Sammlung der Beispiele von kollektivem Bewusstsein (Karl May) - 2. Teil

23. Juni 2020

 

Öffentliches Bewusstsein:

 

Ursula Bruns

Hindernisse für Huberta

 

Herder Verlag, Freiburg im Breisgau. 10. Auflage - 1966

Erstauflage 1950? - Erstlingswerk von Ursula Bruns


Das Pferd von dem Teenager Huberta heisst zwar Muschik, hat aber die Eigenschaften des Pferds von Old Shatterhand, das ihm Winnetou geschenkt hat.

Zu einer Zeit als Karrl May weitgehend als "Schund" gegolten hat und die "Buben" seine Abenteuer "unter der Bettecke" lesen mussten, hat Ursula Bruns in ihrem ersten Jugendbuch "Hatatitla" zum Traum der Mädchen gemacht. "Hab' ich auswendig gelernt"

Auch in der Passage eines Phantasie-Rittts von Huberta und ihrer Freundin wird die innige Beziehung zum Pferd und die Welt des Wilden Westens mit den Indianern ziemlich nache am Kosmos von Karl May (und seinem Wilden Westen) erzählt, Muschik hat wirklich die Eigenschaften von Hatatitla

02. Dezember 2019

 

Kollektives Gedächtnis

Thema Karl May

 

Das «Karl-May-Gefühl»

Thilo Miaschke  (Bild: Screenshot ZDF)
Thilo Miaschke (Bild: Screenshot ZDF)

In der Sendung Markus Lanz vom 27. November 2019 war der Journalist Thilo Mischke zu Gast. Er sprach von einem "Karl-May-Gefühl" bei seinen jüngsten Erlebnisse an der IS-Front in Syrien. Auf die Frage: "Wie kommt man als Journalist - unerkannt - in den Irak oder nach Syrien?" antwortete der Tilo Mischke, der für die Sendung «Uncovered» (Pro Sieben) arbeitet: "In Syrien kann man sich (wenn man einmal dort ist) frei bewegen. -Es ist so etwas wie "Wildwestland", wie es sich Karl May vorgestellt hat, mit Globalisierung des 21.Jahrhunderts und Krieg und Tod. Ja ein Karl-May-Gefühl macht sich da so breit."
Dieses Zitat wurde dann auch prompt von der Presse aufgegriffen. So auf dem Schweizer Online-Nachrichtenportal "watson" am 28. November 2019 unter dem Titel: "Reporter trifft deutsche «IS»-Anhängerin – Gespräch lässt ihn verstört zurück".

Die ganze Sendung "Markus Lanz" im ZDF mit der kurzen Karl-May-Erwähnung hier.

(Sendung vorfahren bis zur Stelle 31´10")

23. November 2019

 

Kollektives Gedächtnis

Boulevard "Bild Dplus" (online)

 

Pierre Brice als Drogen-Kurier
                               missbraucht

Im Online-Magazin von "BILDplus" - nur im Abonnement zu lesen, am 22. November 2019 eine Geschichte zum Thema Pierre Brice (mit Winnetou-Foto).


2,5 KILO HEROIN IM AUTOREIFENPierre Brice als Drogen-
Kurier missbraucht

 

Vier Jahre nach dem Tod des großen Pierre Brice ordnet Witwe Hella noch immer seinen Nachlass. Und stieß auf ein dunkles Kapitel!

"In jeder Fotokiste und jedem Karton steckt die Erinnerung an ihre große Liebe – aber diesmal auch ein kleiner Schock …Vier Jahre nach dem Tod des großen Pierre Brice († 86) ordnet Witwe Hella (70) noch immer seinen Nachlass. Und stieß auf ein dunkles Kapitel ihrer gemeinsamen Zeit!

Lesen Sie mit BILDplus, wie das Paar 1981 ins Visier von Drogenfahndern geriet, ohne es zu bemerken – und wer der Kriminelle war, der Drogen in Pierre Brice’ Autoreifen versteckte."

Das öffentliche Bewusstsein ist auch ein wichtigges, typisches Element der Boulevardpresse. "Personalisieren" heisst eines der sieben zentralen Boulevard-Kriterien. Geschichten werden "personifiziert" und dann aufgenommen, wenn die Person, die es betrifft auch wirklich "im öffentlichen Gedächtnis" ist. Die Story kann auch unaktuell und sogar unwichtig sein, durch den Namen (und vor allem auch durch Bild und grosser Schlagzeile) muss jeder Tag um die Aufmerksamkeit des Publikums "gekämpft" werden, weil die Zeitung jeden Tag (am Kiosk) gekauft werden muss (sogenannte Kaufzeitung), Im Internetauftritt gelten ähnliche Gesetze.

Eigentlich ist dies eine sogenannte "Null-Geschichte", die nur "funktioniert" wenn auch sichergestellt ist, dass eine beträchtliche Mehrheit der Leser zumindest wissen wer Pierre Brice ist und mit dem Namen und dem Bild unbewusst sofort einen ganzen Film-und Karl-May-Kosmos abrufen.

Schon vor einem Jahr, am 09. Oktober 2018, titelte Bild: "So haben Sie Winnetou noch nie gesehen." Damit ist das Thema lanciert. Die neue Story ist eine "Fortsetzung" in gleicher Aufmachung. Auch dies gehört zum Bouleward. Hier der Text von damals:

"Es ist ein Blick zurück in eine große Zeit des Kinos und in das Privatleben einer Legende" … 50 Jahre nach dem letzten Winnetou-Klassiker im Kino hat die Witwe von Pierre Brice (†86) in seinem Nachlass einen Schatz von unermesslichem Wert entdeckt: alte Briefe, Briefe, Verträge und Kameras mit bisher nicht entwickelten Filmen.

Lesen Sie mit BILDplus, was alles zum Vorschein kam ‑ und staunen Sie über die unbekannten Einblicke in das Leben von Pierre Brice. Hier der Link zum früheren Text