Literatur Karl May: Neuerscheinungen - Teil 2

19. Juni 2020

 

Neueingang:

 

Jürgen Seul
Die Akte Rudolf Lebius

Auf den Spuren eines Skandaljournalisten zwischen Kaiserzeit und Drittem Reich.
Eine Biographie

2019, Karl-May-Verlag. Bambrg Radebeul 409 Seiten, ISBN 978-3-7802-0565-0

"Der Journalist Rudolf Lebius (1868-1946) war ein Erzfeind Karl May, mit dem er sich Dutzende von Zivil- und Stafprozessen lieferte,"

Die Biografie ist nicht nur für Karl-May-Freunde von Interesse, sondern für alle, die an  "deutscher Zeit-, Kultur- und Rechtsgeschchte interessiert sind."
In der Regel stelle ich inzwischen Neuer-scheinungen, welche sich ausschliesslich an Karl-May-Interessierte richten, hier nur noch in der Rubrik "Neu" vor (ausführlich aber auf den entsprechenden Karl-May-Seiten dieser Website). Doch dieses Buch ist weit über den Karl-May-Kreis hinaus von Interesse, weil sich Lebius "zunehmend in 'geister Verwandtschaft' mit Hitler zum nationlsozialistischen Hetzer, Antisewmiten und Rassisten" entwickelt hat.

Eine der interessantesten Neuerscheinungen im Umfeld von Karl May. Dabei ist es im strengeren Sinn nicht einmal "Sekundärliteratur", "nur" eine Biographie eines Zeitgenossen von Karl May, die dem Schriftsteller und Gestalter eines eigenen Kosmos tüchtig zugesetzt hat. Eine zwiespältige, rätselhafte Figur,  die wohl ohne denDauerkampf gegen den Autor und den Menschen Karl May längst vergessen wäre. Zu abstrus und widersprüchlich sind Schriften, Thesen, Prozesse und Handlungen von Rudolf Lebius. «Ein variationsreicher Werdegang als begabter junger Journalist bürgerlicher Herkunft vom Parteigänger der Sozialdemokratie im Westen Deutschlands zum - vergleichsweise umstandslos – heftigen Gegner der Linken und aggressiven Agitator der «gelben» Gewerkschaft (Gegenbewegung zu den «roten» Gewerkschaften) als Instrument der Unternehmer, als prozesswütiger Publizist  auf der Seite des völkisch-antisemitischen und chauvinistische Spektrums bis hin zum unentwegten Ideologen eines politischen Terrorismus.»

In Bezug auf Karl May sind die wichtigsten Fakten bekannt, vor allem seit dem Buch «Karl Mays Inferno», das 2017 vom gleichen Autor (zusammen mit Albrecht Götz von Olenhusen) erschienen ist. Was hier besonders interessant ist, das sind die Fakten zum Wirken von Rudolf Lebius zur Weimarer Zeit, später in der Zeit des Dritten Reichs und in der Nachkriegszeit. Nebst einer Zeittafel und dem Versuch einer Erklärung zur Persönlichkeit von Rudolf Lebius ist hier so ziemlich alles zusammengetragen, was über den Journalisten und Menschen auch für den Karl-May-Interessierten von Bedeutung ist. Eine nicht ganz einfache, aber hoch interessante Literatur zur Zeitgeschichte des ausgehenden 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts in Deutschland.

16. Juni 2020

 

Neuerscheinungen:

"Karl Mays Magischer Orient"

 

Jacqueline Montemurri

Der Herrscher der Tiefe

 

mit Epilog von Bernhard Hennen

 

Karl-May-Verlag, Bamberg-Radebeul

2019,  477 Seiten, ISBN 978-7802-2507-8

 

Es ist bereits der siebente Band in der Reihe "Karl Mays Magischer Orient". Viele Karl-May-Freunde haben Mühe mit der Reihe, die sich nur an Karl May anlehnen und die Figuren des "Maysters" in magische Welten entführt. "Fanfiction" wird diese Form von Literatur genannt. Es ist ein "Weiterschreiben" von Romanen (heute Geschichten aus allen Medien), da "Weiterentwickeln" von Handlungen, das Aufnehmen von bekannten Figuren.

