Revisionsseite

Hier wird über die Revision der inzwischen riesigen Karl-May-Sammlung aktuell berichtet. Jene Bereiche, die bereits revidiert wurden, werden hier kurz vorgestellt (Inhalt, Umfang, Gewichtung, Preisentwicklung etc.). Keine Sammlung ist vollständig. Doch es gehört zum Wesen einer Sammlung, dass Lücken, die dem Sammler oder der Sammlerin wichtig sind, irgendwann einmal geschlossen werden. Ein wichtiger Teil dieser Seite ist deshalb die Rubrik: Gesucht (mit Eichhörnchen.Signet).

29. Dezember 2021

 

Revision

 

Auch meine Sammlungen - vor allem jene rund um Karl May - sind in die Jahre gekommen. So bin ich im Augenblick damit beschäftigt, wieder Ordnung zu schaffen. Vieles wurde nicht, oder nur bruchstückhaft registriert. Anderes hat sich irgendwo in der Sammlung "verschloffen" und vieles ist nach Ausstellungen oder Vorträgen nicht an seinen Standplatz zurückgekehrt. Auch Sammellücken tauchen plötzlich auf. Um meine Sammlerfreunde und auch alle Interessierten (auch Händler) auf dem Laufenden zu halten, habe ich diese Revisionsseite geschaffen, die nun dauernd aktualisiert wird.

Revisionsbericht 6

02. März 2022

 

Übersetzungen (Sprachen, Länder)
(AU)

 

Diese Kategorie ist mit rund 130 Übersetzungen bereits recht umfangreich, doch noch lange nicht "vollständig". Es sind immerhin laut Karl-May-Wiki 45 Sprachen, in welche Karl May übersetzt wurde. Dazu gehören auch Hilfssprachen und historische Sprachen wie Latein.

Es gibt keine Bibliografie aller fremd-sprachen Werke (Übersetzungen) und Ausgaben. Die Zusammenstellungen in der Sammlung ist willkürlich, bedingt durch den Erfolg bei der Suche nach Ausgaben in einer Fremdsprache. Es sind auch nicht alles Bücher, auch Hefte sind darunter, allerdings nur solche, welche ein Werk (teilweise oder ganz) in einer Fremd-sprache wiedergeben.

Besonders stolz bin ich auf zwei Ausgaben aus Estland (Winnetou 2 und 3), die ins Estland in einem Antiquariat zu finden waren. Oft werden mehrere Bücher einer bestimmten Reihe angeboten, sodass bestimmte Übersetzungen auch in der Sammlung gut vertreten sind (zum Beispiel 22 Werke in der gleichen chinesischen Reihe). Mein Augenmerk richtet sich in diesem Bereich nicht auf einzelne Titel oder Ausgabe, sondern auf möglichst viele Sprachen. So jagte ich jahrelang einer der eher seltenen norwegischen Übersetzungen nach. Was mir bisher noch nicht geglückte, eine (Zeitungs-) Ausgabe in rätoromanischer Sprache (vierte Landessprache in der Schweiz) im Original zu finden (meines Wissens wurden Werkübersetzungen nur als Folgen in der Zeitung gedruckt, nicht aber als Buch herausgegeben.

In der Sammlung vorhandene Sprachen (und Länder)

Afrika
Amerika
Australien
Belgien
China
Estland
Französisch
Hilfssprachen (Esperanto)
Holländisch

Indonesien
Israel
Japan
Jugoslawien
Slowenien
Latein
Norwegen
Polen
Rumänien

Russland
Schweden
Slowakei
Spanien
Tchechien
Türkei
Ungarn

 

 


Gesucht sind - nebst kleinen Ländern und/oder seltenen Sprachen, auch einige Ausgaben auch nahen (europäischen) Ländern.

Zum Beispiel: Italien, Portugal, Griechenland, Dänemark und auch mundartliche Übersetzungen (auch Schweizerdeutsch).

Wie immer bin ich glücklich, wenn ich meine Sammlung ergänzen könnte. Angebote bitte hier deponieren.
Besten Dank.

Revisionsbericht 5

02. März 2022

 

Historisch-kritische Ausgabe
(HKA)

 

Bibliothek-Ausgabe

Eigentlich ist es eine "Leidensgeschichte", aber mit gutem Ende. Nicht weniger als vier Verlage waren an dieser  anspruchsvollen Reihe beteiligt. Es begann 1987/88 mit 13 Bänden im Greno-Verlag (als Bibliotheks- und als Taschenbuchausgabe). Der Editionsplan wurde mit 99 Bände in 9 Abteilungen angegeben.

