Karl May: Neuanschaffungen in der Sammlung (Teil 10)

Die früheren Eingänge zur Karl May Sammlung

Teil 1            Teil 2             Teil 3           Teil 4          Teil 5           Teil 6          Teil 7    

Teil 8            Teil 9             Teil 11 (aktuell)

31. Januar 2019

 

Tim Pröse:

 

Samstag Abend Helden

 

Persönliche Begegnungen mit den 
legendären Stars aus Film, Funk und Fernsehen

 

2018, Heyne Verlag, München

347 Seiten, ISBN 978-3-453-20190

 

"So waren und sind echte Helden des Entertainments. Sie stehen für grandiose Unterhaltung, grosse Gefühle und ergreifende Lieder. Weil sie unverwechselbar, kantig und einzigartig sind und uns an jene glücklichen Samstagabende erinnern, an denen wir die Welt um uns vergaßen und ein paar Stunden abtauchten in ein Gefühl zwischen Zuhause, Geborgenheit und Glück." (Klappentext)

Michael Petzel (Karl-May-Archiv)
Michael Petzel (Karl-May-Archiv)

Natürlich darf in einem Buch über die Stars und Helden der "grossen Unterhaltung" Winnetou (Pierre Brice) nicht fehlen. Tatsächlich beginnt das Vorwort von Tim Pröse so: "Zum Schluss schaut Pierre Brice noch einmal so wie damals. Mit diesen Augen, in denen ein ganzes Leben liegt, Mit siesem Blick, mit dem er sich in die Ferne sehnt."

Das Winnetou-Kapitel trägt den Titel: "Pierre Brice ....erzählt was er im Himmel vorhat" und umfasst nur 15 Seiten (296-310), also nur ein kleiner Bruchteil des Buchs (347). Trotz der Kürze ist es eine sehr informative und vor allem anschauliche Charakterisie-rung des Phänomens "Winnetou" und seines Darstellers, vor allem weil dem Text ein persönlicher Besuch beim Schauspieler (etwa drei Jahre vor seinem Tod) zugrunde liegt.  Das Buch gehört unbedingt in eine Karl-May-Sammlung, weil es die Bedeutung der "Film- und Fernsehhelden" - vor allem der Samstag-Abend-Unterhaltung - hervorragend beschreibt. "Solange Pierre Brice lebte, verlängerte er unsere Kindheit. Dank ihm waren manche von uns vier oder fünf Jahrzehnte länger Junge oder Mädchen als geplant,,,"

30. Januar 2019

 

Zeitschriften

Club-Organe:

 

May-nungen
 

Herausgegeben von Karl May Club Österreich

 

Nummer 9

2019

 

"Dies Publikation erscheint bei Bedarf und beinhaltet Informationen zu den Tätigkeiten des KMCO, Neuigkeiten zu Leben und Werk Karl Mays sowie Aktuelles aus der Karl-May-Szene"

Im Bemühen, die verschiedenen Publikationen (und Programme) der Karl-May-Freundeskreise (in Deutschland, Österreich und der Schweiz), hat auch "May-nungen" aus Österreich in meiner Sammlung Einzug gehalten. Es gibt eine ganze Reihe dieser Publikationen, die ich allmählich in meiner Sammlung unter "Club-Organe" einreihe.

Bernd Hieke (D), Exlibris Prof. Dr. Phil. Werner Grebe. 1993 (Kupferstich)
Bernd Hieke (D), Exlibris Prof. Dr. Phil. Werner Grebe. 1993 (Kupferstich)

Die Publikationen vermitteln interessante Einblicke in die Tätigkeiten der Karl-May-Kreise auch ausserhalb der rein wissen-schaftlichen und auch verlegerischen Beschäftigung mit Karl May. In der 59seitigen Broschüre aus Wien finden sich einige interessante Beiträge, wie "Karl May und das Exlibris - Grosse Kunst auf kleinen Blättern), um nur einen der grösseren Artikel herauszugreifen. Das Thema wurde übrigens in verschiedenen Karl-May-Gruppen aufgegriffen. So auch im Schweizer Karl-May-Freundeskreis am 14. May 2016 in Birsfelden. Hier der Bericht (mit Bildern) herunterzuladen:

Ex Libris
So auch im Schweizer Karl-May-Freundeskreis am 14. May 2016 in Birsfelden. Hier der Bericht (mit Bildern) herunterzuladen:
Klarner-ExLibris-16-1.pdf
Adobe Acrobat Dokument 415.8 KB

Beim Recherchieren zu den Themen im Heft Nr. 9 von "May-nungen" bin ich auf ein interessantes Dokument gestossen, das der Schweizerische Exlibris Club in seiner Publikation "SelcEpress" im April 2017 veröffentlicht hat. Auf Seite 14 befasst sich Heinz Decker unter dem Titel "Die missionarische Schmetterhand" mit Karl May. Natürlich geht es hier - nach einer allgemeinen Einleitung zum Autor und seinem Werk - um die "Exlibris": Zitat: "Ein eigenes Exlibris von ihm (Anmerkung: Karl May) scheint nicht überliefert. Wie sehen ihn die Künstler und Eigner auf ihrem Karl-May-Exlibris? Von den Blättern, die mir vorliegen, stellen bis auf eines alle das Schriftstellerporträt in den Mittelpunkt der Bildkomposition. Dabei stützen sich die meisten auf das Ölgemälde von Selmar Werner bzw. auf das Foto von Raupp."

Die vier Seiten habe ich unter Materialien in meiner Sammlung jetzt ¨übernommen.


25. Januar 2019

 

Materialien zu Karl May:

 

Sachsens Gelehrte
Künstler und Schriftsteller

 

in Wort und Bild

 

Herausgegeben und redigiert
von Bruno Volger

 

Leipzig-Gohlis

Bruno Vogler Verlagsbuchhandlung 

1907 - 1908  

Fotokopien aus einem Buch, das schon zu Lebzeiten von Karl May veröffentlicht wurde. Wieder ein Dokument im Bereich Materialen in meiner Sammlung. Besonders interessant ist die Beurteilung mit dem  Schwerpunkt auf die späteren Werken. "Die geheimnisvollste seiner Gestaltung ist Marah Durimeh die herrliche Menscheits-seele. In dieser Personifikation, die er 

schon gleich im Anfang seines Schaffens bildete, fasste rr alle bishe-rigen Offenbarungen der wahren Mensch-lichkeit zusammen und stellt unter ihren Einfluss Alles, was er bis jetzt veröffentlicht


Alles, was er bis jetzt veröffentlicht und noch zu veröffentliechen hat."

