Revisionsseite

Hier wird über die Revision der inzwischen riesigen Karl-May-Sammlung aktuell berichtet. Jene Bereiche, die bereits revidiert wurden, werden hier kurz vorgestellt (Inhalt, Umfang, Gewichtung, Preisentwicklung etc.). Keine Sammlung ist vollständig. Doch es gehört zum Wesen einer Sammlung, dass Lücken, die dem Sammler oder der Sammlerin wichtig sind, irgendwann einmal geschlossen werden. Ein wichtiger Teil dieser Seite ist deshalb die Rubrik: Gesucht (mit Eichhörnchen.Signet).

Revisionsbericht 4

03. Januar 2022

 

Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft

(KMG)

Revisionsbericht 3

Wilhelm Spemann (Unionsverlag)
Wilhelm Spemann (Unionsverlag)

29. Dezember 2021

 

Karl May in der
Union Deutsche Verlagsgesellschaft
Stuttgart

(Unionsverlag)

 

Die mit "Jugendwerke" bezeichneten Abenteuerromane erschienen erstmals in der

illustrierten Knabenzeitschrift "Der gute Kamerad", die von Wilhelm Spemann (Stuttgart) in den Jahren von 1887 bis 1943/44 herausgegeben wurde. Schon die erste Ausgabe 1887 enthielt die Jugenderzählung "Der Sohn des Bärenjägers" von Karl May (heute: Unter Geiern, Band 35) Es folgten eine ganze Reihe von weiteren Geschichten von Karl May (einige unter deinem Pseudonym). Die Rechte gingen - nach der Gründung der "Union Deutsche Verlagsgesellschaft", an der auch Spemann betelligt war - an den neuen Union-Verlag. Bedeutende Werke von Karl May (wie "Der Schatz im Silbersee", "Der Ölprinz"  etc.) erschienen deshalb beim Karl-May-Verleger Fehsenfeld. Erst nach dem Tod Karl Mays (1912) hat die Witwe Klara May für den neugegründeten Karl-May-Verlag, Radebeul, zurückgekauft. In der Folge wurden sie dann in "Karl Mays Gesammelten Werke"  eingegliedert (zum Teil auch stark bearbeitet und neu zusammengestellt).

Der Unionsverlag hat zwischen 1894 und 1920 sieben Geschichten in Buchform veröffentlicht, die sogenannten Union-Ausgaben. Sechs Bände sind in meiner Sammlung (Der Sohn des Bärenjägers, Der blaurote Methusalem, Die Sklavenkarawane. Der Schatz im Silbersee, Das Vermächtnis des Inka, Der schwarze Mustang). Nur der "Der Oelprinz" fehlt. 

Revisionsbericht 2

18. Dezember 2021

 

Karl Mays Illustrierte Reiseerzählungen
(auch "blaue Bände" genannt)

 

Als die Auflagen der Karl-May-Werke im Verlag Fehsenfeld (Freiburg i.Br.) stagnierten oder gar zurückgingen, entschloss man sich in den Jahren 1907-1912 eine zweite Reihe der Werke herauszugeben, die "illustrierten Reiseerzählungen". Es sind dies 30 Bände in mehreren Auflagen. Sie unterscheiden sich in der Aufmachung deutlich von den "klassischen grünen Bänden", wie sie bis heute das Gesamtwerk prägen. Dazu wurden eigens Illustrationen geschaffen (10 bis 15 Bildtafeln, schwarz-weiss, nur das erste Blatt farbig). Die ersten neun Bände wurden sogar von Karl May leicht überarbeitet.

Mit Band 30 ("Und Friede auf Erden!") endet diese Reihe 1912.

Die beiden folgenden Bände, "Ardistan und Dschinnistan" (Band 31 und 32) - erstmals veröffentlicht in der Zeitschrift "Deutscher Hausschatz" (1907-1909) wurden 2005 und 2007 im Rahmen der "historisch-kritischen Ausgaben" in der Aufmachung der "blauen Ausgaben" (mit editorischem Anhang) herausgegeben.
In dieser Abteilung der Sammlung sind es jetzt also 32 Bände.
Da die Auflagen relativ klein waren (und in dieser Form nach 1912 nicht mehr weiter geführt wurden, sind die "blauen Bände" viel seltener und bedeutend teurer als die "klassischen Ausgaben". Besonders rare Bände kosten - in gutem Zustand - in Antiquaren bsi zu 400 CHF. In meiner Sammlung fehlt nur ein Band (Band 27 - Im Reiche des silbernen Löwen II). Nicht alle Bände sind in gutem Zustand, zum Teil sind es "Bibliothek-Ausgaben", zum Teil ist der Einband beschädigt. Im Duchschnitt habe ich pro Band 100 CHF bezahlt. Hier geht es zur Rubrik "Gesucht" (Eichhörnchen-Signet)

Revisionsbericht 1

20. November 2021

 

Karl-May-Werke und Briefe

 

Dies ist Kernbereich der Sammlung und umfasst nur die Originalausgaben der drei Verlage Fehsenfeld, Freiburg, Karl-May-Verlag, Radebeul und Karl-May-Verlag, Bamberg. Alle Lizenzausgaben, Sonderausgaben, spezielle Editionen, Übersetzungen etc. sind in anderen Kategorien zusammengefasst und werden später revidiert und hier aufgelistet. Es sind also nur die "klassischen" grünen Bände, einheitlich geordnet nach der Liste  des Gesamtwerks von Karl May. Dies sind (bis heute)  96 Bände.