Dann ging es zum Verlag Haffmans, Zürich, wo hauptsächlich Taschenbücher erschienen und zwar meist ohne editorischen Anhang (aber nur wenige Bibliotheksausgaben). Diese Ausgaben, wie auch die sogenannte Zürcher-Ausgabe, befinden sich in einer anderen "Abteilung" meiner Sammlung und werden später in einem Revisionsbericht erscheinen.

Herausgeber Hermann Wiedenroth (Bücherhaus Bargfeld)
Herausgeber Hermann Wiedenroth (Bücherhaus Bargfeld)

"Nach den Erfahrungen im Haffmans-Verlag entschlossen sich die Herausgeber Hermann Wiedenroth und Hans Wollschläger die Reihe im Eigenverlag Bücherhaus Bargfeld herauszugeben. In diesem Zusammenhang wurden auch einige Ergänzungen und Verbesserungen vorgenommen (Quelle: karl-may-wiki)

Alle im Bücherhaus Bargfeld erschienen HKA-Bände waren nicht im regulären Buchhandel erhältlich und erschienen nun ausschliesslich in der Ausstattung der Bibliotheksausgabe.

Dann endlich - nach 2007 - konnte der Herausgeber Wiedenroth vermelden: "Nach langen Verhandlungen ist es endlich geglückt, die drei großen Institutionen Karl-May-Stiftung, Karl-May-Gesellschaft und Karl-May-Verlag für die gemeinsame Fortsetzung der historisch-kritischen Edition >Karl Mays Werke< zu vereinen. Künftig werden versierte Mitglieder der Karl-May-Gesellschaft die Editionsarbeit leisten, der Karl-May-Verlag übernimmt die Herstellung und das Karl-May-Museum den gesamten Vertrieb."

Seit 2008 leitet Joachim Biermann (geb. 1954) das Forschungsteam und orientiert laufend in den Nachrichten der KMG über den Fortgang

In meiner Sammlung sind bis auf 8 Bände alle bisher erschienen Ausgaben (in der einheitlichen Bibliothek-Version) vorhanden.

Hier geht es zu den noch gesuchten Bänden der HKA

Revisionsbericht 4

03. Februar 2022

 

Jahrbücher der Karl-May-Gesellschaft

(KMG)

 

Revisionsbericht 4

Der vierte Revisionsbericht umfasst alle Karl-May-Jahrbücher. Es sind bis heute (Februar 2022) 71 Bücher. Das Jahrbuch 2021 (rechts) ist das aktuellste, erschie-nen im Dezember 2021. Allerdings sind es drei unterschiedliche Arten von Jahr-büchern. Bereits sechs Jahre nach dem Tod von Karl May erschien das erste 1918, herausgegeben von  Dr. Rudolf Beissel und Fritz Barthel. In der Folge kam bis 1933 jedes Jahr ein Jahrbuch heraus - unter ganz verschiedenen Herausgebern  Hauptzweck war, das Verständnis für Karl May zu wecken und der stark ramponierte Ruf des Schrift-stelers wieder herzustellen. Der Karl-May-Verlag war an dieser an dieser Arbeit nicht nur interessiert, sondern auch direkt oder indirekt beteiligt. 1933 wurde aus politi-schen Gründen eingestellt. 

Erst 1970 - ein Jahr nach der Gründung der Karl-May-Gesellschaft (KMG) wurde das Projekt "Jahrbuch" wieder aufgenommen und es erschien nun jedes Jahr (Ausnahme 1972/73 ein Doppelband). Das "neue" Jahrbuch ist fortan das Flaggschiff der literarischen Karl-May-Gesellschaft, die mit wissenschaftlichem Anspruch das Leben und Werk von Karl May erforscht, Interpretation und Faktenforschung bereitstellt. Nicht nur der Inhalt hat sich gegenüber den "alten" Jahrbüchern deutlich verändert, auch die Form und der Anslpruch sind anders geworden.

Es gibt aber noch andere Besonderheiten unter den Jahr-büchern. So hat der Karl-May-Verlag die einst nicht fertiggestellten und nicht erschienenen

Jahrgänge 1934, 1935, 1936 aus alten Manuskripten, aber im alten Format neu zusammengestellt und in den Jahren 2007-2011 herausgebracht. So, dass die erste Serie von Jahrbüchern jetzt 20 Bände umfasst. Die letzten drei Bände sind noch immer im Programm des Karl-May-Verlags , Bamberg.

Es gibt noch eine Besonderheit unter den Jahrbüchern. Die beiden "apokryphen" Jahrbücher 1978 und 1979, die in diesen zwei Jahren nebst den Jahrbüchern der KMG im Karl-May-Verlag erschienen. Beide sind längst vergriffen. Das eine - 1979 - konnte ich antiquarisch noch erwerben. das andere - 1978 - fehlt leider in der Sammlung. Es ist kaum mehr aufzutreiben.