23. Januar 2019

 

Ilse W. Blomberg

 

Pastor Willi Stroband
Pfarrer auf Augenhöhe

 

Das erste Mal, dass ich Willi Stroband "bewusst" wahrgenommen habe, war am KMG-Kongress in Marburg (2009). Obwohl seit mehr als dreissig Jahren Karl-May-Sammler, war ich damals zum ersten Mal an einem KMG-Kongress. sozusagen Kongress-Neuling. Als ich den fakultativen Programm-Punkt "Gottesdienst" las und alle meine Freune sagten: "Da musst Du hin!", da bin ich eben hingegangen und zum ersten Mal eines der "Mitgebsel" von Pfarrer Willi in Empfang genommen. Es war ein Stern, ein Herz oder ein Engel - ich weiss es nicht mehr. Was ich auch mitgenommen habe, seine Worte, seine Predigt - sie haben mich erreicht, sonst Kanzelworte eher abgeneigt. 

Das "Mitgebsel" blieb fast zwei Jahre in meinem Portemonnaie und erinnerte mich an eine ungewöhnliche Predigt, an einen ungewöhnlichen Mensch, an einen ungewöhnlichen Priester. Inzwischen war ich an jedem Kongress der KMG und ich lernte Willi Stroband - so wie wohl alle Kongressteilnehmer - Kennen und schätzen. Willi ist übrigens im Facebook-Forum "Karl-May-Freunde Münsterland" aktiv und auch immer wieder mit guten Tipps und Links präsent.

23. Januar 2019

 

Zeitschrift G/Gechichte

 

Das Epos der Indianer

Ausgabe 2/2019

 

Mit Beitrag von Thomas Kramer auf den 
Seiten 58/59 zum Thema:

 

Winnetous weisse Kinder

"Deutscher sein,
hiss auch Indianer sein"

 

 

Es ist nur dieser eine Beitrag, der sich explizit mit Karl May befasst. Es geht um die Schriftsteller, die den Grundstein zur deutschen Indianer-Begeisterung legten. Dazu gehört vor allem auch Karl May.  Die meisten Beiträge handeln vom vom hoffnungslosen Kampf und vom  Unter-gang  der Indianer. Aus dem Editorial: "Als Karl May 1893 seine Winnetou-Trilogie vollendete, waren auch die Apache unterworfen und Häuptling Geronimo vegetierte im US-Gefängnis. Seine Worte bei der Gefangennahme: 'Einst war ich frei, wie der Wind.' 

Auf der Seite 59 ist auch eine Buch-Empfehlung: Thomas Kramer: "Karl May. Ein biografische Porträt". Herder 2011.

Die Zeitschrift kommt in meine Sammlung unter dem Begriff "Indianerliteratur", denn es ist ein einfacher, leicht verständlicher und gut illustrierter Abriss der Geschichte der Indianer.  Sammler, welche nur die Seite zum Thema Literatur und Karl May archivieren möchten, können auf Anfrage den Text als PDF beziehen.                                                                                                          

19. Januar 2019

 

Australien (englische Übersetzung)

 

The Bear Hunter's Son

(An Adventure with Winnetou)

 

Übersetzt von Marlies Bugmann

 

Januar 2014  - 296 Seiten
Independently published bei Marlies Bugmann

 

Marlies Bugmann ist eine australische Schriftstellerin und Karl-May-Übersetzerin. Sie ist gebürtige Schweizerin, lebt aber seit Jahrzehnten in Neuseeland und jetzt in Tasmanien. 2004 begann sie mit der Übersetzung von Karl May Werken. Erste Übersetzungen war "Weihnacht!". Inzwischen sind es rund 40 Werke geworden, Hier eine kleine Auswahl.

Marlies Bugmann (Foto: karl-may-wiki)
Marlies Bugmann (Foto: karl-may-wiki)

Marlies Bugmann veröffentlicht ihre Karl-May-Über-setzungen ausschliesslich auf "Lulu", einem grossen Selbstverlag, bei dem die Bücher auch zu beziehen sind. Hier eine Liste aller verfügbaren Karl-May-Über-setzungen von Marlies Bugmann (Bild rechts).Es bestehen eine ganze Reihe von Möglichkeiten um sich über Bücher und die Tätigkeiten der Karl-May-Freunde in Australien zu informieren. In meiner Karl-May-Sammlung hatte ich - unter den "ausländischen Ausgaben" - bisher noch kein Buch aus Australien, auch keines von Marlies Bugmann. Ursprünglich erschien die Erzählung "Der Sohn des Bärenjägers" 1887 in 39 Lieferungen im 1. Jahrgang der Jungenzeitschrift "Der Gute Kamerad". Die Erzählung war von Anfang an so erfolgreich, dass der Verleger Spemann den Wunsch nach einer Buchausgabe äusserte.. 

Da der "Bärenjäger" nur einen Umfang von etwa 19 Bogen füllte, fragte Spemann Karl May, ob er die Erzählung nicht mit der Erzählung "Der Geist des Llano esestakado esestakado" zusammenlegen und durch einige Verbindungselemente zu einer einzigen zusammenhängenden Erzählung umändern könne. 

Heute finden wir die Erzählung im in den "Gesammelten Werken" im Band 35 "Unter Geiern".(Quelle: Karl-May-Wiki). Links eine andere Ausgabe von "Der Sohn des Bärenjägers" (2015) mit einer Leseprobe (in deutsch).

Bugmanns Übersetzung steht (vorläufig) stellvertre-tend für die Buchausgaben aus Australien. Ich werde sicher nicht das ganze umfangreiche Angebot (alles Taschenbuchausgaben) aus Australien in die Sammlung aufnehmen. Vielleicht noch eine oder zwei Übersetzung von Marlies Bugmann. 