Thomas Le Blanc (Phantastische Buibliothek)
Thomas Le Blanc (Phantastische Buibliothek)

Bei dieser Reihe geht es um mehr als die Orientgeschichten von Karl May einfach nur weiter zu denken, weiter zu entwickeln. Es geht um die "Verwandtschaft" der sogenannten "phantastische Literatur" (Science Fiction, Fantasy, Utopien, Horror, Phantastik, Märchen/Sagen/Mythen, Reise- und Abenteuerliteratur) mit dem, was Karl May geschaffen hat. Anreger und Mitherausgeber der Reihe ist Thomas Le Blanc (Bild rechts), Gründer und Vorstand  der "Phantastischen Bibliothek" in Wetzlar. In dieser Bibliothek gibt es längst eine eigene Abteilung "Karl May", weil die sogenannte literarische Fantastik viel umfassender ist, als man gemeinhin denkt (Märchen, Sagen, Fantasy, Horror, Sience-Fiction, Reise- und Abenteuer-Literatur etc.) Man darf, ja man muss das Werk von Karl May auch unter diesem Aspekt betrachten.

Im Buchblog "The Libraran and her Books" findet man eine Rezension von Viktroia M. Keller.
Ihr Fazit: "Der Herrscher der Tiefe". Hier das Fazit: "Dieses Abenteuer auf Kreta, unter Kreta und im Meer war überaus spannend und ich hatte großen Spaß beim Lesen. Es gab neue Figuren, die mich beeindruckten, aber auch „Alte“ die ihre Fähigkeiten zeigten. Es war mir eine Freude, gemeinsam mit den Freunden auf die Suche nach Lord Lindsay zu gehen. Obwohl sie an vielen Stellen höchst gefährlich war, hat sie mich fasziniert. Die Magie spiele eine große und wichtig Rolle im Geschehen, doch auch die Technik trug einen wesentlichen Teil dazu bei. Überrascht hat mich tatsächlich der Verlauf um die Nautilus. Dieser Abschnitt war besonders spannend. Gefreut hat mich, dass der Flair von Karl May beibehalten wurde."

16. April 2020

 

Thomas Forrest

 

Mein Blutsbruder

Mörderjagd im Apachenland

 

Trilogie-Gesamtband

Taschenbuch, 360 Seiten
2020, Verlag: Der Romankiosk, München

ISBN 978-3750259737

 

"Winnetou und Old Shatterhand, Karl Mays legendäre Helden - in einem neuen und dramatichen Abenteuer"

Diese dreiteilige Erzählung stammt nicht von Karl May, sondern von Thomas Forrest. Tomos Forrest ist das Pseudonym des deutscher Literaturwissenschaftlers, Autors und Verlegers Thomas Ostwald (1949), Braunschweig. Mit seiner 1976 veröffentlichten Arbeit Friedrich Gerstäcker – Leben und Werk begründete er die neuere Gerstäcker-Forschung. Er ist seit der Gründung der Friedrich-Gerstäcker-Gesellschaft e.V. deren Vorsitzender und führt in seinem Geburts- und Wohnort Braunschweig das Gerstäcker-Museum.
Das Buch - Titelbild Klaus Dill - kann als Neueingang in meiner Sammlung registriert werden. In den nächsten Tagen werde ich es hier ausführlich besprechen.

Hier mehr Informationen zum Autor

03. April 2020

 

Neuerscheinungen Karl May:

 

Karl-May-Treff

Das Magazin rund um die Karl-May-Spiele

Ausgabe Nr. 63

Das Magazin erscheint vier Mal im Jahr und beschränkt sich auf die zwei Karl-May-Spielorte Bad Segeberg und Pullman City (Bayern). Es enthält viele Bilder, Interviews und Beschreibung der aktuellen Stück und Aufführungen. Angekündigt wird jetzt auch eine digitale Form der Zeitschrift, die in Zukunft - nebst der gedruckten Ausgabe - erhältlich sein wird. Dazu in Kürze mehr Informationen (auch hier). Für Sammler ist natürlich weiterhin die Printform unabdingbar. Die neue Ausgabe umfasst 58 Seiten. Ältere Ausgaben sind im Shop Karl-May-Treff noch erhältlich (bis Ausgabe 23 - 2009/10). Besonders interessant in der aktuellen Ausgabe sind Bilder des kolumbianischen Künstlers Claudio Osorio, das das Deckblatt-Bild geschaffen hat und heute in Deutschland lebt und arbeitet..