Das Jahrbuch 1920 war lange Zeit nur in ganz schlechtem Zustand in der Sammlung, bis ich ein "Bibliotheksexemplar" (sehr gut erhalten) kaufen konnte. Hier fehlen aber die ersten zwei Seiten (Bild und Titel), sodass zwei Bücher des Jahrgangs 1920 in die Sammlung sind. Gesamthaft also 71 Bücher. Hier geht es zur Such-Rubrik. 

Revisionsbericht 3

Wilhelm Spemann (Unionsverlag)
Wilhelm Spemann (Unionsverlag)

29. Dezember 2021

 

Karl May in der
Union Deutsche Verlagsgesellschaft
Stuttgart

(Unionsverlag)

 

Die mit "Jugendwerke" bezeichneten Abenteuerromane erschienen erstmals in der

illustrierten Knabenzeitschrift "Der gute Kamerad", die von Wilhelm Spemann (Stuttgart) in den Jahren von 1887 bis 1943/44 herausgegeben wurde. Schon die erste Ausgabe 1887 enthielt die Jugenderzählung "Der Sohn des Bärenjägers" von Karl May (heute: Unter Geiern, Band 35) Es folgten eine ganze Reihe von weiteren Geschichten von Karl May (einige unter deinem Pseudonym). Die Rechte gingen - nach der Gründung der "Union Deutsche Verlagsgesellschaft", an der auch Spemann betelligt war - an den neuen Union-Verlag. Bedeutende Werke von Karl May (wie "Der Schatz im Silbersee", "Der Ölprinz"  etc.) erschienen deshalb beim Karl-May-Verleger Fehsenfeld. Erst nach dem Tod Karl Mays (1912) hat die Witwe Klara May für den neugegründeten Karl-May-Verlag, Radebeul, zurückgekauft. In der Folge wurden sie dann in "Karl Mays Gesammelten Werke"  eingegliedert (zum Teil auch stark bearbeitet und neu zusammengestellt).

Der Unionsverlag hat zwischen 1894 und 1920 sieben Geschichten in Buchform veröffentlicht, die sogenannten Union-Ausgaben. Sechs Bände sind in meiner Sammlung (Der Sohn des Bärenjägers, Der blaurote Methusalem, Die Sklavenkarawane. Der Schatz im Silbersee, Das Vermächtnis des Inka, Der schwarze Mustang). Nur der "Der Oelprinz" fehlt. 

Revisionsbericht 2

18. Dezember 2021

 

Karl Mays Illustrierte Reiseerzählungen
(auch "blaue Bände" genannt)

 

Als die Auflagen der Karl-May-Werke im Verlag Fehsenfeld (Freiburg i.Br.) stagnierten oder gar zurückgingen, entschloss man sich in den Jahren 1907-1912 eine zweite Reihe der Werke herauszugeben, die "illustrierten Reiseerzählungen". Es sind dies 30 Bände in mehreren Auflagen. Sie unterscheiden sich in der Aufmachung deutlich von den "klassischen grünen Bänden", wie sie bis heute das Gesamtwerk prägen. Dazu wurden eigens Illustrationen geschaffen (10 bis 15 Bildtafeln, schwarz-weiss, nur das erste Blatt farbig). Die ersten neun Bände wurden sogar von Karl May leicht überarbeitet.

Mit Band 30 ("Und Friede auf Erden!") endet diese Reihe 1912.

Die beiden folgenden Bände, "Ardistan und Dschinnistan" (Band 31 und 32) - erstmals veröffentlicht in der Zeitschrift "Deutscher Hausschatz" (1907-1909) wurden 2005 und 2007 im Rahmen der "historisch-kritischen Ausgaben" in der Aufmachung der "blauen Ausgaben" (mit editorischem Anhang) herausgegeben.
In dieser Abteilung der Sammlung sind es jetzt also 32 Bände.
Da die Auflagen relativ klein waren (und in dieser Form nach 1912 nicht mehr weiter geführt wurden, sind die "blauen Bände" viel seltener und bedeutend teurer als die "klassischen Ausgaben". Besonders rare Bände kosten - in gutem Zustand - in Antiquaren bsi zu 400 CHF. In meiner Sammlung fehlt nur ein Band (Band 27 - Im Reiche des silbernen Löwen II). Nicht alle Bände sind in gutem Zustand, zum Teil sind es "Bibliothek-Ausgaben", zum Teil ist der Einband beschädigt. Im Duchschnitt habe ich pro Band 100 CHF bezahlt. Hier geht es zur Rubrik "Gesucht" (Eichhörnchen-Signet)

Revisionsbericht 1

20. November 2021

 

Karl-May-Werke und Briefe

 

Dies ist Kernbereich der Sammlung und umfasst nur die Originalausgaben der drei Verlage Fehsenfeld, Freiburg, Karl-May-Verlag, Radebeul und Karl-May-Verlag, Bamberg. Alle Lizenzausgaben, Sonderausgaben, spezielle Editionen, Übersetzungen etc. sind in anderen Kategorien zusammengefasst und werden später revidiert und hier aufgelistet. Es sind also nur die "klassischen" grünen Bände, einheitlich geordnet nach der Liste  des Gesamtwerks von Karl May. Dies sind (bis heute)  96 Bände.