18. Januar 2019

 

Materialien zu Karl May:

 

Karl May - Familienkreis und Vorfahren

Von Wolfgang Huschker

 

In Mitteldeutsche Familienkunde
Band III, Jahrgang 13, Heft 2, April-Juni 1972

 

Verlag Degner & Co. (Inhaber Gerhard Gessner
Neustadt a.d.Aisch

Auszug auf 12 Seiten
ergänzt von Anmerkungen und Ergänzungen 
im Heft 3/1073

 

Dies ist eines der Dokumente, die ich im Augenblick in meiner Karl-May-Sammlung einführe. Es ist kein spezielles "Sammel-stück", das von Sammlern gesucht ist. Es gehört zum Bereich meiner Sammlung "Materialien". Dokumente, die vor allem natürlich Karl-May-Forscher interessieren. Leider habe nicht die Originalausgabe des Hefts, sondern "nur" Fotokopien vom einschlägigen Bericht. Das Original ist - wenn überhaupt- nur antiquarisch erhältlich. Bei dieser Art von Sekundärliteratur - übrigens sehr spannend und gut dokumentiert - genügen mir Fotokopien.Ich werde in der nächsten Zeit noch einige Dokumente im Bereich "Materialien" einstellen.

14. Januar 2019

 

Materialien zu Karl May:

 

Zur Geschichte der Öffentlichen Bibliotheken in Österreich

 

Auszug (Fotokopie) aus

BVÖ- Materialien 2

Herausgegeben von Alfred Pfoser und Peter Vodosek

Büchereiverband Österreichs 1995

ISBN 3-901639-01-2

 

"Karl May in Österreich - Auch ein Kapitel Bibliotheksgeschichte" von Alfred Pfoster.

Auf den Seiten 195 bis 216 der Buchs

Im Buch (Taschenbuch 1995, vergriffen) gehört in die Reihe Sekundärliteratur zu Karl May. Es enthält in Bezug auf Karl May nur diesen einen interessanten Aufsatz auf 24 Seiten mit folgenden Kapiteln:

-  Karl May-Forschung und Leserinteresse

-  Karl May und seine Österreich-Auftritte 

-  Karl May und die Reformpädagogik

-  Karl May im Kulturkampf der ersten
   Republik

-  Karl May und der Nationalsozialismus

-  Karl May un die Autoren der Emigration

-  Karl May in der Zweiten Republik

-  Rezeptionsgeschichte als
   Mentalitätsgeschichte

-  Anhang mit Anmerkungen

Der Autor Alfred Pfoser (*1952) ist ein österreichischer Essayist und Bibliothekar, der mehrfach über die Rezeption von Karl May in Österreich publiziert hat.

 

13. Januar 2019

 

Festspiele Engelberg:

 

Interview-Karten von Tom Volkers

2017 Winnetou I mit Autogramm 

 

2018 Winnetou II mit Autogramm

 

Erste Werbekarte für die Festspiele
2019 "Winnetou und der Ölprinz"

 

Werbekarte 2019 mit wenig Informationen. Rückseite mit Daten und und Preisen. Besetzung ist noch nicht bekannt, auch nicht die Regie. Keine Unterschrift.

 


12. Januar 2019

 

Karl-May-Post 
Herausgegeben von der Führung des 

Deutschen Karl-May Bundes (DKMB) 
Januar 1944

 

Es ist die erste und einzige Ausgabe der "Karl-May-Post" (leider nur eine Fotokopie des Originals), aber vollständig und in sehr guter Qualität. 

Wenige Tage nach diesem hektographierten Heft (Umfang 8 Seiten) wurde der Deutsche Karl-May-Bund durch die Gestapo aufgelöst, weil "seine Bestrebungen mit denen des Nationalsozialismus nicht vereinbar waren."

"Der DKMB hatte – nach Erwin Müller – das Ziel, den "wahren", d.h. pazifistischen und humanistischen Karl May (im Gegensatz zu dem oberflächlichen, zum nordischen Kriegsrecken gestempelten des Nationalsozialismus) dem Volke näherzubringen..Aus diesem Grunde wurden in der Bundesarbeit vor allem auch die symbolischen Werke des Dichters gepflegt". Mehr Informationen zum Karl-May-Bund hier im Karl-May-Wiki

Bundesarchiv, Bild 183/ Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0,
Bundesarchiv, Bild 183/ Franke, Klaus / CC-BY-SA 3.0,

Gerhard Henninger, der "Bundesführer des KMKB" war ein deutscher Publizist und später Kulturfunktionär in der DDR. 

Henniger wurde 1945 zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in Kriegsgefangen-schaft, aus der er 1946 entlassen wurde. Im selben Jahr trat er der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands bei. 1947 legte er in Saalfeld das Abitur ab. Im selben Jahr versuchte er in der Sowjetischen Besatzungszone eine Karl-May-Gesellschaft zu gründen. Ein detaillierter Antrag in deutscher und russischer Sprache wies für die beabsichtigte Gründung auf Karl Mays Ideen von Frieden, Demokratie, Völkerversöhnung und Menschlichkeit hin. Neben Gerhard Henniger selbst gehör-ten Carl-Heinz Dömken, Joachim Matthes und Gerhard Lange zu den Unterzeichnern des Ansuchens auf Vereinsbildung. Auf den Antrag erfolgte weder ein ablehnender noch ein zustimmender Bescheid.

Gerhard Henniger legte zahlreiche Publikationen zur Literaturkritik, Fragen der Kulturpolitik und Themen der Fotografie vor. Nach der Wende trat er 1990 in den Vorruhestand. (Quelle: Wikipedia) Mehr informationen

Im "Wiener Karl-May-Brief", Heft 4/2005 veröffentlichte Wilhelm Brauneder einen Aufsatz zum Thema: Die erste und einzige "Karl-May-Post" (S. 18)

28. Dezember 2018

 

LP - Doppelalbum:

 

Winnetou
Der Schatz im Silbersee

 

Produktion 1962/64
Label: FASS  6641 254

 2 × Vinyl, LP, Compilation

Gatefold cover. 

