit und Eleganz. Da muss man kein Geschiss drum machen, aber man kann ihn so nebenbei nett trinken. 😊🍷 ... übrigens, ein schönes Geschenk für alle die in diesem Jahr überraschend 50 werden 😉"

20. Februar 2020

 

Rainer Schönfeld

auf Facebook in Bordeaux & Riesling und so.

 

Weingut Franz Keller: Muskateller vom Löss 2017, Kaiserstuhl, Baden, Deutschland

 

 

"Als Begleitung zum gebackenen Vacherin Mont d’Or geht ein trockener Muskateller sehr gut. Mit toller Säure und schöner Frische überzeugt der 2017 Franz Keller Muskateller vom Löss. Angenehm unaufdringlich, aber mit den rebsortentypischen Duftnoten das Bukett mit Bergamotte, weißen Blüten, halbreifer Ananas. Schön trocken, mit sehr selbstbewusster Säure und mineralischem Finale. Ein richtig guter Muskateller ohne Kitsch. 86/100,"

19. Februar 2020

 

Marcus Hofschuster

auf Facebook in Bordeaux & Riesling und so...

 

Château Talbot 1986, Quatrième Grand Cru Saint-Julien, Bordeaux, Frankreich

 

 

Die erste Nase wirkte ein wenig ver-schnupft. Nach 34 Jahren schien Frischluft nicht das zu sein, auf das der Wein gerade am sehnsüchtigsten gewartet hat. Aber schon die Farbe enttarnte das Versteckspiel ein wenig. Aber dann: was für ein Saft, welche Frische, diese Substanz und Tiefe, so ein Leben! Das letzte Mal hatte ich den Wein vor gut 20 Jahren. Gab es danach je einen Besseren? Für heute jedenfalls melde ich Zweifel an..."

17. Februar 2020

 

Fabian Heiligenstetter

auf Facebook in Bordeaux& Riesling und so...

 

Champagne Brut, André Clouet: Champagne 2009, Champagne, Bouzy, Frankreich

 

 

 "J'assemble les bulles qui s'aiment". Und ich brauche fast eine Lupe, um das lesen zu können. Was ich nicht vergrößern oder verstärken muss, ist der Genuss, den dieser Wein mit sich bringt. Hefe satt, nussige Aromen und der Duft einer mit Kreidestaub mehlierten Pomelo. Die Nase voll Toll! Frisch nachgeschenkt ist Mandarine dabei. Im Mund ein weiniger Champagner mit dichter, kräftiger, aber feiner Perlage. Knackig, mit trocknendem Tannin, das lange nachklingt. Ein schöner Jahrgangs-Champagner für moderates Geld."

16. Februar 2020

 

Joachum A.J. Keiser

auf Facebook

 

Weingut Georg Breuer: Weisser Heurisch 2013, Rüdesheimer Berg Rottland, Rheingau, Rüdesheim am Rhein, Deutschland

 

 

"Diesen Wein gibt es nur in minimalster Menge, weil er nur auf einer kleinen Parzelle im Berg Rottland angebaut wird. Jeder einzelne Schritt extra Handarbeit, eigentlich unbezahlbar.Heunisch ist deshalb so interessant, weil er ein Elternteil von etlichen bekannten Reb-sorten ist: Riesling, Elbling, Tauber-schwarz, Blaufränkisch (Lemberger), Blauer Wildbacher, Furmit, Colombard, Petit Meslier, Xinomavro uva.."

15. Februar 2020

 

Marcus Hofschuster

auf Facebook

 

Weinbau Familie Stritzinger: Klingenberger Schlossberg 2018, Portugieser, Franken, Klingenberg am Main, Deutschland

 

 

"Ich weiß, dass das Etikett wenig vertraueneinflößend wirkt. Wer aber eleganten, kühlen, feinen, frischen, dabei aber alles andere als oberflächlichen, saftigen, mineralischen, tendenziell eher helleren, feingliedrigen Rotwein mit Charakter mag, bei dem eine Flasche schneller leer wird als ein hamburger Fischverkäufer bis Drei zählen kann, der muss das probieren. Zumal man bei einem Preis von 9,90 ab Hof eine relativ häufige Flaschenleerung praktizieren kann, ohne dem nächstbesten Kredithai Versprechungen machen zu müssen, die man womöglich nicht halten kann."