14. Mai 2020

 

Lagerfeuer

 

Das Winchester-Gewehr Modell 1866

im Karl-May-Museum Radebeul

 

Ein Rückblick anlässslich 150 Jahre Winchester 1866 - 2016

von Klaus Zimme aka Jimmy Iron Horse Radebeul 2016/2019

Das neue "Lagerfeuer" (2020-1) ist soeben erschienen. Es ist die 11. Ausgabe dieser wirklich gelungenen Publikation, die Lorenz Hunziker nach seinem Antritt als Leiter der "Schweizer Karl-May-Freunde" 1913 kreiert hat. Diesmal ist es "eine Arbeit von Klaus Zimmer über seine Passion Winchester."

Tatsächlich, einmal ein etwas anderesThema, das die Bandbreite der Beschäftigung mit Karl May eindrücklich dokumentiert. Das Heft umfasst 22 Seiten und kann - wie alle vorherigen Ausgaben - zum Preis von 10 CHF (5.50 €) hier bestellt werden.

Der Autor schreibt: "Damals noch im Kaminzimmer oder "Wild-West-Raum" der Villla Bärenfett wurde jahrzehntelang neben Silberbüchse und Bärentöter ein Winchester-Gewehr Modell 1866 als der legendäre "Henrystutzen" gezeigt... Dabei war mir bereits klar, dass es sich bei diesem Gewehr tatsächlich um eine "Legende", aber nicht nur wegen Karl May, seiner selbst wegen..." Warum? Eine spannende Geschichte zu lesen im Lagerfeuer.

21. Dezember 2019

 

Neuausgabe:

 

Karl-May-Treff

 Nr. 62 - 2019

 

Das Magazin rund um die Karl-May-Spiele. 

Saisonrückblick: Zahlen - Fakten - Emotionen

 

Der Karl-Ma-Treff hat sich zu einer sehr attraktiven, schön gestalteten Zeitschrift entwickelt, die vier Mal jährlich erscheint, bereits in der 63 Ausgabe.

 Ich habe eine Reihe der letzten Ausgaben für meine Karl-May-Sammlung "nachgekauft" und werde diese hier noch vorstellen. Der Karl-May-Treff befasst sich schwerpunkt-mässig (fast ausschliesslich) mit den grössten KM-Festspielen in Bad Segeberg vor allem in Form von Rückschau und Ausblick. Diesmal sind aber auch 25 Seiten den Karl-May-Spielen in der  Pullman City (Bayern) (2019: 40'000 Zuschauer) gewidmet - fast die Hälfte des Hefts -  mit schönen Bildern und interes-santen Informationen. Die Aufführung war ein Experiment, das geglückt ist. Zum ersten Mal wurden hier, in der Western-stadt, Karl May Spiele aufgeführt, eigens für die Bedürfnisse und Verhältnisse des Freizeitparks geschrieben und inszeniert, mit viel Effekten und Explosionen. Nächstes Jahr werden die Spiele sogar auf 90 Minuten ausgebaut und zu einem noch weit wichtigeren Schwerpunkt in dem Freizeitpark (seit 1997) entwickelt. Der Erfolg gibt den Veranstaltern recht. So eingebettet und angepasst in eine Erlebniswelt, ist Kar May durchaus attraktiv.

Der Rest des Hefts (Umfang 59 Seiten) befasst sich mit den KM-Festspielen in Bad Segebert. 402'110 Zuschauer, eine "magische Zahl". Im Heft (unter anderem) ein Inter-view mit dem neuen Old Shatterhand - Saschah Gluth und mit Jogi Kaiser, der die Rolle des Schweizers Urs Bürgli übernommen hat. 

08. August 2019

 

May-Nungen

 

Karl May Club Österreich

Nummer 10 / 2019 

"May-Nungen" erscheint bei Bedarf und beeinhaltet Informationen zu den Tätigkeiten des KMCÖ, Neuigkeiten zu Leben und Werk Karl Mays sowie Aktuelles aus der Karl-May-Szene. 

Aus dem Inhalt:

  • Sr. Mirjam Dinkelbach:
    Ikonen bei Karl May
    Karl-May-Preis für interkulturelle 
    Verständigung
  • Linda Kunnen u.a.:
    Neues aus dem Karl May Museum
  • Eva Denner:
    Der Narr von Mescalero 
  • Hubert Havlincek:
    Ein Südamerikanischer Winnetou
  • Elisabeth Kolb / Monika Seres:
    In Memoriam Artur Brauner
    In Memoriam Martin Böttcher
  • Peter Baldia:
    In Memoriam Alessandra Panaro
    u.a.m.