Das Doppelalbum gehört in die Reihe FASS Ausgaben mit Bilder aus den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg und zwar mit Catefold couver (eine Verpackungsform für LP-Schallplatten , die Mitte der 1960er Jahre populär wurde.) Das Label FASS hat fünf Doppelalben von Karl May veröffentlicht - erstmals 1964. Später nochmals mit anderen Sprechern und anderem Cover 1971, Von der Serie der 60er Jahre sind drei doppelalben in der Sammlung. Es fehlen noch; Old Surehand / Old Firehand und Durch die Wüste / Durchs wilde Kurdistan:/:

27. Dezember 2018

 

Karl May:

 

Wanda

 

Kriminalnovelle

2018, Edition Oberkassel,

Taschenbuch, 204 Seiten, ISBN 978-3-95813-1583 

 

Wanda ist eine frühe Erzählung von Karl May. Sie erschien erstmals 1875 im "Beobachter an der Elbe". Ein Nachdruck wurde 1880 unter dem Titel "Die wilde Polin" in der Zeitschrift "All-Deutschland" und "Für die Welt" veröffentlicht.

1978 erschien im Manfred Pawlak Verlag der Sammelband "Im fernen Westen", darin ist Wanda in modernisierter Fassung enthalten. Unter dem Titel " Ein Kampf im Ballon" erschien die die Geschichte 2010 im Sonderband zu den Gesammelten Werken "Auf Tod und Leben".

Jetzt - im Dezember 2018 - erschien "Wanda* als Taschenbuch in der Krimi-Reihe de "Edition Oberkassel", Düsseldorf. In dieser Reihe erschienen bisher 59 Krimis veröffentlicht, vorwiegend mit literarischem Anspruch. Es ist erstaunlich und begrüssenswert, dass Wand von Karl May hirt Aufnahme gefunden hat.

Mehr Informationen über Wanda im Karl-May-Wiki

22. Dezember 2018

 

Historisch-kritische Ausgabe (HKA)
Karl Mays Werke Band V.2

 

Und Frieden auf Erden

 

Verlag: Karl-May, Bamberg/Radebeul
2018, 643 Seiten, ISBN 978-3-7802-2086-8
Herausgegeben von Joachim Biermann/
Dr. Gunnar Sperverslage im Auftrag der
Karl-May-Gesellschaft

 

Sie sehen alle etwa gleich aus, die Bücher der Historisch-kritischen Ausgabe. Nur die Farbe der Buch-Rückwand unterscheidet die einzelnen Abteilungen. 

Es ist eine unglaublich grosse Aufgabe, das Gesamtwerk von Karl May neu aufzulegen und zwar mit umfassendem editorischem Anhang. 1987 - also vor 31 Jahren wurde damit begonnen - und das Ende ist noch lange nicht abzusehen. Auch der Editionsplan hat sich in all den Jahren leicht geändert. Er wurde vor allem - auf Grund neuer Forschungsergebnisse - umfangreicher. Auch die editorischen Berichte nahmen an Umfang dauern zu (hier sind es 119 Seiten), rund ein Fünftel der gesamten Ausgabe. Eine grossartige Arbeit für ein rein bibliophiles Werk, das für die weitere Forschungsarbeit unentbehrlich ist.

Es sind immerhin neun Abteilungen - vom Frühwerk bis zu nachgelassenen Schriften und weiteren Materialien - vorgesehen. Wie viel Bände bis heute  erschienen sind - zum Teil in mehreren, auch überarbeiten - Auflagen habe ich noch nicht gezählt. Sie stehen alle in Reih und Glied in meiner KM-Bibliothek. Es dürften aber an die fünfzig Bände sein. 

Jedes Jahr erscheinen nun zwei bis drei neue Bände. Seit auch der langjährige rechtliche Streit zwischen dem Herausgeber (KMG) und dem Karl-May-Verlag beigelegt ist, sind auch die Quellen besser zugänglich und vollständiger. 

Der Hrausgeber Joachim Bierman berichtet: "Pünktlich zur Jahresausstellung „Und Friede auf Erden“ des Karl-May-Museums ist Anfang Dezember der Band Und Friede auf Erden! (KMW V.2) erschienen und dokumentiert Karl Mays Friedensbotschaft in authentischer Form. Ich hoffe, der Band kann die Erwartungen, die sich an diese zweite im Rahmen der HKA veröffentlichte Ausgabe eines Spätwerks Karl Mays knüpfen, erfüllen."
Hier der aktuelle Editionsplan mit den Angaben bisher erschienen Bänden.


22. Dezember 2018

 

Audio CD:

 

Stimmen um Karl May

 

Historische Tondokumente aus Radebeul

 

Verlag: Karl-May-Verlag GmbH
                                                          ca. 66 min Spielzeit

Umschlag: Digipack mit 16-seitigem Booklet mit 12 Abbildungen Erscheinungs-jahr: 2018,  ISBN: 978-3-7802-0890-3

"Schriftstellerwitwe Klara May, Verleger Euchar Albrecht Schmid, Museumsleiter Patty Frank und andere erinnern sich an Karl May. Diese Aufnahmen aus den Jahren 1937 bis 1944, überliefert auf speziellen Schallfolien, konnten erst kürzlich durch aufwendige technische Verfahren digitalisiert und wieder hörbar gemacht werden. Ergänzt mit Aufnahmen aus den 1950er- und 1970er-Jahren."


22. Dezember 2018

 

Lex Barker:

 

Vinyl-Single
Decca 19725

 

"Ich bin morgen auf dem Weg zu dir"
"Mädchen in Samt und Seide"

 

"1965 nahm Lex Barker unter Leitung von Werner Scharfenberger zwei Musiktitel auf: Ich bin morgen auf dem Weg zu dir (Musik: Martin Böttcher) und Mädchen in Samt und Seide (Musik: Werner Scharfenberger). 