14. Februar 2020

 

Chez Matze

auf Facebook in Hauptsache Wein

 

Domaine de Rancy: Le Temps d'Un Oubli, Macabeu, Süsswein, Riversaltes, Roussilon-Languedoc, Latour de France, Frankreich

 

 

"Am Stand von Michael Walker auf der BIOFACH: "Was für ein großartiger Wein! Gibt es denn einen Markt dafür?" "Aber ja. In Paris, Japan und England..." Rancio von der Domaine de Rancy, Roussillon.."

Ein Kommentar auf Facebook: "Das Beste, was ich bislang von denen hatte, war der 1950er. Vor Ort direkt mitgenommen und vor wenigen Jahren getrunken. Phantastischer Stoff."

13. Februar 2020

 

Marcus Hofschuster

auf Facebook in Hauptsache Wein

 

Weingut Roth: Rödelsee Küchenmeister 2017, Weissburgunder trocken, Franken, Wiesenbronn, Deutschland

 

 

"...Roths Küchenmeister ist so brillant, saftig und bei aller Kraft beinahe leichtfüßig, dass man sich ihm eigentlich nur entziehen kann, wenn einem Wein, der nach Wein schmeckt, nicht schmeckt. Dazu ist er auch noch so eigenständig wie nur was. Das Argument "Sowaskriegichauchinderpfalz" gildet also nicht. Um den Preis schon gar nicht: keine 13 Euro kostet das ab Hof. Und es gibt heuer so manches Grosse Gewächs, das sich neben ihm schwer täte.."

12. Februar 2020

 

Michael Quentel

auf Facebook in Hauptsache Wein

 

Weingut Klaus Peter Keller: Rheinhessen, Feuervogel 2017, Silvaner trocken, Rheinhessen, Flörsheim-Dalsheim, Deutschland

 

 

"Der 2017er „Feuervogel“ von Klaus Peter Keller ist ein vibrierender, grossartiger Silvaner. Glockenklar, fest, ungeheuer mineralisch und mit einer Energie, bei der man die Sicherheitsgurte anlegen sollte. Aromatisch ein Gemisch aus frischem, grüngelbem Kernobst, Gesteinsmehl und einer gehörigen Brise frischem Meerwasser. Die Säure ist straff, der Kern fest und der Wein drückt sich mit jeder Faser ..."

11. Februar 2019

 

Wineterminator

auf Facebook in Hauptsache Wein

 

Château Palmer 1998, Margaux, Bordeaux, Frankreich

 

 

"Atemberaubend. Eine Art lauer Sommernachtsabend hier an der Algarve im Vila Vita Parc. Über den Palmen am sternenklaren Himmel der Vollmond. Und im Glas ein schlichtweg genialer, hoch eleganter 1998 Chateau Palmer, der ziemlich gelungen versucht, den 1983er zu imitieren. Das sind Momente, die sich tief in die Weintrinkerseele einbrennen. Pure Happiness."

10. Februar 2020

 

Thomas Simmelt

auf Facebook in Hauptsache Wein

 

Weingut Uli Metzger: Metzger vom Kalkstein 2017, Sptburgunder, Pfalz, Grünstadt-Asselheim, Deutschland

 

 

"So....ich wusste nicht was mich erwartet und habe einfach mal den 2017er Spätburgunder vom Kalkstein aufgemacht....wow, schon in der Nase ein toller Mix aus Ribisl und Kirschen, ich bilde mir ein auch Eukalyptus entdeckt zu haben....auf alle Fälle irgendwas kräutriges....im Trunk dann angenehm zurückhaltend mit feiner Frucht und viel vom Boden.....ein leichtes Holz und etwas mineralisches....verlangt nach mehr. Hallt auch lange nach."

09. September 2020

 

Christian Bialdiga

auf Facebook in Hauptsache Wein

 

Weingut A. Christmann: Königsbacher Ölberg Riesling 2014, Pfalz, Neustadt an der Wein-strasse, Deutschland

 

 

"5 Jahre hat er gebraucht, um richtig Fahrt aufzunehmen. Aber jetzt ist er auf der Stufe der Lagenrieslinge nahezu unschlagbar. Ein kleines Großes Gewächs mit allerbester Balance und einer wunderbaren Länge. Reife, herbe Zitrusfrüchte, eine wunderbare Mineralik, ganz viel Saft und das Gefühl, für ehemals 22 € ab Weingut etwas richtig Tolles im Glas zu haben. Auch hier hat die Zeit dem Wein richtig gut getan - noch vor gut einem Jahr war der Ölberg deutlich distanzierter, verschlossener."