13. Juni 2019

 

Neuerscheinung:

 

Fünfzig Jahre Karl May Gesellschaft

1969 - 2019

 

Herausgegeben von Helmut Schmiedt, Joachim Biermann
                                            und Florian Schleburg

2019 Hansa Verlag Husum
2014 Seiten, ISBN978-3-941629-23-3

 

„Wenn mersch nich erleben thät, so thät mersch gar nich glooben!“ 

 

Eine Reihe Beiträge, die in ihrem Duktus und ihrer Argumentation ganz unterschied-lich sind, vermitteln Einblicke in die Tätigkeit der KMG. Hans Zeilinger und Ekkehard Bartsch blicken zurück in die Frühgeschichte der Gesellschaft und rücken dabei Persönlichkeiten ins Licht, ohne die sie wohl nicht so glänzend – wenn über-haupt – hätte gedeihen können. Hans Grunert, Roy Dieckmann, Sigbert Helle und Jenny Florstedt stellen Arbeitsbereiche besonders aktiver Mitglieder vor und lassen etwas von der Faszination erahnen, die sie zu ihrer Tätigkeit bewegt, ein Thema, über das sich auch Florian Schleburg bei seinem Blick in die Zukunft ­Gedanken macht. Martin Lowsky und Ulrich Scheinhammer-Schmid lassen an das Wort von der „fröhlichen Wissenschaft“ denken, das man gelegentlich mit der KMG verbunden hat."

19. Dezember 2017

 

Neuordnung:
Karl May Literatur

In den gut fünf Jahren, in denen ich diese Website mache, hat sich einiges verändert, entwickelt, ist grösser (ab und zu auch kleiner) geworden. Ich versuche mehr Struktur und Übersicht in einzelne Bereiche zu bringen. Zum Beispiel hier bei den Neuerscheinungen eröffne ich nun für drei Bereiche (getrennte Seiten). Dies gibt auch mehr Spielraum und Möglichkeiten auf einzelne Publikationen einzugehen.

Hier geht es zum 1. Teil der "Neuerscheinungen"

29. Mai 2019

 

Neuerscheinungen:

 

Historisch-kritische Ausgabe

Durchs wilde Kurdistan

 

Abteilung IV/Band 2
                                                     Zweite, verbesserte und erweiterte Ausgabe

2019, Karl-May-Verlag Radebeul/Bamberg

 He­raus­ge­ge­ben von der Karl-May-Ge­sell­schaft · bearbeitet von Flo­ri­an Schle­burg und Marcus Höhn.

Die erste historisch-kritische Ausgabe des Bandes  "Durchs wilde Kurdistan" erschien bereits 1988 - damals noch im Verlag Franz Greno, Nördlingen. Jetzt also diese erweiterte und verbesserte Auflage. Von den 28 Bänden der Abteilung 4 (Reiseerzählungen) fehlen noch ca. 14 Bände, hingegen sind einige bereits in einer zweiter, verbesserter Auflage erschienen.  Als Herausgeber der ursprünglich geplanten 99 Bände zeichneten zuerst Hermann Wiedenroth  und Hans Wollschläger, ab 1998 nur noch Hermann Wiedenroth und seit 2008 fungiert die Karl-May-Gesellschaft als Herausgeberin.

Die Edition erschien in verschiedenen Verlagen in unterschiedlicher Ausstattung, Seit 2008 im einheitlichen Format beim Karl-May-Verlag. Auf Basis der für die HKA erstellten Textfassung erschienen einige Lizenzausgaben sowie die CD-ROM Karl Mays Werke innerhalb der Reihe Digitale Bibliothek.

17. April 2019

 

Der Schatz im Silbersee
Die Dreharbeiten 1962

 

2019, MPP - Medien Pubklikations- und Werbegesellschaft, Hille

 

ISBN: 978-3-942621-2

Bilder: Rialto Film 
Konzeption: Karl-May-(Film-)Fan Gruppe, Berlin

Da ist es nun, das längst angekündigte und von vielen Film-Fans subskribierte Buch zu den Dreharbeiten von "Der Schatz im Silbersee". Es wiegt 1.7 Kilogramm, enthält mehr als 600 Fotos und kostet 35 €. Ein echter "Leckerbissen" für alle, die von den 

Karl-May-Filmen der 60er-Jahre nie genug haben und nie genug bekommen. Tatsächlich ist diese einmalige Edition so etwas wie ein "Schlüsselloch", ein fotografischer Blick hinter die Kulissen - im wörtlichsten Sinn des Worts. Als Zugabe ist dem Buch ein Plakat-Poster ( 83x58) mit dem Drehplan zum Film beigelegt.