Martin Böttcher äußerte später, dass „für Lex Barker im Studio keine technischen Spielereien angestellt werden mussten und seine Stimme so stark war, dass sie gedämpft werden musste“. Zwei weitere bereits aufgenommene Titel blieben letztlich unveröffentlicht, da Barkers Plattenvertrag auf eigenen Wunsch hin aufgelöst wurde; nach eigenen Aussagen konnte er sich „mit Musik und Text“ dieser Stücke „nicht identifizieren“.(Quelle:Nekropole)

Dem Sammler stellt sich immer wieder mal die Frage: Wo werden die Grenzen für eine Sammlung gezogen? Diese Schallplatte hat mit den Karl-May-Filmen der 60er Jahre nichts zu tun, es sei denn Lex Barker, der den Old Shatterhand spielte (und verkörperte) und der Komponist des einen Schlagers, Martin Böttcher, der auch die Melodien zu den Karl-May-Filmen geschaffen hat. Für mich sind dies "Randgebiete" in meiner Sammlung, die vor allem den Kontext zeigen, in dem Karl May in den 60er Jahren stand. 

Dazu (links) die Original-Aufnahme der alten Platte . Dazu eine der vielen Kommentare: "Danke für dieses einmalige Schmankerl.. Ist aber nicht als abwertend zu betrachten. Ich freue mich darüber. Ihn hatte ich damals als Strarschnitt aus der Bravo hinter meiner Zimmertür drapiert weil


sonst kein Platz mehr war in meinem Zimmer wegen all der anderen Bilder von Pierre und Lex. Und meine Mutter hatte sich beinahe zu Tode erschrocken. Das war eine schöne Zeit!!!!!! " Dokumente zum Zeitgeist einer bestimmten Epoche gehört - so meine Meinung als Sammler - eben auch in eine weitgefasste Karl-May-Sammlung.

07. Dezember 2018

 

Alexander Röder:

 

Auf der Spur der Sklavenjäger

 

 

6. Band der Reihe
"Karl Mays Magischer Orient"

 

Sechs Bände sind es, und eine Anthologie, die in dieser Reihe im Karl-May-Verlag erschienen sind. Alle sechs Bände erdacht und geschrieben von Alexander Röder. 

Erschienen 2018 im Karl-May-Verlag, Bamberg/Radebeul - 477 Seiten, Taschenbuch, Format 13,5 x 21,5 cm

ISBN 978-3-7802-2506-1 - Mit Prolog und Epilog von Thomas Le Blanc

Die Reihe ist in Karl-May-Freundeskreisen nicht ganz unbestritten. Darf man, kann man, soll man Geschichten, die vor mehr als 100 Jahren erdacht und geschrieben wurden, weiterdenken, weiterschreiben?

Auch wenn der Stil, die Atmosphäre, der Plot ganz anders sind, als bei Karl May. Spätestens seit E.T.A. Hoffmann (er lebt rund hundert Jahre vor Karl May) wurde die "phantastische Literatur" zum literarischen Genre, das Eigenschaften wie traumhaft, unwirklich, kühn erfunden, märchenhaft oder ungeheuerlich umschliesst.Die "Phantastische Literatur" beschäftigt sich mit Geschichten

und Erzählungen, die man mit diesen Begriffen charakterisieren könnte. Dabei steht das Über-natürliches Mittelpunkt, wobei der Übergang zur Science Fiction fliessend ist.Im 20. Jahrhundert entwickelten sich unter dem Einfluss der Psycho-analyse viele neue Formen des Phantastischen.


28. November 2018

 

Roger Boyes:

 

My Dear Krauts

Wie ich die Deutschen entdeckte 

 

"Bissig, humorvoll und fast ohne Vorurteile erzählt Times-Korrespondent Roger Boyes von Eigenarten des Deutschen ..."

 

Der folgende Text ist leider noch nicht im Buch abgedruckt, sondern vorerst in "The Times". erschienen.
Übersetzung wurde der Text von Christiane Wagler 
Copyright: Goethe-Institut e. V. Internet-Redaktion
Juni 2009

Winnetou | Foto (Ausschnitt): David Schäfer © dpa
Winnetou | Foto (Ausschnitt): David Schäfer © dpa

Winnetou ist wieder da

Warum die Bücher von Karl May die Deutschen so begeistern

"Ein blasser Cowboy mit leichtem Schmerbauch reitet auf eine Lichtung. Einmal abgesehen von den Lederhosen, dem Hut, der silbernen Büchse an der Seite und natürlich dem Pferd könnte er auch ein Bankfilialleiter aus der Provinz sein. Nicht von der Sorte, die mit Wertpapieren jongliert, sondern der halb strenge, halb freundliche Typ, der mit einem über die Hypotheken-Rückzahlung spricht."

Der Text ist der Buchausgabe (Roger Boyes: "My Dear Krauts", Ullstein Verlag, 2007, ISBN 978-3-548-28505-4) auf drei S4-Blättern zugefügt 
Der Text zu Karl May ist vom Goethe-Institut hier online gestellt

17. November 2018

 

JMB

 

Karl-May-Materialsammlung
Erwähnungen in Büchern und Zeitschriften

Ausgabe 1

 

Hinter der Bezeichnung JMB verbergen sich die Initialen von Jörg-Michael Bönisch,(*1948), dem Gründer und langjährigen Vorstandsmitglied des Freundeskreises Karl May Leipzig e.V.. Im Jahr 2000 verließ er den Verein. Seit 2015 ist er Herausgeber der "Leipziger Karl-May-Nachrichten".

Die Sammlung der regelmässig herausgegebenen Informationsblätter von Jörg-Michael-Bönisch sind Zeugen, wie das verfügbare Material (und das Wissen) noch zu Zeiten der  DDR langsam immer grösser wurde, wie die Anfänge einer Bewegung rund um Karl May (Verein, Freundeskreis) schon kurz vor der Wende angekündigt und dann entwickelt haben, Es sind Zeitdokumente mehr als Informationen, die nicht auch in anderen Publikationen zugänglich sind. Als Zeitdokumente sind es wichtige Teile meiner Sammlung.

