Auktionen (Karl May)

28. Januar 2019

 

Der Nachlass von Winnetou Pierre Brice 
wird verscherbelt

 

Samstag 26. Januar 2019

 

Die wichtigsten Gegenstände aus dem Nachlass wurden schon vor gut drei Jahren in einer grossen Auktion versteigert. Damals erzielte die Theater-"Silberbüchse" 65'000 Euro. Ganz so gross ist es diesmal - trotz breite Angebot - nicht zu und her gegangen.

Erste Lots aus dem Auktionskatalog (Abteilung: Pierre Brice - Winnetou)
Erste Lots aus dem Auktionskatalog (Abteilung: Pierre Brice - Winnetou)

Von knapp 800 Lots, die an diesem Samstag ausgerufen wurden, sind nur 16 Positionen nicht verkauft worden. Diese gelangen nun in den Nachverkauf. Hier zu erreichen.

Die 142. Auktion von "Historia" dauerte vier Tage. Am letzten Tag, am Samstag 26. Januar, wurden die 775 Positionen aus dem Nachlass von Pierre Brice ausgerufen. 

Es wurden an diesem denkwürdigen Samstag persönliche Gegenstände aus dem Nachlass des Schauspielers versteigert, insgesamt für 265'000 Euro. Am meisten erzielte die Position 9777, der "Goldene Bravo Otto" für Pierre Brice aus dem Jahr 1971, nämlich 13'000 Euro. Auch das "Goldene Bambi" von 1066 brachte es auf 7'000 Euro.

Die Auktionen von "Historia" sind Saalauktionen, das heisst: man kann im Auktionssaal direkt mitbieten, wenn die einzelnen Lots ausgerufen werden.

 

Man kann aber auch per Internet live an der Auktion teilnehmen und mitbieten. Es ist allerdings ratsam vorher den Katalog genau zu studieren, denn das Ausrufen und Mitbieten geht unglaublich rasch vonstatten. Auktionsungeübte Teilnehmer geraten da bald einmal "unter die Räder". Vor allem, weil der Ausrufspreis (wie bei allen Auktionen) nicht der Kaufpreis ist. Dazu kommen nämlich noch rund 30% Aufgebühr (inkl. Mehrwertsteuer) und - vor allem bei grösseren Gegenständen - der Versand, Transport und (für die Schweiz) der Zoll. Ruhig Blut bewahren und trotzdem nichts verpassen, ist da gefragt.

Zur Nachlass-Auktion:
Es wurde wirklich auch das fast Intimste des verstorbenen Schauspielers angebo-ten. Vor allem auch private Dokumente wie Ausweise, Schriften, Kleider, Bilder etc. Es zeigte sich, Dinge, die sehr direkt mit Pierre Brice zu tun haben (z.B. Widmungen, persönliche Notizen, Signierte Bücher etc. gingen rasch weg und erzielten zum Teil hohe Preise. Vor allem dann, wenn der Gegenstand an sich einen hohen Eigen-Wert hat (Schmuck, Uhren, Gemälde). Da ging es dann rasch einmal in die hunderte, ab und zu sogar tausende von Euro. Aber auch kleine, scheinbar unbedeutende Erinnerungsstücke fanden (ab 5 Euro) Käufer. Am häufigsten waren Preise zwischen 60 und 150 Euro zu verzeichnen. 

Ich selber habe die Auktion fast den ganzen Tag mitverfolgt und ab und zu auch mit geboten. Als Karl-May-Sammler - nicht unbedingt Pierre-Brice-Fan - habe ich mich (wie wohl viele Auktionsteilnehmer) vor allem für Dinge interessiert, die direkt mit Karl May und seinem "Kosmos" zu tun haben. Dazu gehört der Autograph (links), persönliche, handgeschriebene Notizen zu seinem Pferd "Iltschi". Sobald ich das Dokument bekomme, werde ich unter "Neueingänge in der Sammlung" darüber schreiben.

Inzwischen hat "Stern online" bereits einen ersten, kurzen Bericht zur Auktion veröffentlicht. Weitere Berichte werden wohl noch folgen. Hier nochmals Stern online. (Die darin genannte Summe entspricht wohl dem Netto-Erlös für Erben, umgesetzt wurden 100'000 Euro mehr!)