Meine persönliche Sammlung gliedert sich in drei Bereiche:

  1. Erstausgaben aller Originalwerke (Erstauflagen) von Fehsenfeld bis Bamberg-Ausgaben
  2. Radebeuler-Ausgaben (so lange der Karl-May-Verlag in Redebeul war)
  3. Bamberger-Ausgaben ab 1952, der bis 1958 Ustad-Verlag hiess (eine Übergangszeit, in der auch einige Erstausgaben erschienen)
Printscreen der Rubrik "Erstausgaben"
Printscreen der Rubrik "Erstausgaben"

Erstausgaben

88 Bücher (zwei doppelt) - es fehlen zehn Titel aller Erstausgaben. Vier davon im schwierigen (und kostspieligen Bereich der Fehsenfeld-Erstausgaben)

Originalausgaben

108 Bücher (ohne die Erstausgaben) - Bei den Bamberger-Ausgaben sind es vor allem die späten Ausgaben ca. ab Band 70, die nur als Erstausgaben vorliegen, während die früheren Bände von 1 bis 60 fast vollzählig auch in der Bamberger-Ausgabe vorhanden sind (Leseexemplare). Die Radebeuler-Ausgaben sind bis Band 65 fast vollständig vorhanden.

Band 3 - Von Bagdad nach Strambul (Erstauflage)
Band 3 - Von Bagdad nach Strambul (Erstauflage)

Zustand und Kosten

Viele der Fehsenfeld-Erstauflagen sind sogenannte Bibliotheksexemplare, das heisst: sie haben einen verstärkten (meist braunen) Einband ohne Deckenbild (im Innern sind sie aber identisch mit den "Normalausgaben". Naturgemäss sind auch einige Exponate nicht im allerbesten Zustand .(vor allem der Ricken ist lose). Neu binden wäre möglich, doch dies habe ich vermieden, um den Wert des Originals zu erhalten. Etwas Ähnliches lässt sich von den ganz frühen Radebeuler-Ausgaben sagen. Doch hier lässt sich einiges leicht ersetzten. Die Bamberger Ausgaben sind alle in bestem Zustand.

Band 2 (Fehsenfeld)  Durchs wilde Kurdistan  (Bibliotheksausgabe)
Band 2 (Fehsenfeld) Durchs wilde Kurdistan (Bibliotheksausgabe)

Kosten

Die alten Erstauflagen (Fehsenfeld) kosteten (je nach Zustand) zwischen 100 und 600 Franken, die Radebeuler Erstauflagen zwischen 20 und 100 Franken. Ausgaben mit Schutzumschlag besitze ich nur wenige. Sie sind um einiges teurer (Aufpreis bis zu 100 Prozent). Bamberger Ausgaben (auch Erstauflagen) werden auf eBay und ähnlichen Auktionsplattformen fast schon inflationär angeboten. Die Preise für antiquarische Bücher schwanken stark. Sobald es eine Exklusivität ist (zum Beispiel: spezielles Deckelbild, Erstauflagen, spezielle Sammlerausgaben schiessen die Preise in die Höhe, sehr oft bis in den drei- und vierstelligen Bereich. Auch die Beschaffungskosten (Porti, Zoll, Verpackung) sind sehr oft höher als der Wert der Bücher. Die Kosten für diesen zentralen, doch verhältnismässig kleinen Teil der Sammlung (innerhalb von gut dreissig Jahren angeschafft) belaufen sich immerhin auf rund 11`000 Franken (brutto, das heisst: Bücher, plus Beschaffungs-kosten), wobei die alten Erstauflagen (Fehsenfeld) gut zwei Drittel davon ausmachen

Insgesamt sind es 33 Bände, die bis 1912 (Tod von Karl May) im Verlag Fehsenfeld erschienen sind (Freiburger Ausgabe). Im Rahmen der Sammlungsrevision stellte ich fest, dass von den Erstausgaben im Verlag Fehsenfeld (Freiburger Ausgabe) nur noch zwei Werke fehlen.


Von den nachfolgenden Erstausgaben im damals neu gegründeten Karl-May-Verlag in Radebeul (ab ca. 1955  in Bamberg) fehlen ein paar Ausgaben mehr.
                                                
Hier die fehlenden Bände der Erstausgaben