In der Form sind die Mitteilungsblätter sehr einfach gestaltet: In der Regel 12 A-4-Blätter (beidseitig bedruckt) mit ganz unterschied-lichen Fotokopien (Qulität von damals) von Publikationen, Briefen und vor allem im Osten wenig bekannten Publikationen. Zum Beispiel (rechts) eine Seite aus einem Comic (Das Vermächtnis des Inka), den ich zum Beispiel überhaupt nicht kenne. Dies schon in Ausgabe 20 (1989?). 
Schade das die Blätter kein Impressum anführen und die Quellen der publizierten Dokumente (Name, Ort, Datum) nur selten vermerkt sind. Zum interessantesten Inhalt gehören die publizierten Briefe und DDR-spezifische Notizen. Ergänzend dazu ist die Chronik auf der Website des Freundeskreises Leipzig und die Zeitschrift "Karl May in Leipzig ", die seit 1990 regelmässig herausgegeben wird.

Im Augenblick habe ich nur wenige (einzelne) Ausgaben der frühen Publikation von "Karl May in Leipzig" (aus den Jahren um 2001). Auch die Materialsammlung JMB ist längst nicht vollständig. Hier die Ausgaben, welche in der Sammlung integriert sind. Es liegt noch eine weitere Reihe von Ausgaben in den Stapeln des unbearbeiteten Materials.

Ausgabe 1:
Patty Frank

Ausgabe 28

Mapini

Ausgabe 35

Durch de. Wüste

Ausgabe 3:

Museum

Ausgabe 29

Mapini

Ausgabe 38

Juarez

Ausgabe 4:

"Die Woche"

Ausgabe 31

Mapini

Ausgabe 1:

Rote Männer

Ausgabe 32

Juarez

Ausgabe 20

Freundeskreis

Ausgabe 33

Hans Reimann

Ausgabe 23

Roman

Ausgabe 34

Juarez


13. November 2018

 

Winnetou

ein Karl May Quartett

ca. 1969 Vertrieb: Staedler  8638  S&S (Schwager & Steinlein / Nürnberg)

 

Eines der 14 Quartette in der Sammlung. Eigendlich ein Doublette, doch hier in gutem Zustand mit

Plastikschachtel, nur 24 Spielkarten.
Obwohl erst nach den Karl-May-Filmen in einem Verlag (Schwager und Steinlein) auf den Markt gebracht, sind es hier noch gezeichnete Bilder (und keine Szenenfotos aus den Filmen. Format 11 x 7-6 x 1.4 cm. Die Quartette sind in der Regel keine Raritäten, weil sie in den 50ern unf 60ern Jahren in grosser Zahl auf den Markt gebracht wurden. Noch heute sind sie im Antiquitäten- und Sammlerhandel um 15 CHF zu kaufen.

Hier die 24 einfachen Karten. Künstler leider unbekannt.

01. November 2018

 

Buntstift-Schachtel Nr. 1176
Vertrieb: Staedler Schreibwaren

Nürnberg (1941)

 

Der Schatz im Silbersee

(Eine schwierige Verhandlung)

 

Beworbenes Produkt: Schreibwaren

Format: 9x9x0.8 cm 
                                                          Künstler: Norbert Ehrenfreund

"Die Schreibwarenfabrik Staedler versah ihre Bundschriftschachteln mit Motiven der Karl May-Sammelbilder. Es wurden zwei Serien in unterschiedlichem Format herausgegeben. Als Vorlage für die verwendeten Motive wurden die bekannten Sammelbilder von Lindeberg herangezogen. Ein Hinweis aus Sammlerkreisen besagt, dass Emanuel Kanz in seiner Disssertation "Zum Problem der Massenwirkung Karl Mays", 1949, Wien, 7 Buntstiftschachteln  von Staedler erwähnt. Wie viele und vor allem welchem Format wirklich produziert wurden ist bisher nicht bekannt.  

Der Künstler hat für dieses Format die Bildmotive extra umgestaltet. ... Abschliessend kann man davon ausgehen, dass Staedler 7 Motive herausgegeben hat, die in  zwei unterschiedlichen Formaten als Buntstiftschachteln produziert wurden."

Folgende Motive sind derzeit bekannt: 

  • "Eine schwierige Verhandlung" aus "Der Schatz am Silbersee
  • "In der Falle" aus "Der Sohn des Bärenjägers.
  • "Der Untergang der Komantschen" aus "Winnetou I"
  • "Nächtlicher Endkampf" aus "Winnetou II."
  • "Ein Schurkenstreich wird beraten" aus "Winnetou III"
  • "Winnetous's Kundschafter in Fesseln" aus "Old Surehand I"
  • Unbekannt. Folgt man der Logik von Winnetou, so sollte dieses Motiv eine Szene aus "Old Surehand II" darstellen. Dieses Motiv ist noch nachzuweisen.

Die Angaben stammen aus dem neuen Buch von Alexander Brandt "Karl-May-Bilder - Band 2", das beim Autor gekauft werden kann. Der erste der beiden Bände erschien im Juli 2017. 
Die beiden umfangreichen Werke befinden sich bereits in meiner Sammlung und werden hier nächstens vorgestellt. Es ist die umfassendste Dokumentation der Karl-May-Bilder von Lindeberg und anderen Künstlern, sowie von verschiedenen Firmen aufgelegte Sammelalben. Allerdings wird auf die Erfassung der Filmbildalben (Eikon, Americana etc.) bewusst verzichtet. Die Dokumentation beschränkt sich auf die gezeichneten Bilder, ist dafür unglaublich präzise und umfangreich. Die begleitenden Kommentare und Einordnungen sind unvorstellbar wertvoll für jeden Karl-May-Sammler.