Meine persönliche Sammlung gliedert sich in drei Bereiche:

  1. Erstausgaben aller Originalwerke (Erstauflagen) von Fehsenfeld bis Bamberg-Ausgaben
  2. Radebeuler-Ausgaben (so lange der Karl-May-Verlag in Redebeul war)
  3. Bamberger-Ausgaben ab 1952, der bis 1958 Ustad-Verlag hiess (eine Übergangszeit, in der auch einige Erstausgaben erschienen)
Printscreen der Rubrik "Erstausgaben"
Printscreen der Rubrik "Erstausgaben"

Erstausgaben

88 Bücher (zwei doppelt) - es fehlen zehn Titel aller Erstausgaben. Vier davon im schwierigen (und kostspieligen Bereich der Fehsenfeld-Erstausgaben)

Originalausgaben

108 Bücher (ohne die Erstausgaben) - Bei den Bamberger-Ausgaben sind es vor allem die späten Ausgaben ca. ab Band 70, die nur als Erstausgaben vorliegen, während die früheren Bände von 1 bis 60 fast vollzählig auch in der Bamberger-Ausgabe vorhanden sind (Leseexemplare). Die Radebeuler-Ausgaben sind bis Band 65 fast vollständig vorhanden.

Band 3 - Von Bagdad nach Strambul (Erstauflage)
Band 3 - Von Bagdad nach Strambul (Erstauflage)

Zustand und Kosten

Viele der Fehsenfeld-Erstauflagen sind sogenannte Bibliotheksexemplare, das heisst: sie haben einen verstärkten (meist braunen) Einband ohne Deckenbild (im Innern sind sie aber identisch mit den "Normalausgaben". Naturgemäss sind auch einige Exponate nicht im allerbesten Zustand .(vor allem der Ricken ist lose). Neu binden wäre möglich, doch dies habe ich vermieden, um den Wert des Originals zu erhalten. Etwas Ähnliches lässt sich von den ganz frühen Radebeuler-Ausgaben sagen. Doch hier lässt sich einiges leicht ersetzten. Die Bamberger Ausgaben sind alle in bestem Zustand.

Band 2 (Fehsenfeld)  Durchs wilde Kurdistan  (Bibliotheksausgabe)
Band 2 (Fehsenfeld) Durchs wilde Kurdistan (Bibliotheksausgabe)

Kosten

Die alten Erstauflagen (Fehsenfeld) kosteten (je nach Zustand) zwischen 100 und 600 Franken, die Radebeuler Erstauflagen zwischen 20 und 100 Franken. Ausgaben mit Schutzumschlag besitze ich nur wenige. Sie sind um einiges teurer (Aufpreis bis zu 100 Prozent). Bamberger Ausgaben (auch Erstauflagen) werden auf eBay und ähnlichen Auktionsplattformen fast schon inflationär angeboten. Die Preise für antiquarische Bücher schwanken stark. Sobald es eine Exklusivität ist (zum Beispiel: spezielles Deckelbild, Erstauflagen, spezielle Sammlerausgaben schiessen die Preise in die Höhe, sehr oft bis in den drei- und vierstelligen Bereich. Auch die Beschaffungskosten (Porti, Zoll, Verpackung) sind sehr oft höher als der Wert der Bücher. Die Kosten für diesen zentralen, doch verhältnismässig kleinen Teil der Sammlung (innerhalb von gut dreissig Jahren angeschafft) belaufen sich immerhin auf rund 11`000 Franken (brutto, das heisst: Bücher, plus Beschaffungs-kosten), wobei die alten Erstauflagen (Fehsenfeld) gut zwei Drittel davon ausmachen

Insgesamt sind es 33 Bände, die bis 1912 (Tod von Karl May) im Verlag Fehsenfeld erschienen sind (Freiburger Ausgabe). Im Rahmen der Sammlungsrevision stellte ich fest, dass von den Erstausgaben im Verlag Fehsenfeld (Freiburger Ausgabe) nur noch zwei Werke fehlen.


Von den nachfolgenden Erstausgaben im damals neu gegründeten Karl-May-Verlag in Radebeul (ab ca. 1955  in Bamberg) fehlen ein paar Ausgaben mehr.
                                                
Hier die fehlenden Bände der Erstausgaben