Hier der Link zu der Berliner KMFF-Fangruppe

Das Buch bestellen (Schweiz: 40 CHF)

14. März 2019

 

Neuerscheinung:

 

Helmut Schmiedt

 

Die Winnetou-Trilogie

 

2018, Karl-May-Verlag Bamberg/Radebeul

ISBN 978-3-7802-0563-6,  300 Seiten

Format 17.5 x 10.0

 

Helmut Schmiedt, Professor für Germanistik an der Universität Koblenz-Landau, gilt als einer der besten Kenner 

von Leben und Werk Karl Mays. 125 Jahre nach der Veröffentlichung des dreibändigen „Winnetou“-Romans geht er der Frage nach, wodurch sich diese erfolgreichen Bücher auszeichnen und warum die Titelfigur zum Mythos wurde.

Es ist eine wissenschaftliche Arbeit, entsprechend "trocken", aber spannend. Nicht ein einziges Bild (ausser auf der Deckelseite), nicht eine einzige Illustration dokumentieren, was hier erarbeitet und gesagt wird. Dabei ist der Inhalt gar nicht spröde, auch für einen Nicht-Germanisten verständlich und Nachvollziehbar. Eine verdienstvolle Arbeit also, ganz im Sinne der Karl-May-Forschung und der Arbeit in  der KMG (Karl-May-Gesellschaft). Der Autor Helmut Schmidt ist ja auch im Vorstand (Wissenschaftlicher Mitarbeiter) der grössten literarischen Gesellschaft in Deutschland. 

Das "Grundlagenwerk" ist inzwischen bereits in der zweiten Auflage erschienen. 

"125 Jahre nach der Veröffentlichung des 

Badische Neuste Nachrichten (dpa)
Badische Neuste Nachrichten (dpa)

dreibändigen "Winnetou"-Romans geht die vorliegende Untersuchung der Frage nach, wodurch sich diese einzigartig erfolgreichen Bücher auszeichnen und wie sich der Mythos darstellt, der ihre Titelfigur umgibt. Dabei werden unerwartete literarische Qualitäten ebenso sichtbar wie originelle kulturgeschichtliche Zusammenhänge."
Dazu ein Beitrag in der "Badischen Neusten Nachrichten" vom 24. November 2019 unter der Überschrift: "Literarischer Dauerbrenner: Die Winnetou-Trilogie" (mit vielen Bildern)

18. Dezember 2018

 

Neuerscheinung:

 

Jahrbuch der Karl May Gesellschaft
2018

2018, Hansa Verlag Husum

Herausgegeben von der Karl-May-Gesellschaft. ISBN 978-3-941629-21-9

 

"Das achtundvierzigste Jahrbuch führt mit  in ganz unterschiedliche Winkel des Mayschen Erzählkosmos und doku-mentiert so die Vielfalt im Werk des Schriftstellers. Einer der Höhepunkte,ist das Theaterstück „Der Phantast“, das 2017 unter der Regie von Philipp Stölzl am Dresdener Staatsschauspielhaus Uraufführung hatte. Das Jahrbuch 2018 bringt in gewohnter Tradition auch die wissenschaftlichen Vorträge des letzten Kongresses der KMG in Naumburg. Wie immer ergänzen ein fundierter Literatur-bericht sowie ein Medienbericht die wissenschaftlichen Arbeiten."

Die Karl-May-Jahrbücher sind eine Sammlung von Aufsätzen und wssenschaftlichen Arbeiten, die von 1918 bis 1933 erschienen sind. (Zwei weitere Jahrgänge, die damals vorbereitet waren, aber nicht erschienen sind, kamen später 2008/2011 heraus)

Link zu der Website der KMG mit weiteren Informatonen

Seit 1978/79 kommt nun wieder jedes Jahr ein Jahrbuch heraus, Herausgegeben von der neu gegründeten "Karl-May-Gesellschaft. Das Kostümfoto (unten) als Frontispiz im neuen Jahrbuch, zeigt Karl May als Old Shatterhand. Es stammt von Max Welte und ist vermutlich am 11, April 1897 aufgenommen worden. (Archiv Johannes Zeilinger)

Zum Inhalt des Jahrbuchs 2019:

  • Johannes Zeilinger: Das achtundvierzigste Jahrbuch
  • Jan Dvorák: DER PHANTAST oder Leben und Sterben des
    Dr. Karl May
  • Rudi Schweikert: Auf der Ölspur. Karl May destilliert ein Destillat: Der Ar­ti­kel ›Ein Licht­spen­der‹ in ›Schacht und Hütte‹
  • Gunnar Sperveslage: Sejd Hassan und Sejjid Omar. Betrachtungen zu Wirk­lich­keit und Ide­al von Karl Mays Die­ner im his­to­ri­schen Kontext
  • Thomas Kramer: Digedags, ›Apachen‹ und ›Die Trommel des Mahdi‹. Karl-May-Al­ter­na­ti­ven der DDR in den Sieb­zi­ger­jah­ren
  • Heinrich Detering: Empor ins Reich des Edelmenschen. Eine Lektüre von Karl Mays ›Durch die Wüste‹
  • Volker Depkat: Abenteuerräume. Strukturen des Abenteuerlichen im Werk Karl Mays
  • Laura Thüring: »Ich glaube, ich habe die Gobi im Kopf!«. David Lindsay: to­po­gra­phi­sche As­pek­te ei­ner Fi­gu­ren­ana­ly­se bei Karl May
  • Malte Ristau: Fürst Leopold überzeugt heute nicht mehr. Ein mehr­schich­ti­ger Blick auf den Al­ten Des­sau­er bei Karl May
  • Helmut Schmiedt: Literaturbericht
  • Henning Franke: Medienbericht
  • Joachim Biermann: An der Saale hellem Strande … Der Kongress der Karl-May-Ge­sell­schaft in Naum­burg – Bad Kö­sen im Zen­trum des Ge­sche­hens im Jahr 2017

17. Juni 2018

 

Der Beobachter an der Elbe

 

Ausgabe Nr. 30 - Mai 2018
Magazin aus dem Karl-May-Museum, Radebäul

Die Zeitschrift erscheint zweimal im Jahr

...und alles ist wieder gut! Dies glauben wohl die Verantwortlichen der Karl-May-Stiftung, welche für die Geschäfte des Karl-May-Museums zuständig sind. Schweigen und Aussitzen , so die gut eingeübte Besonderheit der Stiftung und des Museums in Radebeul. Zum zweiten Mal in wenigen Jahren wurde die Leitung des Museums durch eine "fristlose Kündigung" neu geregelt. Dabei wurde beide Male die Öffentlichkeit - vor allem die Karl-May-Freunde - darunter viele Gönner des Museums - nicht oder nur ungenügend informiert. Eine schlechtere Medienpolitik kann man sich wohl kaum vorstellen. Auch in der neuesten Ausgabe des Hausmagazins der des Radebeuler Museums wird dazu kein Wort verloren. Kein Wort über zur "fristlosen Entlassung" der verdienstvollen Museums-Leiterin Claudia Kaulfuss (siehe Informationen hier). Statt dessen wird ein Spendenaufruf für die Wiederherstellung eine Friedensengels lanciert, der im Garten der Villa Shatterhand aufgestellt werden soll, aus Anlass des 90jährigen Jubiläums des Museums. Die zweifelhafte Selbstverwirklichung einiger Herren in Stiftung und im Museum war mit ein Grund für die Entlassung der verdienstvollen Museumsdirektorin. Mehr Schaden für eine gemeinnützige Institution kann man wohl kaum anrichten. 

07. Mai 2018

 

Historisch-kritische Ausgabe
für die Karl-May-Stiftung

 

Im Lande des Mahdi 
Zweier Band

Abteilung IV: Reiseerzählungen

Band 10
mit editorischem Bericht (Seiten 477-512)

Karl-May.Verlag
Bamberg/Radebeul, 2018, 531 Seiten
ISBN 978-3-7802-2061-5

Herausgegeben von Ralf Gehrke und Johannes Zeilinger.

"Mit dem Band „Im Lande des Mahdi II“ (KMW IV.10) wird die Mahdi-Trilogie Karl Mays, deren erster Band (KMW IV.9) 2014 im Rahmen der Historisch-kritischen Ausgabe erschienen ist, fortgesetzt.
Der Band weist sämtliche Varianten zur Zeitschriften-Erstfassung des Werkes, dem ersten Teil der im „Deutschen Haus-schatz“ erschienenen Reiseerzählung „Im Sudan“, nach und dokumentiert detailliert den Textbefund aller zu Mays Lebzeiten erschienenen Ausgaben des Werks. Ein Anhang stellt die titelgebende Gestalt des historischen Mahdi und die von ihm begründeten Bewegung vor.".

Zukünftig sind die Periodika der KMG - Mitteilungen und Nachrichten hier zu finden.