01. November 2018

 

Abenteuer zwischen
Wirtschaftswunder und Rebellion

 

Karl May in den 60er Jahren

 

Herausgegeben von J. Zeilinger & F.Schleburg

1917 Karl May Gesellschaft e.V.

Hansa Verla, Husum. 251 Seiten, Soft-Cover


Zum Symposium der Karl-May-Gesellschaft
vom 16.–18. September 2016, 
im Haus der Geschichte in Bonn

 

 

Das Symposium in Bonn war gehört zu den "Marksteinen" in der Arbeit der Karl-May-Gesellschaft. Das Buch umfasst die die ergänzten Manuskripte der 11 Vorträge zu verschiedenen Themen, die bis heute noch wenig "aufgearbeitet" worden sind in der KMG. Wie zum Beispiel Karl May in der DDR-Zeiten, die Comics oder die Karl-May-Festspiele. Da ich selber am Symposium teilnahm, kann ich hier die Themen und die einzelnen Refernten kurz

vorstellen und in meiner Sammlung mit dem Buch verknüpfen. "In den 60er-Jahren des 20. Jahrunderts erreichte die Popularität Mays ihren Höhepunkt."

Prif, Dr. Gert Ueding

Tübingen
Glücksweg durch Nacht und Licht.
Ernst Bloch un Karl May

 

Malte Ristau

Ministerialdirektor, Berlin

Der kurze Weg nach Westen

Das neue Deutschland und die Generation Karl May

Prof. Dr. Helmut Schmied

Koblenz-Landau

Jenseits deer Müllabfuhr

Karl May und die Literaturwissenschaft der 60er Jahre

PD Dr.Thomas Kramer

Humboldt Universität Berlin

Die 60er Jahre in der DDR und ihre Karl-May-Alternativen. DEFA-Indianerfilm, "sozialistische Bildergeschichten"...

Ruedi Schweikert

Autor Mannheim

Auf dem Weg nach Sitara. Arno Schmidt, Hans Wollschläger und im Hintergrund der Dritte.

Prof. Heinz-Peter Preusser

Bielefeld

Das neue Deutschland im jugoslawischen Amerika

Romantische Sehnsucchtsorte

Dr. Ulrich.Scheinhammer-Schmid, Neu-Ulm

Helden ohne Fehl und Tadel. Winnetou und Old Shatterhand im Film der 60er Jahre

Dr. Johannes Zeilinger

Berlin

Die lange Geburt der Karl-May-Gesellschaft

Irrungen und Wirrungen auf dem Weg zu einer fröhlichen Wissenschaft

Prof. Bernd Schünemann

München

Karl May: Ein bweispiel-hafter Fall

Claus Rosin und die sozialliberale Refom-Ära 

Prof.Bernd Dolle-Weinkauff

Frankfurt am Main

Karl May im Comic der 1960er Jahre. Arbeit am Mythos im Operationssaal der Bildgeschichte.

Prof. A..Dana Weber 
Florida USA. Indianerspiel und Performativität bei Karl-May-Festspielen. Zwischen Theatralität und Reenactment


"Karl May im Taschenbuch, Karl May im Comic, Karl May im Kino, Karl May auf der Bühne, Karl May endlich auch in der Literaturwissenschaft - und Karl May gar im Strafrecht? In den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts erreichte die Popularität des sächsischen Fabulierers in Deutschland ihren Höhepunkt. 

Die Karl-May-Gesellschaft veranstaltete vom 16. bis 18. September 2016 ein Symposium im Bonner Haus der Geschichte, das die multimediale Rezeption und die beginnende wissenschaftliche Erschließung der Werke Karl Mays in diesem turbulenten Jahrzehnt untersucht. Beiträge in diesem Band stammen unter anderem von Bernd Dolle-Weinkauff, Thomas Kramer, Heinz-Peter Preußer, Malte Ristau, Ulrich Scheinhammer-Schmid, Helmut Schmiedt, Bernd Schünemann, Rudi Schweikert, Gert Ueding, A. Dana Weber und Johannes Zeilinger."

31. Oktober 2018

 

Zeitschrift Hörzu-Wissen
vom August/September 2010:

 

Mythos Karl May

 

So entstanden die Abenteuer von Winnetou & Co.

 

Im populären Wissenschaftsmagazin, das zur Verlagsgruppe der Programmzeitschrift "Hörzu" gehört, erschien in 2010 im Heft Nr. 4 ein achtseitiger Bericht zum Leben von Karl May.. Anlass war der Doku-Film "Karl May - das letzte Rätsel2 in der Reihe "Terra X" des ZDF.

"Winnetous Erfinder beschrieb gerne Länder so lebendig, als habe er dort lange gelebt - dabei hatte er sie nie gesehen. Wie gelang dem Autor das? Ein Blick in die Abgründe seiner Seele."

Die Aufarbeitung eines Themas, das seit einigen Jahren immer mehr in den Mittelpunkt rückt - nämlich das Leben Karl Mays - ist hier mit vielen Bildern und - wie dies in der "Populär-Wissenschaft" üblich ist - mit Schlagworten und Kästchen recht gut gelungen. Seiten 104-111.
Solche Artikel in der Kiosk- und Massen-presse sind für die Pflege des "öffentlichen Gedächtnisses" ausserordentlich wichtig.
Neue Fakten oder gar neue wissenschaft-liche Erkenntnisse will und kann der Beitrag nicht bringen.

NB. In eigener Sache:

Zeitschriften und vor allem Artikel in Zeitungen bleiben bei mir lange - viel zu lange liegen, bis sie endlich registriert und in die Sammlung eingegliedert werden. Im Gegensatz zu Büchern und Gegenständen kann man sie gut stapeln und sie nehmen wenig Platz ein. Vor mir liegt noch ein  Berg von solchen Sammelstücken, die ich nun kontinuierlich auch hier vorstellen werde.

30. Oktober 2018

 

Hohenstein-Ernstthaler Kalender:

 

2010
500 Jahre Hohenstein

 

Herausgegeben vom Geschichtsverein
Hohenstein-Ernstthal

 

Der Kalender hat 12 Blätter, für jeden Monat eines. Auf der Vorderseite ist ein historisches Bild (nebst den Tageszahlen) und auf der Rückseite von jedem Kalenderblatt zwei weitere Bilder (früher/heute) und ein erklärender Text.

Auf dem Januar-Blatt ist das neue Ortshinweisschild an der Autobahn zu sehen mit dem Text: "Seit 2008 weist nach 13jährigem Rinken mit den zuständigen Behörden das Orshinweisschild nunmehr auch auf den Fakt hin, dass Hohenstein-Ernstthal die Geburtsstadt Karl Mays ist."

Sonst sind keine Gedenkstätten und Bilder mit Bezug auf Karl May zu vorhanden, auch nicht in den begleitenden Texten erwähnt.

29. Oktober 2018

 

Katharina Maier:

 

Nscho-Tschi und ihre Schwestern

 

1912, Karl-May-Verlag, Bambeerg/Radebeul
Umschlagbild: Marie Versini als Nscho-Tschi
464 Seiten, ISBN 978-3-7802-0193-5

 

Das Buch erschien bereits vor sechs Jahren. Geschrieben hat es die gleiche Autorin, die soeben ihr neues Buch "Moderne Helden" im Karl-May-Verlag herausgebracht hat (kürzlich hier in meine Sammlung eingefügt). Das Buch ist eine der interessanten neueren Editionen im Karl-May-Verlag, die sich mit speziellen Themen rund um das Werk von Karl-May befassen. Sekundärliteratur. Mehr als "nur" Sekundärliteratur. Eine durchaus spannende Lektüre zum Thema Frauen in einer Bücherwelt, die scheinbar ganz von Männern dominiert ist. Es ist bezeichnend, dass das Buch erst sechs Jahre nach Erscheinen in die Sammlung aufgenommen wurde.

"Katharina Maier ist Literaturwissen-schaftlerin  und als freie Schriftstellerin tätig. Sie lebt heute in Aufgsburg. Von Literatur über Künstlerbiografie bis hin zu Regionalgeschichte decken ihre zahlreichen Sachbücher eine große Bandbreite ab. Die Themen Frauen und Literatur ziehen sich als roter Faden durch ihre Werke".(Quelle: Website Skriptorium)

Hier ihre Bücher. die sie bisher veröffentlicht hat

Katharina Maier schreibt zu ihrem Buch "Ncho-Tschi und ihre Schwestern": "

Nscho-tschi und ihre Schwestern

"Karl May? Der hat doch nicht über Frauen geschrieben!" - Von wegen! Dieses etwas andere Buch über Karl May und das Universum, das er geschaffen hat, entführt den Leser in die grenzenlosen Weiten des Wilden Westen, wo die resulten Mayden so manchen Bösewicht und/oder Helden aufs Kreuz legen und einem Greenhorn namens Old Shatterhand von einem achtzehnjährigen Apatschenmädchen die Leviten gelesen werden, und in die märchenhafte Welt des Orients, wo der tapfere, kleine Hadschi Halef Omar unter dem Pantoffel seiner "Blume der Blumen" steht und der wackere Orientritter Kara Ben Nemsi seine Unbeflecktheit gegen etwas Mehr an Frau verteidigen muss, als ihm lieb ist."

Auf dem Internetportal "Onetz" (Oberpfalz-Medien) erschien am 21. Dezember 2014 ein Interview mit der Autorin zum Karl-May-Buch, das hier abzurufen ist. Fazit einer Besprechung von Wolfgang Brunnwe  in "Buchwelten" (12. November 2012): ."Katharina Maier hat mich mit ihren Interpretationen und Darstellungen der Frauengestalten in Karl Mays Werk gefesselt, fasziniert und überzeugt. Für Karl May-Interessierte, die nicht nur die Romane lesen, sondern auch die Bedeutung der „Weiblichkeit“ in Mays Gesamtwerk begreifen wollen, aus meiner Sicht ein Muss, denn Maier schafft Bezüge zwischen den verschiedenen Romanen (auch Orient- und Wildwestgeschichten), die man als „Laie“ wahrscheinlich niemals erkennen würde."

Zur Ergänzung: In der von Lorenz Hunziker herausgegebenen Reihe "Lagerfeuer" befasst sich auch der Autor Lorenz Hunziker mit den "Frauenrollen in Karl Mays klassischen Reiseerzählungen". (Heft 5 2017/1)

11. Oktober 2018

 

Karl May
Märchen und Visionen

 

Fotografien von Timm Stütz
Herausgegeben von Hartmut Wörner

 

2018, Karl-May-Verlag, Bamberg
189 Seiten, ISBN 978-3-7802-3088-1

 

Karl May, der von Arno Schmidt als "letzter deutscher Großmystiker" charakterisiert wurde, definierte sich in seiner späten, symbolischen Schaffensperiode als 'Märchenerzähler'. So finden sich in seinen weniger bekannten Spätwerken eine Fülle von teils gleichnishaften, teils visionären Geschichten. Eine Auswahl dieser bildhaften, wuchtigen Texte, deren Botschaft immer noch aktuell ist, tritt in "Märchen und Visionen" in einen künstlerischen Dialog mit modernen Fotografien von Timm Stütz. (Verlagstext)

10. Oktober 2018

 

"Rote Teufel" und "edle Wild"

Faszination Indianer - Vorstellung und Darstellung im Nomam, Zürich

 

Besprechung am 24. Juli 2012
in der NZZ (Neue Zürcher Zeitung) Nr. 170 
von Philipp Meier

 

Dabei geht es um die Ausstellung im Indianermuseum in Zürich vom 22.3.-30.10.2012

 

"Seit je modellieren wir uns ein Bild des Indianders, das wenig bis gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Den 100- Todestag Karl Mays dieses Jahr nimmt das Nordamerika-Native-Museum in Zürich zum Anlass, einem Fantasiegebilde Nachzuspüren...."

"Die Botschaft ist zeitlos"

Interview mit Erol Sander, dem Winnetou der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg

Im "Südkurier vom 14. Juli 2012 (Nr. 161) von Claudia Bless.

1912 war sein letzter Auftritt in Bad Segeberg.


Dies sind zwei von vielen Zeitungsausschnitten und Dokumenten, die sich noch immer ungeordnet auftürmen und in meine Sammlung einzureihen sind. Es sind ganz unterschiedliche Sammelstücke zu ganz unterschiedlichen Themen, rund um Karl May. Rechts eine Ausstellung-Besprechung, links (aus etwa der gleichen Zeit) ein Interview zum Thema Karl-May-Festspiele. Ich werde in der nächsten Zeit die Einordnung (und Vorstellung) der Dokumente intensivieren.